Helmut71
09.06.2009, 09:20
In Gänserndorf wird derzeit wieder einmal gestritten, diesmal über die Idee eine Bahn-Überplattung mit einem Einkaufszentrum.
ÖVP: Nein zu Bahn-Überplattung
GÄNSERNDORF / Der Plan der SPÖ, ein Einkaufszentrum über den Gleisen zu errichten, gefällt der VP gar nicht: „Viel besser wäre es, die Bahnstraße wirtschaftlich zu beleben.“
VON THOMAS SCHINDLER
Die von SP-Wirtschaftsstadtrat Robert Michl geplante Überplattung der Bahn - auf dieser könnte dann ein Einkaufszentrum samt Kino errichtet werden (die NÖN berichtete) - stößt bei der Volkspartei auf wenig Gegenliebe. Die Schwarzen plädieren lieber dafür, dass die Bahnstraße wirtschaftlich belebt wird.
VP-Stadtrat René Lobner erklärt: „Ich bin verwundert, dass Michl diesen Plan ernsthaft in Betracht zieht. Dieses Mega-Monster-Projekt kostet ein Vermögen. Das wird sich die Stadt nicht leisten können.“ Lobner kann sich nicht vorstellen, wo die Gemeinde die entsprechenden Investoren auftreiben will. „Das Ganze ist in der derzeitigen Situation aberwitzig und vermutlich nur ein Wahlzuckerl für die Gemeinderatswahl 2010.“
Lobner weiter angriffslustig: „Aus Michls letztem Projekt - dem Gänserndorfer Frischemarkt - ist auch nichts geworden. Vier Jahre lang hatte er sich damit beschäftigt, aber nichts zustande gebracht. Wie will er da ein riesiges Einkaufszentrum auf die Beine stellen? Diese Bahn-Überplattung ist eine reine Seifenblase, die nach der Wahl zerplatzen wird.“
„Gemeinde soll lieber Häuser in der Bahnstraße ankaufen“
Lobner fordert, dass die Gemeinde statt in den Shoppingtempel lieber in die Bahnstraße investieren soll: „Das würde nur einen Bruchteil kosten. Außerdem wäre das realistischer und zielführender.“ Lobners Idee: Die Gemeinde könnte die leer stehenden Gebäude in der Bahnstraße mithilfe eines Bauträgers aufkaufen und dann vermieten: „Dann könnte nämlich die Stadt diktieren, welche Unternehmen hier hereinkommen. Jene, die für die Bürger interessant sind.“
Ungenutzt sind derzeit das ehemalige Prager-Haus und das Gebäude mit dem ehemaligen Lokal „Auszeit“. Lobner: „Das Domitzi-Grundstück, das von der Bahnstraße bis zur Schubertstraße reicht, gehört bereits der Gemeinde. Hinten könnte man Parkplätze errichten und vorne an der Bahnstraße ein Lokal sowie Büros.“
Was dem VP-Politiker auch fehlt, ist eine konkrete Wirtschaftsförderung: „Damit die Unternehmer der Bahnstraße motiviert werden, ihre Fassaden und Auslagen zu sanieren.“
Michl: „Lobner weiß nicht, wovon er eigentlich spricht“
Michl wiederum kann die Lobner-Aufregung nicht nachvollziehen: „Das Einkaufszentrum ist natürlich kein Wahlzuckerl, weil es vor der Wahl sicherlich keinen Spatenstich geben wird. Lobner weiß nicht, wovon er spricht. Wir haben uns noch nicht einmal entschieden, was genau wir bauen wollen. Somit können wir auch nicht sagen, was es kostet und wie wir es finanzieren sollen.“
Zuerst, so Michl, muss einmal eine Wirtschaftlichkeitsstudie her, alles andere wären Spekulationen: „Ich habe auch alle Fraktionen eingeladen, eine Arbeitsgruppe zu bilden. Nur die ÖVP hat bisher keinen Vertreter genannt. Lobner soll lieber einmal sagen, wer mitarbeiten will und keine Wahlkampf-Floskeln dreschen.“
Quelle: NÖN
ÖVP: Nein zu Bahn-Überplattung
GÄNSERNDORF / Der Plan der SPÖ, ein Einkaufszentrum über den Gleisen zu errichten, gefällt der VP gar nicht: „Viel besser wäre es, die Bahnstraße wirtschaftlich zu beleben.“
VON THOMAS SCHINDLER
Die von SP-Wirtschaftsstadtrat Robert Michl geplante Überplattung der Bahn - auf dieser könnte dann ein Einkaufszentrum samt Kino errichtet werden (die NÖN berichtete) - stößt bei der Volkspartei auf wenig Gegenliebe. Die Schwarzen plädieren lieber dafür, dass die Bahnstraße wirtschaftlich belebt wird.
VP-Stadtrat René Lobner erklärt: „Ich bin verwundert, dass Michl diesen Plan ernsthaft in Betracht zieht. Dieses Mega-Monster-Projekt kostet ein Vermögen. Das wird sich die Stadt nicht leisten können.“ Lobner kann sich nicht vorstellen, wo die Gemeinde die entsprechenden Investoren auftreiben will. „Das Ganze ist in der derzeitigen Situation aberwitzig und vermutlich nur ein Wahlzuckerl für die Gemeinderatswahl 2010.“
Lobner weiter angriffslustig: „Aus Michls letztem Projekt - dem Gänserndorfer Frischemarkt - ist auch nichts geworden. Vier Jahre lang hatte er sich damit beschäftigt, aber nichts zustande gebracht. Wie will er da ein riesiges Einkaufszentrum auf die Beine stellen? Diese Bahn-Überplattung ist eine reine Seifenblase, die nach der Wahl zerplatzen wird.“
„Gemeinde soll lieber Häuser in der Bahnstraße ankaufen“
Lobner fordert, dass die Gemeinde statt in den Shoppingtempel lieber in die Bahnstraße investieren soll: „Das würde nur einen Bruchteil kosten. Außerdem wäre das realistischer und zielführender.“ Lobners Idee: Die Gemeinde könnte die leer stehenden Gebäude in der Bahnstraße mithilfe eines Bauträgers aufkaufen und dann vermieten: „Dann könnte nämlich die Stadt diktieren, welche Unternehmen hier hereinkommen. Jene, die für die Bürger interessant sind.“
Ungenutzt sind derzeit das ehemalige Prager-Haus und das Gebäude mit dem ehemaligen Lokal „Auszeit“. Lobner: „Das Domitzi-Grundstück, das von der Bahnstraße bis zur Schubertstraße reicht, gehört bereits der Gemeinde. Hinten könnte man Parkplätze errichten und vorne an der Bahnstraße ein Lokal sowie Büros.“
Was dem VP-Politiker auch fehlt, ist eine konkrete Wirtschaftsförderung: „Damit die Unternehmer der Bahnstraße motiviert werden, ihre Fassaden und Auslagen zu sanieren.“
Michl: „Lobner weiß nicht, wovon er eigentlich spricht“
Michl wiederum kann die Lobner-Aufregung nicht nachvollziehen: „Das Einkaufszentrum ist natürlich kein Wahlzuckerl, weil es vor der Wahl sicherlich keinen Spatenstich geben wird. Lobner weiß nicht, wovon er spricht. Wir haben uns noch nicht einmal entschieden, was genau wir bauen wollen. Somit können wir auch nicht sagen, was es kostet und wie wir es finanzieren sollen.“
Zuerst, so Michl, muss einmal eine Wirtschaftlichkeitsstudie her, alles andere wären Spekulationen: „Ich habe auch alle Fraktionen eingeladen, eine Arbeitsgruppe zu bilden. Nur die ÖVP hat bisher keinen Vertreter genannt. Lobner soll lieber einmal sagen, wer mitarbeiten will und keine Wahlkampf-Floskeln dreschen.“
Quelle: NÖN