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Helmut71
14.02.2008, 10:00
Nachdem die Bürgerproteste weitgehend verstummt sind und die Anlage selbst schon sehr weit fortgeschritten, könnte man einmal eine Zwischenbilanz ziehen:

Wieviel können Bürgerbewegungen tatsächlich erreichen?
Sind die enstehenden Arbeitsplätze wichtiger als mögliche Beeinträchtigungen von Gesundheit der Anrainer und Umwelt?
Wie steht ihr insgesamt zu dem Projekt?

Waldemar
15.02.2008, 11:37
Diese jämmerliche Müllverbrennungsanlage in Zistersdorf hat nicht einmal eine Abwärmenutzung, d.h nur ca. 20% der im Müll enthaltenen Energie kann in Strom umgewandelt werden. Etwa 80% der Verbrennungsenergie wird sprichwörtlich in die „Luft geblasen“, weil es keinen Fernwärmeanschluss gibt.
Ich hab mit Fachleuten darüber geredet, die mir versichert haben, dass heute so eine idiotische Anlage nie mehr genehmigt werden würde.
Es ist mir bis heute ein Rätsel, warum sich die Zistersdorfer so einen Schwachsinn aufschwatzen ließen.
Dazu kommt der enorme Wertverlust, den die umliegenden Grund- und Hausbesitzer bei Ihren Preisen hinnehmen müssen. (Von der Umweltbelastung durch Verkehr etc. rede ich gar nicht.)
Ein Beispiel zu den Grundstückspreisen:
Im Internet kann man unter (www.immonet.at (http://www.immonet.at/)) die Grundstückrichtpreise für Österreich abfragen. Im Jahre 2002 war für Zistersdorf noch ein Grundpreis in guter Lage von 45 bis 72 Euro angegeben. Am 8.1.2008 hab ich die Datei wieder einmal abgefragt und siehe da, der Preis ist auf 17 bis 31 Euro abgesunken.
Ob das allein auf diese jämmerliche Anlage zurückzuführen ist, oder ob da auch die Windräder mit eine Rolle spielen, kann ich nicht sagen.
Jedenfalls müsste man die zwei Bürgermeister, die das Ganze zu verantworten haben zur Rechenschaft ziehen.
Warum das trotz der heftigen Proteste, bis heute nicht geschehen ist, verstehe wer will.

Helmut71
15.02.2008, 11:47
Dass die Grundstückspreise in der Umgebung in den Keller rasseln, verstehe ich. Ich würde auch nicht neben so einer Anlage wohnen wollen.
Eines muss man aber auch sagen: die Bevölkerung hat sich in einer Volksbefragung meines Wissens nach mit deutlicher Mehrheit für das Projekt ausgesprochen...

Waldemar
15.02.2008, 12:08
wieso die Bürgerbefragung so ausging ist mir ebenfalls ein Rätsel. Wenn man allerdings die Mentalität der einheimischen Bevölkerung ein bißchen kennt, dann gibt es schon die eine oder andere Erklärung dafür.
1. Die Weinviertler schätzen im Allgemeinen ihre wunderschöne Landschaft in keiner Weise.
2. Der damalige Bürgermeister, der die Sache mit der Müllverbrennung wie eine Religion mit allen Mitteln vertrat, war gleichzeitig Hauptschuldirektor und viele hatten ihre Kinder in der Schule.
3. Zum Untertanen neigen wir Österreicher ohnehin ein bißchen und im Weinviertel ist das ganz besonders ausgeprägt. "Nur net anstreifen bei den hohen Herren".
Deshalb ist so eine Initiative wie eure "community" so wichtig. Vielleicht ändert sich mit der Zeit doch was.
Jedenfalls vielen Dank dafür.

Ironman
15.02.2008, 16:21
Meinen Vorschreibern muss ich in einigen Dingen Recht geben.
Es gibt etliche Beispiele, wo die Weinviertler Bevölkerung blind ihren Volksvertretern und deren Propaganda vertraute und langfristig gegen ihre Heimat stimmten.

Die Bezirkshauptstadt meines Bezirkes war vor einigen Jahren die rühmliche Ausnahme, als es darum ging, ein wertvolles Stück Natur vor der totalen Verkommerzialisierung zu retten. Wohl der Hauptgrund, warum es der damals eingefahrene und immer noch im Amt befindliche Bürgermeister wie der Teufel das Weihwasser scheut, sein aktuellstes Prestigeprojekt einer Befragung zu unterziehen. Doch das ist eine andere Geschichte...

Waldemar
15.02.2008, 17:35
du hast in Gösting oder Eichhorn einen Weinbaubetrieb oder baust sonst was an. (Für die die sich nicht auskennen, Gösting und Eichhorn liegen genau östlich, also in der Hauptwindrichtung)
Ab 2009 geht diese verdammte Anlage in Betrieb. Was glaubst du, wer von dort noch einen Wein oder sonstwas kauft.
Gerade jetzt wo die DAC Marketing Strategie schöne Erfolge hat, könntest du auch davon profitieren.
Jetzt kauft dir aber keiner mehr was ab und dein Betrieb geht den Bach hinunter.
Nun kannst du aber den Betrieb auch nicht mehr verkaufen, weil er nichts mehr wert ist. (Siehe Preisverfall im Bereich solcher Anlagen)
Ich glaub ich würd zum Mörder.

Waldemar
06.05.2008, 14:35
Vor kurzem hab ich wieder einmal die Baustelle besichtigt. Einfach schrecklich dieser Betonbau in der landschaftlich reizvollen Umgebung. Es macht mich total traurig, dass Zistersdorf nun den größten, häßlichsten und weithin sichtbarsten Schandfleck in Form dieser jämmerlichen Müllverbrennungsanlage hat. Ich fürchte mich schon davor wie das erst ausschauen wird, wenn der Kamin fertig ist.
Ich hoffe nur, dass man die Leute, die das zu verantworten haben einmal zur Rechenschaft ziehen wird.
Bezeichnend ist, dass nirgendwo auf der Baustellentafel das Wort "Müllverbrennung" vorkommt. Darin schlägt sich wohl jetzt schon das schlechte Gewissen der Verantwortlichen nieder.

Special Agent Cooper
07.05.2008, 08:56
Vor kurzem hab ich wieder einmal die Baustelle besichtigt. Einfach schrecklich dieser Betonbau in der landschaftlich reizvollen Umgebung. Es macht mich total traurig, dass Zistersdorf nun den größten, häßlichsten und weithin sichtbarsten Schandfleck in Form dieser jämmerlichen Müllverbrennungsanlage hat. Ich fürchte mich schon davor wie das erst ausschauen wird, wenn der Kamin fertig ist.
Ich hoffe nur, dass man die Leute, die das zu verantworten haben einmal zur Rechenschaft ziehen wird.
Bezeichnend ist, dass nirgendwo auf der Baustellentafel das Wort "Müllverbrennung" vorkommt. Darin schlägt sich wohl jetzt schon das schlechte Gewissen der Verantwortlichen nieder.

Wirklich wahr, die Tanks von da RAG/OMV und der Lagerhausturm passen sich da viel besser in die "landschaftlich reizvolle Umgebung" ein :D

Am besten wir planieren das ganze Wienviertel und alle Bewohner leben wieder von Tier und Agrarhandel wie im Mittelalter. Ein Zaun drumherum und ein paar Busse durch und der Rest der Welt kann sich an einen Lebensraum ursprünglich und landschaftlich reizvoll ergötzen

Waldemar
07.05.2008, 10:39
Wirklich wahr, die Tanks von da RAG/OMV und der Lagerhausturm passen sich da viel besser in die "landschaftlich reizvolle Umgebung" ein :D

Am besten wir planieren das ganze Wienviertel und alle Bewohner leben wieder von Tier und Agrarhandel wie im Mittelalter. Ein Zaun drumherum und ein paar Busse durch und der Rest der Welt kann sich an einen Lebensraum ursprünglich und landschaftlich reizvoll ergötzen

Du bist schon auf der richtigen Spur „Spezial Agent Cooper“. Angefangen hat es mit diesen hässlichen Bauten des Raiffeisenkonzerns. Erst danach hat man gesagt, jetzt ist eh schon alles wurst und hat weitere Hässlichkeiten zugelassen.
Durch die Errichtung solcher Anlagen wird unser wertvoller Außenbereich weiträumig planerisch vorbelastet. Ist eine solche Anlage in einem Gebiet erst genehmigt, wird die Errichtung weiterer hässlicher Industriebauten im großen Umkreis sehr viel schwerer zu verhindern sein. Was ja schließlich mit der Errichtung der sinnlosen und hässlichen Windräder und der jämmerlichen Müllverbrennungsanlage nun geschehen ist.
Es gibt allerdings auch Ausnahmen, wo weitsichtige Bürger solche Dinge verhindert haben. Ein Beispiel das mir gerade einfällt, ist die Bürgerliste in Salzburg, mit den leider nicht mehr unter uns weilenden Bäckermeister Hörl und Schauspieler Fux. Denen ist es gelungen die schlimmsten Bausünden in Salzburg zu verhindern.
Die ganze Stadt ist ihnen heute dankbar dafür.

Special Agent Cooper
07.05.2008, 12:09
Industriebauten sind nunmal (durchaus auch leider) meist Zweckbauten, nicht jeder Konzern kann oder will es sich leisten seine MVA von Herren wie Hundertwasser zu verschönern.
Da heißts nunmal entweder Industrie oder schöne Landschaft.

Das in diesen Fall kein Ausbau eines Fernwärmenetzes für Zist und Umland die Bedingung für den Bau waren, find ich eigentlich die weit größere Frechheit!
Aber die Zistersdorfer könnten ja mal den Herrn Nitsch fragen, ob er die MVA verschönern will :D

Waldemar
07.05.2008, 13:02
Dieser Artikel ist mir gestern in der Printausgabe der Presse aufgefallen.
"Die Bürgerinitiative in Ottakring feiert ihr 50 jähriges Jubiläum". D.h. das nun schon die Kinder der 6000 Gegner des Flötzersteiges, die seinerzeit schriftlich ihre Bedenken geäußert haben, die Tradition weiter pflegen. Ich frage mich nur, was hat sich der Bgm. Hofstätter dabei gedacht den Leuten in Zistersdorf so eine Hypothek aufzuhalsen? Der BMW von der ASA wie es geheißen hat, und was sicher eine hundsgemeine Unterstellung war, kann es ja wohl nicht gewesen sein. Aber was war es sonst?
Noch dazu eine Müllverbrennungsanlage, die, wie auch "Special Agent Cooper" richtig anmerkt bei weitem nicht Stand der Technik ist.

Waldemar
07.05.2008, 14:17
In Zistersdorf wird es ohnehin noch spannend, da unter anderem noch lange nicht klar ist wie die Anlieferung des Mülls organisiert wird. Ich denke, dass wird so eine Sache wie beim AKW Zwentendorf. Erst baut man die Anlage fix und fertig und dann gibt’s keine Betriebsgenehmigung.

Dazu eine Leitsatzdokumentation aus einem UVP Artikel des Umweltsenates
„Auswertung der Entscheidungen“ Stand 1. November 2007
Bezug Geschäftszahl: US 3/1999/5-109
Kurzbezeichnung: Zistersdorf
Datum: 3.8.2000
Zitat:
„§ 15. Ist ein bestimmtes Aufteilungsverhältnis zwischen Bahn und LKW für die Anlieferung der in der Müllverbrennungsanlage zu behandelnden Abfälle Bestandteil des Einreichprojektes und kann dieses Aufteilungsverhältnis beim Betrieb der Anlage nicht eingehalten werden, so fallen dadurch die Voraussetzungen für einen konsensgemäßen Betrieb weg und es treten alle damit verbundenen Rechtsfolgen ein.“
Zitat Ende.
Bei meiner Baustellenbesichtigung war jedenfalls noch weit und breit kein Bahnanschluss vorhanden und dabei soll die Katastrophenanlage nächstes Jahr schon in Betrieb gehen.

Special Agent Cooper
07.05.2008, 15:14
najo, die paar Meter Gleis sind in 1 Monat verlegt, denk ich. Ein anderes Problem werden die haufenweise nur mit Andreas-Kreuz gekennzeichneten Bahnübergänge zw. Drösing und Zist...
Auf wieviel Megawatt is der Kessel und die Turbine eigentlich ausgelegt, weißt du das, hab auf der Referenzseite des Errichters nichts über die Anlage in Zist gefunden..

Waldemar
08.05.2008, 11:17
Denke Du verfolgst wieder eine heikle Spur.
Da bei der Errichtung ständig Änderungen vorgenommen werden (frage mich überhaupt wie das geht) Beispiel: zuerst Naßreinigung dann Trockenreinigung, dann bei den Schichten, weiß man überhaupt nicht mehr was wirklich gebaut wird. Werde aber versuchen mich schlau zu machen und melde mich, wenn ich was habe.
Gruß Waldemar

Waldemar
08.05.2008, 11:23
Wohin ich auch schau, ich sehe nur Verlierer durch den Bau dieser Katastrophenanlage:
1. Alt-Bgm. Hofstätter: Ist als Bürgermeister abgetreten, hat seinen Wohnsitz in Zistersdorf aufgegeben und ist nach Baden gezogen. Wird auch seine Gründe haben. Jedenfalls geht man nicht weg, wo man Ansehen genießt und man sein Leben verbracht hat. Da ich ihn als ziemlich eitlen Menschen in Erinnerung habe, wird es für Ihn sehr schmerzhaft sein, ständig diese Negativberichte über ihn zu lesen.

2. Vorstand Platzer / ASA: Der ständige Eigentümerwechsel, derzeit FCC Medio Madrid, lässt nicht gerade auf eine zufrieden stellende Entwicklung des Unternehmens und damit der Karriere dieses Herrn schließen. Keine private Firma hält außerdem 50 Jahre Widerstand und Negativwerbung aus, siehe Flötzersteig. Das schafft nur die Gemeinde Wien.

3. Waldemar (meine Wenigkeit) und hunderte Leidensgenossen, die Grund und Boden in Zistersdorf besitzen, haben durch den Wertverlust ihrer Immobilie, bzw. den Preisverfall für Grund und Boden bis in die nächsten Generationen darunter zu leiden. Mit jeder Zeile die ich hier schreibe erhöht sich mein Verlust.

Man könnte es auch poetischer ausdrücken:
Das eben ist der Fluch der bösen Tat, das sie fortzeugend Böses muss gebären.

Wolfgang B
09.05.2008, 12:10
Dieser Artikel ist mir gestern in der Printausgabe der Presse aufgefallen.
"Die Bürgerinitiative in Ottakring feiert ihr 50 jähriges Jubiläum". D.h. das nun schon die Kinder der 6000 Gegner des Flötzersteiges, die seinerzeit schriftlich ihre Bedenken geäußert haben, die Tradition weiter pflegen. Ich frage mich nur, was hat sich der Bgm. Hofstätter dabei gedacht den Leuten in Zistersdorf so eine Hypothek aufzuhalsen? Der BMW von der ASA wie es geheißen hat, und was sicher eine hundsgemeine Unterstellung war, kann es ja wohl nicht gewesen sein. Aber was war es sonst?
Noch dazu eine Müllverbrennungsanlage, die, wie auch "Special Agent Cooper" richtig anmerkt bei weitem nicht Stand der Technik ist.

Und was hat es der Bürgerinitiative gebracht, wenn sie jetzt schon 50 Jahre existiert? Müll wird weiterhin am Flötzersteig verbrannt.

Altbürgermeister Hofstätter hatte sicher das Wohl seiner Gemeindebürger im Auge, als er die Müllverbrennungsanlage zuließ. Weniger das gesundheitliche, sondern eher Arbeitsplätze.


najo, die paar Meter Gleis sind in 1 Monat verlegt, denk ich. Ein anderes Problem werden die haufenweise nur mit Andreas-Kreuz gekennzeichneten Bahnübergänge zw. Drösing und Zist...


So viel ich weiß, wird an den Gleisen schon gearbeitet.
Andererseits: Wo liegt das Problem der nur mit Andreaskreuz gesicherten Bahnübergänge?

Waldemar
09.05.2008, 15:31
..lieber "Wolfgang B"

Der Altbürgermeister Hofstätter hat weniger das gesundheitliche Wohl seiner Gemeindebürger im Auge gehabt, als sein eigenes Wohl, da er ja offensichtlich gewußt hat, dass er wegziehen wird aus Zistersdorf.

Was er uns da an Hypothek hinterlassen hat, ist mit dem Überfall der Kuruzzen um 18. Jahrhundert vergleichbar. Nach 50 Jahren hat sich Zistersdorf davon allerdings wieder erholt. Bei der Katastrophenanlage von Müllverbrennung gibt es aber keine Erholung. Ich bin überzeugt davon, dass er Zistersdorf damit einen viel größeren Schaden zugefügt hat, als alle Kuruzzeneinfälle zusammen.

Special Agent Cooper
13.05.2008, 08:27
So viel ich weiß, wird an den Gleisen schon gearbeitet.
Andererseits: Wo liegt das Problem der nur mit Andreaskreuz gesicherten Bahnübergänge?

Häufung der Unfalle, wie schon in den letzten Jahren in ganz Österreich erlebt. Ich glaube vor allem in der ersten Zeit wenn die Züge wieder rollen werden, wird es zu einigen fast oder Unfällen kommen, da die Leute sich wieder auf vermehrten Zugsverkehr umstellen müssen.
Aber vielleicht bauen sie ja auch Warnlichter an die Kreuzungen...

Waldemar
13.05.2008, 11:11
Sehr geehrter Herr Stadtamtsdirekor Dr. Mötz!

Unter Bezugnahme auf die Zistersdorfer Rathauspost Ausgabe Nr. 179, Mai 2008(Amtliche Mitteilungen) die ich gestern auf dem Klo sitzend, studiert habe, bewerbe ich mich für die Stelle als "Instandhalter" für die ASA Müllverbrennung in Zistersdorf.
Meine Hobbies sind sehr eng mit dem Grünen Veltliner verbunden. Ich begrüße sehr, dass Sie im nordöstlichen Weinviertel, dem schönen Veltlinerland, dieses zukunftsweisende Projekt realisieren.
Ich denke auch, dass die "amtliche Zistersdorfer Rathauspost" das geeignetste Medium ist, diese Inserate österreichweit unter die Bevölkerung zu bringen und habe den neuen Namen des Blattes "Zistersdorfer Karriere Rathauspost" gleich vorweggenommen.
Weist das doch darauf hin wie vorausschauend Sie zur Schaffung von Arbeitsplätzen am Werken sind.
Besonderes Interesse habe ich auch an dem Inserat der Firma Szolda u. Partner aus Luxenburg, die Wohnungen sucht um ihr Montagepersonal unterzubringen. Ein Glück, dass die Firma offensichtlich sehr sparsam und effizient wirtschaftet und den Monteuren kein Hotel zumutet. Wo kämen wir hin, wenn die sogar "deutsch sprechenden" Monteure aus Brüssel sich das Quartier nicht mehr selber reinigen und und das Frühstück und die Betten nicht mehr selber machen müssten. In diesem Punkt kann ich Ihnen sehr entgegenkommen, da ich in Gösting über ein leerstehendes altes Bauernhaus verfüge, dessen Verkauf sich ähnlich erfolgreich gestaltet, wie die Planung und Errichtung Ihres tollen Projektes. Ich kann Ihnen das Quartier unter den gegebenen Umständen zu einem Superschnäppchenpreis anbieten.
Ich hoffe auf eine positive Rückmeldung und verbleibe Ihr ergebener
Empti Boutelli
Piazza Carlo
Stationi U Nr. 1
Vienna.

Franz
19.05.2008, 12:34
Ich wollte mich einmal über die Technologie informieren, dabei bin ich auf den nachstehenden "Wischiwaschi-Text" der ASA gestossen. Will man so das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen? Ich denke, dass so ein Text genau das Gegenteil bewirkt:
ZITAT auf der ASA Homepage:
Abfallbehandlung mit modernsten Technologien
Die .A.S.A. hat sich ganz dem modernen Abfallmanagement verschrieben und ist bei der Entwicklung der neuesten Technologien immer vorne mit dabei. Die Entwicklungsarbeit wird sowohl in Österreich als auch in Osteuropa geleistet und das Know-how laufend an alle Schwestergesellschaften weitergegeben. Auf den Seiten: »Sammlung / Transport«, »Behandlung«, »Deponierung« und »Weitere Dienstleistungen« zeigen wir einen kurzen Überblick über unseren umfangreichen Fuhrpark, modernste Logistik, umweltschonende Abfallbehandlung, sichere Deponien, erfolgreiche Altlastensanierung und den optimierten Einsatz in der Kommunalbetreuung.
ZITAT ENDE
Offensichtlich hat die Firma in Bezug auf Müllverbrennung überhaupt kein "KnowHow"

Special Agent Cooper
19.05.2008, 13:40
Ich kann mich auch täuschen aber die MVA Zist ist ja auch die erste Anlage, die die ASA betreiben wird, oder??

Und wie man Müll oder anderes in einem Kessel verbrennt und die Wärme über eine DT ausnutzt ist jetzt nicht mehr das ganz große Geheimnis, die werden schon wen finden der die Anlage in Betrieb hält... ;)

Franz
19.05.2008, 13:58
Ich kann mich auch täuschen aber die MVA Zist ist ja auch die erste Anlage, die die ASA betreiben wird, oder??

Und wie man Müll oder anderes in einem Kessel verbrennt und die Wärme über eine DT ausnutzt ist jetzt nicht mehr das ganz große Geheimnis, die werden schon wen finden der die Anlage in Betrieb hält... ;)

ja, aber wenn ich schon folgende Sätze verwende, sollte auch was dahinterstecken außer blablabla:
!"Die .A.S.A. hat sich ganz dem modernen Abfallmanagement verschrieben und ist bei der Entwicklung der neuesten Technologien immer vorne mit dabei."

Und ich hab ja auch unter "Abfall, zistersdorf" gegoogelt und bin direkt auf die Müllverbrennung der ASA gestoßen. Dahinter war aber dann nichts mehr.
Von mir aus, sollens die Firma, die das Ganze baut zu Wort kommen lassen. Aber das ist ja angeblich auch nur eine spanische Baufirma. Das ganze kommt mir immer mehr "spanisch" vor. In einem anderen Artikel wird was von einem jungen Bauleiter gefaselt, der auch schon was ganz anderes gebaut hat. Höchst dubios das ganze.

Special Agent Cooper
19.05.2008, 16:05
ja stimmt, die Errichtung des Kessels und der Maschinenhalle ist aber die roll inova aus der Schweiz eine Tochter der Austrian Energy (ganz früher mal die Austrian Energy & Environment SGP Waagner Biro) und A-tec

http://www.aee-vonrollinova.ch/

Das seltsame ist aber, daß die Anlage nicht unter der Referenzliste zu finden ist....

Franz
19.05.2008, 17:24
ja stimmt, die Errichtung des Kessels und der Maschinenhalle ist aber die roll inova aus der Schweiz eine Tochter der Austrian Energy (ganz früher mal die Austrian Energy & Environment SGP Waagner Biro) und A-tec

http://www.aee-vonrollinova.ch/

Das seltsame ist aber, daß die Anlage nicht unter der Referenzliste zu finden ist....

wirklich sehr komisch, dieses Forum würde eigentlich den Betreibern der Anlage die Möglichkeit bieten, Ihre Position darzustellen. Aber nein, da kommt überhaupt nichts, dafür bemüssigt sich die Zistersdorfer Rathauspost mit Anzeigen Stimmung für das ganze zu machen. Was wiederum so lächerlich ist, dass es nur in die Hose gehen kann. Siehe die obige "Bewerbung". Wie kann sich eine Gemeinde nur so der Lächerlichkeit preisgeben?
Ich befürchte, oder besser gesagt ich erwarte eine Pleite der ganz besonderen Art, wie bei der Donauwind.
Wenn man auch nur ein bißchen googelt kommt man immer wieder auf Aussagen, die eigentlich ständig beweisen, dass dieses Projekt keinem modernen Standard entspricht:
Zitat:
"Restmüll muß in kommunalen oder industriellen Feuerungen nach MVA-Standard und mit optimaler Energienutzung entsorgt werden.
Für MVA wird eine Erhöhung der Energieeffizienz, d.h. eine Erhöhung des elektrisch/thermischen Wirkungsgrades, und insbesondere die Anwendung von KWK-Technik als wesentlich angesehen. Die von der MVA erzeugte Wärme soll vorort effizient genutzt werden können. Insofern ist die Standortwahl für MVA von großer Bedeutung. Eine optimale Lösung ist die Einspeisung der produzierten Wärme in ein Fernwärmenetz mit ausreichender Abnehmerdichte oder die Abgabe von Prozessdampf an nahegelegene Industriebetriebe."
Zitat Ende
Nichts davon wird bei dem lächerlichen Projekt umgesetzt.
Es möge doch endlich einmal einer aufstehen und sagen, dass das alles nicht richtig ist weil,
1.
2.
3. usw.
Oder ist das unmöglich und verleugnet sich die Firma lieber, um nicht auch noch in den schlechten Ruf zu geraten?
Bei der ASA ist es wahrscheinlich schon wurst, da gilt offensichtlich das Motto: "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's völlig ungeniert"

Helmut71
29.05.2008, 10:11
Müllverbrennungsanlage: Start im März 2009
Halbzeit beim Bau einer Müllverbrennungsanlage in Zistersdorf. Das Kraftwerksgebäude steht bereits, jetzt folgt der Bau der Anlage. Im März 2009 soll mit der Verbrennung des Mülls begonnen werden.

Der Müllofenwird mit dem Hausmüll aus Gänserndorf, Gewerbeabfall sowie mit dem Müll der 14 Standorte der ASA, der Abfall Service AG befeuert. Verbrennt 130.000 Tonnen Müll pro Jahr
Die Verbrennungsanlage in Zistersdorf im Weinviertel ist mit einer Jahreskapazität von 130.000 Tonnen knapp halb so groß wie die Verbrennungsanlage der AVN in Dürnrohr.
Probleme bei der Auslastung befürchten die Betreiber in Zistersdorf aber nicht. Der Müllofen im Weinviertel wird mit dem Hausmüll aus Gänserndorf, Gewerbeabfall sowie mit dem Müll der 14 Standorte der ASA, der Abfall Service AG befeuert.
Diese ist zugleich auch Betreiber der Anlage. Müll gäbe es genug, man brauche ihn nicht aus dem Ausland importieren, sagt Rudolf Platzer, der Chef der ASA Abfall Service AG.

Strom wird gewonnen
Derzeit werden die Maschinen im Inneren des Gebäudekomplexes montiert. Aus der Abwärme die bei der Müllverbrennung entsteht, wird auch Strom erzeugt und zwar dieselbe Menge die 30 Windkraftanlagen produzieren, nämlich 100.000 Megawatt pro Jahr. Der gewonnene Strom wird in das Österreichische Stromnetz eingespeist.

Quelle: noe.orf.at

Franz
29.05.2008, 12:45
Ich müsste mich schon schwer täuschen, aber diese Anlage in Zistersdorf ist der sichere Tod der ASA. Ich denke, jetzt kauft sie nicht einmal mehr eine spanische Baufirma. Ich würde jedenfalls jedem Auftragnehmer der ASA raten, eine Bankgarantie zu verlangen.
Im Standard ist heute über das Umweltsegment der EVN, sprich Müllverwertung, folgendes zu lesen:
"Im Geschäftssegment Umwelt ging der Umsatz um 28,9 Prozent auf 75,8 Mio. Euro zurück. Das Ebit verringerte sich auf 1,8 (16,7) Mio. Euro. Das Volumen des Großprojekts der Moskauer Abfallverwertungsanlage konnte durch den Start kleinerer Projekte nicht kompensiert werden."

Müllverbrennung ist, wenn überhaupt, nur ein Geschäft, wenn man auch die Restwärme verwerten kann. Da diese in Zistersdorf sprichwörtlich in "die Luft geblasen" wird, hat dieses Projekt keine Chance und ist, nebenbei gesagt, ein Verbrechen an der Umwelt.

Wenn sich außerdem die beiden Firmen (AVN=EVN und ASA) um den Müll in NÖ matchen, weiß ich wer der Verlierer ist.

Helmut71
29.05.2008, 12:48
Mich würde zu diesem Thema sehr die Interessen der Verantwortungsträger und die politischen Zusammenhänge interessieren.

Was waren die Argumente der ÖVP / des damaligen ÖVP-Bürgermeisters für die MVA?
Wieso ging die Volksbefragung eindeutig pro MVA aus?
Was wurde aus den ehm. ZIBlern?
Wie ist die Stimmung der Zistersdorfer heute - ehr pro oder eher kontra?

Waldemar
30.05.2008, 12:11
Mich würde zu diesem Thema sehr die Interessen der Verantwortungsträger und die politischen Zusammenhänge interessieren.

Was waren die Argumente der ÖVP / des damaligen ÖVP-Bürgermeisters für die MVA?
Wieso ging die Volksbefragung eindeutig pro MVA aus?
Was wurde aus den ehm. ZIBlern?
Wie ist die Stimmung der Zistersdorfer heute - ehr pro oder eher kontra?

das würde sicher viele interessieren, einer Region einen derartigen Schaden zuzufügen, einfach verrückt.
Was den damaligen Bgm.Hofstetter betrifft, weiß ich, dass der einfach kein vernünftiges Argument dafür hatte und sich gegen alles stemmte, was dagegen war. Teils war es einfach gekränkte Eitelkeit, weil seine Idee so viele Gegner hatte. (War er wohl nicht gewohnt bei einem ÖVP-Stimmenanteil von 75% damals) Dann faselte er noch etwas von leeren Gemeindekassen und Arbeitsplätzen. Auf mein Argument, dass die Zeit vorbei ist wo so eine kleine jämmerliche Müllanlage viele Arbeitsplätze schafft, reagierte er beleidigt. Und das der Schaden der Gemeinde tausendfach größer ist als der Nutzen, glaubte er mir nicht. Nachdem ich gehört habe, dass er wegzieht hat mich das nicht mehr gewundert. Die Geschichte mit dem BMW hat ihn auch schwer gekränkt.

Franz
06.06.2008, 15:10
"Bahn frei" für Zistersdorf lt. meinbezirk.at, bezüglich Müllanlieferung:

"Die Gemeinde hat bereits mit den ÖBB Kontakt aufgenommen.
„Doch da hieß es, das Land oder die Gemeinde müssten den Differenzbetrag zahlen, wenn der Bahnbetrieb nicht kostendeckend laufe“, sagt Peischl."
„Wir werden keine Strecke aufmachen, wenn ein Defizit eingefahren wird“, stellt Seif klar.

Das Land wird ja wohl nicht zahlen, wenn der Transport in Dürnrohr keinen Mehrpreis verursacht.
Wenn es bei der Planung schon Zweifel gibt, ob sich das rechnet, darf man getrost annehmen, dass es noch viel schlimmer kommt.
Die Z.-Gemeidebürger, die sich einen Vorteil erhofft haben, werden nicht nur durch den Bau dieser miesen Müllverbrennung geschädigt, sondern sollen nun auch noch für den Mülltransport zahlen. Tolle Leistung, Herr Peischl und Hr. Hofstetter, wirklich wahr.

Waldemar
11.06.2008, 10:50
Müsste man den Schwachsinn normieren, so wie für das Längenmaß 1m als Maßeinheit gilt, so gilt ab sofort für den Schwachsinn: 1 zr, sprich 1 Zistersdorfer Rathauspost.

Über die in der Maiausgabe enthaltenen Stellenbewerbungen und Annoncen für leerstehende Häuser/Wohnungen für die Müllmonteure war in diesem Forum schon zu lesen.
In der Juni-Ausgabe dieser dubiosen Amtlichen Mitteilungen lese ich nun unter der Überschrift „Neu: Eigentümer unbewohnter Häuser sind von den Kosten der Abfallwirtschaft nicht ausgenommen“
Was soll diese „Information“, waren die Besitzer unbewohnter Häuser bisher von den Kosten der Abfallwirtschaft ausgenommen? Sind wilde Müllablagerungen und die so genannte „Öffentlichkeitsarbeit“ Angelegenheit von Besitzern unbewohnter Häuser?
Es erstaunt nur mehr wenig, dass Form und Inhalt dieses Blattes derart übereinstimmen.
Apropos: Die Errichtung der jämmerlichen Müllverbrennungsanlage entspricht etwa dem Schwachsinn von 100 zr.

Waldemar
26.06.2008, 15:08
NÖ-Nachrichten Chronik vom 26.6.2008, NÖ ORF.at.
Schwerer Arbeitsunfall im Weinviertel!
Ein 23-Jähriger ist bei einem Arbeitsunfall im Bezirk Gänserndorf zehn Meter abgestürzt und schwer verletzt worden. Der Mann ist auf einer Baustelle für die Müllverbrennungsanlage in Zistersdorf von einer Arbeitsbühne gefallen.
Als ich den Beitrag "Nur Verlierer, oder der Fluch der bösen Tat" schrieb, hätte ich nie gedacht, dass es so schnell schon einen weiteren Verlierer geben wird. Ein junger Mensch, der seine Unversehrtheit dem unsinnigen Projekt opfern musste.

Waldemar
26.06.2008, 19:36
Wenn man sich dieses Bild in den NÖN ansieht hat man den Eindruck, dass auf dieser jämmerlichen Müllverbrennungsbaustelle schon jetzt ein gewaltiges Durcheinander, wenn nicht sogar ein ungeheurer Saustall herrscht. Offensichtlich steht mitten drin ein mobiles WC. Nicht einmal der Boden ist noch fertig, ein Haufen Glumpert liegt herum und da werden bereits Maschinenmontagen durchgeführt. Kein Wunder, dass da was passiert.
Da kriegt man gleich das ungute Gefühl, ob das einmal funktionieren wird? Mit Sicherheit wohl überhaupt nicht.

Waldemar
26.06.2008, 19:44
http://www.noen.at/bilder/temp/wei_zistersdorf_unf300.jpg

Übrigens: Was ist los mit den Kontrollen des Arbeitsinspektorates? Gibt es dort eine Bauaufsicht oder tut jeder was er will? Schöne Zustände!

grisu.w
29.06.2008, 23:04
Hallo es ist ja sehr schön zu hören wie sich Menschen über eine Stadt äußern die nicht einmal ein wenig Bezug dazu haben, wenn Ihr in dem schönen Land Niederösterreich und noch dazu im Östlichen Weinviertel wohnen würden, hättet Ihr ein wenig Verständnis für die Lage.
Es ist ein jeder Arbeitsplatz eine jede finanzielle Begünstigung nötig,
Auch die Natur liegt uns sehr wohl am Herzen mehr als viel denken mögen, oder es in Ihren gedanklichen Ergüssen zum Ausdruck bringen.
Jedoch muss man sagen das es sehr schwer ist der restlichen Welt etwas recht zu machen, seien es Windräder die den Ausblick verstellen oder die sich im Bau befindliche Müllverbrennungsanlage die wohl das Umland verpesten wird.
Es liegt wohl im ermessen der Bevölkerung die dieses Gebiet bewohnt zu entscheiden was sie sich und Ihren Nachkommen zumuten wollen.
Um auf den Nutzungsgrad der Thermischen Umwandlung zu sprechen zu kommen, es ist sehr wohl richtig das es sich in einem Bereich von 20- 30 % befindet. Jedoch ist es das Anfangsstadium der Verwertung, es sind sehr wohl auch andere Nutzungsszenarien für die Abwärme geplant, die sich möglicherweise erst in ferner Zukunft verwirklichen lassen.
Und die Bevölkerung des Weinviertels als ignorante und engstirnige Menschen zu bezeichnen ist wohl auch nicht der richtige Weg.
Deswegen würde ich es sehr begrüßen wenn sich schreibwütige und eher kurzsichtige Menschen ein wenig Zeit nähmen würden, ein paar Gedanken daran zu verschwenden wie die tatsächliche Situation in Zistersdorf und Umgebung ist, und nicht vorschnell Gedanken loslassen die keiner Grundlage entspringen.

Vielen Dank

grisu.w
29.06.2008, 23:17
"Bahn frei" für Zistersdorf lt. meinbezirk.at, bezüglich Müllanlieferung:

"Die Gemeinde hat bereits mit den ÖBB Kontakt aufgenommen.
„Doch da hieß es, das Land oder die Gemeinde müssten den Differenzbetrag zahlen, wenn der Bahnbetrieb nicht kostendeckend laufe“, sagt Peischl."
„Wir werden keine Strecke aufmachen, wenn ein Defizit eingefahren wird“, stellt Seif klar.

Das Land wird ja wohl nicht zahlen, wenn der Transport in Dürnrohr keinen Mehrpreis verursacht.
Wenn es bei der Planung schon Zweifel gibt, ob sich das rechnet, darf man getrost annehmen, dass es noch viel schlimmer kommt.
Die Z.-Gemeidebürger, die sich einen Vorteil erhofft haben, werden nicht nur durch den Bau dieser miesen Müllverbrennung geschädigt, sondern sollen nun auch noch für den Mülltransport zahlen. Tolle Leistung, Herr Peischl und Hr. Hofstetter, wirklich wahr.




Da es sich hierbei nicht auf den Transport des Mülls bezieht, ist wohl noch nicht bekannt geworden die Strecke Drösing- Zistersdorf hätte im Verlauf wieder für den Personenverkehr geöffnet werden sollen, wo bei man sagen muß das der Grundgedanke mit den steigenden Treibstoffpreisen begründet ist. Jedoch ist Seitens der ÖBB noch des Landes noch kein Grünes Licht gegeben worden. Danke

Waldemar
10.07.2008, 15:29
mit der höflichen Bitte um Beantwortung:
1. Woraus schließt grisu.w, dass wir, die Forumsteilnehmer, keinen Bezug zu Zistersdorf hätten?
2. Worin ist der Schluß begründet, dass wir nicht im schönen NÖ, bzw. im (noch schöneren) östlichen Weinviertel wohnen und kein Verständnis für die Lage hätten?
3. Wo wurden in diesem Forum die Weinviertler als ignorante und engstirnige Menschen bezeichnet? (abgesehen von den Politikern)
4. Wenn es nicht zu viel verlagt ist, bitte ich auch um Begründung der Ansicht, dass hier vorschnell Gedanken ohne eine Begründung losgelassen würden.

Vielen Dank
Waldemar

Waldemar
11.07.2008, 16:05
Zistersdorf war mehrmals Opfer feindlicher Einfälle. Im 15. Jahrhundert wurden große Teile des Weinviertels von den Hussiten (http://de.wikipedia.org/wiki/Hussiten) heimgesucht. Im Dreißigjährigen Krieg fallen die Schweden unter General Torstenson in die Stadt ein. Am 17. Oktober 1706 fallen die Kuruzzen (http://de.wikipedia.org/wiki/Kuruzzen) (ungar. Kuruczok, bedeutet Kreuzträger und bezeichnet aufständische ungarische Bauern) unter Graf Simon Forgatsch mit 16.000 Mann in Zistersdorf ein und töten im Schloss 400 Menschen.

Später wurde das reizvolle nordöstliche Weinviertel von zwei unseligen Bürgermeistern heimgesucht:
..
Seit 1994 bemüht sich der Müll-Konzern ASA um die Errichtung einer Müllverbrennungsanlage im landschaftlich reizvoll gelegenen Ort, im Herbst 2006 wurde mit dem Bau begonnen.
..
Im Jahr 2009 soll eine von der A.S.A. Abfall Service Zistersdorf GmbH errichtete Müllverbrennungsanlage zur thermischen Verwertung von Restmüll und Klärschlamm den Betrieb aufnehmen.
..
Offensichtlich gibt es in der neueren Geschichte über den landschaftlich reizvollen Ort nichts anderes zu berichten, als über diese jämmerliche Müllverbrennungsanlage.
Dafür verantwortlich ist allerdings nicht mehr Graf Simon Forgatsch sondern die Herren Johann Hofstetter und Wolfgang Peischl.
(Wikipedia auszugsweise)

Waldemar
14.10.2008, 12:59
...bei dieser jämmerlichen Müllverbrennungsanlage. Das ist jetzt schon der zweite schwerverletzte junge Mensch. Wie geht es eigentlich dem ersten, der auch von der Hebebühne gestürzt ist?
ORF-NÖ berichtet:
Arbeitsunfall: Deutscher stürzt acht Meter ab
Ein 19-Jähriger ist am Montag bei einem Arbeitsunfall auf einer Baustelle in Zistersdorf im Bezirk Gänserndorf schwer verletzt worden. Der Deutsche stürzte von einer Hebebühne acht Meter in die Tiefe. Gleichgewicht verloren
Nach Angaben der Sicherheitsdirektion dürfte der Mann das Gleichgewicht verloren haben, als er einen Sicherheitsgurt anlegen wollte.
Der 19-Jährige wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus Mistelbach gebracht.

Eine Unglücksanlage von Anfang an!!!!!

Sind das nun die vielen einheimischen Arbeitsplätze, die hier von der Politik vollmundig versprochen wurden?

Marchmadl
14.10.2008, 20:40
Lieber Waldemar,
um die Weinbauern in Gösting und Eichhorn brauchst dir keine Sorgen zu machen. Die Qualität ihres Weines wird nicht beeinflusst.
Nach Aussagen von Experten ist um Müllverbrennungsanlagen mit keiner Beeinträchtigung der Luftgüte zu rechnen.
Wichtig ist der AUFPUNKT!
Das sind jene Orte wo je nach Wind ...... die "Emissionen" hinverfrachtet werden .... und das dürfte wahrscheinlich irgendwo - immer a bisserl woanders sein ...... doch durch die "Durchmischung" in den oberen Luftschichten ... bleibt da kaum mehr "Konzentriertes" übrig - soweit ich das bei den einzelnen Expertenvorträgen und Berichten verstanden habe.
Das die "Technik" täglich Fortschritte macht und das heute Geplante morgen schon wieder überholt ist liegt wohl in der Natur des Menschen .... und da wir alle Müll produzieren ..... muss der auch irgendwo "verwertet" werden .......

aber ja nicht bei uns .......
also wo soll das geschehen, lieber Waldemar? :confused:

Mundl
14.10.2008, 22:53
Nach Aussagen von Experten ist um Müllverbrennungsanlagen mit keiner Beeinträchtigung der Luftgüte zu rechnen.


http://www.smilies.4-user.de/include/Froehlich/smilie_happy_010.gif

- direkt eine Beleidigung, für so blöd gehalten zu werden.

Waldemar
21.10.2008, 21:17
Lieber Waldemar,
um die Weinbauern in Gösting und Eichhorn brauchst dir keine Sorgen zu machen. Die Qualität ihres Weines wird nicht beeinflusst.
Nach Aussagen von Experten ist um Müllverbrennungsanlagen mit keiner Beeinträchtigung der Luftgüte zu rechnen.
Wichtig ist der AUFPUNKT!
Das sind jene Orte wo je nach Wind ...... die "Emissionen" hinverfrachtet werden .... und das dürfte wahrscheinlich irgendwo - immer a bisserl woanders sein ...... doch durch die "Durchmischung" in den oberen Luftschichten ... bleibt da kaum mehr "Konzentriertes" übrig - soweit ich das bei den einzelnen Expertenvorträgen und Berichten verstanden habe.
Das die "Technik" täglich Fortschritte macht und das heute Geplante morgen schon wieder überholt ist liegt wohl in der Natur des Menschen .... und da wir alle Müll produzieren ..... muss der auch irgendwo "verwertet" werden .......

aber ja nicht bei uns .......
also wo soll das geschehen, lieber Waldemar? :confused:

Liebes Marchmadl!
Es liegt mir fern, Dich auch nur im geringsten belehren zu wollen. Bei Deinem Beitrag erlaube ich mir aber schon in einigen Punkten sehr zu widersprechen.
1. Du sollst nicht alles glauben was die Experten behaupten.
Besonders wenn man die Errichtungsgeschichte dieser jämmerlichen Anlage genauer betrachtet stellen sich mir die Haare zu Berge. Der Großteil der Leute deren Aufgabe es wäre alle Bauvorschriften einzuhalten und damit die Zistersdorfer zu schützen, stecken doch schon lange mit der ASA unter einer Decke. Glaubst Du daran, dass hier alle umweltschützenden Maßnahmen exakt eingehalten werden? Ich nicht. Besonders wenn Du bedenkst, dass das Geld kostet und diese Verrückten alles getan haben, um diese Drecksanlage endlich nach Zistersdorf zu bringen. Allein schon die vielen Unfälle auf der Baustelle lassen hier das schlimmste befürchten. Es gibt ja offensichtlich keine ernsthafte Bauaufsicht. Was ja kein Wunder ist, wenn der Auftraggeber so billig wie möglich bauen will und die Gemeinde an einer strengen Aufsicht gar nicht interessiert oder dazu gar nicht in der Lage ist. (Die beschäftigen sich lieber mit Müllgebühren für lehrstehende Häuser)
Die Drecksanlage hat außerdem den denkbar schlechtesten Wirkungsgrad, weil die thermische Abwärme, die bis zu 60 % der Verbrennungswärme ausmacht, nicht genutzt wird. In der Regel wird diese als Fernwärme zur Heizzwecken herangezogen. Die Zistersdorfer heizen aber lieber mit Gas Öl oder Holz etc. Berücksichtigt man die allgemeinen Verluste, bleiben daher nur mehr ca. 20 % der Wärme die im Müll enthalten sind, für die Stromerzeugung übrig. So etwas ist katastrophaler technischer Standard und würde heute nie mehr genehmigt werden.

2. Um den Zistersdorfer Wein braucht man sich wirklich keine Sorgen mehr zu machen, da hast Du recht. Der Weinanbau dort ist durch diese Katastrophenanlage ohnehin ruiniert und tot. Gott sei dank kann ich den wo anders kaufen, ich werde ihn jedenfalls nicht aus einer Gegend kaufen, die ich zwar für die lieblichste und schönste in ganz Österreich halte, wo einem aber allein schon beim Gedanken an den möglichen „Aufpunkt“ wie du so fachmännisch sagst, jeder gute Tropfen im Hals stecken bleibt.

3. Und damit bin ich schon bald am Ende. Selbst wenn aus dem Schornstein dieser jämmerlichen Anlage auch nur reiner Wasserdampf herauskäme, ist die ganze Gegend ruiniert. Die Grundpreise werden sich nie mehr erholen und durch die planerische u. faktische Vorbelastung durch diese Drecksanlage wird die Versuchung der werten Gemeindevertreter groß werden auch andere Drecksanlagen hier anzusiedeln. So nach dem Motto jetzt ist es eh schon wurst.

4. Deine Feststellung, dass wir alle Müll produzieren, stimmt, nur muss man ihn nicht gerade dort verbrennen wo keinerlei Voraussetzungen dafür vorhanden sind, weder verkehrstechnisch, noch für die Abwärmeverwertung und daher auch die Größenordnung nicht ausreichend ist, um so eine Anlage sinnvoll betreiben zu können.

Da tröstet es mich nur wenig, dass die Technik täglich Fortschritte macht. Den Zistersdorfern und mir wird das nicht mehr helfen.
Noch ein Schlusssatz: Ich verachte nur wenige Mitmenschen, die beiden verantwortlichen Bürgermeister aber, die uns das eingebrockt haben, die verachte ich aber zutiefst.

Special Agent Cooper
22.10.2008, 09:33
Also ich glaub du übertreibst es schon ein wenig - so sehr ich dir beim Wirkungsgrad zustimmen muß, wenn auf einer Baustelle dieser Größe 2 Kranwagen umfallen, hat das wahrscheinlicher mit Unachtsamkeit, Leichtsinnigkeit, Routine oder äussere Einflüsse (Alkohol) also mit fehlender Bauaufsicht zu tun. Ich würde dir zustimmen, wenn das Gebäude oder der Kessel auseinanderkracht.
EInstweilen wurde die Anlage noch nicht gefeuert, also kannst du noch gar nicht sagen, ob diese "Drecksanlage" soo gefährlich ist - sowohl für die Umwelt als auch für die arbeitenden Menschen.
Gibts eigentlich irgendwo Fakten dazu, daß die Grundstückspreise in Zist und seinen Katastrophengemeinden nach der Ankündigung die MVA bauen zu wollen gesunken sind??

ontherox
24.10.2008, 11:51
Es ist gut das sich Leute mit dem Thema beschäftigen

Waldemar
25.10.2008, 12:49
Es ist gut das sich Leute mit dem Thema beschäftigen

..mich würde aber auch Deine Meinung dazu interessieren.
Es gab doch einmal gar nicht so wenig Leute, die sich heftig gegen diesen Unsinn gewehrt haben. Wo sind sie geblieben?

ontherox
27.10.2008, 09:37
Irgendwas mach ich falsch ich schreib jetz schon zum 2-ten mal ewig lange Aufsätze und wenn ich es abschicke steht ich bin nicht angemeldet obwohl ich nach der Anmeldung eine Begrüßung sehe. Naja ich kenn mich halt noch zu wenig aus anscheinend.

Deshalb jetz nur wirklich kurz.

Das Werk ist umgangssprachlich schirch!
Es hätte ja eine andere (unauffälligere) Farbe bekommen können, oder das Gebäude inkl. Schornstein würde "künstlerisch" gestaltet --> siehe Fernwärme Wien im 19. Bez (Hundertwasser). Einfach nicht so typisch Industrie.. (Würfel)

Luftgüte --> Es gibt Grenzwerte von Schadstoffen. ASA lässt seit vorigem Jahr Messungen (in allen Himmelsrichtungen) rund um das Werk (Augenmerk Hauptwindrichtung) durchführen um ab Inbetriebnahme den Unterschied der Schadstoffbelastung festzustellen. Bis solche Ergebnisse nicht vorliegen kann man nicht Urteilen! Sollte ein Grenzwert von vielen überschritten werden wird ASA auferlegt Maßnahmen zu setzen.

Zu der Abwärme (ungenutzt) sollte es wirklich!! so sein das die Abwärme für Fernwärme geeignet ist und sie Obrigkeit hat dies nicht Erwägung gezogen... denkt sich jetzt eh jeder das selbe...
Obwohl ich das nicht glauben kann das die Abwärme so einfach für Fernwärme hergenommen werden kann (Gründe wissen sicher die Betreiber)(ich weiss es nicht). Wenn es jedoch so einfach gewesen wäre hätten sie das bestimmt gemacht --> sie würden ja damit verdienen... also kann ich mir das nicht so vorstellen.

Das mit den Weinbauern kann ich mir gut vorstellen das diese weniger Geschäft machen weil jetzt eine Müllverbrennungsanlage daneben steht! Auch wenns nicht gerechtfertigt ist... Die Vorstellung allein machts aus.

Grundstückspreise, i weiss ned wirklich ob das mit der Müllverbrennungsanlage zusammen hängt. Hab keine Quelle aber wenns wem wirklich interessiert... einfach auf der Gemeinde fragen warum das so ist... Das Büro der Gemeinde muss das wissen!

Mit dem Werkstandort werden auch Arbeitsplätze geschaffen...

Und zu den Baukranunfällen... ich mein es fällt auch öfters als man glaubt ein Traktor um.. is das auch so schlimm? das find ich nicht so tragisch. Das kann schon passieren auch bei vorh. Bauaufsicht.

Und zum Abschluss die Naturschutzauflagen werden eingehalten, braucht keiner Sorge haben.

mfg
otr

Helmut71
27.10.2008, 09:52
Irgendwas mach ich falsch ich schreib jetz schon zum 2-ten mal ewig lange Aufsätze und wenn ich es abschicke steht ich bin nicht angemeldet obwohl ich nach der Anmeldung eine Begrüßung sehe. Naja ich kenn mich halt noch zu wenig aus anscheinend.


-OT-

Du machst nichts falsch. Das Problem ist nur, dass das Board ein timeout hat (15 min). Sprich nach 15 min Inaktivität läuft die Sitzung ab. Man wird dann ausgeloggt, es sein denn, man hat das Häkchen bei "Automatisch einloggen" auf an.
Ich hab das timeout jetzt mal auf 20 min gestellt.

ontherox
27.10.2008, 10:02
Hab mir´s gedacht...

Danke

Marchmadl
27.10.2008, 10:31
Lieber Waldemar, liebe Kritiker!
Keine Angst, ich lass mich schon mal auch "belehren". Kommt immer wieder vor, dass das meinen Horizont erweitert.
Ich habe die Materie nicht studiert und höre mir gerne Argumente beider Seiten an, muss dann meinem Gefühl nach entscheiden, wie so manch andere "naive" aber doch interessierte Bürger.
Auch denke ich mir jedesmal beim Vorbeifahren an der Anlage:"Wie groß wird denn der Bau noch ..... ?"
Ich verstehe sehr wohl deine Sorgen, doch haben mich die "Experten" die damals ZIB engagierten nicht in Weinvierteluntergangsstimmung gebracht.

Perfekt ist niemand - weder die Sorgenmacher, die ASA noch die Politiker.

Doch was soll mit unser aller Müll, den wir täglich produzieren, passieren?
(Florianiprinzip ???)

Keim des ganzen Problems ist unser aller Müll!

Gibt es umweltverträgliche Konzepte um Müll loszuwerden ?

Special Agent Cooper
27.10.2008, 11:14
Zu der Abwärme (ungenutzt) sollte es wirklich!! so sein das die Abwärme für Fernwärme geeignet ist und sie Obrigkeit hat dies nicht Erwägung gezogen... denkt sich jetzt eh jeder das selbe...
Obwohl ich das nicht glauben kann das die Abwärme so einfach für Fernwärme hergenommen werden kann (Gründe wissen sicher die Betreiber)(ich weiss es nicht). Wenn es jedoch so einfach gewesen wäre hätten sie das bestimmt gemacht --> sie würden ja damit verdienen... also kann ich mir das nicht so vorstellen.

mfg
otr

Prinzipiell brauchst du nur eine passende Turbine mit ner Fernwärmeentnahme und natürlich müsste man ein Versorgungsnetz und auch Abnehmer für die Fernwärme zur Verfügung stellen - und ich glaub, daß ist das Hauptproblem - hier einige Millionen Euro in den Aufbau so eines Netzes zu pumpen, damit es auch Abnehmer gibt.

Wenns jetzt nicht gemacht wurde, dann wirds nie kommen, man müsste ja eine komplett neue Turbinenanlage in den Bau bringen...

Waldemar
27.10.2008, 11:18
Irgendwas mach ich falsch ich schreib jetz schon zum 2-ten mal ewig lange Aufsätze und wenn ich es abschicke steht ich bin nicht angemeldet obwohl ich nach der Anmeldung eine Begrüßung sehe. Naja ich kenn mich halt noch zu wenig aus anscheinend.

Deshalb jetz nur wirklich kurz.

Das Werk ist umgangssprachlich schirch!
Es hätte ja eine andere (unauffälligere) Farbe bekommen können, oder das Gebäude inkl. Schornstein würde "künstlerisch" gestaltet --> siehe Fernwärme Wien im 19. Bez (Hundertwasser). Einfach nicht so typisch Industrie.. (Würfel)

Luftgüte --> Es gibt Grenzwerte von Schadstoffen. ASA lässt seit vorigem Jahr Messungen (in allen Himmelsrichtungen) rund um das Werk (Augenmerk Hauptwindrichtung) durchführen um ab Inbetriebnahme den Unterschied der Schadstoffbelastung festzustellen. Bis solche Ergebnisse nicht vorliegen kann man nicht Urteilen! Sollte ein Grenzwert von vielen überschritten werden wird ASA auferlegt Maßnahmen zu setzen.

Zu der Abwärme (ungenutzt) sollte es wirklich!! so sein das die Abwärme für Fernwärme geeignet ist und sie Obrigkeit hat dies nicht Erwägung gezogen... denkt sich jetzt eh jeder das selbe...
Obwohl ich das nicht glauben kann das die Abwärme so einfach für Fernwärme hergenommen werden kann (Gründe wissen sicher die Betreiber)(ich weiss es nicht). Wenn es jedoch so einfach gewesen wäre hätten sie das bestimmt gemacht --> sie würden ja damit verdienen... also kann ich mir das nicht so vorstellen.

Das mit den Weinbauern kann ich mir gut vorstellen das diese weniger Geschäft machen weil jetzt eine Müllverbrennungsanlage daneben steht! Auch wenns nicht gerechtfertigt ist... Die Vorstellung allein machts aus.

Grundstückspreise, i weiss ned wirklich ob das mit der Müllverbrennungsanlage zusammen hängt. Hab keine Quelle aber wenns wem wirklich interessiert... einfach auf der Gemeinde fragen warum das so ist... Das Büro der Gemeinde muss das wissen!

Mit dem Werkstandort werden auch Arbeitsplätze geschaffen...

Und zu den Baukranunfällen... ich mein es fällt auch öfters als man glaubt ein Traktor um.. is das auch so schlimm? das find ich nicht so tragisch. Das kann schon passieren auch bei vorh. Bauaufsicht.

Und zum Abschluss die Naturschutzauflagen werden eingehalten, braucht keiner Sorge haben.

mfg
otr

..Du scheinst ja sehr gutgläubig zu sein. Das ist zwar sehr sympatisch, ist aber bei Leuten wie dieser Müllmafia, vollkommen daneben.
1. Zum Thema Luftgütemessung:
Selbst wenn das wirklich ehrenwerte Leute wären, halte ich von einer eigenen Überwachung bzw. Messung durch den Betreiber überhaupt nichts. Das ist ja so, wie wenn ich meine Steuererklärung selber prüfen dürfte.
Meiner Meinung nach müsste hier der Zistersdorfer Gemeinderat einen unabhängigen Zivilingenieur mit solchen Messungen beauftragen. Messungen sind in jeder Hinsicht eine sehr kritische Angelegenheit, technisch, organisatorisch u. in der Darstellung. (Zitat eines Messtechnikers: Wer misst, misst Mist)
Da sind der Manipulation von vornherein Tür und Tor geöffnet.
2. Zum Thema neu geschaffene Arbeitsplätze:
Da wird es erst recht ein böses Erwachen geben. Schon jetzt während der Bauzeit kann man beobachten, dass überwiegend Monteure von auswärts arbeiten. Die beiden Verunglückten waren jedenfalls auch ausländische Arbeitnehmer.
Während des Betriebes kommen vielleicht ein paar Leute aus Zistersdorf zum Zug, die ohnehin hier im Gewerbe beschäftigt waren. Die werden wohl irgendwo abgeworben. Der Preis für die paar Arbeitsplätze ist wohl unendlich zu hoch, denkt man an die Nachteile, die Zistersdorf dafür in Kauf nehmen muss.

ontherox
27.10.2008, 14:15
Die Luftmessung wird nicht von der Firma durchgeführt sondern sie hat wem beauftragt - also unabhängig... hat man vorher nicht aus dem Text erkannt. Und diese ist mehr als seriös.

Arbeitsplätze von Aussen - ist traurig aber das is ja nunmal schon in jeder Firma leider so

Turbine - hab i mir auch so vorgestellt das die Abnehmer den Bau einer Fernwärme nie abbezahlen können. Ist natürlich traurig.

mfg
otr

Waldemar
27.10.2008, 18:55
Meinst du das im ernst?
Nur weil sie (die ASA) jemanden beauftragt hat, heißt das noch lange nicht, dass es unabhängig ist, bzw. man mit korrekten Meßergebnissen und ordentlichen Vergleichen operiert. Jeder der eine Auftrag gibt und Interessen hat, wird nur dass veröffentlichen was ihm nützt!!!!

Marchmadl
27.10.2008, 20:58
Lieber Waldemar!
Gestatte mir eine persönliche Frage in diesem Rahmen:

Wem vertraust Du?

Waldemar
28.10.2008, 00:10
darf ich die Frage ein bißchen einschränken?
Z.B. darauf, wem vertraue ich im Zusammenhang mit der jämmerlichen Müllverbrennung in Zistersdorf?
..sicher nicht der ASA oder dem BM Peischl und seiner Partie.
Schließlich bin ich kein Idiot.

ontherox
28.10.2008, 09:40
ich bin davon überzeugt!

mfg
;)
otr

Waldemar
13.01.2009, 17:51
Immer wieder hab ich mich gefragt und darüber gegrübelt, wie kann ein Bürgermeister nur so dumm sein und seine Gemeinde mit einer Müllverbrennungsanlage belasten?
Ist das nur Jux und Tollerei? NEIN, viel besser. In den NÖN bin ich nun fündig geworden, da gibt es nämlich folgenden Artikel (auszugsweise):

"Neben den tristen wirtschaftlichen Prognosen hat Zistersdorf etwa mit ca. 15 Millionen Euro Schulden zu kämpfen"
Das sind ca. 4.871 Euro pro Einwohner (ca. 3 mal soviel wie jeder Gänserndorfer).

Der Hofstetter und der Peischl hatten also die blendende Idee die Schulden die sie angehäuft haben, in der jämmerlichen Müllverbrennungsanlage zu verbrennen.

Ist doch viel gescheiter wie in Lassee, wo der Bürgermeister sagt, dass er Investitionen über den Verkauf von Baugründen finanziert.
Weil das haben die beiden Bürgermeister schon gewußt, wenn einmal die Müllverbrennungsanlage da ist, ist der Preis für Grund und Boden sowieso ruiniert.
Ganz schön clever, die zwei, das muss ich sagen.

Ironman
14.01.2009, 19:19
Die Müllverbrennungsanlage hat aber einen entscheidenden Vorteil: Die Bahnstrecke nach Drösing erfährt eine unverhoffte Aufwertung. :)

floh
15.03.2009, 18:39
Ich hebe das mal aus der Versenkung heraus weil sich was Neues ergeben hat:

Als G 21 Projekt wurde für Zistersdorf ein Energiekonzept erstellt. Bei der Präsentation dieses Konzeptes ging es de facto nur um eine Fernwärmenutzung, die ist also zumindest angedacht und anscheinend nun doch realisierbar.

Ob das realisiert wird hängt natürlich davon ab dass es genug Anschlusswillige gibt, meines Wissens wird das nicht besonders aktiv seitens der Gemeinde oder wem auch immer betrieben.

Und die Anlage wird gerade hochgefahren.

Es grüßt der floh :)

Waldemar
26.05.2009, 11:24
Bevor diese jämmerliche Anlage in Betrieb geht gibt es schon reihenweise Probleme, und das wird so weitergehen, bis die ASA in Konkurs geht oder den viel zu unwirtschaftlichen Müllofen mit Verlust verscherbelt.
(s. Kurierartikel v. 12.5.09)
Eine Müllanlage dieser Größenordnung und mit dem jämmerlichen Wirkungsgrad ist natürlich nicht überlebensfähig.
Man braucht kein besonderer Prophet zu sein um vorauszusagen was passieren wird.
Zuerst wird man versuchen den Müll von weiß Gott wo herzukriegen, dann wird man auf die Umweltschutzauflagen (die natürlich den Betrieb verteuern) verzichten, weil das alles noch zu wenig ist, wird die Anlage an irgendwen (ev. die AVN) verscherbelt, die werden dann damit drohen, weitere Auflageneinschränkungen zu akzeptieren, sonst wird zugesperrt. Die Wappler von der Gemeinde, werden dem allem zustimmen und schließlich wird man noch gefährlicheren Müll den man sonst nirgends entsorgen kann hier in einer der schönsten Regionen NÖ verbrennen.
Die Preise für Grund und Boden werden weiter in den Keller rasseln. Und weil eh schon alles hin ist, werden hier noch andere Wahnsinnsprojekte, die sonst keiner haben will installiert.
Die Leute, die uns das eingebrockt haben werden schon lange weg sein und die Nachfolger werden alle Schuld auf die Vorgänger schieben.
Danke, Hr. Hofstetter, danke Herr Peischl, danke Hr. Novoradsky, danke Hr. Pröll usw.

Franz
23.07.2009, 14:35
dass dieser jämmerliche Müllofen, der keine Abwärmenutzung hat, nach neuen Kriterien, nie eine Betriebsgenehmigung bekommen hätte.
Unter dem Titel Inovationsfeindliche (E-) Wirtschaft vom 15. Juni 2009 schreibt Gerhard Heilingbrunner im Standard unter anderem:
Was Umweltschützer im Streit um die gesetzliche Novellierung der Umweltverträglichkeitsprüfung so in Rage bringt -
"Auch die Auflage,
die verpflichtend vorschreibt, dass bei der Errichtung von Energieerzeugungsanlagen ausreichend für Wärmenutzung gesorgt wird,
wird von der Industriellenvereinigung abgelehnt. Und sie wehrt sich dagegen, dass der Klimaschutz ein Prüfkriterium bei der Erteilung des Behördenbescheides der Umweltverträglichkeit einer Betriebsanlage wird".

Hat da nicht unser Oberhäuptling mit dem kräftigen Mittlescheitel, von einem "Wunderwerk der Technik geschwafelt?
Da sieht man was von den Aussagen unserer Volksvertreter zu halten ist:
Nämlich gar nichts, bestenfalls ist genau das Gegenteil von dem was sie so daherplappern, richtig.

Franz
22.09.2009, 11:50
In der letzten Ausgabe des ÖVP-Jubelblattes "Zistersdorf aktuell" bekommt der armselige Exbürgermeister wieder einmal eine ganze Seite um den Gemeindebürgern diese jämmerliche Müllverbrennung der ASA unterzujubeln.
Für die Grundbesitzer in der Gemeinde wäre es sicher besser die Sache totzuschweigen, aber nein, immer wieder betont er die alt bekannte Leier und geht mit keinem Wort auf den enormen Schaden ein, den er mit dem sinnlosen Projekt in der Gemeinde angerichtet hat.
Heute lese ich im Standard online, dass die Bahnstrecke Zistersdorf-Dürnkrut von der Auflassung bedroht ist.
Wie schon öfters gesagt, der Irrsinnn wird wohl noch lange andauern.
Danke, Herr Hofstetter für die tolle Reputation.

Helmut71
26.09.2009, 09:38
@Franz: ich hab das glaub ich schon mal geschrieben: die Zistersdorfer haben sich in einer Volksbefragung eindeutig FÜR die MVA entschieden. Daher haben sie nun genau das, was sie wollten.

Was ist eigentlich aus den ehm. aktiven ZIBlern geworden? Sind die alle in der Grünen Ortsgruppe aufgegangen?

Waldemar
03.11.2010, 20:19
Mir fällt auf, dass sich in der jämmerlichen Müllanlage in Zistersdorf überhaupt nichts tut. Weiß jemand mehr darüber?
Das liegt wohl daran, dass die Anlage in Dürnrohr, die offensichtlich technisch ausgereifter ist, schon Probleme hat?

Zitat aus "noe orf.at"
Anlage Dürnrohr hat Kapazitätsprobleme
und weiter:
"Immerhin kostet die Entsorgung von einer Tonne Müll in Österreich zwischen 100 und 130 Euro, im östlichen Ausland aber oft nur zehn bis 15 Euro.
Das haben sich die ökonomischen Analphabeten im Zistersdorfer Gemeinderat wohl anders vorgestellt.
Immerhin ist es ihnen mit der Katastrophen-Anlage und dem Wahnsinnsausbau an Windrädern gelungen, die Grund und Bodenpreise, die ohnehin schon sehr niedrig waren, vollständig zu ruinieren.

Windisch
11.11.2010, 11:06
Ja sicher es gibt eine

Waldemar
11.11.2010, 18:15
Hallo windisch fehlt da eine Info? Was gibt es?