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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neue S 3-Trasse: Jetzt geht es doch vierspurig



Charlemagne
30.09.2009, 13:51
Bei Präsentationen in Kalladorf hatten sich die Verantwortlichen der Autobahnen- und Schnellstraßengesellschaft ASFINAG noch bemüht, für die geplante dreispurige Führung der neuen Trasse von Hollabrunn-Süd nach Guntersdorf zu argumentieren. Nun funkte Landeshauptmann Erwin Pröll dazwischen und machte sich erfolgreich für einen vierspurigen Ausbau der S 3 in diesem Bereich stark.

Drei Spuren würden dem Bedarf der nächsten Jahre optimal entsprechen, wobei eine mögliche spätere Erweiterung kein Problem darstelle, hatte DI Christian Honeger, Leiter der ASFINAG-Abteilung Planung Neubau, noch im Frühjahr gemeint. Jetzt wurde umgeschwenkt. „Es gibt seit zweieinhalb Jahren verschiedene Überlegungen. Nun haben wir uns für den vierspurigen Ausbau als optimalere und vor allem wirtschaftlichere Variante entschieden“, erklärt ASFINAG-Sprecher Mag. Christoph Pollinger.

2012 beginnen die Arbeiten, Kosten: 180 Millionen Euro
„Damit haben wir eine zukunftsträchtige Lösung für Jahrzehnte durchgesetzt, die eine wesentliche Verbesserung der Verkehrssicherheit und eine spürbare Entlastung der bisher stark belasteten Ortsdurchfahrten bedeutet“, betont Pröll.
Die Kosten für den 14,2 Kilometer langen Ausbau mit Beton-Mitteltrennung und Pannenbuchten steigen von 156 auf rund 180 Millionen Euro. Aufgrund der nötigen Prüfungsverfahren ist mit dem Baubeginn nun nicht Ende 2010, sondern voraussichtlich 2012 zu rechnen. Verkehrsfreigabe: Ende 2014.

Derzeit passieren jeden Tag rund 12.000 Kraftfahrzeuge die Strecke. Bis zum Jahr 2025 wird eine Verdoppelung auf bis zu 24.000 Fahrzeuge täglich erwartet. Suttenbrunn, Schöngrabern, Grund und Guntersdorf dürfen sich über eine Entlastung von rund 80 Prozent freuen. In diesen Orten sollen auch Lkw-Durchfahrtsverbote erlassen werden.
Außerdem will die ASFINAG nun ein umfassendes Ausbau-Konzept der S 3 von Stockerau bis Kleinhaugsdorf erarbeiten, kündigt Pollinger „neue Wege im Weinviertel“ an. Damit seien auch vier Spuren zwischen Stockerau und Hollabrunn-Süd „nicht ausgeschlossen“.

quelle nön