Samael
17.04.2009, 15:13
Osten Österreichs droht Gelsenplage
Warmes Wetter begünstigt die Brut der Blutsauger. Ein Zoologe warnt vor früher Heimsuchung und kritisiert mangelnde Gelsensicherheit.
Schneeschmelze, Regen und dann hohe Temperaturen.
Das viele Wasser in Auen, auf Feldern und Drainagen ist genau der Mix, der die Entwicklung sogenannter Überschwemmungsgelsen fördert. Zoologe Bernhard Seidel erwartet jedenfalls für einige Teile Ostösterreichs eine ungewöhnlich frühe und heftige Heimsuchung durch die Stechmücken. Teilweise sind die Tiere schon geschlüpft.
Speziell betroffen sein könnte das Wiener Becken, Gegenden an der Fischa und an der Schwechat, sowie Gebiete in March und Thaya, so Seidel gegenüber der APA. Der Zoologe ist als Amphibien- und Gelsenforscher laufend im Gebiet unterwegs und beobachtet dabei auch das Aufkommen der Stechmücken-Larven in diversen Gewässern und Wasseransammlungen. "Da kommt einiges auf uns zu", sagt Seidel.
Weniger Arten, mehr Tiere
Überschwemmungsgelsen überstehen den Winter und trockene Perioden als Eier im Boden. Wird ihr Lebensraum nass, schlüpfen die Tiere in Massen. Die Entwicklungsdauer der Larven im Wasser hängt stark von den herrschenden Temperaturen ab. Bei Hitze reichen bereits einige Tage, bis die Mücken ausschwärmen.
Bereits in früheren Untersuchungen hat Seidel festgestellt, dass die Artenzahl der Stechmücken im Kulturland gegenüber natürlichen Lebensräumen zwar abnimmt, die Individuenzahlen der wenigen vorkommenden Arten werden allerdings höher. In der Natur stehen den Gelsen und vor allem auch deren Larven meist mehr Fressfeinde gegenüber. Auch gibt es für überwinternde Arten in natürlichen Lebensräumen weniger geschützte Areale als etwa in Kellern oder Stadeln.
Quelle: www.kurier.at (http://www.kurier.at)
Diskussion darüber hier (http://www.weinviertel.net/forumdisplay.php?f=10)
Warmes Wetter begünstigt die Brut der Blutsauger. Ein Zoologe warnt vor früher Heimsuchung und kritisiert mangelnde Gelsensicherheit.
Schneeschmelze, Regen und dann hohe Temperaturen.
Das viele Wasser in Auen, auf Feldern und Drainagen ist genau der Mix, der die Entwicklung sogenannter Überschwemmungsgelsen fördert. Zoologe Bernhard Seidel erwartet jedenfalls für einige Teile Ostösterreichs eine ungewöhnlich frühe und heftige Heimsuchung durch die Stechmücken. Teilweise sind die Tiere schon geschlüpft.
Speziell betroffen sein könnte das Wiener Becken, Gegenden an der Fischa und an der Schwechat, sowie Gebiete in March und Thaya, so Seidel gegenüber der APA. Der Zoologe ist als Amphibien- und Gelsenforscher laufend im Gebiet unterwegs und beobachtet dabei auch das Aufkommen der Stechmücken-Larven in diversen Gewässern und Wasseransammlungen. "Da kommt einiges auf uns zu", sagt Seidel.
Weniger Arten, mehr Tiere
Überschwemmungsgelsen überstehen den Winter und trockene Perioden als Eier im Boden. Wird ihr Lebensraum nass, schlüpfen die Tiere in Massen. Die Entwicklungsdauer der Larven im Wasser hängt stark von den herrschenden Temperaturen ab. Bei Hitze reichen bereits einige Tage, bis die Mücken ausschwärmen.
Bereits in früheren Untersuchungen hat Seidel festgestellt, dass die Artenzahl der Stechmücken im Kulturland gegenüber natürlichen Lebensräumen zwar abnimmt, die Individuenzahlen der wenigen vorkommenden Arten werden allerdings höher. In der Natur stehen den Gelsen und vor allem auch deren Larven meist mehr Fressfeinde gegenüber. Auch gibt es für überwinternde Arten in natürlichen Lebensräumen weniger geschützte Areale als etwa in Kellern oder Stadeln.
Quelle: www.kurier.at (http://www.kurier.at)
Diskussion darüber hier (http://www.weinviertel.net/forumdisplay.php?f=10)