Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Skuriler Streit um Sonnenschirme
Helmut71
29.06.2009, 08:35
Ein etwas skuriler Politstreit um Sonnenschrime findet derzeit in Mistelbach statt. Gestritten wird um den Preis von Sonnenschirme, die für das Weinlandbad angekauft wurden...
Mistelbach ist derzeit in allen Medien vertreten. Leider nicht im Positiven. Im Zuge des Neubau des Kabinentraktes im Weinlandbad - das im übrigen zu den attraktivsten Freizeiteinrichtungen des Weinviertels zählt - wurden für die Besucher des Buffets 2 große Sonnenschirme angeschafft. Ein weiterer Sonnenschirm wurde für den neuen Kindergarten der 2,5hjährigen angeschafft. Hochwertige Sonnenschirme in massiver Ausführung - mit vielleicht einem Manko - Kurbeln per Hand oder mit Hilfe einer Bohrmaschine.
Die Stadtgemeinde schrieb den Auftrag aus, mehrere Firmen gaben Ihre Angebote ab. Das billigste Angebot wurde akzeptiert. Soweit so gut. Dass sich aber weder die Mitarbeiter der Stadtgemeinde noch die Gemeinderäte im zuständigen Ausschuss über einen ungefähren Preis solcher Sonnenschirme vor Abstimmung über den Kostenvoranschlag informiert haben, ist eine sachliche Fehlleistung aller Beteiligten.
Dass die Bevölkerung diese Ausgabe empörend findet, ist leicht verständlich. Der Gesamtbetrag für die Anschaffung der 3 Sonnenschirme betrug € 65.000,-. Dies ist der halbe Preis einer Eigentumswohnung in Mistelbach oder die Anschaffung von drei Mittelklassewagen. In Zeiten, wo nicht nur einfache Bürger die Ausgabe jeden Euros überlegen, sollten öffentliche Ausgaben schon im Vorfeld hinterfragt werden. Im Kommuniktionszeitalter eine Aufgabe von 10 min. Hinterher zu diskutieren, ob sich jemand bereichert hätte, ist ein Spaß für die Medien, aber schlecht für die Mistelbacher Regionalpolitik.
Quelle: www.mistelbach.tv (http://www.mistelbach.tv)
Helmut71
01.07.2009, 10:59
die "Sonnenschirm-Affäre" in Mistelbach zieht immer weitere - skurile Kreise. Es stellt sich die Frage, ob damit auch Bgm Resch beschädigt ist...
„Man lacht über uns!“
CAUSA SONNENSCHIRM / Bisher keine Erklärung vom Lieferanten, Ausschuss prüft jetzt.
MISTELBACH / Es gab schon ruhigere Zeiten im Mistelbacher Rathaus: In der Causa Sonnenschirm tauchen beinahe täglich neue Ungereimtheiten rund um den Ankauf von drei Sonnenschirmen zum nicht gerade als Schnäppchen zu bezeichnenden Preis von 65.000 Euro auf. Nach Verhandlungen hatte Bürgermeister Christian Resch den Preis ja auf 19.000 Euro drücken können.
Während ÖVP und SPÖ sich zurückhaltend geben und auf die Prüfung der Causa durch den Prüfungsausschuss am 2. Juli verweisen, breiten Grüne und Liste Aktiver Bürger genüsslich eine Panne nach der anderen medial aus. Denn sie und die FPÖ waren bereits im Gemeinderat gegen den Ankauf der Schirme gewesen:
Opposition präsentiert Fehler und Fehler
Eines jener Unternehmen, die bei der Vergabe des Auftrages mitgeboten hatte, ist bereits in Liquidation, ein von der Stadtgemeinde vorgestellter „Zwischenhändler“ bestätigt zwar, Partner des deutschen Herstellerunternehmens, nicht aber Zwischenhändler zu sein. So etwas gäbe es überhaupt nicht. Er sei von der Firma May, dem Hersteller von qualitativ hochwertigen Produkten, lediglich gebeten worden, ein Auge auf die Entwicklung der Lage zu haben. Und schlussendlich: Auf der Homepage der Schirm-Erzeuger-Firma May war jederzeit folgender Satz nachzulesen: „Unsere Sonnenschirme bewegen sich preislich zwischen 800 EUR und 8600 EUR.“
Keine einfache Lage für Bürgermeister Christian Resch, der mit seinem Nachprüfungsauftrag die Sache erst richtig ins Rollen gebracht hatte: Am Mittwoch hätte es ein klärendes Gespräch mit dem Verkäufer der Schirme, Wolfgang Doppler, geben sollen - Notar, Bürgermeister und Stadtamtsdirektor warteten vergeblich.
Also setzten sie Doppler eine Frist bis Freitag High Noon, seine Vertriebspartner offen zu legen bzw. zu erklären, wer die 46.000 Euro zwischen Gemeinderatsbeschluss und Nachverhandlung eingestreift hätte - ohne Ergebnis.
Statt einer Erklärung legte Doppler seine Funktion als ÖVP-Stadtparteiobmann zurück. Eine Stellungnahme Dopplers trudelte dann am Montag Vormittag im Bürgermeisterbüro als Schreiben vom Anwalt ein. Über den Inhalt bewahrt die Gemeinde bis zur Prüfung durch den Prüfungsausschuss Stillschweigen.
Ausschuss wird Schirm-Deal am Donnerstag prüfen
Am 2. Juli wird der Prüfungsausschuss des Gemeinderates, wie von Herbert Ettenauer, designierter SPÖ-Parteichef, angeregt, die Causa jetzt prüfen. Aber: Ist der Prüfungsausschuss überhaupt kompetent genug dafür? „Ich denke schon“, meint Ettenauer, der selbst in dem Gremium sitzt: „Das geforderte Wissen ist schon vorhanden“.
Geprüft soll unter anderem der Nachweis der Leistungsfähigkeit der Lieferanten, die Plausibilität der Angebote („Auffallend ist schon, dass die drei Angebote sehr eng beisammen liegen!“), die korrekte Auswahl im Vergabeverfahren und das interne Kontrollsystem werden. Der Bericht soll dem Gemeinderat bereits am folgenden Tag vorgelegt werden.
Josef Wallisch (LaB) hätte da noch einen anderen Wunsch: „Die Geschäfte der letzten zehn Jahre der Gemeinde mit der Firma Doppler!“ Kritischer sehen das die Grünen: „Wenn der Kunde einen Preis akzeptiert, dann ist das Geschäft gemacht!“ Einen Einzelhändler könne man nicht für einen hohen Preis verklagen. Zudem setzen sich Marina Pürkl und Susi Simon für eine Pergola-Lösung im Weinlandbad ein.
Resch: Gemeinde entstand kein finanzieller Schaden
Für die Gemeinde sei bislang kein finanzieller Schaden entstanden, betont Bürgermeister Christian Resch. „Wir haben die Kostenminderung von Doppler schriftlich, bezahlt haben wir noch nichts!“ Auch er ruft zur Mäßigung auf: „Wir sollten das Ganze jetzt ruhig prüfen und nicht hysterisch schreien!“
Wirtschaftskammerobmann und Vizebürgermeister Rudolf Demschner sieht bereits jetzt den Schaden: „Man lacht über uns Mistelbacher!“ Der Fall müsse restlos aufgeklärt werden, allerdings dürfe das nicht dazu führen, dass heimische Unternehmen ihre Preiskalkulation bei jeder Angebotslegung offen legen müssen. Und außerdem: „Es wurden drei Firmen eingeladen, mitzubieten. Und nur eine war aus Mistelbach. Was ist mit all den anderen heimischen Unternehmen?“ Die Ausschussmitglieder sollten nicht alles dem Sachbearbeiter glauben. Was wären die nächsten Prüfungsschritte? Die Gemeinde könnte eine Sonderprüfung der Angelegenheit durch das Land beantragen bzw. eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft übermitteln.
Quelle: NÖN
Der Resch gerät angesichts der nä Jahr ins Haus stehenden GR-Wahlen in Panik.
Zuerst hat er noch versucht, das ganze hinsichtlich Schutz für die Badegäste beschwichtigend zu kommentieren.
Erst als der mediale Druck größer wurde, wird plötzlich untersucht... :rolleyes:
Helmut71
09.07.2009, 10:58
Die Causa entwickelt sich ja zum echten Dauerbrenner ;)
MISTELBACH / Nach dem Prüfungsausschuss werden auch Gemeindeaufsicht und Staatsanwaltschaft untersuchen.
Was ist schief gelaufen, dass der Gemeinde der Kauf von drei Gastronomie-Sonnenschirmen beinahe 65.000 Euro gekostet hätte? Das war die zentrale Frage, die sich die Gemeinderäte bei ihrer Sitzung am 3. Juli stellten.
Gesprächsbasis dafür stellte das Ergebnis der Prüfung der Causa durch den Prüfungsausschuss am Tag davor dar, der die internen Abläufe in einer sechsstündigen Prüfung durchleuchten wollte. Die größten Merkwürdigkeiten in diesem Verfahren fasste Ausschuss-Obfrau Renate Knott (SPÖ) zusammen:
Die zur Angebotslegung eingeladenen weiteren Firmen waren vom lokalen Mitbieter, der Firma Doppler genannt worden, formale Fehler, wie fehlende Eingangsstempel auf den eingelangten Angeboten, fehlende Nachweise der Leistungsfähigkeit bei den Bietern und fehlende Prüfung der Angebote auf ihre Plausibilität.
Der Prüfungsausschuss attestierte der Gemeinde aber auch, dass bislang kein finanzieller Schaden entstanden sei. Für die Zukunft solle der Gemeinderat aber Regeln aufstellen, wer, was in Auftrag geben dürfe. Und: Die Gemeindeaufsicht der Landesregierung soll die Causa neuerlich prüfen.
Ettenauer: Wo blieb Kontrolle durch die Bauaufsicht?
Herbert Ettenauer, quasi-designierter nächster SPÖ-Gemeindechef erweiterte den Katalog der Merkwürdigkeiten noch um die Teilaspekte „Rolle der Architekten und der Bauaufsicht“ - immerhin hätten die überhöhten Preise für die Schirme Profis am Bau auffallen müssen, und „Fairness gegenüber Geschäftspartnern“ - der Umstand dass die Gemeinde noch heute auf Details zu den Hintergründen des Deals durch den Lieferanten warten.
SPÖ und Liste Aktiver Bürger (LaB) kündigten zudem an, eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft schicken zu wollen.
Schützend vor den Sachbearbeiter (Stadtamtsdirektor Reinhard Gabauer: „Er ist halt kein Kind der Internetgeneration. Ein Umsetzungs- aber kein Formalprofi!“), stellte sich LaB-Gemeinderat Josef Wallisch: „Der Sachbearbeiter darf jetzt nicht als Sündenbock hingestellt werden!“ Die Verantwortung trügen der Bürgermeister und sein Stadtamtsdirektor.
Resch: Enges Zeitkonzept schuld an schlechter Prüfung
Doch, warum wurden Verfahrensschritte übersprungen oder einfach ignoriert? Schuld war das knappe Zeitkorsett während der Winterpause, das sich die Gemeinde für den Neubau des Kabinengebäudes gegeben hatte. „Ich will nicht wissen, was die Leute gesagt hätten, wenn wir das Bad erst im Oktober eröffnet hätten!“, sieht sich Bürgermeister Christian Resch (ÖVP) auch mit dem Druck aus der Bevölkerung konfrontiert.
Künftig werde es die verkürzte Vorgangsweise nicht mehr geben, „Projekte werden halt länger dauern!“ Und er nannte auch ein konkretes Projekt, das von der neuen Gründlichkeit betroffen sein wird: „Wir beschließen heute die Arbeitsvergaben für den VIP-Bereich im Sportzentrum. Die sollten eigentlich auch schon fertig sein!“
Auch die ÖVP schloss sich dem Ansinnen an, auch die Staatsanwaltschaft solle die gemeindeexternen Umstände der Vergabe prüfen: „Damit ist der Schirmkauf fast schon besser geprüft, als der Skylink am Flughafen Schwechat - und dort wurden Millionen versenkt!“, kommentierte Resch.
Quelle: NÖN
herbert.ettenauer
15.07.2009, 16:00
Die Causa „Ankauf von Sonnenschirmen für das Weinlandbad“ ist das Thema schlechthin und wird weit über Mistelbach hinaus diskutiert. Daher ist es sehr wichtig den wahren Sachverhalt wiederzugeben.
Nachstehend einige Beispiele wie mit der Wahrheit umgegangen wird:
WAHR IST,
dass NICHT Bgm. Ing. Resch den Prüfungsausschuss einberufen hat, sondern auf Initiative von GR Ing. Herbert Ettenauer die Einberufung durch GR R.Knott erfolgte.
WAHR IST,
dass das medial groß bekundete Interesse der ÖVP die Sache aufzuklären sich auf lediglich etwa 2 (in Worten ZWEI) Fragen in der immerhin 6 Stunden dauernden Prüfungsausschusssitzung reduzierte.
WAHR IST,
dass auf Empfehlung der Fa. Doppler zwei anderen Firmen zur Anbotslegung eingeladen wurden.
WAHR IST,
dass NICHT von Bgm. Ing. Christian Resch der Vorschlag kam eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft zu übermitteln, sondern SPÖ-Spitzenkanditat Ing. Herbert Ettenauer in der Gemeinderatssitzung vom 3. Juli 2009 dies als SPÖ-Maßnahme vor allen anderen Parteien ankündigte.
WAHR IST,
dass die Bauverantwortlichen, die Bauaufsicht und die Architekten Schirmvarianten untersucht und preislich verglichen haben – wofür wurden die bezahlt?
WAHR IST,
dass der Auftrag an die Fa. Doppler von Bgm. Ing. Resch unterschrieben wurde.
WAHR IST,
dass laut Gemeindezeitung 4/Juni 2009 Bgm. Ing. Resch zum Thema Sonnenschirme meint „..den internen Entscheidungsprozess habe ich schon eingehend überprüfen lassen …drei Angebote (von Firmen aus Waidhofen/Thaya, Leobersdorf und Mistelbach) lagen vor…“, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits feststand, dass die Preise um ca. 300% überhöht sind.
Ein Inserat der Fa. Doppler („Schattenspiel“) ziert die folgende Seite.
WAHR IST,
dass man nicht weiß welche Rolle Bgm. Ing. Resch in diesem Fall spielt und von der ÖVP wieder einmal sehr sorglos mit viel Steuergeld umgegangen wurde.
Pasquino
15.07.2009, 17:27
Ich finds grauslich dass in einem private Forum derart unverblümt Parteipolitik gemacht wird. Egal ob das nun rot (wie in diesem Fall), schwarz, grün oder blau wäre. Ein bissl Zurückhaltung wäre angebracht sonst haben wir hier ja nur mehr die Funktionäre rumfetzen.
Helmut71
16.07.2009, 06:43
Ich finds grauslich dass in einem private Forum derart unverblümt Parteipolitik gemacht wird. Egal ob das nun rot (wie in diesem Fall), schwarz, grün oder blau wäre. Ein bissl Zurückhaltung wäre angebracht sonst haben wir hier ja nur mehr die Funktionäre rumfetzen.
Ich seh das etwas anders.
Ein privates Forum ist weinviertel.net eher nicht, wie immer man das auch definieren möchte. Natürlich kann man hierauch Parteipolitikern die Möglichkeit geben, zu politischen Themen Stellung zu nehmen.
Es ist sogar geplant, hzier ein Themenspecial zu Gemeinderatswahl 2010 in NÖ einzureichten.
Pasquino
16.07.2009, 08:56
Helmut du bist der admin, wenn du es ok findest dann solls so sein.
Es ist ja auch gut das Lokalpolitiker sich hier einbringen - bei Diskussionen oder moderierten Chats, Möglichkeiten gäbe es da genug.
Einen Flyertext (wahrscheinlich ist das einer) aber reinzustellen find ich schwach. Das ist genauso der Dampfhammer den auch der Angegriffene verwendet. Ich würde es sehr schade finden wenn sich das Weinviertelforum zum Copy & Paste von Provinzparteizentralen würde.
Helmut71
16.07.2009, 09:14
Es ist ja auch gut das Lokalpolitiker sich hier einbringen - bei Diskussionen oder moderierten Chats, Möglichkeiten gäbe es da genug.
Finde ich auch. Schließlich sind Lokalpoltiker diejenigen, die letztenendes alle wichtigen Entscheidungen in den Gemeinden treffen. Entscheidungen, die so oder so uns alle betreffen.
Zu den von dir aufgezählten Möglichkeiten fallen mir noch Blogs, Interviews, Runde Tische (Kooperation mit einem lokalen Web-TV..) und mehr ein.
Einen Flyertext (wahrscheinlich ist das einer) aber reinzustellen find ich schwach. Das ist genauso der Dampfhammer den auch der Angegriffene verwendet. Ich würde es sehr schade finden wenn sich das Weinviertelforum zum Copy & Paste von Provinzparteizentralen würde.
Ich hoff, dass der Flyertext mal ein Versuch war und mehr folgen wird. Mal sehn. Natürlich haben Oppositionsparteien naturgemäß mehr Interesse, solche Medien zu nutzen als regierende Parteien. Insofern find ich das von Herbert Ettenatuer schon mal sehr positiv.
Zu einem Copy & Paste solls nicht werden - da hast du recht. Dafür wird hoffentlich die Community sorgen....
Ab August / September möchten wir wie gesagt ein Themenspecial zur GRW 2010 errichten.
herbert.ettenauer
16.07.2009, 16:30
Vielen Dank für die konstruktive Grundsatz-Diskussion.
Ich habe mir vorher auch so meine Gedanken zu copy&paste gemacht. Schlußendlich hat mich aber der Aufruf von Helmut doch zu diesem Schritt ermutigt. (Hintergrundinfo: Vor kurzer Zeit erging eine Aufforderung zum mitbloggen und mitdiskutieren an Politiker).
Ich stimme grundsätzlich mit Pasquino überein, daß pure Parteipolitik in einem Forum nichts verloren hat. In diesem Fall war aber für mich von Interesse, welche Reaktionen diese Vorgangsweise hervorrufen würde - Insbesondere zur richtigerweise als skurril bezeichneten Sache.
Grundsätzlich ist es ja so, daß man eine Aussendung macht und nur sehr zeitversetzt ein Feedback erhält. Gerade die zeitnahe Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und Einholung von auch unterschiedlichen Standpunkten ist für eine Entscheidungsfindung bzw. Meinungsbildung unabdingbar.
Pasquino
16.07.2009, 17:35
So ein Beitrag gefällt mir gleich viel besser - man merkt die Persönlichkeit des Schreibers besser als es so ein Flugblatt vermittelt könnte (ist ja auch ein anderes Medium).
Die ganze Causa wird ja inzwischem zum Supergau - die aktuelle Titelschlagzeile im Bezirksblatt ist ja ein Frontalangriff.
Ich finds grauslich dass in einem private Forum derart unverblümt Parteipolitik gemacht wird. Egal ob das nun rot (wie in diesem Fall), schwarz, grün oder blau wäre. Ein bissl Zurückhaltung wäre angebracht sonst haben wir hier ja nur mehr die Funktionäre rumfetzen.
Ich bin da eigentlich ganz Deiner Meinung, dass Parteipolitik eigentlich nicht hier her gehört. Aber ist natürlich Sache der Admins.
Wem das interessiert, der lest sowieso die div. Zeitungen ;)
Da Dirnbocher
20.07.2009, 22:37
Ich bin da eigentlich ganz Deiner Meinung, dass Parteipolitik eigentlich nicht hier her gehört. Aber ist natürlich Sache der Admins.
Wem das interessiert, der lest sowieso die div. Zeitungen ;)
Ich bin zwar Moderator (steht zumindest unter meinem Nick) sehe mich aber eher als (technisches) Helferlein für Helmut und sein "Baby" weinviertel.net. In diesem Sinne ist meine Beteiligung in der einen oder anderen Diskussion in aller Regel meine Privatmeinung - so auch hier.
weinviertel.net gibts jetzt bald eineinhalb Jahre in dieser Form, ich bin da nun seit 8 Monaten dabei. Wenn ich mir da in Erinnerung rufe, wie oft sich hier Mitglieder über die Politik im allgemeinen und Politiker im speziellen geäussert haben, zumeist nicht sehr positiv, dann ist das wohl ein Thema das bewegt und das betrifft. Die Diskussionen hier zeigen (zumindest mir), dass ein Bedürfnis besteht, das nicht nur über Zeitung lesen alleine befriedigt werden kann.
Eine willkürliche Auswahl an Zitaten von hier geführten Diskussionen:
[...]Lokalpolitiker: Werden von Onkel Erwin in erster sowie dem Ministerium in zweiter Instanz ruhiggestellt.[...]
[...] Und natürlich haben auch einige wenige ganz schön profitiert und werden das auch noch die nächsten Jahre tun. Daher auch der enorme Druck.
Ich muss aber zugeben, dass es mir im Grunde genommen trotzdem schleierhaft ist, warum viele Regional- bzw. Lokalpolitiker dermaßen wild geworden sind um große Teile des wirklich einmalig, schönen Umlandes durch diese sinnlosen Windindustriebauten dermaßen zu zerstören. Immerhin sind sie ja erste Instanz bei der Genehmigung von Bauvorhaben und könnten mit ein bisschen Weitblick solchen Unsinn verhindern.
[...]
Der Altbürgermeister Hofstätter hat weniger das gesundheitliche Wohl seiner Gemeindebürger im Auge gehabt, als sein eigenes Wohl, da er ja offensichtlich gewußt hat, dass er wegziehen wird aus Zistersdorf.
Was er uns da an Hypothek hinterlassen hat, ist mit dem Überfall der Kuruzzen um 18. Jahrhundert vergleichbar. Nach 50 Jahren hat sich Zistersdorf davon allerdings wieder erholt. Bei der Katastrophenanlage von Müllverbrennung gibt es aber keine Erholung. Ich bin überzeugt davon, dass er Zistersdorf damit einen viel größeren Schaden zugefügt hat, als alle Kuruzzeneinfälle zusammen.
Die Auswahl erhebt weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Repräsentativität, sie ist einzig und allein durch meine Erinnerung an die eine oder andere Diskussion entstanden.
Wenn wir schon (politische) Themen hier haben (wollen), das Interesse wird durch die Teilnahme belegt, dann finde ich es nur fair, dass auch die Geschumpfenen und Gescholtenen die Möglichkeit der Meinungsäusserung bekommen. Gerade auch hier.
Wenn dann noch Fragen hier gestellt werden, wie zB im folgenden Zitat, die nur die Politiker (schön umschrieben mit "das Land NÖ") beantworten können, dann wünsche ich mir die eigentlich auch hier, damit sie die Fragen beantworten können - oder sollte man annehmen, dass der Fragesteller kein Interesse an den Antworten hat?
Ich denke die Hauptprobleme liegen in mehreren Punkten:
1. Ist das Land NÖ am Flughafen beteiligt und wollen Gewinne
[...]
Frage:
[...]
Frage:
[...]
Frage:
[...]
Frage:
[...]
Es ist den Herren Bonzen vollkommen egal, was hier am Boden passiert,
solange die Gewinne sprudeln.[...]
Ich höre/lese immer öfters, hier wie auch woanders, von den "Bonzen" (siehe Zitat vorher), "denen da oben", "die Abgehobenen", die den Kontakt zur Bevölkerung verloren haben sollen. Ja sogar die umgekehrte Situation, dass die Bevölkerung nichts mir ihren Politikern zu tun haben will, wird behauptet.
[...]
3. Zum Untertanen neigen wir Österreicher ohnehin ein bißchen und im Weinviertel ist das ganz besonders ausgeprägt. "Nur net anstreifen bei den hohen Herren".
[...]
Wenn sich dann Politiker finden, die den Kontakt mit der Bevölkerung suchen, zuhören, auf Argumente eingehen und auch Argumente selbst vorbringen, dann kann ich nur sagen her damit. Und Kontakt zur Bevölkerung kann man auf viele Arten aufnehmen - das Internet und insbesondere Foren wie dieses hier, ist eine davon.
Der "WAHR IST"-Beitrag von Hrn. Ettenauer ist ganz sicher nach dem Motto "Elefant im Porzellanladen" und fällt ganz sicher nicht in die von mir gewünschte Kategorie "Kontakt suchen, zuhören, auf Argumente eingehen und selbst Argumente vorbringen".
Hier vertraue ich voll und ganz auf die Selbstreinigungskraft des Forums. Hr. Ettenauer wird ganz sicher bemerken (oder hat es schon), dass er mit solchen "Auftritten" hier nicht sehr weit kommen wird. Ich gehe davon aus, dass er seine Stil anpassen wird, oder über kurz oder lang sich hier wieder zurückziehen wird.
herbert.ettenauer
30.07.2009, 09:12
"Kontakt suchen, zuhören, auf Argumente eingehen und selbst Argumente vorbringen".
Ja, genau das wäre ein ein brauchbarer Weg. Es bedeutet aber auch, sich sachlich mit Themen auseinandersetzen und nicht Vorurteile pflegen. Es ist sicherlich mehr als bequem und oportun sich Politiker "wegzuwünschen". Damit werden nur Klischees gepflegt -und ein wirkliches (Sach-)Argument stellt es auch nicht dar.
In der Sache wird damit allerdings nichts bewegt. Weder zum Guten noch zum Schlechten.
Interessant ist aber, dass es erst einer gewissen Provokation bedarf, um Reaktionen (Stellungnahmen) hervorzurufen. In diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass zur eigentlichen Causa keine Blogs erfolgten, obwohl die Sache nach wie vor "heiß" ist.
Wie vielleicht bekannt ist, liegt seit geraumer Zeit die Rechnung vor. Die NÖ-Gemeindeaufsichtsbehörde wurde bezüglich der weiteren Vorgangsweise eingeschalten (Aufhebung der Ausschreibung, Neuausschreibung, keine Schirme, ......).
Harlekin
21.08.2009, 13:05
..gehört das (wie ja auch der Titel schon aussagt) nicht hier http://www.weinviertel.net/forumdisplay.php?f=58
her ??
Wie war eine der Schlagzeilen: "....lacht über Mistelbach... oder ähnlich??
Na ja.. Sommerloch, saure Gurken usw.
..aber für mich, als nicht direkt Betroffener (sieht man vom Steuergeld ab, das da reingebuttert wurde und wird..) ist´s ja auch lustig...:eek:
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