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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zusammenleben Hund und Mensch



Adventure-Dogs
06.04.2009, 18:59
Nachdem ein anderes Thema in diesem Forum sehr in die gegenständliche Richtung abgedriftet ist, möchte ich hiermit den vorliegenden Thread eröffnen.
Interessant wäre doch zu wissen, wie ein Zusammenleben zwischen Mensch und Hund aussehen kann: Orientiert man sich da am besten an den Strukturen eines Wolfsrudels (die übrigens von Fall zu Fall sehr divergieren können) oder versucht man eher den Hund als Familienmitglied zu sehen? Welche Rituale und Alltagsabläufe bestimmen euer Zusammenleben und warum?
Natürlich gibt es hier unendlich viele Richtungen, in die das Thema sich entwickeln kann - darum wäre es wohl nicht uninteressant, ein wenig von euren diesbezüglichen Gepflogenheiten und dem Verhältnis zu eurem Vierbeiner bzw. Vierbeinern zu erfahren, liebe Hundebesitzer!
Zur Eröffnung möchte ich gleich sagen, dass wir (eine siebenköpfige Familie) mit vier Hunden Haus und Garten teilen. Die Tiere sind auf eine gewisse Art und Weise schon allein durch die Wohnsituation in die Familie eingebunden, fungieren aber auch als Sport- und Abenteuerpartner bei Weitwanderungen, Schlittenhunderennen, Langstreckenläufen uvm. Sie können im Erdgeschoß unseres Hauses ein- und ausgehen, haben aber in Schlaf- und Kinderzimmern (die in den oberen beiden Stockwerken liegen) nichts verloren. Auch zur Essenszeit sind sie nicht im Haus, ebenso werden sie stets gesondert gefüttert. Wir sind bestrebt, sie als Hunde zu behandeln und nicht zu vermenschlichen - was für sie klar nachvollziehbare Regeln, Freundlichkeit und Konsequenz einschließt.
So, und jetzt: Wie sieht euer Zusammenleben aus?

*NiMi*
09.04.2009, 10:54
danke für das neue thema! ;)

passend dazu hab ich was entdeckt: :)


Was es bedeutet einen Hund zu haben …
... es normal zu finden, dass zwei erwachsene Menschen nichts wichtigeres zu tun haben, als auf dem
Fussboden herumrobben, um sich unter merkwürdigen Lautäußerungen mit einem Hund um ein Seil
zu balgen oder unter Möbelstücken nach verlorenen Tennisbällen zu suchen
... an Regentagen nach einem Hundespaziergang mit einem klatschnassen Hosenbein
heimzukommen, weil der Hund bei dem Versuch, sich unter Herrchens Schirm zu drücken, eine
Wasserstandsmeldung hinterlassen hat
... bei schwarzen Kleidungsstücken daran gewöhnt zu sein, dass sie wie gewolkt aussehen, als wäre
man mit einem Wattebausch darübergefahren
... entgegen aller guten Vorsätze den Hund zum gemeinsamen Mittagsschläfchen auf das Sofa zu
bitten
... angesichts von Dreckspritzern an weißen Küchenmöbeln nicht vorrangig über einen Putzlappen,
sondern langfristig über die Anschaffung weniger schmutzempfindlicher Oberflächen nachzudenken
... Hundehaare auf dem Fussboden und an allen möglichen sonstigen Stellen zwar nicht attraktiv,
aber normal zu finden und sämtliche Entschuldigungen angesichts überraschendem unbehundetem
Menschenbesuch tapfer herunterzuschlucken
...zu akzeptieren, dass Hunde vom Schöner Wohnen zuweilen andere Ansichten haben
...in einer schlaflosen Nacht sich im Bett herumzuwälzen, plötzlich das warme Schnaufen des Hundes
im Ohr zu spüren, der einen Massageantrag stellt, der dann merkwürdigerweise den Kraulenden
ebenso entspannt wie den Gekraulten
...nur noch wischfeste Tapeten zu kaufen, damit man die Bremsstreifen an der Wand langlaufender
Hunde besser abwischen kann
... sich nicht mehr darüber zu wundern, dass man von Leuten, die man täglich beim Spaziergang
trifft, zwar nicht den Namen erinnert, aber genau weiß, wie ihr Hund heißt
... dass man (glücklicherweise selten) kochend vor Wut hundelos in der Botanik steht, weil der
vierbeinige Hausgenosse sich für seinen kleinen Jagdausflug genau den Tag aussucht, an dem man zu
einem wichtigen Termin muß und stattdessen suchend im Wald umherirrt
...den heimischen Bürostuhl nur noch mit allergrößter Vorsicht zu bewegen, damit nicht wieder ein
paar Schwanzhaare ausgerissen werden
...besonders beim Schmuddelwetter darüber nachzudenken, wie der heimische Flur wohl nach
Umbaumaßnahmen (Einbau einer Dekontaminationsschleuse mit halbhohen Fliesen, Handbrause,
Turbofönanlage und Bodenablauf) aussehen würde
... das schöne Gefühl, nie allein zu Hause zu sein
... mit Briefwaage, Taschenrechner und Fachbuch einerseits eine vollwertige Hundemahlzeit zu
produzieren und sich andererseits danach eine Tiefkühlpizza in den Ofen schieben
... auf der Basis einer wunderbaren Freundschaft vielen Lebensunbilden etwas gelassener,
humorvoller und ausgeglichener zu begegnen
... festzustellen, wie unerträglich still ein Haus sein kann, wenn der Hund gestorben ist

Adventure-Dogs
09.04.2009, 11:40
Tja, das hat was....:D

Dora
11.04.2009, 22:08
Dass die Dominaztheorie veraltet ist, weiss denke ich jeder, der sich mit Hundeerziehung ein wenig beschäftigt.

Ich selbst bin ein total freiheitsliebender Mensch und gebe somit auch meinen Hunden sehr viele Freiheiten. (Freiheiten im Sinne, dass es bei uns kaum "Verbote" für den Hund gibt... solange sich die Hunde "im Rahmen" bewegen. zb Sie dürfen durch die Hundeklappe rein und raus wie sie wollen, sie dürfen auf der Couche- teilweise Bett - schlafen usw....)

Natürlich nerven mich diese Freiheiten auch manchmal... Schon allein wenn ich an den ständigen Dreck im Haus denke :o Oder wenn ich nicht in Ruhe essen kann... Im Büro zb musste India damals Regeln einhalten - dafür daheim die Freiheiten... Und ich muss sagen, sie war ein Traumbürohund.

was ich aber eigentlich sagen wollte: Ein Freund von mir, den meine Hunde immer genervt haben, weil sie eben alles dürfen, hat im Dezember einen Welpen bekommen.... Die kleine Luci hat sich auch schon alle Rechte genommen :D Als ich letztens mit ihm telefoniert habe, hat er gemeint, er macht gerade ein Mittagsschläfchen mit Luci - wer hätte das je gedacht? (Aussage der Schwester meines Freundes: Luci darf alles! und hat sein Leben verändert - Er ist zum besseren Menschen geworden - nicht nur im Umgang mit Tieren, sondern auch mit Menschen ;)) Zugeben würde er es jedoch nie, dass ihn der kleine Hund voll um den Finger gewickelt hat.

jasmin
15.04.2009, 13:42
wir haben 2 hund, es sind terrier, also eher sehr sturre hunde.

sie brauchen vor allem jetzt eine strenge erziehung, sie sind jetzt 11 monate alt. im moment probieren sie sehr viel aus.

unsere hunde dürfen im bett schlafen, das ist erlaubt, aber es gibt auch bestimmte räume, wo sie einfach nichts verloren haben, wie zum beispiel das wohnzimmer.

zur essenszeit sind sie bei uns schon im haus, aber sie betteln nicht, da wir ihnen nie etwas vom tisch gegeben haben. sie liegen immer brav in ihrem körbchen und schlafen.

Adventure-Dogs
15.04.2009, 21:48
Klingt doch gar nicht sooo stur....:)

Berner
10.05.2009, 20:51
Hallo Jasmin

Ich glaube Du hast noch nie gesehen wie stur eine
Bernerdame sein kann :)

Bei uns darf sie auf dem Bodenbleibend überall bis auf den begehbaren Schrankraum überall hin.

Durch die Hundeklappe kann Sie zwischen Haus und Garten wählen.

Bei uns darf der Hund zwar nicht ins Bett, wir brechen halt ein anderes Tabu - füttern von Tisch.

Wenn ich Pizza bestelle dann gehört Ihr immer der Speck.

lg jo