Helmut71
01.04.2009, 11:10
Die ÖBB planen für den Bézirk Mistelbach einige Neuerungen, die bei einem Verkehrsgipfel erörtert wurden.
Zweigleisiger Teil soll Takt verdichten helfen
BEZIRK MISTELBACH / Drei Stunden lang widmeten sich ÖBB, VOR und Pendler der Verbesserung des Verkehrs auf der Schnellbahn.
VON MICHAEL PFABIGAN
„Ein Geheimgipfel? So ein Schmarrn!“ SPÖ-Nationalrat Hubert Kuzdas ärgert sich über Pressemeldungen über den Verkehrsgipfel von Pendlern und ÖBB-Vertretern in der Vorwoche, bei dem die weitere Vorgangsweise in Sache Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Bezirk besprochen wurde.
„Die ÖBB hat mich als Organisator gebeten, die Medien erst nach dem Abend über die Ergebnisse der Gespräche zu informieren. An das habe ich mich gehalten. Nach dem Verlangen der Medien, trotzdem dabei sein zu können, sei dieser Wunsch dann fallen gelassen worden.
Mit dem Ergebnis des Gipfels ist Kuzdas aber grundsätzlich zufrieden: Fast drei Stunden diskutierten die Vertreter der Pendler, von VOR und ÖBB die Pendlerwünsche - rund 100 davon hatte Kuzdas über seine Homepage gesammelt und diese den ÖBB-Managern auch in Papierform mitgegeben.
Konkret wurde vereinbart, dass ab Mai definitiv die ersten Fahrplanentwürfe verteilt und diskutiert werden: „Die interne Kommunikation muss verbessert werden“, ist Kuzdas überzeugt. Enthalten sollen im nächsten Fahrplan wieder die vier Schülerzüge sein, die für den Heimtransport ab Mistelbach sorgen sollen - seit Dezember fährt der Bus.
Vorsichtige Zuversicht auch beim mogendlichen Schülerzug zwischen Wolkersdorf und Mistelbach - bisher war hier ebenfalls ein Schienenersatzverkehr geführt worden: „Die ÖBB schaut sich das an und sagt, dass es sich auf der Trasse ausginge“, weiß Kuzdas.
Infrastrukturell soll Ladendorf wieder ein Kreuzungsbahnhof werden - eine Lösung für das Bahngleis, das dann auf dem Weg zum Bahnhof überschritten werden muss, muss allerdings von der Bahn noch gefunden werden. Die Ladendorfer Pendler hatten bisher immer auf dieses Sicherheitsrisiko hingewiesen. „Ihnen jetzt aber den schwarzen Peter als Verhinderer zuschieben zu wollen, ist zu billig!“ Die Bahn müsse sich an Sicherheitsbestimmungen halten.
In einem zweiten Schritt könnte Niederkreuzstetten als zweite Haltestelle ausgebaut und dann schließlich die Strecke zwischen Kreuzstetten und Ladendorf zweigleisig gebaut werden. „Laut ÖBB wäre dann ein echter Halbstundentakt bis Mistelbach möglich!“, weiß Kuzdas, der den Vorschlag schon vor einiger Zeit an Landes-Verkehrsplaner Friedrich Zibuschka geschickt hatte. Geschätzte Kosten des Ausbaus: 55 bis 60 Mio. Euro. „Es wäre toll, wenn wir das in den nächstne fünf Jahren auf Schiene legen könnten“, hofft auch ÖVP-Verkehrssprecher Karl Wilfing, der ebenfalls an dem Verkehrsgipfel teilnahm. „Dann hätten wir die Schnellbahn an die Erfordernisse des neuen Jahrtausends angepasst.
Aus seiner Sicht sollten die nächsten Verkehrsgipfel in dieser Causa dann in St. Pölten stattfinden, wo auch die Entscheidungen fallen werden.
Quelle: NÖN
Zweigleisiger Teil soll Takt verdichten helfen
BEZIRK MISTELBACH / Drei Stunden lang widmeten sich ÖBB, VOR und Pendler der Verbesserung des Verkehrs auf der Schnellbahn.
VON MICHAEL PFABIGAN
„Ein Geheimgipfel? So ein Schmarrn!“ SPÖ-Nationalrat Hubert Kuzdas ärgert sich über Pressemeldungen über den Verkehrsgipfel von Pendlern und ÖBB-Vertretern in der Vorwoche, bei dem die weitere Vorgangsweise in Sache Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Bezirk besprochen wurde.
„Die ÖBB hat mich als Organisator gebeten, die Medien erst nach dem Abend über die Ergebnisse der Gespräche zu informieren. An das habe ich mich gehalten. Nach dem Verlangen der Medien, trotzdem dabei sein zu können, sei dieser Wunsch dann fallen gelassen worden.
Mit dem Ergebnis des Gipfels ist Kuzdas aber grundsätzlich zufrieden: Fast drei Stunden diskutierten die Vertreter der Pendler, von VOR und ÖBB die Pendlerwünsche - rund 100 davon hatte Kuzdas über seine Homepage gesammelt und diese den ÖBB-Managern auch in Papierform mitgegeben.
Konkret wurde vereinbart, dass ab Mai definitiv die ersten Fahrplanentwürfe verteilt und diskutiert werden: „Die interne Kommunikation muss verbessert werden“, ist Kuzdas überzeugt. Enthalten sollen im nächsten Fahrplan wieder die vier Schülerzüge sein, die für den Heimtransport ab Mistelbach sorgen sollen - seit Dezember fährt der Bus.
Vorsichtige Zuversicht auch beim mogendlichen Schülerzug zwischen Wolkersdorf und Mistelbach - bisher war hier ebenfalls ein Schienenersatzverkehr geführt worden: „Die ÖBB schaut sich das an und sagt, dass es sich auf der Trasse ausginge“, weiß Kuzdas.
Infrastrukturell soll Ladendorf wieder ein Kreuzungsbahnhof werden - eine Lösung für das Bahngleis, das dann auf dem Weg zum Bahnhof überschritten werden muss, muss allerdings von der Bahn noch gefunden werden. Die Ladendorfer Pendler hatten bisher immer auf dieses Sicherheitsrisiko hingewiesen. „Ihnen jetzt aber den schwarzen Peter als Verhinderer zuschieben zu wollen, ist zu billig!“ Die Bahn müsse sich an Sicherheitsbestimmungen halten.
In einem zweiten Schritt könnte Niederkreuzstetten als zweite Haltestelle ausgebaut und dann schließlich die Strecke zwischen Kreuzstetten und Ladendorf zweigleisig gebaut werden. „Laut ÖBB wäre dann ein echter Halbstundentakt bis Mistelbach möglich!“, weiß Kuzdas, der den Vorschlag schon vor einiger Zeit an Landes-Verkehrsplaner Friedrich Zibuschka geschickt hatte. Geschätzte Kosten des Ausbaus: 55 bis 60 Mio. Euro. „Es wäre toll, wenn wir das in den nächstne fünf Jahren auf Schiene legen könnten“, hofft auch ÖVP-Verkehrssprecher Karl Wilfing, der ebenfalls an dem Verkehrsgipfel teilnahm. „Dann hätten wir die Schnellbahn an die Erfordernisse des neuen Jahrtausends angepasst.
Aus seiner Sicht sollten die nächsten Verkehrsgipfel in dieser Causa dann in St. Pölten stattfinden, wo auch die Entscheidungen fallen werden.
Quelle: NÖN