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Kein Fahrkartenverkauf in ÖBB-Nahverkehrszügen


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6 replies to this topic

#1 Wolfgang B

Wolfgang B

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Posted 15 December 2010 - 12:41 PM

Bahnfahrer - Achtung!
Mit Fahrplanwechsel werden in Zügen des ÖBB-Nahverkehrs keine Fahrkarten mehr durch Zugbegleiter verkauft. Damit gilt jeder, der in einem Zug bei der Kontrolle ohne Fahrkarte erwischt wird, automatisch als Schwarzfahrer und darf sich über eine zusätzliche Geldausgabe von € 65,- freuen. Für den, der nicht gleich zahlen kann oder will, wird es noch um € 30,- teurer.
Wie kommt der Fahrgast nun zu einer Fahrkarte?
Nun, die einfachste Art und Weise ist ein offener Fahrkartenschalter. Leider ist dieses Service nur in wenigen Bahnhöfen und Haltestellen verfügbar.
In fast allen Bahnhöfen und Haltestellen im Weinviertel gibt es jedoch Fahrkartenautomaten und jeder muss sich im Vorhinein beim Automaten seine Fahrkarte lösen. Es ist zu beachten, dass mit Papiergeld nur bis zum nächsten 10er-Betrag bezahlt werden kann. Das heißt, wenn der Fahrpreis € 7,- beträgt, kann nur mit einem € 10,- Schein, aber nicht mit einem € 20,- Schein bezahlt werden. Es kann auch mit der Bankomat-Karte bezahlt werden.
Was tun, wenn es keinen Fahrkartenautomat gibt?
In diesem Fall kann man auch ohne Fahrkarte in den Zug einsteigen, muss aber von sich aus sofort mit dem Zugbegleiter Kontakt aufnehmen, der in diesem Fall ohne Zuschlag eine Fahrkarte ausstellt. In den Dieseltriebwagen der Landesbahn Obersdorf - Gänserndorf, Wien - Marchegg und Gänserndorf - Marchegg gibt es Fahrkartenautomaten, wo man sich seine Fahrkarte lösen kann.
Was tun, wenn der Fahrkartenautomat nicht betriebsbereit ist (technische Störung oder Beschädigung)?
Auch hier bekommtt man seine Fahrkarte zuschlagsfrei im Zug, falls man aktiv auf den Zugbegleiter zugegangen ist. Eine technische Störung oder Beschädigung ist natürlich nicht so leicht zu beweisen. Man kann sich dadurch helfen, wenn man sich die Nummer des Automaten aufschreibt und den Sachverhalt dem Zugbegleiter schildert. Da ja viele schon ein Handy mit Fotofunktion haben, kann auch ein frisch geschossenes Foto gute Dienste leisten. Es gibt allerdings keine Gewähr auf Kulanz in diesem Fall, man ist leider auf den Faktor Mensch beim Zugbegleiter angewiesen. Aktives Zugehen, freundliche Worte und Beweise in Form von Zeugen oder Fotos sind jedenfalls hilfreich. Vorsicht: In zahlreichen Bahnhöfen und Haltestellen gibt es mehrere Automaten. In diesem Fall zählt keine Ausrede, man muss eben zum anderen Automaten um seine Fahrkarte gehen. Auch unpassendes Geld (zu große Scheine) zählen nicht als Ausrede.

Doch zum Abschluss noch etwas Gutes: Dem Vernehmen nach gibt es eine Schonfrist bis Ende Februar (ohne Gewähr).

#2 Weinviertlerin

Weinviertlerin

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Posted 17 December 2010 - 06:26 PM

Es gibt auch noch "Handytickets" - das erschien mir sehr einfach und für mich praktisch.....ein einziges Mal ist es mir bis jetzt gelungen eines auf mein Handy zu bekommen.
Doch meistens, wenn ich mir ein Ticket aufs Handy laden wollte kam die Meldung retour "ÖBB-Serverausfall Wir bitten um Verständnis" - Diese Meldung ist anscheinend Routine!
Ich habe diese Möglichkeit, ein Ticket zu erwerben aufgegeben !!!

Zum Punkt - Automatenstörung habe ich folgende Erfahrung:
Ich habe bei der Hotline angerufen - Nummer des gestörten Gerätes durchgegeben.
Danach ist mir von der Öbb eine SMS-Bestätigung gesandt worden, dass ich die Störung gemeldet habe.

Trotzdem ist es vor allem für unser älteren Mitbürgerinnen enorm kompliziert und sie sind kaum im Stande die Automaten zu bedienen - Hilfe ist selten in der Nähe.

Lächeln muss ich, wenn ich derzeit auf den Bahnhöfen die Durchsage höre, dass das Bahnhofspersonal gerne bei der Bedienung der Automaten hilft ......

Wo bitte ist ÖBB-Personal zwischen Bernhardsthal und Süßenbrunn, das man um Hilfe bitten kann??????

#3 Magda

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Posted 17 December 2010 - 06:57 PM

Zumindest gibt es jetzt in Mistelbach
nun einen zweiten Automaten :)

#4 Wolfgang B

Wolfgang B

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Posted 17 December 2010 - 10:03 PM

Es gibt auch noch "Handytickets" ...

Wenn man schon so Aktionen wie obige macht, sollte man wenigstens schauen, dass die technischen Voraussetzungen gegeben sind.
Internet gibts auch noch. Interessant vielleicht für die Generation bis zu mir. Aber wer hat schon einen Drucker dabei, wenn er am Bahnhof steht ...

Lächeln muss ich, wenn ich derzeit auf den Bahnhöfen die Durchsage höre, dass das Bahnhofspersonal gerne bei der Bedienung der Automaten hilft ......
Wo bitte ist ÖBB-Personal zwischen Bernhardsthal und Süßenbrunn, das man um Hilfe bitten kann??????

Und ist dann mal einer da, kommt er von einer anderen Firma des Konzerns, der mit dem Fahrkartenverkauf und den Automaten nichts zu tun hat.

#5 Weinviertlerin

Weinviertlerin

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Posted 18 December 2010 - 06:07 PM

Wozu willst du beim "Handyticket" einen Drucker? oder habe ich was falsch verstanden= ?

Habe da eben was "Tolles" auf der ÖBB-Page entdeckt :

Hilfe & FAQ

Seite drucken Was kann ich tun, wenn der Fahrkartenautomat an meiner Haltestelle nicht funktioniert?

Entweder es gibt an dieser Haltstelle noch eine zweiten Ticketautomaten oder sie können die Möglichkeit des Handytickets nutzen.




http://www.oebb.at/d...icket/index.jsp

Edited by Weinviertlerin, 18 December 2010 - 06:11 PM.


#6 Wolfgang B

Wolfgang B

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Posted 18 December 2010 - 06:25 PM

Wozu willst du beim "Handyticket" einen Drucker? oder habe ich was falsch verstanden= ?

Vorne am Beginn der Zeile steht "Internet".
;)

#7 Da Dirnbocher

Da Dirnbocher

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Posted 11 January 2011 - 12:39 PM


[B]Was tun, wenn der Fahrkartenautomat nicht betriebsbereit ist (technische Störung oder Beschädigung)?


(M)Eine persönliche Erfahrung dazu vor rund einem Jahr.

Bahnhof (eher Haltestelle) Staatz, Montag früh, so gegen 07:00.
Der Versuch eine Wochenkarte zu erstehen endet jäh vor dem Automaten, der offenbar neugebootet hat und mit der - mich immer wieder erheiternden - Meldung "Keyboard not found - press F1" dem Unterfangen leider im Wege stand. Ein weiterer (weiblicher) Fahrgast wählte die Störungsnummer und bekam - wie von der Weinviertlerin beschrieben einen Code oder sowas. Soweit ich mich erinnere, wars aber keine SMS, sondern sie mußte sich das aufschreiben. Mir war das in dem Moment egal, da die Wochenkarte der letzten Woche ja noch bis 09:00 galt, und sich das bis Wien locker (?) ausging.

Die Pointe ist, sofern man das Ganze lustig betrachten kann, was es eigentlich nicht ist, dass der Zustand des Fahrscheinautomaten bis mindestens Donnerstag abend unverändert blieb. Wielange der Automat vor Montag früh ausser Betrieb war, weiss ich nicht. Genauso wie ich nicht weiss, wie lange er nach Donnerstag abend noch ausser Betrieb war. Dass die ÖBB allerdings mindestens 4 Werktage braucht, eine nachweislich gemeldete Störung am - einzigen im Bahnhof befindlichen - Automaten zu beheben, läßt ja nichts Gutes erwarten.




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