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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hochwasserschutzdamm als Radweg?



Helmut71
30.08.2009, 07:39
Der Weinviertel-Tourismusmanager schlägt vor, den neuen Schutzdamm entlang der March für Radler zu öffnen. Die Dammbaugesellschaft ist skeptisch...



March-Schutzdamm soll für Radler geöffnet werden

Weinviertel-Tourismusmanagers Hannes Weitschacher will die in Bau befindlichen Hochwasserschutzdämme entlang der March und der Thaya auch für Radfahrer geöffnet haben.
Weitschacher sieht darin eine große Chance, dem Ausflugstourismus in den Bezirken Gänserndorf und Mistelbach einen kräftigen Impuls zu geben.
"Zum Radfahren wäre der neue Hochwasserschutzdamm ideal, weil er zwischen Bernhardsthal im Norden und Marchegg im Süden kilometerlang völlig eben verläuft und nicht vom Kfz-Verkehr berührt wird. Dabei könnte man entweder die Dammkrone oder die unten liegende Begleitstraße als Radweg freigeben", schlägt Weitschacher im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst vor.
Bei der via donau - der Tochtergesellschaft des Infrastrukturministeriums, die im Auftrag der Wasserverbände Marchegg-Zwerndorf und Angern-Bernhardsthal die Generalsanierung der Hochwasserschutzdämme an March und Thaya durchführt - hat man eine touristische Nutzung der Anlage allerdings offenbar nicht im Sinn.
Dort heisst es, dass "jegliches Befahren des Dammes verboten ist, da es das Bauwerk schädigt". Auch bei der Freigabe des parallel zum Hochwasserschutzwall verlaufenden sogenannten "Dammverteidigungsweges" steht die via donau noch auf der Bremse:
"Eine Öffnung des Dammverteidigungsweges - z.B. als Radweg - kann erst nach vertraglicher Regelung der Haftung und Erhaltungspflicht durch die Gemeinden erfolgen."
Weitschacher will in der Sache nicht locker lassen und kündigt Gespräche mit der via donau und den in der Region zuständigen politischen Funktionären an.
Zumal auch mit der geplanten Rad- und Fußgängerbrücke über die March zwischen Schlosshof und Devinska Nova Ves, die im Zusammenhang mit der NÖ Landesausstellung 2011 gebaut werden soll, ein grenzüberschreitendes Radwegenetz zwischen dem Weinviertel und der Westslowakei mehr und mehr Konturen annimmt.
"Vor 30 Jahren war die Wiener Donauinsel nur als Hochwasserschutzprojekt gedacht, heute ist sie darüber hinaus auch ein beliebtes Freizeitareal. Ähnliches könnte uns auch an der March gelingen", meint Weitschacher.


Quelle: NÖN