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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schüler abgewiesen



Helmut71
01.04.2009, 11:16
Die AHS Korneuburg ist total überfüllt. Deswegen wurden viele Schüler abgewiesen, wogegen die Eltern nun mobil machen.



Die Eltern machen mobil

BEZIRK KORNEUBURG / Immer mehr Kinder mit gutem Zeugnis drängen in die AHS Korneuburg. 30 Schüler können nicht genommen werden.
VON VERONIKA LÖWENSTEIN
„Unter den Viertklässlern haben sich Dramen abgespielt“, berichten die Vertreter der Elternvereine von Korneuburg und Umgebung. Denn das Gymnasium Korneuburg musste für das nächste Schuljahr erstmals 30 AHS-reife Kinder abweisen. „Darunter sind auch sehr gute Schüler mit nur einem Zweier“, gibt Matthias Schabl vom Elternverein der AHS Korneuburg zu denken. Vier erste Klassen wird es im Schuljahr 2009/10 geben, „von der Schüleranzahl wären aber sogar sechs Klassen möglich“, sagt Thomas Pilwax, Obmann des AHS-Elternvereins.
Die Elternvertreter fordern daher eine rasche Einigung über die Finanzierung des Neubaus und die Ausrichtung des neuen Gebäudes auf sechs erste Klassen. „Sonst droht uns ein Schicksal wie der AHS Wolkersdorf, wo schon nach kurzer Zeit zur neuen Schule abermals Container aufgestellt werden mussten“, fürchtet Schabl. Die Eltern plädieren außerdem für die Installation einer fünften ersten Klassen schon im nächsten Schuljahr. „Heuer sind es 30 Eltern, die ein Problem haben, nächstes Jahr sind es 50 oder 60“, schlägt Roland Raunig, Elternvereinsobmann der Volksschule I, Alarm, es würden geburtenstarke Jahrgänge bevorstehen. Abgewiesene AHS-Schüler, die in die Musikhauptschule gehen wollten, wurden ebenfalls enttäuscht, „sie ist komplett voll“, so Pilwax.

Tauziehen um Finanzierung ist noch nicht entschieden
Nach wie vor herrscht ein Tauziehen zwischen Bund und Land, wer die Kosten für den AHS-Neubau trägt. 2,5 Mio. Euro hängen nach wie vor in der Luft (die NÖN berichtete).
Die Landesimmobiliengesellschaft will die Gemeinden in die Pflicht nehmen, doch die winken ab. „Wir können das finanziell nicht tragen“, hält der Korneuburger Bürgermeister Wolfgang Peterl fest. Die Planungsarbeiten gehen aber trotz der Finanzierungsfrage weiter. Das bestätigt auch der Sprecher der Umlandgemeinden Bürgermeister Karl Stich: „Es wird keine Verzögerungen geben.“

Für die Eltern ist die Finanzierungslücke schwer nachvollziehbar. Isabella Kremnitzer, Elternvereinsobfrau der Volksschule II in Korneuburg: „Jeder sagt doch, dass in Zeiten der Wirtschaftskrise eine gute Ausbildung das Wichtigste ist?“ Und die Eltern erinnern, dass der Bezirk zu den am stärksten wachsenden gehört: „Alles wird ausgebaut und vergrößert, nur das Gymnasium soll kleiner werden“, setzt sich Susanne Riedler, Elternvereinsobfrau der Volksschule Bisamberg, für einen größer dimensionierten Neubau ein.



Quelle: NÖN