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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Weitere Betriebsschließungen



Helmut71
14.04.2009, 22:55
Das Weinviertel ist von weiteren Betriebsschließungen betroffen. Wieder traf es zwei Betriebe um Laa.



LAND UM LAA / Zwei Konkurse im Land um Laa vernichten weitere 47 Arbeitsplätze in der Region.
Nach der Schließung des Wienerberger Ziegelwerkes hat die Region den Ausfall von weiteren 47 Arbeitsplätzen zu verkraften. Vergangene Woche wurde über zwei Betriebe der Konkurs verhängt.
Die Laaer Werbeagentur Haschke hatte noch kurz vor dem Konkursantrag ihre 14 Mitarbeiter gekündigt und komplett ausgezahlt. Der Konkurs betrifft nun nur mehr das Vermögen der Firma.
Weit härter hat es das Bauunternehmen Schuster aus Neudorf getroffen. Dort waren bis vor dem Winter 33 Arbeitnehmer beschäftigt, über die Wintersaison immerhin noch 20 Personen. Sie warteten bereits seit Februar auf ihre Gehälter.
Die Überprüfung des Masseverwalters zeigte aber ein düsteres Bild: Die enormen Außenstände seien uneinbringlich, entschied er am Montag. Damit wird das Bauunternehmen am Donnerstag geschlossen. Die Außenstände der Mitarbeiter über die vergangenen zwei Monate werden vom Insolvenzfond abgegolten.
Damit müssen sich auch diese Arbeitnehmer nun um einen neuen Job umschauen.


Quelle: NÖN

Laut AMS soll stehen die gröberen Auswirkungen der Wirtschaftskrise allerdings noch bevor!




„Welle hat den Bezirk noch nicht erreicht“
BEZIRK MISTELBACH / Weniger offene Stellen, mehr Arbeitslose, mehr Konkurse, mehr Kurzarbeiter - aber noch sieht es gut aus.
VON RENATE HEGER
Vergangenes Jahr hat AMS-Leiter Kurt Newald bereits gesagt, dass es Mitte 2009 um 600 Arbeitslose mehr geben werde und wie es aussieht, könnte sich seine Prognose bewahrheiten. Im Bezirk Mistelbach waren im März um 10,2 % mehr arbeitslos gemeldet als im Vergleichsmonat des Vorjahres, konkret waren es 190 Personen. 2026 Personen sind derzeit im Bezirk arbeitslos gemeldet, 134 offene Stellen gibt es, um 65 weniger als im März des Vorjahres. Weniger offene Stellen, mehr Arbeitslose und das in einem Monat, in dem meist ein Sinken der Arbeitslosigkeit zu bemerken ist.
Der Bezirk hat zwar in Niederösterreich die zweitgeringsten Zuwächse bei den Arbeitslosen, aber „die Welle hat den Bezirk noch nicht erreicht“, so Newald. In Amstetten sind über 1000 Personen (78 %) mehr arbeitslos gemeldet. Die Industrieregionen trifft es als erstes, das Weinviertel ist kein großes Industriegebiet, aber „uns wird es im Sommer volle Wäsche treffen“, ahnt Newald, „wenn keine Gegenmaßnahmen gesetzt werden.“
Als Gegenmaßnahmen erwähnt Newald zwei: „Ich würde den Zutritt zur Pension nach den geleisteten Beitrittsjahren erleichtern. So könnte man den Arbeitsmarkt entlasten. Und ich würde versuchen die arbeitslos Gemeldeten jetzt in Schulungen auf die Zeit vorzubereiten, wenn es wieder besser geht, die brauchen schließlich auch Perspektiven.“ Etwa 65 Prozent der Beschäftigten im Bezirk arbeiten in anderen Bezirken, 90 Prozent davon in Wien. Da der Wiener Arbeitsmarkt noch relativ intakt ist, ist unsere Arbeitslosenquote noch relativ niedrig.
Aber nicht nur die Zahl der Arbeitslosen, sondern auch Konkurse und Kurzarbeit steigen, wobei der Bezirk bisher noch relativ verschont blieb, da wir kein Industriebezirk sind. Handel und Gewerbe werden von derartigen Wirtschaftseinflüssen ja erst später erwischt, so ÖGB-Leiter Kurt Krejcirik. Doch die Konkurse sind angestiegen, was aber auch mit der Auftragslage der Betriebe zusammenhing.
Krejcirik: „Es ist nicht so, dass der Anstieg enorm ist. Das Baugewerbe hat gar nicht so eine schlechte Auslastung etwa, wenn man weit ins Jahr hineinschaut, sieht es noch relativ gut aus, aber es gab bereits einige Konkurse.“
Hilfe in Krisenzeiten gibt es für Betriebe bereits einige, von Stiftungen bis hin zu Kurzarbeit. Über 600 Beschäftigte im Bezirk sind derzeit in Kurzarbeit, manch eine Firma verlängert sie, bei anderen gibt es bereits erste Anzeichen, dass sie aufgehoben wird, weil sich die Auftragslage verbessert. „Die Anzahl der Kurzarbeiter ist derzeit hoch. Wir hatten so etwas noch nie, es gab aber auch noch nie so eine Krise. Als Bezirk haben wir noch relativ gute Daten. Aber bei jeder konjunkturellen Schwankung war es so, dass alles was Amstetten erwischt hat, ein halbes Jahr später zu uns kam. Ich will keine negativen Stimmungen vermitteln, aber im Industriebereich könnte dasselbe, was die schon haben, auch zu uns kommen“, darin ist sich Krejcerik mit Newald einig.


Quelle: NÖN

Charlemagne
15.04.2009, 08:22
wenn man sich die restlichen bundesländer ansieht , besonders kärnten mit 79 konkuse in drei monaten , dann geht es uns imo noch gut ! besonders wenn auf teufel komm raus in niederösterreich betriebsansiedelungen gebaut werden die dann so und so von anfang an fast leer stehen !

Pasquino
14.05.2009, 09:38
Der Standard brachte eine Reportage über die wirtschaftliche Situation im Weinviertel:
Wenig Industrie, wenig Arbeitslose (http://derstandard.at/?url=/?id=1241622374295)

Das Weinviertel wird darin schon wieder als Gegend voller Armutschkerl hingestellt. Als ob es jenseits von Gebauer & Griller nichts gäbe...
Aber wer im Norden des Weinviertels mal genauer hinschaut findet da eine nicht geringe Anzahl höchst florierender KMUs - Brantner, Kühtreiber, Schüller Bau, Fuhrmann - und auch höchst innovative wie Smollak.

Das wir jetzt nicht die reichste Gegend des Landes sind ist klar. Aber ein wirtschaftliches Schlusslicht oder Armenhaus sieht anders aus.

Da Dirnbocher
15.05.2009, 02:24
und auch höchst innovative wie Smollak.

Ein l, ansonsten Zustimmung, insbesondere beim Smolak.