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Helmut71
16.03.2009, 14:31
Interview mit VP GR Johannes Kruty aus Gänserndorf Süd.



VON THOMAS SCHINDLER
ÖVP-Gemeinderat Johannes Kruty fordert einen Kreisverkehr zwischen Kindergarten und Emmaus-Kirche. Auch was seine weiteren Wünsche und Ziele betrifft, stand Kruty der NÖN Rede und Antwort.

NÖN: Das VP-Team in Gänserndorf-Süd wird immer größer.
Kruty: So ist es und das freut mich auch. Neu im Team ist jetzt Wolfgang Halwachs. Auch die übrigen Mitglieder - Gemeinderätin Margit Wilmsen, Alexander Stetina, Sabine Omasits, Christian Nowag und meine Wenigkeit - sind voll motiviert. Wir treten gemeinsam für eine bessere Infrastruktur in Süd ein.

NÖN: Ihre Forderung, eine Volksschule in Süd zu bauen, hat nicht gefruchtet.
Kruty: Leider. Die Gemeinde errichtet lieber einen Zubau bei der Volksschule in der Stadt. Das Ganze ist verrückt. In Süd leben 4.500 Bürger - das sind fast so viele wie in der Stadt. Tendenz steigend. Infrastrukturell passiert in Süd trotzdem nichts.

NÖN: Sie wollen einen Kreisverkehr auf der Neusiedler Straße?
Kruty: Ja. Und zwar zwischen Kindergarten und Emmaus-Kirche. Die Kinder sind nämlich gefährdet, wenn sie die Straße überqueren. Die Gemeinde hat lediglich eine Verkehrsinsel errichtet, die aber keinen Schutz bietet, wenn die Autos mit 70 km/h oder mehr vorbeirasen. Wir brauchen den Kreisverkehr, bevor ein Unglück passiert.

NÖN: Bei den Schulbussen sehen Sie auch ein Problem.
Kruty: Die beiden Busse sind am Nachmittag total überfüllt. Dazu kommt noch, dass der erste Bus von der Stadt nach Süd und weiter nach Strasshof fährt. Der zweite Bus wiederum fährt nur nach Süd. Jetzt kommt es immer wieder vor, dass manche Strasshofer Schüler im ersten Bus keinen Platz mehr finden und den zweiten nehmen müssen. Dann stehen sie in Süd und wissen nicht, wie sie weiter nach Strasshof kommen. Manche Bus-Chauffeure sind auch ortsunkundig. Da müssen ihnen die Kinder sagen, wo die nächste Station ist - eine untragbare Situation.

NÖN: Was sagen die Bürger eigentlich zu den Bundesheer-Soldaten, die oft in Süd auf Streife unterwegs sind?
Kruty: Das kommt bei der Bevölkerung irrsinnig gut an. Gerade bei uns, wo viele Angst vor Einbrechern haben, vermitteln die Soldaten ein Gefühl der Sicherheit.

NÖN: Wie beurteilen Sie die geplante S-8-Zubringerstraße neben der Siebenbrunner Straße?
Kruty: Die muss von den Anrainern so weit wie möglich entfernt gebaut werden. Zusätzlich muss die Zubringerstraße über einen Lärmschutzwall verfügen.

NÖN: In Ihrer Freizeit sind Sie ein viel beschäftigter Mensch, seit kurzem auch beim Roten Kreuz tätig.
Kruty: Das Rote Kreuz braucht immer ehrenamtliche Mitarbeiter. Ich absolviere derzeit den Sanitäter-Kurs und will damit meinen Beitrag am sozialen Dienst an den Mitbürgern leisten. Viel Spaß macht mir auch meine Band „J. W‘s“. Wir spielen Funk bis Groove. Das australische Blasinstrument Didgeridoo und die afrikanische Trommel Djembe sind dabei fixe Elemente. Beim Mistelbacher Band-Leader-Wettbewerb haben wir den 9. Platz bei über 150 Teilnehmern errungen. Unser Ziel ist es, einmal bei der Gänserndorfer Sommerszene aufzuspielen. Das hat uns die rote Gemeinde bisher aber verwehrt.