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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nordostumfahrung von Wien



Helmut71
19.02.2009, 20:58
Die Nordostumfahrung von Wien ist ein Stück näher gerückt.



Wiener Nordost-Umfahrung wird eingereicht
Die Realisierung der Wiener Nordost-Umfahrung (S1) zwischen Schwechat und Süßenbrunn rückt näher: Ende März will die ASFINAG die Umweltverträglichkeitserklärung im Verkehrsministerium eingereicht haben.

Geplante Bauzeit: 2011 bis 2018
Die Details für den Abschnitt der Außenring-Schnellstraße zwischen Schwechat und Süßenbrunn stehen nun fest.
Die Kosten haben sich aufgrund gestiegener Baupreise um 100 Mio. auf 1,7 Mrd. Euro erhöht. Der Zeitrahmen für den Bau von 2011 bis 2018 soll aber halten, wenn alle Entscheide 2011 vorliegen.

Hohe Umweltverträglichkeitsauflagen
Allein die Umweltverträglichkeitserklärung umfasse 6.500 Seiten. Dabei ist es zu kleineren Änderungen gegenüber dem bisher bekannten Planungsstand gekommen.
Insgesamt wird sich der Trassenverlauf des Herzstücks nun auf 8,2 Kilometern Länge erstrecken. Allein für den Tunnel sind 1,3 Mrd. der 1,7 Mrd. Euro Baukosten veranschlagt.

"Keine Zusatzbelastung der Luft"
Die Lüftung des Tunnels wird, über vier, je zehn Meter hohe Schlotbauten erfolgen. Diese sollen sich, begrünt und mit organischen Formen, in die Landschaft einfügen.
Es werde selbst neben diesen Bauwerken zu keiner relevanten Zusatzbelastung der Luft kommen, versicherte Christian Honeger, Leiter der ASFINAG-Abteilung Planung Neubau.
Deshalb sei derzeit auch keine Filterung der Abluft vorgesehen. Man habe allerdings den Raum gelassen, sollten künftige technische Entwicklungen dies nötig machen.
Für die Anrainer werde es zu einer Verbesserung bei den Ortsdurchfahrten kommen und auch beim Lärm- und Grundwasserschutz halte man alle Vorgaben ein.

Gesamtstrecke: 2018 in Betrieb
Der Abschnitt zwischen Groß-Enzersdorf und Süßenbrunn soll dann bereits 2014 in Betrieb gehen, die Gesamtstrecke 2018.
Prognosen der ASFINAG sehen für das Jahr 2025 ein Verkehrsaufkommen von 40.000 bis 60.000 Fahrzeugen pro Tag voraus.

Umweltaktivisten und Anrainer laufen Sturm
Das Projekt bedeute ein ökologisches Desaster für den Nationalpark Donauauen kritisierte der Umweltsprecher der Wiener Grünen, Rüdiger Maresch.
Auch wirtschaftlich gesehen sei das Projekt "Humbug" da beim Tunnelbau die Beschäftigungseffekte gering seien, so Maresch.
Auch Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen wie Global 2000 und Virus kritisieren das Projekt.
Global 2000 werde seine Parteienstellung im UVP-Verfahren jedenfalls dafür verwenden, zu versuchen, das Megaprojekt zu verhindern, so die Umweltorganisation in einer Aussendung.


Quelle: noe.orf.at

Ironman
20.02.2009, 10:42
Jede Wette, dass dort der Verkehr früher rollt, als auf einem zweiten Gleis zwischen Wolkersdorf und Mistelbach.... :rolleyes: