Helmut71
04.05.2009, 11:14
Interview mit SP-Bezirksgeschäftsführer Stefan Löw zu aktuellen Themen im Bezirk Gänserndorf.
„Mit FP gibt es noch einen Crash“
GÄNSERNDORF, BEZIRK / SP-Bezirksgeschäftsführer Stefan Löw zieht im NÖN-Gespräch seine persönliche Bilanz und nimmt die FPÖ ins Visier: „Die bringt keine Beisitzer zustande!“
VON THOMAS SCHINDLER
Seit genau drei Jahren ist Stefan Löw SPÖ-Geschäftsführer im Bezirk Gänserndorf. Jetzt zieht der 57-jährige Tallesbrunner, der auch als geschäftsführender Gemeinderat in Weikendorf fungiert, Bilanz: „Ich konnte als Bezirkssekretär einiges bewegen. Die Kommunikation innerhalb der Partei funktioniert nun wesentlich besser.“
Vorerst ein Blick in die Zukunft: Nächstes Jahr wählen die Niederösterreicher neue Gemeinderäte. Derzeit werden schon die Beisitzer für die Gemeinde-Wahlbehörden nominiert. Was Löw - er ist auch Ortsparteichef in Weikendorf - mehr als sauer aufstößt: „Es gibt zahlreiche Gemeinden im Bezirk, wo die FPÖ bis jetzt noch keine Beisitzer genannt hat. Offenbar fehlen denen die Leute. Es kann aber nicht sein, dass die anderen Parteien die ganze Arbeit verrichten und die Blauen warten nur auf das Ergebnis. Da wird es noch zu einem Crash kommen.“
Dazu FP-Bezirksobmann Hubert Marek: „Bei uns gibt es viele Polizisten und Arbeitnehmer aus dem Gesundheitsbereich. Die haben am Sonntag leider keine Zeit, Wahlstimmen auszuzählen. Wir sind aber dabei, ein gutes Team zusammenzustellen.“
Zurück zu Löw. Was erhofft er sich von der Gemeinderatswahl? „Ich erwarte mir, dass wir im Bezirk bei den Mandaten zulegen und hoffe, dass wir ein bis zwei zusätzliche Bürgermeister bekommen. Auersthal und Deutsch-Wagram zum Beispiel stehen an der Kippe.“
Löw ist nicht der Gesündeste. Asthma und Diabetes plagen den gelernten Automechaniker seit einiger Zeit. Ob er den Job als SP-Geschäftsführer noch länger ausüben wird, ist fraglich. Was waren eigentlich seine beruflichen Höhen und Tiefen in den vergangenen Jahren? „Zu den Höhen gehört sicherlich die Nationalratswahl 2006. Da haben wir im Bezirk wesentlich mehr Stimmen einfahren können als die ÖVP.“
Kurioses Detail am Rande: Löws verstorbener Schwiegervater war seinerzeit VP-Gemeinderat in Weikendorf. „Politisiert wird zu Hause aber ohnehin nicht. Das würde meiner Frau auch nicht gefallen.“ Wie sieht es nun mit den Tiefen aus? „Das waren die letzten Landtags- und Nationalratswahlen. Da konnten wir im Bezirk leider nichts gegen den für unsere Partei negativen Trend ausmachen.“
„EU-Kandidatin Regner hat Wurzeln in Strasshof“
Aber das alles ist Geschichte. Löw und sein Team arbeiten bereits für die bevorstehenden Arbeiterkammer- (Mai) und EU-Wahlen (Juni). „Was viele gar nicht wissen: Evelyn Regner, die hinter Hannes Swoboda am zweiten Platz für ein EU-Mandat kämpft, hat Wurzeln in Strasshof.“
Aus Markgrafneusiedl wiederum kommt Löws neue Chefin Mag. Karin Renner, die kürzlich Dr. Robert Rada als SP-Bezirksvorsitzenden abgelöst hat. Was unterscheidet die beiden? „Rada war noch die alte Garde. Renner hingegen versucht neue und andere Wege zu gehen. Sie setzt den Schwerpunkt auf die Jugendlichen.“
Quelle: NÖN
„Mit FP gibt es noch einen Crash“
GÄNSERNDORF, BEZIRK / SP-Bezirksgeschäftsführer Stefan Löw zieht im NÖN-Gespräch seine persönliche Bilanz und nimmt die FPÖ ins Visier: „Die bringt keine Beisitzer zustande!“
VON THOMAS SCHINDLER
Seit genau drei Jahren ist Stefan Löw SPÖ-Geschäftsführer im Bezirk Gänserndorf. Jetzt zieht der 57-jährige Tallesbrunner, der auch als geschäftsführender Gemeinderat in Weikendorf fungiert, Bilanz: „Ich konnte als Bezirkssekretär einiges bewegen. Die Kommunikation innerhalb der Partei funktioniert nun wesentlich besser.“
Vorerst ein Blick in die Zukunft: Nächstes Jahr wählen die Niederösterreicher neue Gemeinderäte. Derzeit werden schon die Beisitzer für die Gemeinde-Wahlbehörden nominiert. Was Löw - er ist auch Ortsparteichef in Weikendorf - mehr als sauer aufstößt: „Es gibt zahlreiche Gemeinden im Bezirk, wo die FPÖ bis jetzt noch keine Beisitzer genannt hat. Offenbar fehlen denen die Leute. Es kann aber nicht sein, dass die anderen Parteien die ganze Arbeit verrichten und die Blauen warten nur auf das Ergebnis. Da wird es noch zu einem Crash kommen.“
Dazu FP-Bezirksobmann Hubert Marek: „Bei uns gibt es viele Polizisten und Arbeitnehmer aus dem Gesundheitsbereich. Die haben am Sonntag leider keine Zeit, Wahlstimmen auszuzählen. Wir sind aber dabei, ein gutes Team zusammenzustellen.“
Zurück zu Löw. Was erhofft er sich von der Gemeinderatswahl? „Ich erwarte mir, dass wir im Bezirk bei den Mandaten zulegen und hoffe, dass wir ein bis zwei zusätzliche Bürgermeister bekommen. Auersthal und Deutsch-Wagram zum Beispiel stehen an der Kippe.“
Löw ist nicht der Gesündeste. Asthma und Diabetes plagen den gelernten Automechaniker seit einiger Zeit. Ob er den Job als SP-Geschäftsführer noch länger ausüben wird, ist fraglich. Was waren eigentlich seine beruflichen Höhen und Tiefen in den vergangenen Jahren? „Zu den Höhen gehört sicherlich die Nationalratswahl 2006. Da haben wir im Bezirk wesentlich mehr Stimmen einfahren können als die ÖVP.“
Kurioses Detail am Rande: Löws verstorbener Schwiegervater war seinerzeit VP-Gemeinderat in Weikendorf. „Politisiert wird zu Hause aber ohnehin nicht. Das würde meiner Frau auch nicht gefallen.“ Wie sieht es nun mit den Tiefen aus? „Das waren die letzten Landtags- und Nationalratswahlen. Da konnten wir im Bezirk leider nichts gegen den für unsere Partei negativen Trend ausmachen.“
„EU-Kandidatin Regner hat Wurzeln in Strasshof“
Aber das alles ist Geschichte. Löw und sein Team arbeiten bereits für die bevorstehenden Arbeiterkammer- (Mai) und EU-Wahlen (Juni). „Was viele gar nicht wissen: Evelyn Regner, die hinter Hannes Swoboda am zweiten Platz für ein EU-Mandat kämpft, hat Wurzeln in Strasshof.“
Aus Markgrafneusiedl wiederum kommt Löws neue Chefin Mag. Karin Renner, die kürzlich Dr. Robert Rada als SP-Bezirksvorsitzenden abgelöst hat. Was unterscheidet die beiden? „Rada war noch die alte Garde. Renner hingegen versucht neue und andere Wege zu gehen. Sie setzt den Schwerpunkt auf die Jugendlichen.“
Quelle: NÖN