Helmut71
23.02.2009, 12:39
Im Hort Korneuburg warf die bisherige Leiterin nach massiver Kritik das Handtuch.
KORNEUBURG / Nach nur eineinhalb Jahren warf Erika Mitterböck als Vorsitzende der Kinderfreunde das Handtuch. Grund: Mobbing und die Zustände im Kinderhort.
VON BERNHARD PREINEDER
Eineinhalb Jahre war Erika Mitterböck die Vorsitzende der Kinderfreunde Korneuburg, einer Vorfeldorganisation der SPÖ. Letzte Woche trat sie zurück und gab auch gleich ihr SPÖ-Parteibuch ab, genauso wie die stellvertretende Kassiererin Gabriele Paschinger. Grund: Angebliches Mobbing und die fehlende Chemie zu SPÖ-Bürgermeister Wolfgang Peterl.
,,Bleibe im Bezirksausschuss - dort hat er nichts zu sagen“
Gegenüber der NÖN machte sie ihrem Ärger Luft: ,,So lange Peterl an der Spitze steht, werde ich nichts mehr für die Stadt tun.“ Dennoch wird sie im Bezirksausschuss der Kinderfreunde tätig bleiben, ,,weil er dort nichts zu sagen hat.“ Mobbing stand an der Tagesordnung, erzählt sie: ,,Seit ich die Funktion übernommen habe, wurde ich ständig angepöbelt. Dabei waren unsere Veranstaltungen wie der Kindermaskenball, Adventbasteln oder Ostermarkt alles tolle Erfolge.“ Mitterböck mutmaßt: ,,Offenbar waren da einige eifersüchtig.“ Und was sie besonders wurmt: ,,Meine Funktion war ehrenamtlich und ohne Entlohnung.“ Der eigentliche Grund für den Rücktritt: Mitterböck, die in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende der Kinderfreunde auch für den Kinderhort verantwortlich ist, kritisierte die dortigen Zustände. Die Betreuerinnen beschwerten sich daraufhin bei Bürgermeister Peterl über sie. Bei der Stadtausschussitzung wäre dann der Vorschlag gekommen, Mitterböck abzuwählen. Peterl dementiert gegenüber der NÖN: ,,Von mir kam die Aufforderung dazu nicht. Das sind doch nur Latrinengerüchte.“
Verheerendes Urteil über Zustände im Kinderhort
Die Vorwürfe gegenüber dem Hort stützen sich auf eine Umfrage noch vor Weihnachten. Mitterböck: ,,Das Feedback war enorm, ebenso wie übrigens die Kritik.“
So gäbe es keine Zeiterfassung für die Betreuerinnen, also auch keine Aufzeichnungen über Dienstzeiten, Urlaube, Krankenstände etc., die Kinder wären großteils unbeaufsichtigt, würde eines das Gebäude verlassen, es würde keinem auffallen. Ein Kind meinte: ,,Ich glaube, dass unsere Tante keine Kinder mag.“ Wer etwa die Salzkartoffeln nicht mochte, der bekam auch kein Schnitzel, obwohl die Eltern für das Essen zahlten. Bei den Mahlzeiten hatte man leise zu sein, ansonsten gab es ,,Silentium“, Drittklassler mussten die Aufgaben von Erstklasslern überprüfen, es gab kaum ein sinnvolles Nachmittagsprogramm. „Ich könnte noch mehr aufzählen“, so Mitterböck. Gespräche mit Bürgermeister Wolfgang Peterl wären im Sand verlaufen. ,,Man konnte sich kaum einmal auf einen Termin einigen.“
Mangelnde Kommunikation führte zu der Eskalation
Da stimmt Peterl zu: ,,Es gab eine spärliche Kommunikation.“ Bezüglich der Kritik im Hort meint der Stadtchef: ,,Wir werden nach Lösungen suchen.“ Im übrigen möchte sich Peterl nicht mehr über die Chose auslassen: ,,Das ist Sache der Kinderfreunde. Dazu kann ich nichts sagen, will ich nichts sagen und mische mich auch nicht ein.“
Eines will Peterl aber unbedingt klarstellen und besteht ausdrücklich darauf: ,,Mir geht es darum, dass die Kinder im Hort gut betreut werden.“
Quelle: NÖN
KORNEUBURG / Nach nur eineinhalb Jahren warf Erika Mitterböck als Vorsitzende der Kinderfreunde das Handtuch. Grund: Mobbing und die Zustände im Kinderhort.
VON BERNHARD PREINEDER
Eineinhalb Jahre war Erika Mitterböck die Vorsitzende der Kinderfreunde Korneuburg, einer Vorfeldorganisation der SPÖ. Letzte Woche trat sie zurück und gab auch gleich ihr SPÖ-Parteibuch ab, genauso wie die stellvertretende Kassiererin Gabriele Paschinger. Grund: Angebliches Mobbing und die fehlende Chemie zu SPÖ-Bürgermeister Wolfgang Peterl.
,,Bleibe im Bezirksausschuss - dort hat er nichts zu sagen“
Gegenüber der NÖN machte sie ihrem Ärger Luft: ,,So lange Peterl an der Spitze steht, werde ich nichts mehr für die Stadt tun.“ Dennoch wird sie im Bezirksausschuss der Kinderfreunde tätig bleiben, ,,weil er dort nichts zu sagen hat.“ Mobbing stand an der Tagesordnung, erzählt sie: ,,Seit ich die Funktion übernommen habe, wurde ich ständig angepöbelt. Dabei waren unsere Veranstaltungen wie der Kindermaskenball, Adventbasteln oder Ostermarkt alles tolle Erfolge.“ Mitterböck mutmaßt: ,,Offenbar waren da einige eifersüchtig.“ Und was sie besonders wurmt: ,,Meine Funktion war ehrenamtlich und ohne Entlohnung.“ Der eigentliche Grund für den Rücktritt: Mitterböck, die in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende der Kinderfreunde auch für den Kinderhort verantwortlich ist, kritisierte die dortigen Zustände. Die Betreuerinnen beschwerten sich daraufhin bei Bürgermeister Peterl über sie. Bei der Stadtausschussitzung wäre dann der Vorschlag gekommen, Mitterböck abzuwählen. Peterl dementiert gegenüber der NÖN: ,,Von mir kam die Aufforderung dazu nicht. Das sind doch nur Latrinengerüchte.“
Verheerendes Urteil über Zustände im Kinderhort
Die Vorwürfe gegenüber dem Hort stützen sich auf eine Umfrage noch vor Weihnachten. Mitterböck: ,,Das Feedback war enorm, ebenso wie übrigens die Kritik.“
So gäbe es keine Zeiterfassung für die Betreuerinnen, also auch keine Aufzeichnungen über Dienstzeiten, Urlaube, Krankenstände etc., die Kinder wären großteils unbeaufsichtigt, würde eines das Gebäude verlassen, es würde keinem auffallen. Ein Kind meinte: ,,Ich glaube, dass unsere Tante keine Kinder mag.“ Wer etwa die Salzkartoffeln nicht mochte, der bekam auch kein Schnitzel, obwohl die Eltern für das Essen zahlten. Bei den Mahlzeiten hatte man leise zu sein, ansonsten gab es ,,Silentium“, Drittklassler mussten die Aufgaben von Erstklasslern überprüfen, es gab kaum ein sinnvolles Nachmittagsprogramm. „Ich könnte noch mehr aufzählen“, so Mitterböck. Gespräche mit Bürgermeister Wolfgang Peterl wären im Sand verlaufen. ,,Man konnte sich kaum einmal auf einen Termin einigen.“
Mangelnde Kommunikation führte zu der Eskalation
Da stimmt Peterl zu: ,,Es gab eine spärliche Kommunikation.“ Bezüglich der Kritik im Hort meint der Stadtchef: ,,Wir werden nach Lösungen suchen.“ Im übrigen möchte sich Peterl nicht mehr über die Chose auslassen: ,,Das ist Sache der Kinderfreunde. Dazu kann ich nichts sagen, will ich nichts sagen und mische mich auch nicht ein.“
Eines will Peterl aber unbedingt klarstellen und besteht ausdrücklich darauf: ,,Mir geht es darum, dass die Kinder im Hort gut betreut werden.“
Quelle: NÖN