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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gelsenschutz



*NiMi*
24.04.2009, 09:38
Wie von Samael berichtet (http://weinviertel.net/showthread.php?p=3046#post3046 (http://weinviertel.net/showthread.php?p=3046#post3046)), ist so vieler Orts die angedrohte Gelsenplage bereits eingetroffen (http://weinviertel.net/showthread.php?p=3096#post3096 (http://weinviertel.net/showthread.php?p=3096#post3096)). Da uns Jammern aber hier nicht weiter hilft dachte ich mir, ein Thread zum Thema Gelsenschutz wäre recht nützlich – um trotz der Plage den einen oder anderen Abend im Garten oder auf der Terrasse verbringen zu können.

Also hier ist Platz für eure Empfehlung und Tipps, wie ihr euch gegen die Biester schützt.

Ich mach mal den Anfang und da ich stets darauf achte Gift und Chemie zu vermeiden, greife ich auf alte Hausmittelchen zurück:
* Katzenminze: das Öl Nepetalacton, das der Pflanze ihren charakteristischen Geruch gibt, ist für Gelsen deutlich abstoßender als künstliche Mittel.
* Pflanzen: zB Lavendel (oder auch Lavendelöl), Tomatenpflanzen, Weihrauchpflanzen (dekorativ auch für die Terrasse!)
* frisch gepresster Zitronensaft (kein Konzentrat)
* Teebaumöl (Vorsicht – für Katzen giftig!)
* Lemongrass-Öl – bei empfindlicher Haut ein paar Tropfen davon mit Mandelöl vermischen. Man kann es auch in einer Duftlampe verdunsten lassen.
* Weitere Kräuter und Düfte gegen Gelsen: Zedernholz, Zypresse, Tymian, Majoran, Rosmarin, Pfefferminze, Hollerblüten.
* Manche Leute schwören darauf viel Knoblauch zu essen. Das schützt dann wohl nicht nur vor Gelsen. :p

Hat ein Biest trotz alldem zugestochen, kann man den Stich mit einer Zwiebel einschmieren – Zwiebeln enthalten heilende Schwefelöle, die bei Insektenstichen entzündungshemmend wirken.

Für all jene, die auf Gelsenmittel aus dem Handel schwören, habe ich hier einen interessanten Link gefunden:
http://www.konsument.at/konsument/detail.asp?category=Gesundheit+%2B+Kosmetik&id=24572 (http://www.konsument.at/konsument/detail.asp?category=Gesundheit+%2B+Kosmetik&id=24572)


http://freesmileys.smiliesuche.de/hunde/hunde-smilies-0009.gif (http://www.smiliesuche.de/hunde/) Meine Empfehlung für alle Hundebesitzer:
Zitrone, Lavendel und Rosmarin mit heißem Wasser aufgießen und über Nacht stehen lassen.
Tipp: Topf nicht in der Wohnung stehen lassen – seeeehr intensiver Geruch!
Die Brühe absieden, gut umrühren und in eine Sprühflasche abfüllen.
Tipp: Flasche kalt stellen!
Noch ein Tipp: Bei empflindlicher Hundehaut Aloe Vera beimengen.

Wirkt auch gegen sämtliche andere Parasiten wie Zecken, Flöhe etc. – kann daher auch am Schlafplatz angewendet werden.


Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen was Neues erzählen und warte natürlich auf viele weitere Tipps! :)

LG Niki

Helmut71
26.04.2009, 12:00
@Nimi: persönlich halte ich von ätherischen Ölen und diversen Kräutern und Säftchen eigentlich wenig bis nichts. Zeigen auch viele Vergleichstests.

Wirklich wirksam sind mM n nach nur sog "Repellents", in diversen Tests haben zB Produkte von "Autan" passabel abgeschnitten.




Der Testsieger Autan Active Lotion schaffe es fast fünf Stunden lang, Gelsen fern zu halten. Außerdem enthält das Produkt den Inhaltstoff Bayrepel, das laut "Konsument" weniger bedenklich ist als DEET, mit dem das ebenfalls sehr wirksame Anti Brumm forte die Quälgeister verscheucht. Für Säuglinge und Kleinkinder seien beide Wirkstoffe problematisch. Auch Erwachsene sollten sich nicht großflächig und häufig mit Repellents einschmieren. Vier Lotionen enthielten als Hauptwirkstoff ätherische Öle. Sie erwiesen sich allesamt als unwirksam.

Womit arbeiten Repellents?

- Bayrepel (Hydroxyethyl-Isobutyl-Piperidin Carboxylat): Wirkstoff in Autan-Produkten, führt selten zu Hautirritationen. Toxikologisches Risiko relativ gering.

- Diethyltoluamid (DEET): Nach häufiger Anwendung in hoher Konzentration wurde von gesundheitlichen Schäden (Hautreizungen bis Störungen des Nervensystems) berichtet.

- Ethyl-Butylacetyl-Aminopropionat: Angaben über mögliche gesundheitliche Risiken liegen nicht vor. Hautreizung ist möglich.

- Dimethylphthalat: Augen, Haut und Schleimhäute können gereizt werden. Längere und wiederholte Anwendung sollte vermieden werden.

- Ätherische Öle: Unwirksam. Hautirritationen und unangenehmer Geruch sind möglich.

- Birkenholzteer: Intensiver, übler Geruch, der auch nach mehrmaligem Waschen nicht verschwindet.


Quelle: Zeitschrift Konsument

Was ich bei diversen Grillpartys ebenfalls als ziemlich wirkungslos testen konnte sind sog "Insektenkerzen", die irgendwelche Duftstoffe oder Öle verbreiten und diese grünen Gelsenspirallen, die angezündet werden und vor sich hinglühen.

*NiMi*
27.04.2009, 09:32
ich hab auf meiner terrasse jedenfalls keine gelsen. und alles ohne chemie. :)

Charlemagne
29.04.2009, 07:18
also wohnung mit insektengitter schützen bzw tomatenstauden vor den fenster !(Cocktailtomaten zb.) ich halte nicht viel von chemischen keulen .

Spektator
29.04.2009, 10:35
Dass Hochwässer ein erhöhtes Aufkommen lästiger Gelsen hervorrufen, ist den Bewohnern der March/Thaya Region seit jeher klar und sollte auch im Bewusstsein der Verantwortlichen vor Ort (Gemeinden) liegen. :(
Die in der Erde überlebende Brut wurde ja auch nicht heuer erfunden sondern existiert mit Sicherheit schon ewig.

Weshalb erschöpft man sich derzeit in wirkungslosem Jammern, wenn die Gelsenabwehr scheinbar versagt hat? Das Jahrhunderthochwasser von 2006 hätte ja eine noch gravierendere Gelsenplage hervorrufen müssen, doch hat man hier scheinbar nicht vergessen gegenzusteuern.

Es wäre ein Beitrag zur Erhaltung oder sogar Verbesserung der Lebensqualität der Region gewesen, hätte man alle in den Vorjahren ergriffenen Massnahmen auch heuer umgesetzt. :mad:

Zudem klänge die Schlagzeile: "Gelsenplage konnte trotz Ausschöpfung aller Abwehrressourcen nicht verhindert werden" besser, als spätes Jammern nach vorhergehender Untätigkeit.