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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diskussion um Mittelleitschiene



Helmut71
07.08.2009, 13:19
Nach einem Unfall bei Korneuburg gibt es nun eine intensive Diskussion über die Sicherheit von Betonmittelleitschienen.



Diskussion über Mittelleitschienen
Nach dem Busunfall auf der Donauuferautobahn gibt es nun eine Diskussion über die Sicherheit von Betonmittelleitschienen. Denn ein Autofahrer wurde von einem Stück der Betonleitschiene durch die Windschutzscheibe tödlich getroffen.

Sicherheit soll verbessert werden
In den letzten Jahren wurden auf Österreichs Autobahnen zahlreiche Metallmittelleitschienen gegen Betonmittelleitschienen ausgetauscht - mit dem vorrangigen Ziel, die Sicherheit zu verbessern.

Stein aus Mittelleitschiene traf 53-Jährigen
Bei dem Busunfall am Donnerstag wurde ein voll besetzter Reisebus nach einem Zusammenstoß mit einem Lkw über die Mittelleitschiene auf die Gegenfahrbahn katapultiert.
Ein Stein wurde dabei aus der Betonleitschiene gelöst und durch eine Windschutzscheibe eines Autos geschleudert. Der Lenker wurde tödlich getroffen.

ASFINAG: "Entspricht Sicherheitsrichtlinien"
Die ASFINAG bedauerte den tragischen Unfall, versicherte jedoch, dass die baulichen Mitteltrennungen in ganz Österreich europäischen Sicherheitsrichtlinien entsprechen würden.
Im Unfallbereich war die Betonleitwand laut ASFINAG voll funktionsfähig. Gewisse Beschädigungen an Betonleitwänden, die durch einen heftigen Aufprall entstehen, könne man aber nicht verhindern.


Quelle: ORF

Wolfgang B
08.08.2009, 11:38
Der Stein ist nicht von selbst aus der Betonabtrennung herausgefallen, sondern aufgrund eines Unfalles. Dass man daraus jetzt eine Diskussion über die Verwendung dieser Betonabtrennungen macht, ist mehr als verwerflich. Zweifelsfrei geben Autobahnteiler aus Beton mehr Sicherheit als jene aus Metall. Eine 100-prozentige Sicherheit wird es schon wegen der Blödheit der Autofahrer nicht geben.

m_danis81@yahoo.de
10.08.2009, 13:51
Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.

Marchmadl
10.08.2009, 14:40
Leider war der verstorbene Autofahrer zur falschen Zeit am falschen Ort.

Er hat sich nichts vorzuwerfen.
Gegen so einen Schicksalsschlag gibt es keine Versicherung und keine Erklärung.

biokollega
24.08.2009, 10:22
Grundsätzlich meine ich, daß zur Aussage "Blödheit der Autofahrer" fast nix mehr hinzuzufügen ist.
Ich hab in den letzten 20 Jahren so ca. 1 Mio. km auf österreichs Straße abgespult und stelle fest daß nicht nur der Verkehr stark gestiegen ist, sondern die Rücksichtslosigkeit der Autofahrer gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern, die Hektik im Straßenverkehr und die Ignoranz der Straßenverkehrsordnung massiv angestiegen ist. Da wird an unübersichtlichen Stellen überholt, gedrängt, der Vorrang mißachtet, ......
Zudem meine ich daß unsere Verkehrsexperten vielleicht zu sehr in moderne Technik verliebt sind anstat sich auf die einfachen Dinge zu besinnen; abgesehen davon daß da natürlich auch der eine oder andere Lobbyist seine schmutzigen Finger im Spiel hat - sei es daß teure Systeme die wie ich meine in ihrer Wirkung den Preis nicht rechtfertigen, oder daß Vorrangstraßen verändert werden nur daß ein Produktionsbetrieb eine "Autobahn" durch die Ortschaft kriegt - Argument ist dann das Abbremsen und Anfahren mit schweren LKWs und die damit verbundene Umweltbelastung - die Sicherheit bleibt auf der Strecke.
Beispiel dafür: auf einem mir sehr gut bekannten Bahnübergang war bis vor einigen Monaten eine Stop-Tafel - heißt einfach stehen bleiben schauen und horchen und dann weiter fahren - für die Exekutive auch leicht zu handhaben - wer net stehen bleibt zahlt!!! - Jetzt ist dort eine schöne, moderne und teure Lichtsignalanlage und jetzt wird auch bei rot drüber gefahren. Wie sind wir - GUT!
2. Beispiel: Markgrafneusiedl von Gänserndorf kommend schießen die LKW in den Ort hinein weil der Vorrang geändert wurde - würd ich dort wohnen dem Bürgermeister würde ich was wollen!!!!!
Und so ließe sich die Liste wahrscheinlich lang fortsetzen.
Zum Thema Autobahn: Ich würde die neue Nordautobahn ab Eröffnung auf 100 begrenzen (da wird dann sowieso 120 gefahren) und alle 5 km eine Radarbox installieren. Und ein generelles Überholverbot for LKW wie bei unseren Nachbarn in der Slowakei. (es gibt ja vernünftige Lösungen, man muß nur schauen und die guten für sich selbst übernehmen).http://www.weinviertel.net/images/smilies/biggrin.gif

Harlekin
25.08.2009, 15:55
Zum Thema Autobahn: Ich würde die neue Nordautobahn ab Eröffnung auf 100 begrenzen (da wird dann sowieso 120 gefahren) und alle 5 km eine Radarbox installieren. Und ein generelles Überholverbot for LKW wie bei unseren Nachbarn in der Slowakei. (es gibt ja vernünftige Lösungen, man muß nur schauen und die guten für sich selbst übernehmen).

Wozu braucht es dann eine Autobahn, die S1 mit der Wolkersdorf-Umfahrung verbinden, Gaweinstal und Poysdorf umfahren und brav weiter hinter den Traktoren, Mähdreschern (meist mit aufgepflanzten Mähwerken) und LKW´s herzuckeln. Nicht zu vergessen die Pseudo45km-Autos, aber die sind leicht von der Straße zu schupsen, wenn man´s eilig hat. So ein entschleunigtes Sichfortbewegen hat ja auch was....
..und die polnischen und tschechischen und litauischen und weißrussischen Kollegas werden die einzigen sein, die den Sinn nicht verstehen und lustig die Kolonnen überholen bis es kracht und dann stauen wir halt ein bisserl..alles im Sinne der entspannten Entschleunigung.
Bin ich sofort dafür, ich fahr dort sowieso nicht oft....