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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : GR-Wahl in Deutsch-Wagram



Helmut71
30.08.2009, 08:44
In Deutsch-Wagram wird vorzeitig gewählt. Die Wahl dürfte spannend werden, es treten insgesamt 6 Listen zur Wahl an! Bemerkenswert ist einerseits, dass in DW nach einem Streit ums Gemeindebudget vorzeitig gewählt wird, andererseits, dass gleich zwei neue Listen antreten. Weiteres Kuriosum: gleich vier ehm. Grüne treten nun auf der ÖVP-Liste an. Und: der ehm. SPÖ Bgm. Wimberger tritt mit einer eigenen Bürgerliste zur Wahl an.



Der Wahlkampf hat nun begonnen (26.08.09)

Nun startet auch die ÖVP Deutsch-Wagram in den Wahlkampf. Bei der Auftaktveranstaltung wurde das Kandidatenteam für die vorgezogene Gemeinderatswahl vorgestellt.

DEUTSCH-WAGRAM (ak). Mit 20. August mussten alle kandidierenden Parteien ihre Kandidaten bekannt geben. Der ehemalige SPÖ-Bürgermeister Walter Wimberger wird neben ÖVP, SPÖ, Grüne, !wir und FPÖ mit einer Alternativen Bürgerliste Deutsch-Wagram antreten. Im Kasten links finden Sie die ersten zehn Kandidaten (falls so viele vorhanden) einer jeden Partei.

Am vergangenen Sonntag fand die Wahlauftaktveranstaltung der ÖVP im Marchfeldkanalgebäude statt. Durch das Programm, das musikalisch vom Bläserensemble der Musikschule umrahmt wurde, führte Karl Nehammer von der Landesparteiakademie der Volkspartei NÖ.
Alle 58 Kandidaten wurden vorgestellt und eine kleine Auswahl persönlich über ihre Motivation sich für Deutsch-Wagram zu engagieren bzw. die selbst gesteckten Ziele befragt und die anwesenden Mitglieder, Freunde und Sympathisanten der Gesinnungsgemeinschaft der Österreichischen Volkspartei erhielten einen kleinen Einblick, wie vielfältig das Team um Friedrich Quirgst ist.

Vier Grüne wechselten zur ÖVP
Auf der Kandidatenliste der ÖVP stehen auch vier ehemalige Mitglieder der Grünen, nämlich die damaligen Gründungsmitglieder Mag. Franz Spehn und Mag. Gerhard Rixinger sowie Hubert Allmer und Ing. Werner Vogl.
Bgm. Quirgst intensivierte: „Die vorgezogene Gemeinderatswahl, ist eine Wahl die wir nicht gewollt haben. Wir stellen uns dieser Herausforderung und ich bin überzeugt, wir werden diese auch bewältigen.“
Auf einen kurzen Rückblick erfolgte ein Blick nach vorne: Die Beauftragung der Bohrungen für den neuen Trinkwasserbrunnen ist erfolgt. Ein Kindergartenprovisorium hat ein Jahr lang den Raumbedarf abgedeckt und der neue - vier Gruppen umfassende – Kindergarten hat mit dem Sommerkindergarten mittlerweile seinen Betrieb aufgenommen und in eineinhalb Wochen beginnt der reguläre Kindergartenbetrieb.
Ein Oberstufenrealgymnasium wurde gegründet, in einem Provisorium untergebracht, das in den letzten Wochen aufgestockt wurde und nunmehr neun Klassen hat. Ab September sind in den Räumlichkeiten fünf Klassen des ORG und vier Klassen der Volksschule untergebracht. Am Schulneubau, Oberstufenrealgymnasium gemeinsam mit der Hauptschule, und im Zuge dessen auch dem Neubau einer Sporthalle, wird intensiv gearbeitet. Das Betreubare Wohnen mit derzeit 27 Wohneinheiten soll in zwei Abschnitten um weitere 24 Wohneinheiten erweitert werden.
„Die Weichen für die Erweiterung der Park & Ride-Anlage sind gestellt, die Verhandlungen geführt und Förderzusagen gibt es auch,“ so Quirgst weiter, der auch wissen ließ, dass auf die Zentrumsgestaltung, die 2005 aus budgetären Gründen zurückgestellt werden musste, genauso wie auf die notwendige Aufbahrungshalle am Friedhof nicht vergessen wurde.
Im Anschluss an die Veranstaltung gab es die Möglichkeit die Kandidaten persönlich kennen zu lernen und Anliegen bzw. Wünsche vorzubringen.

Enzinger an der Spitze
Bei den Grünen tritt wieder LAbg. Amrita Enzinger als Spitzenkandidatin an, gefolgt von einem jungen, dynamischem Team, wie sie es bezeichnet. Die Grünen-Themen sind Kinderbetreuung (z.B. Einrichtung einer Kinderkrippe, Nachmittagsbetreuung usw.), Mobilität und Umwelt. So setzen sich die Grünen für einen Citybus, sichere Radwege sowie für eine Taktverdichtung der Schnellbahn ein. Wichtig ist Enzinger auch das Recht auf den Erhalt einer intakten Umwelt.
„Da das Budget sehr eingegrenzt ist, haben wir keine utopischen Vorstellungen bei unseren Projekten. Schließlich müssen Megaprojekte wie die Schule und der Trinkwasserbrunnen gebaut werden und es stehen weitere Projekte an wie die Deponiesanierung, die Park & Ride-Anlage usw.“

FPÖ will in Gemeinderat
Die FPÖ, die zuletzt im Gemeinderat nicht vertreten war, tritt mit Richard Ziska als Spitzenkandidat an, der bereits Erfahrung als Gemeinderat hat. Danach folgen viele junge Gesichter. Ziska zu den Kandidaten der anderen Parteien: „Es treten bei den anderen Parteien wieder die alten Zugrunderichter an der Spitze an. Interessant ist, dass einige Grüne zur ÖVP gewechselt sind.“

Andrea Konrad, Martina Gschiel


Quelle: NÖ Anzeiger




6 Parteien rittern um Wählergunst
DEUTSCH-WAGRAM / ÖVP, SPÖ, die Grünen, FPÖ, !wir und die Alternative Bürgerliste treten am 20. September an. Wimberger hofft, alle 5 Kandidaten in Rathaus zu bringen.
VON ERICH WESSELY
Seit vergangenen Donnerstag (Stichtag zur Einbringung der Wahlvorschläge) ist es fix: Sechs Parteien treten bei der Gemeinderatswahl am 20. September an. Um die Wählergunst rittern ÖVP, SPÖ, die Grünen, FPÖ, !wir und die Alternative Bürgerliste Deutsch-Wagram (kurz ABL) mit dem ehemaligen SP-Bürgermeister Walter Wimberger als Spitzenkandidat.
Wimberger hatte es in letzter Sekunde noch geschafft, 30 Unterstützungserklärungen (29 waren notwendig) zusammenzutragen. Insgesamt stehen fünf Personen (darunter sein Bruder, Facharzt Dr. Peter Wimberger, auf dem 3. Listenplatz) auf seiner Kandidatenliste. Wimberger: „Es geht darum, jetzt ein Zeichen zu setzen. Deswegen trete ich mit dieser überparteilichen Liste an.“ Er schließe eine Zusammenarbeit mit keiner Partei aus und würde sich freuen, wenn alle fünf Kandidaten ins Rathaus einziehen würden.
Nicht gerade mit Wohlwollen hat Gustav Ewald, Spitzenkandidat der SPÖ, das Antreten Wimbergers mit einer eigenen Liste aufgenommen: „Ich verstehe ihn nicht ganz, denn er hat seine Chance bereits gehabt: Der Bürgermeister wurde ihm damals in den Schoß gelegt.“ Es werde aber keinen Parteiausschluss geben - Wimberger hat nämlich seine SPÖ-Mitgliedschaft nie zurückgelegt, will sie aber ruhend stellen. Zur Erklärung: Dass Wimberger nicht für die SPÖ kandidiert, hat einen guten Grund. Es gibt nämlich einen gültigen SP-Parteibeschluss, dass er nie wieder für ein Amt der SPÖ kandidieren darf.
Kurios: Lebensgefährtin kandidiert für Politgegner
Dass Wimbergers Lebensgefährtin Evelyne Böcking beim politischen Mitbewerber SPÖ auf dem 3. Listenplatz aufscheint, sei für Ewald übrigens kein Problem: „Man muss das Privatleben von der Politik trennen.“
„Schön“ findet Claudia Lauppert von der !wir-Partei, dass sechs Parteien bei der Wahl antreten: „Das fördert die Parteienvielfalt im Gemeinderat.“ Ziel von !wir sei nicht unbedingt in die Regierung einzuziehen. Man könne aber über alles sprechen, so Lauppert, die selbst nur auf dem 5. Listenplatz aufscheint: „Die Chancen stehen aber glaube ich dennoch gut, dass ich in den Gemeinderat einziehen werde.“
Auf der ÖVP-Liste befinden sich mit Mag. Franz Spehn und Hubert Allmer zwei von den Landesgrünen ausgeschlossenen Kanidaten. Für Grünen-Spitzenkandidatin Amrita Enzinger ist das „nur die Bestätigung, dass die beiden eine ganz andere Einstellung zu Grünen Themenbereichen haben.“
Enzinger ist optimistisch, mit ihrem „jungen, dynamischen Team“ Erfolg zu haben: „Ich fürchte mich nur vor Schwarz-Blau.“ Eine Koalition mit Beteiligung der Grünen sei nicht ausgeschlossen, dass könne sie aber nicht alleine entscheiden.


Quelle: NÖN

Links zum Thema:

ÖVP DW: www.vpdw.at (http://www.vpdw.at)
SPÖ DW: www.deutsch-wagram.spoe.at (http://www.deutsch-wagram.spoe.at)
Grüne DW: www.gruene-deutsch-wagram.at (http://www.gruene-deutsch-wagram.at)
WIR: www.wir4dw.at (http://www.wir4dw.at)

Bürgerinitiative Umfahrung & Forum: www.buh.at (http://www.buh.at)

Helmut71
20.09.2009, 19:56
Endergebnis:

Bei einem Auszählungsstand von 100% der abgegebenen Stimmen ergibt sich (mit Wahlkarten) eine Mandatsverteilung (und der Prozentanteil der Stimmen) von:

VP 16 (49,6%, +9,9%)
SP 8 (25,6%, -13,5%)
Grüne 1 (5,6%, -12,8%)
!wir 3 (10,3%, +10,3%)
FPÖ 1 (6,0%, +3,1%)
ABL 0 (2,9%, +2,9%)

http://www.wir4dw.at/wp-content/Schnappschuss029-550x308.png

Quelle: !Wir



Deutsch-Wagram: ÖVP erreicht 49,6 Prozent
In Deutsch-Wagram konnte die ÖVP Gewinne einfahren und legte zehn Prozentpunkte zu. Sie liegt jetzt mit 49,6 Prozent der Stimme deutlich vor der SPÖ, die von 39,1 auf 25,6 Prozent (minus 13,5 Prozent) gefallen ist, teilte die niederösterreichische Volkspartei in einer Aussendung mit.
Auch die Grünen verloren fast 13 Prozentpunkte und sind nur mehr fünftstärkste Fraktion, die FPÖ und die Bürgerliste WIR - sie wurde Dritte bei der Wahl - schafften den Einzug in den Gemeinderat.


Quelle: ORF

Helmut71
23.09.2009, 10:25
Noch ein NÖN-Bericht zum Thema:



Ein Erdrutschsieg für die ÖVP
DEUTSCH-WAGRAM / Rekordtief für die SPÖ. Grüne erleiden Wahlschlappe: Nur ein Mandat. FPÖ erobert einen Platz im Gemeinderat. !wir holt auf Anhieb drei Mandate.

VON STEFAN HAVRANEK
Die Wahl in Deutsch-Wagram ist geschlagen und das Wahlergebnis hätten sich wohl selbst die kühnsten Optimisten in den Reihen des großen Wahlsiegers ÖVP nicht träumen lassen: Eine absolute Mehrheit mit 16 Mandaten im Gemeinderat für die Partei des regierenden Bürgermeisters Friedrich Quirgst.
Dementsprechend ausgelassen wurde bei der Volkspartei auch gefeiert. Die VP schaffte nämlich das, was sich eigentlich die SPÖ vorgenommen hatte: Die absolute Mehrheit. Damit haben die Schwarzen nun alle Möglichkeiten offen und können sogar entscheiden, wie viele Stadträte es in Zukunft in Deutsch-Wagram geben wird.
Besonders bitter endete der Wahlsonntag für SP-Vizebürgermeister Gustav Ewald und seine roten Genossen: Das angestrebte Ziel, die „Mission 15“, also 15 Mandate und damit die absolute Mehrheit, wurde klar verfehlt. Stattdessen stürzten die Sozialdemokraten in ein Rekordtief und erreichten nur acht Mandate. Prozentuell haben sich die Sozialdemokraten damit von 51,4 Prozent bei der Gemeinderatswahl 2000 auf 25,6 Prozent 2009 halbiert.
Jubelstimmung herrscht dagegen bei Daniela Böckl, Erstgereihte der !wir-Fraktion. Dort konnte man gleich beim ersten Antreten bei einer Gemeinderatswahl 10,3 Prozent erreichen. Damit kann der Mandatsstand von drei Sitzen gehalten werden - die drei !wir-Mandatarinnen waren zuvor bei anderen Parteien engagiert und erst im Laufe der letzten Legislaturperiode hatten sie eine eigene Fraktion gegründet.
Auch für die Grünen, den ehemaligen Junior-Partner in der Koalition mit der Quirgst-VP setzte es ein Wahldebakel: Von 18,4 Prozent bei der letzten Wahl 2005 sackte die Öko-Partei auf aktuell 5,6 Prozent ab - das bedeutet, dass nur ein Grüner im Gemeinderat sitzen wird. Die Grünen sind damit die stimmenschwächste Partei im Stadtparlament.
Die FPÖ unter Listenführer Richard Ziska erreichte ebenfalls ein Mandat, obwohl es nach den ersten Hochrechnungen fast für einen zweiten Sitz im Gemeinderat gereicht hätte. Auch dort war man mit dem Resultat nicht vollends zufrieden, jedoch überwog die Freude über den erneuten Einzug ins Stadtparlament.
ABL könnte mit Wahlkarten noch ein Mandat erreichen
Dieses Ziel konnte die Alternative Bürgerliste Deutsch-Wagram (ABL), angeführt vom ehemaligen SP-Bürgermeister Walter Wimberger knapp nicht erreichen. Für Wimberger besteht allerdings noch eine kleine Hoffnung: Die Wahlkarten könnten theoretisch eine Mandatsverschiebung bewirken. Der ABL fehlen nämlich nur wenige Stimmen für ein Mandat.