Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwere Unwetter in NÖ & Weinviertel
Helmut71
24.07.2009, 10:48
In NÖ & im Weinviertel sind schwere Unwetter mit Sturmböen niedergegangen.
Umgestürzte Bäume, Starkregen, Stromausfälle
Schwere Unwetter sind Donnerstagnacht in großen Teilen Niederösterreich niedergegangen. Durch heftige Stürme sind vor allem Bäume auf die Straßen gestürzt. Ein Baum stürzte direkt auf ein fahrendes Auto, zwei Personen wurden verletzt.
Baum stürzte auf ein fahrendes Auto
Am schlimmsten erwischt es die Bezirke St. Pölten und Tulln. Bei Rappoltenkirchen stürzte ein Baum auf ein fahrendes Auto, dabei wurden ein Mann und eine Frau verletzt.
Durch viele weitere umgestürzte Bäume war die Straße blockiert, die Einsatzkräfte mussten sich mühsam fast eine Stunde lang zu den Verletzten vorarbeiten.
Sie wurden dann rasch notärtzlich versorgt. Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut.
Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt
Die heftigen Windböen haben auch zahlreiche Dächer von Wohnhäusern im Raum Sieghartskirchen abgedeckt.
Schlimm erwischte es den Pferdestall von Benedikt Sulzer in Öpping, er wurde binnen kürzester Zeit komplett abgedeckt
10.000 Haushalte ohne Strom
Laut EVN gibt es auch schwere Störungen und Probleme mit der Stromversorgung im Bereich Neulengbach-Pressbaum. 50 Trafohäuser sind beschädigt.
Auch im Raum Marchegg und Gänserndorf gibt es Schwierigkeiten mit der Stromversorgung. Insgesamt sind derzeit noch 10.000 Haushalten in NÖ ohne Strom.
Quelle: ORF
Charlemagne
24.07.2009, 11:06
wegen der hagelwarnung hab ich das ausser haus chasen lieber gelasen .:D dafür aber aus der sicheren dachboden lucke paar fotos von der aufziehenden boenfront gemacht !
http://i31.tinypic.com/16lefcl.jpg
http://i29.tinypic.com/33kgcxu.jpg
http://i25.tinypic.com/33f446h.jpg
http://i30.tinypic.com/25u4ign.jpg
nach den letzten bild hab ich dann das weite gesucht ( hagel und sturm) !
gegen 22°° gab es dann eine nette blitzshow aber leider nur wolkenblitze , dafür war die beleuchtung der wolken um so besser .
http://i32.tinypic.com/sdd854.jpg
lg. aus hollabrunn
Marchmadl
24.07.2009, 11:09
Von den Wetterfröschen recht spät erkannt und vorhergesagt wurde diese ungewöhnlich stürmische Gewitterfront!
Erst ab ca 19 uhr gab es Wahrnungen für unser östliches Weinviertel.
Ich musste heute morgens mit dem Auto nach Gänserndorf reisen, da die Nordbahnstrecke lahmgelegt wurde.
Des nachts ist ein Baum, im Raum Stillfried auf einen Güterzug gefallen und hat die Oberleitung gekappt.
Wie lange die Züge ausfallen ist noch ungewiß, ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.
Auf meiner Fahrt bot sich im Gebiet Stillfried ein Bild der Verwüstung - Bäume entwurzelt - oder abgedreht -
Sonnenblumenfelder plattgewalzt ... skurille Anblicke waren das.
In Seyring musste ein Haus mit ca 10 Bewohnern - samt Kleinstkindern, evakuiert werden.
Glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Bei den Feuerwehren, die in der Nacht die Straßen wieder passierbar machten, waren Motorsägen sehr begehrt!
Charlemagne
24.07.2009, 11:30
19:21 war eine meldung nur im orf.at wetter . nichtmal die handy verständigung hat diesmal geklappt .
Buschberg
24.07.2009, 12:37
Ich bekomme die Unwettermeldungen übers Handy von der Uniqua und das ist immer genau.Es gab ja schon immer so "Unwetter", doch in der heutigen Zeit wird alles so hochgespielt.Wir leben jetzt in einer so sensationslüsternen Zeit.
m_danis81@yahoo.de
24.07.2009, 14:37
Ich würde das mal nicht so verallgemeinern. Ich wohne jetzt mit meiner Familie seit 2 Jahren in unserem Haus, und dies war das mit Abstand ungemütlichste Unwetter. Klar lieben die Medien die Sensationen genauso wie der großteil deren Konsumenten, zu denen wir vielleicht sogar auch zählen. Ob es sich jedoch häuft bzw. Ob die Unwetter schlimmere Ausmaße haben, ist jedoch sicherlich aus Aufzeichnungen am besten einzusehen. Vielleicht hat ja jemand Zugang zu solchen Dokumentationen und kann uns mitteilen ob es nur das subjektive Empfinden von machen ist, dass die Häufigkeit und Heftigkeit der Unwetter zunimmt.
Buschberg
24.07.2009, 15:49
Es ist schon richtig, dass es kein "normales" Unwetter gestern war,doch wenn man einen längeren Zeitraum nimmt, zum Beispiel die letzten 30 Jahre, da war schon manchesmal ein ähnliches Wetter dabei.Ich glaube man vergisst (gottseidank) nach einiger Zeit diese Ereignisse.Ich kann mich ja auch nur auf Grund der Aufzeichnungen unserer Feuerwehr erinnern.
Man sollte trotzdem sich einen eigenen Katastrophenplan ausarbeiten, was unternimmt man ohne Strom, da sieht man erst wirklich wie abhängig man von dem Strom ist.Ich kann mich erinnern, dass ich einmal Treibstoff für das Notstromaggregat von der Tankstelle holen wollte, doch ohne Strom keine Pumpe bei der Tankstelle.
Hoffen wir, dass jetzt wieder ein Zeitraum ohne grössere Wetterkapriolen kommt.
Zur Zeit benützen unsere Medien gerne Begriffe wie Jahrhundert-Hochwasser, Jahrhundert-Stürme,.....
ich komme aus der Südsteiermark, ein traditionelles Hagelgebiet, seit 3 Jahren wohne ich im Weinviertel un d bin 42 Jahre alt - kurz solche Unwetter wie zur Zeit gab es schon immer - aber in meiner Kindheit oder Jugendzeit ALLE PAAR JAHRE EINES, vielleicht ZWEIMAL!!!
In den letzten 3 Monaten gab es in der SÜdstmk. 3 - 4 Hagelstürme, Murenabgänge, Hochwasser,.... in den letzten 2 Monaten gab es in Raum Tulln 4 x Hochwasser und gestern Sturmschäden,... man könnte das noch beliebig weiterführen...
Bei uns brach gestern ein Obstbaum um, wobei auch eine Gartenmauer einstürzte - nach dem gestrigen Unwetter werde ich nun weitere 2 Bäume neben unser Haus entfernen lassen -
Es lässt sich nicht mehr verleugnen das sich unser Klima schon längst gewandelt hat - man braucht darüber nur mit ältere Leute reden.
Oder erinnert euch an die Winter noch in den 70er und vergleicht sie mit den derzeitigen!!!
GRUSS
Charlemagne
24.07.2009, 20:36
Ich würde das mal nicht so verallgemeinern. Ich wohne jetzt mit meiner Familie seit 2 Jahren in unserem Haus, und dies war das mit Abstand ungemütlichste Unwetter. Klar lieben die Medien die Sensationen genauso wie der großteil deren Konsumenten, zu denen wir vielleicht sogar auch zählen. Ob es sich jedoch häuft bzw. Ob die Unwetter schlimmere Ausmaße haben, ist jedoch sicherlich aus Aufzeichnungen am besten einzusehen. Vielleicht hat ja jemand Zugang zu solchen Dokumentationen und kann uns mitteilen ob es nur das subjektive Empfinden von machen ist, dass die Häufigkeit und Heftigkeit der Unwetter zunimmt.
also ich hab nur das gefunden http://www.zamg.ac.at/klima/klimadaten/?ts=1199175841 zamg ist da etwas geizig mit den daten !
Buschberg
24.07.2009, 20:56
Bei diesen Wetterkapriolen kann man nur Vorsorgen, dass man wenn möglich glimpflich davon kommt.Ich habe hohe Föhren etwas kürzen lassen, einige Föhren musste ich aber abschneiden lassen.Jetzt kann hoffentlich kein Baum mehr auf das Haus fallen.Als Hochwasserschutz habe ich immer einige Sandsäcke parat, weiters sind immer ein paar Akkutaschenlampen in Griffweite.Ich muss aber trotzdem sagen, früher ist halt nicht überall hingebaut worden, es gab vielleicht einen Keller für Kartoffel und Rüben, heute gibts ein Kellerstüberl mit allen finessen.Man sieht oft auch, dass bis an den Bach oder Flussrand gebaut wurde.Ich meine aber trotzdem, dass durch die Medien, alle dreissig Minuten Nachrichten zu senden und dann viel sensationelles zu bringen damit es eine hohe Einschaltequote gibt.Bei den Zeitungen ist es ja auch schon so, die Zeitung welche die grössten Sensationen bringt , wird am meisten gekauft.Die Zeiten haben sich geändert, doch wir können es nicht ändern.
Wäre nicht der Sturm gewesen, der uns am Balkon zu einigen Sicherungsmaßnahmen bei div. Pflanzen gezwungen hat, es wäre ein stinknormales Gewitter gewesen.
Heutzutage wird in unserer sensationsgeilen Zeit eben bei jeder schwarzen Wolke eine Unwetterwarnung ausgesprochen und 08/15-Gewitter als verheerendes Unwetter bezeichnet und medial ausgeschlachtet, weil man im Sommerloch für jeden selbiges füllendes Material dankbar ist.
Für jene, die in OÖ vom Hagel betroffen waren, war´s allerdings nicht lustig.
Helmut71
26.07.2009, 16:25
Ich bin zwar auch gegen "übertriebene" Panikmache bei Wetterwarnungen und Wettermeldungen, diese Gewitterfront dürfte aber doch außergewöhnlich gewesen sein (war bis jetzt im Urlaub).
Auf der B49 zwischen Gänserndorf und Angern ist zeitweise jeder zweite Baum geknickt oder entwurztelt, ganze Felder sind komplett platt. Das Marchfeld dürfte es überhaupt am schlimmsten getroffen haben. Habe gehört, dass der Orkan tlw. über 130 km/h stark gewesen sein soll.
m_danis81@yahoo.de
27.07.2009, 09:38
genau Helmut, da muß ich dir recht geben, bei uns im an vis a vis Nachbars Garten angrenzenden Wald sind reihenweise die Bäume geknickt oder entwurzelt. Und eben zwischen Tallesbrunn und Angern, was übrigens noch die B8 ist, die B49 beginnt erst ab der Kurve in Angern, da sind wirklich auch viele Bäum kaputt. Kyrill hat im Vergleich in der Gegend um die B8 seinerzeit nicht so viele Baumschäden angerichtet oder?
Charlemagne
27.07.2009, 10:40
zu den windspitzen hab ich das gefunden bei skywarn !
TULLN/LANGENLEBARN 137
ZWERNDORF-MARCHEGG 131
LEISER BERGE 113
MISTELBACH 110
GAENSERNDORF 108
GROSSENZERSDORF 106
HOHENAU 102
wie verlässlich die km/h angaben sind kann ich nicht sagen !
Helmut71
02.08.2009, 10:56
Hier ein Bericht der NÖN zum Sturm "Wolfgang".
Sturm fegte über Bezirk!
BEZIRK GÄNSERNDORF / Auf „Emma“ folgte diesmal „Wolfgang“. Die Schäden sind enorm: Das Optimum Matzen stand unter Wasser und Bäume stürzten auf Pkw.
VON ERICH WESSELY
Am vergangenen Donnerstag wütete in den Abendstunden über dem Bezirk Gänserndorf das Sturmtief „Wolfgang“, das mit heftigen Regenschauern, lokal auch mit Hagel begleitet wurde.
Gegen 22.45 Uhr wurde der technische Zug der FF Gänserndorf das erste Mal zu einer Hilfeleistung nach Gänserndorf Süd alarmiert. Zahlreich umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer von Wohnhäusern, überflutete Keller und unter Wasser stehende Straßenzüge forderten die FF.
Schwer getroffen hat es die Marktgemeinde Ebenthal. Im gesamten Gemeindegebiet ist es zu Überschwemmungen und Vermurungen gekommen. Durch den orkanartigen Wind knickten etliche Bäume. Da einige Straßen unpassierbar waren, wurden sämtliche Zufahrtsstraßen nach Ebenthal behördlich gesperrt. Die Arbeiten der FF wurden außerdem durch einen Stromausfall im Gemeindegebiet erschwert.
In Wien Floridsdorf wurde Martin S., ein 32-jähriger Mann aus dem Bezirk Gänserndorf, in einem Gastgarten von einem herabfallenden Ast schwer verletzt. Er war mit einem Freund aus Strasshof unterwegs.
In Orth stürzten in der Gartengasse und im Lindenweg Bäume auf Pwk. Umstürzende Holzriesen blockierten das Alte Dorf und die Neusiedlzeile, Dächer wurden schwer beschädigt.
Von 96 Feuerwehren im Bezirk waren 72 im Einsatz
Von den 96 Feuerwehren im Bezirk waren 72 Feuerwehren im Dauereinsatz. Bei den Aufräumarbeiten waren immer noch 30 Feuerwehren schwer beschäftigt. Insgesamt leisteten die Florianis über 400 Einsätze, die Brandrat Leopold Brandstetter, Abschnittskommandant des Abschnittes Groß-Enzersdorf, koordinierte. „Schätzungen der Windspitzen gehen von 130 bis 180 km/h aus“, so Brandstetter.
In der Region um Mannersdorf und Stillfried-Grub wurden ganze Weingärten umgelegt. Die Gemüse- und Obstkulturen in Raasdorf, Aderklaa, Weikendorf und Oberweiden sind durch Hagel- und Sturmschäden massiv betroffen, berichtet Bezirksbauernkammer-Obmann Alfred Hammer bei einem Lokalaugenschein.
Schwer getroffen hat es auch das Veranstaltungszentrum Optimum in Matzen. Jürgen Bayer, Besitzer des Lokals „Café Bayer“ ist geschockt: „Das Wasser stand über einen Meter hoch. Mir bot sich ein Bild des Grauens. Der Strom war ausgefallen, die Lagerware, auch teure Kühlgeräte, völlig zerstört und der Garten vor dem Lokal glich einem Schlachtfeld. Das Café und die Eislaufplatzhalle waren komplett mit Schlamm verunreinigt.“
Die Höhe des Gesamtschadens, die das Sturmtief „Wolfgang“ anrichtete, steht noch nicht fest.
Quelle: NÖN
Hier ein Blog zum Thema: http://www.weinviertel.net/blog.php?b=149
Und hier ein Youtube-Video mit einer Bilder-Slideshow
http://www.youtube.com/watch?v=PB41E8teHJ8
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