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Rettungshunde
06.04.2009, 18:07
@Ayk
Zur Information für dich.


Ausbildungszentren für Diensthundeführer. Exekutivbeamte mit mindestens zweijähriger Außendiensterfahrung haben die Möglichkeit, sich für die Ausbildung zum Diensthundeführer zu melden. In einem 10- bis 13-wöchigen Grundkurs werden Hundeführer und ihre vierbeinigen Partner ausgebildet. Nach Absolvierung einer theoretischen und praktischen Prüfung versieht der neue Diensthundeführer mit seinem Gefährten Außendienst. Nach sechs Monaten praktischer Erfahrung erfolgt ein zweiwöchiger Perfektionskurs, der mit einer praktischen Prüfung endet.
Seit 2002 befindet sich ein Bundesausbildungszentrum für Diensthundeführer in Bad Kreuzen, Oberösterreich. Das zweite Bundesausbildungszentrum besteht seit den 60er-Jahren in Wien-Strebersdorf.
"Hundeführer müssen Idealisten sein, denn ein Hund lässt sich nicht einfach nach dem Dienst abstellen", sagt Josef Bertsch, seit 25 Jahren Hundeführer bei der Gendarmerie. Um den geforderten Leistungsstandard zu halten, müsse ein Hundeführer bereit sein, zusätzlich zur dienstlichen Fortbildungszeit viel Freizeit in das Training mit dem Hund zu investieren.
Von den etwa 350 Hunderassen eignen sich nur wenige für den Einsatz bei der Polizei, vor allem der Deutsche und Belgische Schäferhund, Rottweiler, Holländische Herdershund, Dobermann und Riesenschnauzer. Der Deutsche Schäferhund, die am meisten verbreitete Rasse, ist der vielseitigste Gebrauchshund. Für den Polizeidienst werden vorwiegend deutsche und belgische Schäferhunde (Malinois) ausgebildet.
Die meisten Tiere werden von privaten Züchtern erworben. Bevor ein Tier erworben wird, erfolgt ein Ankaufstest, dabei werden die Umwelttauglichkeit, das Verhalten in bestimmten Situationen sowie der Spieltrieb und das Suchverhalten geprüft. Die Grundausbildung beginnt mit der Vertiefung der Bindung zwischen Tier und Mensch. Es folgen Stöberarbeiten: die Suche nach versteckten Gegenständen, an denen menschlicher Geruch anhaftet. Weitere Lernziele sind das Auffinden, Stellen und "Verbellen" von versteckten Personen sowie Schutzarbeiten.
Nach der Grundausbildung können besonders geeignete Hunde für spezielle Aufgaben ausgebildet werden. Bei der Auswahl ist das Verhältnis des Hundeführers zu seinem Tier maßgeblich: Der bestveranlagte Hund kann nicht erfolgreich sein, wenn er in seiner Arbeit durch den Hundeführer gehemmt wird. Diesem Umstand kommt bei der Spezialausbildung große Bedeutung zu, weil es bei Fährten-, Suchtmittel-, Leichen-, Sprengstoff- und Identifizierhunden ausschließlich auf ihre außerordentliche Riechleistung ankommt.
Bei der österreichischen Sicherheitsexekutive sind folgende vierbeinigen "Spezialisten" im Einsatz:
• Fährtenhunde,
• Suchtmittelspürhunde,
• Leichen- und Blutspurenspürhunde,
• Brandmittelspürhunde,
• Sprengstoffspürhunde,
• Lawinenverschüttetensuchhunde,
• Diensthunde für besondere Einsätze
(Zugriffshunde).
Nach etwa zehn Jahren, das entspricht rund 70 "Menschenjahren", geht ein Diensthund "in Pension".

mfg.