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Helmut71
25.08.2009, 09:39
Eine bekannte Weinviertler Romanfigur - Polt - wird in Pension geschickt. Der letzte Polt-Roman ist erschienen.



Komarek präsentiert seinen letzten "Polt"
Der Erfolgsautor Alfred Komarek verabschiedet sich mit einem letzten Roman von seinem Buchhelden, dem Weinviertler Gendarmen Polt. Er kündigt auch an, keinen Roman mehr in seinem Leben schreiben zu wollen.
Polt ist in Pension gegangen
"Polt" heißt der neue Roman und Komarek setzt seinen Romanhelden darin ein letztes Mal auf einen Mordfall an. Polt, der Weinviertler Gendarm, ist im neuen Werk bereits längst in Pension. Mit der neuen Polizei kann er nichts anfangen
Polt hat sich ein altes Presshaus gekauft und hilft in seiner Freizeit unter anderem als Wirt aus, bis im Weingarten eines Freundes eine Leiche gefunden wird...

Komarek: "Schreiben ist eine Schinderei"
"Ich habe 15 Jahre lang Romane geschrieben. Da ich keine Distanz zu meinen Romanhelden habe, leide ich sehr mit. Das Romanschreiben ist sowohl eine körperliche als auch eine seelische Schinderei für mich. Ich werde asozial, ich lebe ungesund und verliere jedes Zeitgefühl", begründet Alfred Komarek seinen Rückzug von der großen Form.
Er will in Zukunft nur noch kurze Erzählungen verfassen. Ein Projekt trägt den Titel "sieben seltsame Reisen".

Komarek in seinem Presshaus, das sich im neuen Buch Ex-Gendarm Simon Polt gekauft hat.

Komarek: "Polt immer im Hinterkopf gewesen"
Schon einmal hat Komarek den Abschied von Simon Polt verkündet. Nun sei es endgültig, auch wenn Polt am Ende des letzten Romans in eine vielversprechende Zukunft blickt, schildert Komarek. Der Polt "hat - anders als Daniel Käfer in den Salzkammergut-Romanen - im Hinterkopf weitergelebt und da habe ich mich gefragt, wie geht's ihm denn so?" Daher habe sich Komarek für ein "zweites Abschiednehmen vom Polt" entschieden.

Polt hat die Bevölkerung zum Teil irritiert
Das Bild, das Komarek vom Weinviertel rund um den Ex-Gendarm Simon Polt zeichnet hat vor allem in den Verfilmungen bei der Bevölkerung der Region zum Teil auch Widerstand hervorgerufen, erzählt Komarek. In seinen Romanen würden die Leute mehr verstecken als erzählen, so die Kritik.



Quelle: ORF