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Hermann Nitsch - The Movie


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#1 Helmut71

Helmut71

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Geschrieben 25 Februar 2012 - 09:10

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Hermann Nitsch ist wohl einer der umstrittensten Künstler unserer Zeit. Letzten Sonntag fand im Cinema Paradiso in St. Pölten die DVD-Premiere eines Films über Nitsch statt. Regisseurin Daniela Ambrosoli begleitete Hermann Nitsch über ein Jahr lang mit der Kamera zu seinen Schaffensorten auch nach Mistelbach und ins Schloss Prinzendorf. Außerdem kommen Wegbegleiter und Freunde von Nitsch zu Wort. Der Film zeichnet insgesamt ein vielschichtiges, sehr privates und persönliches Porträt des österreichischen Künstlers Hermann Nitsch. Nach der Filmvorführung diskutierten Regisseurin und Künstler mit dem Publikum.
Das Mueseumszentrum Mistelbach (MZM) ist ein Museumskomplex, der 2007 eröffnet wurde und sich seither erfolgreich als eine Art „Museumsquartier des Weinviertels“ etablieren konnte. Das MZM beherbergt neben dem Hermann Nitsch Museum auch das Museum Lebenswelt Weinviertel. Das Hermann-Nitsch-Museum ist das größte monografische Museum des Künstlers und Wahlweinviertlers Nitsch, in dessen Werk die asketische und gleichzeitig üppige Landschaft des Weinviertels in Verbindung mit dem einfachen Leben integriert ist. Neben der Präsentation von Nitsch Arbeiten wird soll auch das Gesamtwerk wissenschaftlich erforscht und dokumentiert werden.

Hermann Nitsch
Nach einem diplomierten Abschluss an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien übernahm Nitsch 1957 eine Stelle als Gebrauchsgrafiker am Technischen Museum. Einige Jahre später entstanden die ersten Malaktionen und auch die Idee des Orgien-Mysterien-Theaters, das ihn von da ab unablässig beschäftigt und in dem sich alle seine Bestrebungen sammelten. Seine in Wien in der Öffentlichkeit abgehaltene Aktionsarbeit führt in den frühen sechziger Jahren zu ständigen Konfrontationen mit den Behörden und mehrwöchigen Gefängnisaufenthalten, die den Künstler 1968 veranlassen, nach Deutschland zu übersiedeln. Nach großen Erfolgen des Orgien-Mysterien-Theaters Ende der sechziger Jahre in den USA und Deutschland führt Nitsch während der siebziger Jahre in vielen europäischen und nordamerikanischen Städten Aktionen durch. 1971 gelang ihm der Ankauf des niederösterreichischen Schlosses Prinzendorf aus dem Besitz der Kirche, wo Nitsch im Zuge größer angelegter Aktionen auch seine Vorstellungen von der Musik zu seinem Theater verwirklichte. Bei den Aktionen wurden Lärmorchester, Schreichöre und elektronisch verstärkte Instrumente eingesetzt. Nitsch deutete das Leben als Passion, den Malprozess als verdichtetes Leben und damit als Inbegriff der Passion. Der Künstler selbst blieb durch seine an zentraler Stelle im Gemälde eingefügten Malhemden, die er während der Arbeit trug, anwesend und animiert den Betrachter, sich mit dem Malvorgang zu identifizieren und mit ihm ins Bild einzutreten. Nach Gastprofessuren an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule in Frankfurt am Main und der Hochschule für bildende Künste Hamburg unterrichtete Nitsch seit 1989 bis zu seiner Emeritierung an der Städelschule eine Klasse für Interdisziplinäre Kunst. (Wikipedia)

Links:
http://www.hn-movie.org
http://www.nitsch-foundation.com
http://www.nitsch.org




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