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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aus für Napoleon 2009



Charlemagne
25.03.2009, 19:01
10.40 Uhr war es am vergangenen Freitag, als „Napoleon in Hollabrunn“ der Todesstoß versetzt wurde. „Es wird ‚Napoleon in Hollabrunn‘ 2009 nicht geben“, verkündete der scheidende Geschäftsführer von Land um Hollabrunn (LuH), Didi Jäger, bei einer „Nachmittagsplauderei“ im regionalen „radioYpsilon“.
Bis zuletzt setzte sich Jäger für das Geschichtsevent ein, für dessen Finanzierung er ein Jahr gekämpft hatte. Aber eines war während der Schlacht um das liebe Geld für ihn immer klar: „Eine abgespeckte Version, die einen Rückschritt in das Jahr 2005 gibt, kann es nicht geben. Das sind wir dem Publikum und dem europäischen Napoleon-Fans schuldig“.

In St. Pölten präsentierte Jäger das Finanzkonzept, die Geschichte der Jahre 2005 bis 2007, die Perspektive 2009 und den touristischen und wirtschaftlichen Kontext sowie die Bedeutung für die Region. Doch in dem Gespräch wurde bald klar, dass das Großereignis seitens der Tourismusabteilung des Landes nicht förderbar ist, da die Verantwortlichen, darunter auch DI Hannes Weitschacher, keinen Zusammenhang zum neuen Weinviertelmotto „Genussvolle Gelassenheit“ erkannten.

Dass die Tourismusförderungen des Landes keine Event- oder Veranstaltungsförderung in ihren Richtlinien vorsieht, war den Hollabrunn-Vertretern – Didi Jäger, Stadtchef Helmut Wunderl und LuH-Obmann Bgm. Günther Bradac – natürlich bewusst, als sie nach St. Pölten reisten, „dennoch ist es ein unumstrittenes Faktum, dass Österreichs größte Geschichtszeitreise ‚Napoleon in Hollabrunn‘ mehr mediale und touristische Außenwirkung aufwies und ebenso Nachhaltigkeit und Umwegrentabilität belegen kann, als es viele Taferl, Schilder und Folder können“, so Jäger zur NÖN.
Enttäuscht ist er vom ehemaligen Kleinregionmanager Weitschacher, der in den letzten Jahren „Napoleon“ in höchsten Tönen lobte: „Gerade von ihm hätte ich mir konstruktive Lösungsansätze erwartet und nicht nur die ausschließliche Verfolgung eines willkürlich interpretierbaren Destinationsmottos!“


quelle : nön

Helmut71
26.03.2009, 08:11
Ich habs auch gelesen..schade, denn das hätte ein echt interessanter Event sein können :mad:

Charlemagne
26.03.2009, 08:52
hier wird schön langsam aber sicher alles umgebracht . aus der landwirtschafts messe wurde ein volksfest das von jahr zu jahr immer schlechter geht , nach den brand vom hollawood weicht die jugend nach wien oder krems aus da es hier null angebot für sie gibt , die pferde messe ist nicht jedermanns sache ...... mir kommt vor als wenn man die region hier aushungern will . echt schade !:(

Helmut71
26.03.2009, 10:17
Auch aus beruflichen Gründen hätte mich so ein Massenspektaktel mit historischen Hintergrund sehr interessiert.

Dass das Weinviertel ausgehungert wird steht für mich ebenfalls außer Zweifel. Sollte man sogar mal sehr breit diskutieren, denn Strukturschwächen, Überalterung, Arbeitsplatzmangel,...sind für mich persönlich in weiten Gebieten unseres Viertels Realätit.

Mysticus
26.03.2009, 13:28
Hauptsache der Wein schmeckt....

...nur ob jetzt Kellergassenromantik in irgendwelchen abgelegenen Dörfern oder Wanderwege durch weiter Ebenen und Feldwege mehr Geld ins Köberl bringen als ein Großevent mit regionaler und geschichtlicher Bedeutung ist fragwürdig.

Die Mittelalterfeste in Jedenspeigen und Dürnkrut bringen sicher in den 2 Tagen mehr Geld ein, als das ganze Jahr durch Tourismus. Man möge mich korrigieren, wenn es nicht so wäre.

Helmut71
26.03.2009, 14:41
Die Mittelalterfeste in Jedenspeigen und Dürnkrut bringen sicher in den 2 Tagen mehr Geld ein, als das ganze Jahr durch Tourismus. Man möge mich korrigieren, wenn es nicht so wäre.

Das wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln. In Dürnkrut und Jedenspeigen wird für die Orte bzw. die Region nich sooo viel bleiben, da die Standler und Verein auch was verdienen wollen.

Die Dimensionen das "Napoleon" kenne ich jetzt nicht genau.


Doch in dem Gespräch wurde bald klar, dass das Großereignis seitens der Tourismusabteilung des Landes nicht förderbar ist, da die Verantwortlichen, darunter auch DI Hannes Weitschacher, keinen Zusammenhang zum neuen Weinviertelmotto „Genussvolle Gelassenheit“ erkannten.


Dies stimmt jedoch sehr nachdenklich, da mit genussvoller Gelassenheit alleine kaum Geld zu verdienen ist. Tourismus lebt wohl davon, dass sich die Tourismusbetriebe Profit versprechen. Ich bezweifel ernsthaft, ob verschlafene Sanfteheit heutzutage zieht.

Charlemagne
26.03.2009, 17:29
möchte hier einmal mit paar besucherzahlen der letzten jahre spielen
2005 ca 5000 besucher
2006 ca 5000 besucher und das bei dauerregen und tiefen boden !
2007 ca 17 000 besucher
2008 wurder kurzfristig abgesagt wegen der 100 jahrfeier zur stadterhebung , zu dieser 100 jahrfeier möchte ich nichts sagen , man kann es sich denken :mad: !

weiter info gibt es hier http://www.napoleon-hollabrunn.at/

Helmut71
26.03.2009, 21:26
@Charlemagne: wirklich beeindruckend. Vielleicht würds ja helfen, wenn ein paar Leute zu weinviertal.at hinmailen und ihren Unmut kundtun?

Wolfgang B
26.03.2009, 21:48
Wenn es gut aufgezogen ist, bringt jede Aktion Leute ins Weinviertel. Das Wichtigste ist, dass der Gast gerne wiederkommen möchte. Er muss nur einen Anreiz finden, wieder mal bei uns vorbeizuschauen. Ständig nur Kellergassenfeste zu veranstalten, wird mit der Zeit auch fad. Da sind z. B. die Ritterspiele ein gutes Beispiel, wie es auch anders geht. Hollabrunn wäre auch eine gute Möglichkeit, zumal man an den Zahlen sieht, dass es sich bereits eingespielt hätte. Auch Staatz zieht immer wieder die Leute an.
Die Damen und Herren Tourismusmanager müssten nur Mut zur Idee haben und die Kommunen den Mut, den Geldsack etwas zu öffnen.

Charlemagne
27.03.2009, 10:03
also mit hin mailen und unmut kundtun das ist eine eigene sache besonders wenn man seine pappenheimer und ihre ansichten kennt. die haben schon die augen verdreht als 2005 ernstl graft mit seinen toy-run hier das nö.landesjugendheim für mädchen besuchen wollte , das ganze wurde dann kurzfristig auf den heldenberg verlegt da angeblich die infrastruktur in hollabrunn dafür nicht geschaffen ist ( o-ton bm wunderl )das wurde ebenfalls paar tage vor der fahrt bekannt gegeben. dazu ist zu sagen das es gegenüber des landesjugendheimes einen riesen sportplatz gibt und am wochenende kaum bist nie befahrene seitengassen die ohne weiters für die masse der bikes gereicht hätten das waren 2.769 gemeldete biker. anmerkung, damals wurde eine spendenhöhe von 47.719 € erreicht und ernstl graft war mächtig sauer auf hollabrunn.

zum napoleon zurück
es war gut aufgezogen, ich selber hatte letztes jahr freunde hier aus deutschland , bayern und hessen , die sich das ganze ansehen wollten aber leider wie oben schon erwähnt, wurde es kurzfristig abgesagt. das solche aktionen die gäste dann vertreiben muss jeden klar sein.
die ganzen jahre hindurch wurde immer wieder in der presse und in den div medien wie orf darüber berichtet was hier los ist und war .selbst in den deutschen prvatsender gab es dazu immerwieder berichte. das war die beste werbung für die region weinviertel. dazu kommt noch das der eintritt für das ganze wochenende gegolten hat was wieder den vorteil hatte das gäste die eine längere anreise hatten hier in der gegend übernachteten, und das wir hier gäste aus den ausland hatten war an den nummertafel der pkw und reisebusse zu erkennen.jedenfall bringen solche event mehr als eine bühne mit unbekannten künstler oder gruppe die einen tag lang steht wie es letztens 2008 bei der 100 jahrefeier stadt hollabrunn . einmal im jahr ein düringer oder brunner und brunner ist eben zuwenig. warum schaffen es immer wieder andere gemeinden die kleiner sind als wir und sicher auch nicht die reichtsten sind .....und das über jahre? ist es hier dummheit? tunneldenken.?

Helmut71
28.03.2009, 07:31
@Charlemagne:



also mit hin mailen und unmut kundtun das ist eine eigene sache besonders wenn man seine pappenheimer und ihre ansichten kennt.


mmhh..wenn das dutzende oder mehr tun, kann das evt. anders aussehen.

Ansonsten fällt mir nicht viel ein außer LH Pröll direkt kontaktieren oder medial aktiv werden (Zeitung, ORF).

Charlemagne
01.04.2009, 14:40
Frust-Brief von Horak
SUTTENBRUNN / Böse Worte gegen Touristiker Hannes Weitschacher. Doch der lässt den Fehdehandschuh liegen.




Ob eine Investition von rund 250.000 Euro für dieses Event nun gerechtfertigt wäre oder auch nicht: Das Aus für „Napoleon in Hollabrunn“ (die NÖN berichtete) traf alle Fans aus nah und fern, aber natürlich besonders die Veranstalter. Nicht nur Didi Jäger, der ehemalige Geschäftsführer von Land um Hollabrunn, ist sehr enttäuscht, dass es das größte Geschichtsereignis Österreichs heuer nicht geben wird. Auch Organisator und Reenactor Wolfgang Horak kann nicht fassen, dass es in diesem Jahr keinen Napoleon geben soll.
Horak verschaffte seinem Ärger in einem Leserbrief Luft und gibt darin besonders einem die Schuld: DI Hannes Weitschacher, langjähriger Retzerland-Manager und nunmehr Geschäftsführer von Weinviertel Tourismus. Denn auch er war in St. Pölten, als Jäger das Finanzkonzept für das Geschichtsevent präsentierte.

„Danke“ an Weitschacher von Donnerbauer eliminiert
„Mein herzliches Dankeschön gilt aber auch den Politikern und Tourismusverantwortlichen wie einem DI Weitschacher, der jahrelang die Fahne UNSERES Erfolges vor sich her getragen hatte und nun das Projekt abwürgt“, schreibt ein merklich enttäuschter Horak.
Kurzfristig war die Stellungnahme von Horak auf HL1, der Seite für den Bezirk Hollabrunn im Internet, zu lesen. Doch VP-Parlamentarier Heribert Donnerbauer, Obmann der Gesellschaft für Politik und Wirtschaft im Weinviertel und Betreiber von HL1, ließ den Brief rasch wieder entfernen: „Es handelt sich hier ja nicht um einen Leserbrief, sondern um einen Kommentar. Und wir können nicht jeden Kommentar stehen lassen, das wird sonst unausgewogen“, begründete Donnerbauer das Vorgehen.
Weitschacher, der dem Weinviertel erst kürzlich die Werbeattribute „Genussvoll“ und „Gelassen“ verpasste, wollte den Fehdehandschuh nicht aufnehmen. Nur so viel: „Die Art von Horak ist mir zuwider. Zu derart niedrigen Dingen nehme ich keine Stellung.“

„Treibende Kräfte werden anscheinend weniger …“
Abseits dieser Streitigkeiten sieht sich Hollabrunns Freizeitbetriebe-Chef Gerhard Schieder indes langsam als einsamer Kämpfer im Herbeischaffen von imageträchtigen Events für die Region und meint: „Wenn wir schon nicht die Überattraktion haben, dann liegt unsere Erfolgschance nur im Zusammenspiel aller positiven Kräfte und im funktionierenden kollektiven Ganzen.“ Keine „Eintagsfliegen“, sondern Nachhaltigkeit, Kontinuität und Qualität seien gefragt. „Nur“, so Schieder, „die treibenden Kräfte werden anscheinend weniger?!“

quelle : nön

Helmut71
02.04.2009, 08:31
Kurzfristig war die Stellungnahme von Horak auf HL1, der Seite für den Bezirk Hollabrunn (http://www.weinviertel.net/vbglossar.php?do=showentry&item=Hollabrunn) http://www.weinviertel.net/images/misc/vbglossarlink.gif (http://www.weinviertel.net/vbglossar.php?do=showentry&item=Hollabrunn) im Internet, zu lesen. Doch VP-Parlamentarier Heribert Donnerbauer, Obmann der Gesellschaft für Politik und Wirtschaft im Weinviertel und Betreiber von HL1, ließ den Brief rasch wieder entfernen: „Es handelt sich hier ja nicht um einen Leserbrief, sondern um einen Kommentar. Und wir können nicht jeden Kommentar stehen lassen, das wird sonst unausgewogen“, begründete Donnerbauer das Vorgehen.

Kann man den Inhalt des Briefes / Kommentars irgendwo sonst nachlesen??

Wolfgang B
02.04.2009, 12:06
„Es handelt sich hier ja nicht um einen Leserbrief, sondern um einen Kommentar. Und wir können nicht jeden Kommentar stehen lassen, das wird sonst unausgewogen“, begründete Donnerbauer das Vorgehen.
Aber die nicht zum Gesicht stehenden Kommentare darf man löschen. Das nennt man Ausgewogenheit. :eek: Da geht's ja in Nordkorea demokratischer zu.

Charlemagne
02.04.2009, 18:02
Kann man den Inhalt des Briefes / Kommentars irgendwo sonst nachlesen??

werd mal versuchen ob ich was rausbekomme ! normal merkt sich das www einiges :rolleyes:

Charlemagne
02.04.2009, 18:51
das man hier nicht gewillt ist etwas zu machen habe ich gerade festgestellt bei der suche im www nach den gelöschten inhalt von der HL1 seite . das problem dürfte wo anders liegen..... bei den manager und ......... naja nordkorea ? :D

http://www.regionmarchfeld.at/de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=55&Itemid=64

dabei fällt mir die wieder die aussage ein ..."Doch in dem Gespräch wurde bald klar, dass das Großereignis seitens der Tourismusabteilung des Landes nicht förderbar ist, da die Verantwortlichen, darunter auch DI Hannes Weitschacher, keinen Zusammenhang zum neuen Weinviertelmotto „Genussvolle Gelassenheit“ erkannten !...

Wolfgang B
03.04.2009, 00:13
Das bedeutet also auf gut Deutsch:
Trankler - auf ins Weinviertel. Das übrige Publikum möge woanders hinfahren.
Weit hammas bracht ...

Helmut71
03.04.2009, 06:28
Was ja das wirklich traurige an der Sache ist: ohne potente politische Fürsprecher von der richtigen Parteifarbe ist die beste Idee eigentlich zum Scheitern verurteilt.

Es ist ein Jammer, dass Regionalentwicklung, Regionalmanagement, Regionaltourismus nach wie vor so sehr am Gänglband der Politik hängt....

Helmut71
03.04.2009, 09:34
So. Weils mich interessiert hat und weil ich Meinungsfreiheit und -vielfalt über alles schätze, hab ich mich direkt an den Ersteller des Leserbriefs gewandt.

Here we go:


Ein herzliches Dankeschön!

Zuallererst meinem Partner Didi Jäger, der in seinem unermüdlichen Einsatz im Kampf gegen politische Windmühlen, seine Energie fast komplett aufgebraucht und trotzdem so lange durchgehalten hat.

Mein "herzliches Dankeschön" gilt aber auch den Politikern und Tourismusverantwortlichen wie einem DI Weitschacher, der jahrelang die Fahne UNSERES Erfolges vor sich her getragen hatte und nun das Projekt abwürgt.

Danke, dass Sie unsere jahrelange Arbeit und unser Engagement im Bereich der Image-Pflege und der Bekanntheit, im Bereich der Förderung der regionalen Wirtschaft und im Bereich der Pflege der Kultur (historisches Handwerk und -Musik) durch Ignoranz auszeichnen.

Und danke auch dafür, dass Sie durch Ihre mangelnde Unterstützung, in einem für Hollabrunn so wichtigen Jahr (200-jährige Wiederkehr der Begebenheiten von 1809), Ihr fehlendes geschichtliches Verständnis erkennen lassen.

Das Thema "Genussvolle Gelassenheit" wird einem "Napoleon in Hollabrunn" im Sinne der Bekanntheit, der Akzeptanz und vor allem der Nachhaltigkeit, sicher nicht das Wasser reichen können.

Danke, dass Sie meine Einstellung zu Regionalpolitik in einem so hohen Maße bestätigen und festigen.
Sie alle gehören für mich in die Kategorie "Unterlasser" und nicht "Unternehmer".

Wolfgang Horak
Organisator von "Napoleon in Hollabrunn", Reenactor und zutiefst Enttäuschter.

Quelle: www.hl1.at (http://www.hl1.at) (mittlerweile gelöscht)

Charlemagne
03.04.2009, 18:14
hab heute das bezirksblatt hollabrunn bekommen wo dieser beitrag als leserbrief veröffendlicht ist . leider hab ich keinen scanner !
dafür hab ich im vereinsforum wo hr. Wolfgang Horak schreibt dieses gefunden !

Liebe Freunde und Kameraden!


Mein Kind ist tot !!!!!


Mein "Hollabrunn", welches ich 2005 unter großen Schwierigkeiten gemeinsam mit Didi Jäger aus der Wiege gehoben habe
und über die Jahre zum größten historischen Event in Österreich gemacht habe, ist nicht mehr!

Vor rd. einer Woche wurde ich informiert, dass der Bürgermeister der Stadt,
ob der fehlenden Komplettfinanzierung(!) die Veranstaltung mit den Worten
"...na dann lass ma es halt..." vom Tisch der Geschichte gewischt hat.

Dass das zu einem Zeitpunkt passiert, wo der Ort ein 200-jähriges Jubiläum
(Schlacht von Oberhollabrunn 1809) feiert, erscheint unfassbar und abstrus.

Jahrelange Aufbauarbeit, Engagement unzähliger Organisations-Beteiligter
und damit verbundener finanzieller Einsatz wurden somit in ihre Bedeutungslosigkeit katapultiert.


Obwohl wir immer darauf hingewiesen haben, dass sich am Weg der Umwegrentabilität
die Sache für Hollabrunn rechnet (Bekanntheit, Image, Touristen während des Jahres,
Medienberichte, u.s.w.) war fehlender Weitblick und das "nicht-über-den-Tellerrand-hinausblicken"
der Motor für diese Entscheidung.



Zitat aus einem Medienbericht:......unermüdlich versucht, Hollabrunn in den
vergangenen Jahren aus dem Dornröschenschlaf zu wecken.
Nur manche wollen nicht geweckt werden........


Wir haben mit "Napoleon in Hollabrunn" gezeigt, dass aus einem "NoName",
ein für alle Beteiligten beeindruckendes und in seinen Strukturen und Ergebnissen
richtungsweisendes Event zu machen ist - leider haben es viele von euch nicht miterlebt.
Schön für die, die es besucht und genossen haben.

Möge es uns lange in Erinnerung bleiben.

"Napoleon in Hollabrunn" - RIP


Ein tief trauriger
Wolfgang

wenn man sich diese leute aus der nähe einmal angesehen hat und mit ihnen gesprochen hat wird einen erst bewusst das sich hier nicht um spinner handelt die in uralten uniformen durch die gegend laufen sondern um menschen die ihren teil zur geschichte beitragen . die jahrelang div. archive durcharbeiten die ihre uniformen und ausrüstungen bis ins kleinste nachschneidern oder nachbauen . die bereitwillig den besuchern rede und antwort stehen , die geschichte vorleben .was hier an zeit und geld steckt möchte ich nicht wissen . schade das so etwas von kurzsichtigen möchtegern politiker zerstört wird !meine familie und ich jedenfall werde heuer ausweichen auf andere veranstaltungen das ist 100% sicher .

lg euer Charlemagne

manfiHL
09.04.2009, 12:04
So. Weils mich interessiert hat und weil ich Meinungsfreiheit und -vielfalt über alles schätze, hab ich mich direkt an den Ersteller des Leserbriefs gewandt.


Lieber Helmut71 und liebe weinviertel.net Community.

Mit grossem Interesse lese ich die Foren mit und finde diese ganze Seite wirklich bemerkenswert! In Hollabrunn ist es leider nicht sonderlich fruchtbar auf politischer Ebene Kritik an so mancher Entscheidung (Verhinderung) anzubringen. Ich selbst habe den Weg gewählt von innen etwas zu verändern und bin nun seit 1 1/2 Jahren Stadtrat. Letztes Jahr habe ich im Freibad ein kleines Kulturfestival begonnen und für 2009 beim Weinviertel Festival eingereicht. "splash" soll gemeinsam mit lokalen Kulturinitiativen und karitativen Vereinen in drei Wochen von Theater, Sommerkino, Lesung, Liederabend, Ausstellung, Wettkochen und vielem mehr ein Programm für die ganze Familie bieten. Die Jury des Viertelfestivals hat splash als förderungswürdig ins grosse Programm für 2009 aufgenommen. Der Bürgermeister hat mir letzte Woche das Ressort Freibad weggenommen...

Auch im Rahmen des Weinviertelfestivals hätte der Lagerhausturm am Bahnhofsvorplatz mit einem riesigen Fliesenmosaik gestaltet werden sollen. Dreimal raten: Abgedreht! Die Künstlerin wird es jetzt in Laa realisieren. Die international bekannte Pferde Messe Pro Pferd hat letztes Jahr in Hollabrunn ebenfalls zum letzten Mal statt gefunden.

Ich werde splash auf jeden Fall in Hollabrunn umsetzen und bin am organisieren eines anderen Veranstaltungsortes. Es ist so schade, dass parteipolitische Motive und das typische "des homma imma scho gmocht" scheinbar eine Mehrheit haben.

Charlemagne
10.04.2009, 16:41
"des homma imma scho gmocht" dürfte hier kultur sein :) genauso das "wos brauchma des " aber in einigen punkten muss ich dir recht geben ! wehe wenn man nicht auf der parteilinie schwimmt ..... egal ! ich wohne nun seit 5 jahren in den ort und haben einiges mitbekommen was angesagt wurde und dann doch im sande verlaufen ist .wir haben hier im sinne der kultur wirklich nichts was gäste anzieht oder hier hält . ausser ein volksfest oder eine lange einkaufsnacht fällt unter kultur . mit den motocross platz kann man auch keine gäste über tage anziehen . also was bleibt ? nichts . nun, dann wird man eben kulturell abwandern und sein geld eben nach krems ,retz , oder maissau bringen oder gleich nach wien .
hollabrunn dürfte es ja, seit wir keine sanierungsgemeinde mehr sind , gut gehen . also was brauchen wir zahlungskräftige gäste bzw touristen .

manfiHL
10.04.2009, 18:44
These 1:
Eine Gemeinde ist keine Firma. Sie kann und soll zwar nicht unendlich Geld unter die Leute bringen, darf aber auch nicht marktwirtschaftlichen Zwängen wie Privatunternehmen unterliegen. Dieser Gestaltungsspielraum ist klug zu nutzen. (meine Meinung)

These 2:
Jeder Euro der in Kultur investiert wird, kommt zwei bis drei mal (je nach Gegend) auf dem Wege der Umwegrentabilität zurück. (c) Erwin Pröll bei der Pressekonferenz des diesjährigen Weinviertelfestivals

These 3:
Eine Gemeinde ist als öffentliche Institution nicht dafür da um ein Hotel oder eine Diskothek zu bewirtschaften.

Tatsachen:
Das Kulturbudget der Stadtgemeinde Hollabrunn beträgt im Jahr 2009 8000,- Eur (achttausend!!!). Die Subventionen für alle Kultur- und Sportvereine zusammen beträgt zusätzlich 14000,- Eur. Die Stadtgemeinde Hollabrunn betreibt im Studentenheim das Sporthotel mit 86 Betten und einer steigenden Auslastung. Im Jahr 2008 wurden dort 24000,- Verlust erwirtschaftet!!! Der Anreiz für Privatunternehmen in ein herzeigbares Hotel zu investieren ist bei null wenn es ein Haus gibt das egal wie es wirtschaftet von der Gemeinde durchgefüttert wird.

Auch wenn Hollabrunn keine Sanierungsgemeinde mehr ist, so müssen doch noch alle Auflagen vom Land NÖ eingehalten werden und der Schuldenstand ist mit knapp 50 Mio EUR so hoch wie nie zuvor! Einzig durch das fiktive Gegenrechnen von Kanalanschlussgebühren der nächsten Jahre entsteht ein finanzieller freiraum der aber wieder durch Kredite bedeckt werden muss, da real kein Geld da ist.

In so einer Situation Napoleon und andere Veranstaltungen abzudrehen ist schlichtweg fahrlässig. zB die 3000 Seelen Gemeinde Marchegg nimmt selbst 55000,- Eur in die Hand und macht heuer ein Napolen Spektakel. Anderes Beispiel, die Stadt Zwettl (auch nicht gerade die reiche Wirtschaftsmetropole) unterstützt den dortigen Fussballverein mit über 50000,- Eur im Jahr. Da wären viele dieser Beispiele, gehen würde einiges aber der Wille die Prioritäten zu verschieben dürfte in Hollabrunn fehlen.

lg
Manfred

Helmut71
16.04.2009, 12:48
also mit hin mailen und unmut kundtun das ist eine eigene sache besonders wenn man seine pappenheimer und ihre ansichten kennt.

Habe heute aufgrund meiner Email einen Anruf vom Leiter der Kulturabteilung des Landes NÖ erhalten. Er hat sich nochmal telefonisch meine Argumente angehört und dann gemeint, dass er jetzt meinungssuchend und -bildend unterwegs ist und für das Jahr 2010 evt. ein Wiederaufleben des Napoleon-Events in Aussicht gestellt..

Ist also doch nicht ganz so sinnlos, wenn Bürger dem LH ein Mail schicken ;)

Charlemagne
16.04.2009, 18:54
Habe heute aufgrund meiner Email einen Anruf vom Leiter der Kulturabteilung des Landes NÖ erhalten. Er hat sich nochmal telefonisch meine Argumente angehört und dann gemeint, dass er jetzt meinungssuchend und -bildend unterwegs ist und für das Jahr 2010 evt. ein Wiederaufleben des Napoleon-Events in Aussicht gestellt..

Ist also doch nicht ganz so sinnlos, wenn Bürger dem LH ein Mail schicken ;)


danke für die info !