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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Backstage im MZM bald zu?



Helmut71
09.02.2009, 12:43
Der neue Pächter des Gasthofs zur Linde, Karl Polak jun., überlegt, das Backstage im MZM nicht mehr weiterzuführen.


Mit Jahreswechsel kam es zu einem Generationswechsel beim traditionellen Gasthof „Zur Linde“ in Mistelbach. Das Lokal „Backstage“ im Museumszentrum will Karl Polak jun. aber nicht mehr führen – wenn die Kundenfrequenz bis Mai nicht steigt.
MISTELBACH. „So wie es zur Zeit läuft, hat das Backstage keine Berechtigung mehr, offen zu halten“, stellt Karl Polak jun. fest. Er wird noch bis zum Ende von Hermann Nitschs Malaktion im Mai abwarten. Wenn die Besucherzahlen nicht deutlich steigen wird Polak aussteigen.
„Die Zahl der Museumsbesucher ist zu gering, die Veranstaltungslinie muss stabilisiert und ausgebaut werden“, fordert Polak. Obendrein hat sich der „Hofwechsel“ im „Linde“ schlecht auf die Frequenz des Backstage ausgewirkt. Denn das Lokal war eben nicht mit Museumsbesuchern gefüllt, sondern wurde hauptächlich von Bekannten und Freunden des Lokalbetreibers besucht. Mit dem Ortswechsel des Chefs sind auch viele Stammkunden in den Gasthof „Zur Linde“ gewechselt.
Bürgermeister Christian Resch ist überrascht: „Ich wundere mich, dass ich diese Neuigkeiten über das Bezirksblatt erfahre. Herr Polak hat mir bis jetzt nichts über seine Pläne gesagt.“
Der Stadtchef ist der Meinung, dass die Gemeinde den Betreiber des Backstage unterstützt hat, wo es nur geht. „Wir haben ihn auf Händen getragen. Aber die Verknüpfung der Veranstaltungen des MZM mit dem Lokalbetrieb hat offenbar nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben.“
Im Gasthof „Zur Linde“ gehen Doris und Karl Polak voll Elan an die neue Herausforderung heran. Karl Polak ist für die Gastronomie zuständig, seine Frau für das Hotel und Marketing. Die Küche des Haubenlokales wird vom Cousin Günter Hymer geleitet. Karl Polak war nach Absolvieren der Tourismusschule Retz und Aufenthalten an verschiedenen Praxisstellen schon früh im elterlichen Betrieb tätig. Ulrike Potmesil


Quelle: NÖ Anzeiger

Wolfgang B
09.02.2009, 22:34
Nun, das Backstage liegt nicht gerade zentral. Es ist primär von den Besuchern des MZM abhängig und die rennen dem Museum nicht gerade die Tür ein. Außerdem lockt die Mistelbacher Heurigenszene in unmittelbarer Umgebung.

Ironman
10.02.2009, 21:10
Dem Resch vergönne ich´s, dass in sein deppertes MZM keine Leute kommen. :cool:

Wie die Geschäftsführerin dieses Nitsch-Museums alles schön redet/reden muss, überschreitet schon die Peinlichkeitsgrenze, wie die NÖN in ihrer aktuellen Ausgabe (10.2.2009) zu berichten weiß. :D

maroo
12.02.2009, 10:08
Schade dass das Backstage vielleicht geschlossen wird. Ich fand das Mittagsmenu immer von eine sehr gute Qualität, nur das sitzen, vor allem in der heiße Sonne draußen nicht unbedingt gemütlich. Ich hoffe auch dass das MZM weiter ausgebaut und gut geführt wird, es ist wirklich ein Mehrwert für Miselbach. Die Gäste die wir empfangen sind immer begeistert von der Vielfallt die Mistelbach zu bieten hat. Übrigens muss ich zugeben dass eine Führung meistens in den Heurigen endet.

Helmut71
12.02.2009, 10:17
Laut aktueller NÖN ist die Schließung des "Backstage" bereits definitiv - wobei das Datum - 3. Februar (sic!) wohl nicht stimmen kann.



„Haben Schlussstrich ziehen müssen!“
MISTELBACH / Mit Februar sperrte das Museums-Café zu. Pächter Karl Polak: „Sonst wäre es finanzielles Desaster geworden!“

Mit 3. Februar sperrte vorerst die Bar des Museumszentrums Mistelbach, das „Backstage“, seine Pforten. Der Grund? Die beiden Pächter Doris und Karl Polak jun. hatten mit Jahreswechsel das elterliche Haubenlokal „Zur Linde“ beim Bahnhof übernommen und wollen sich voll auf diese Aufgabe konzentrieren.
„Die Situation hat es erfordert!“, begündet Backstage-Pächter Karl Polak jun. seinen raschen Abgang aus dem Museumszentrum. Der täte ihm zwar furchtbar leid, da die Zusammenarbeit und die Unterstützung mit und vom MZM-Team groß gewesen sei, ein weiteres Offenhalten hätte aber zu einem finanziellen Desaster geführt. „Wir haben einen Schlussstrich ziehen müssen!“ Außerdem wollten sich die Polaks um ihr Stammhaus, das Haubenlokal „Zur Linde“ kümmern.
Kann das Café im MZM überhaupt funktionieren? „Ich denke schon, denn so ein Lokal lebt von der Verbundenheit der Gäste mit dem Lokal. Wenn ein Pächter es schafft, dass die Leute kommen, dann kann er es schaffen!“. Unabhängig davon, wie gut oder schlecht besucht das Museum ist. Denn der Bauern-arnt-Heurige liegt auch abseits der städtischen Trampelpfade - und ist bestens besucht.
Kunert: „Haben jetzt Zeit für die Ausschreibung!“
Ist das Sperren des Backstage ein Verlust für das Museumszentrum? „Wir brauchen eine Gastronomie im Museumszentrum“, betont Geschäftsführerin Dagmar Kunert, sie verstehe aber auch den Schritt der Polaks, sich jetzt auf ihr Stammhaus konzentrieren zu wollen. Das Museums-Café werde jetzt neu ausgeschrieben, ein Pächter wird gesucht.
„Dadurch, dass wir bis zum Beginn der Saison noch etwas Zeit haben, können wir die Übergabe geregelt und gut vorbereiten!“, ist sie zuversichtlich.
„Dass sich Mitarbeiter verändern, ist normal!“
Zuversichtlich ist Kunert auch, dass bis zu Saisonbeginn der personelle Aderlass im Museum ausgeglichen wird: Denn seit Jahresende haben drei Mitarbeiter, zwei davon direkt aus der Geschäftsführung, das Haus verlassen. „Das ist doch ein Zeichen der Zeit, dass Mitarbeiter nicht mehr in jenem Betrieb in Pension gehen, wo sie anfangen“, weiß Kunert um die Mobilität der Arbeitskräfte vor allem im Kunstbereich. „Es passiert halt, dass sich Mitarbeiter verändern wollen oder ganz bei ihren Familien bleiben wollen!“ Auch hier habe man im MZM genug Zeit, die Nachfolge zu regeln, da zur Zeit alle Vorbereitungen in die Organisation und Konzeption der neuen Ausstellungen läuft, die dann ab Mai schrittweise eröffnet werden. „Es hätte ungünstigere Zeitpunkte geben können“, meint Kunert.
Die Details des Jahres-Programmes selbst werden in einigen Wochen präsentiert werden, fest steht aber schon, dass die neue Ausstellung rund um Wein und Spiritualität in der Lebenswelt Weinviertel am 9. Mai und die große Schau zur Malaktion im MZM zu Pfingsten eröffnet wird.


Quelle: NÖN

Wolfgang B
12.02.2009, 11:23
Man darf aber nicht vergessen, dass ein Heuriger und ein Café zwei verschiedene Lokalitäten sind. Ein Mistelbachbesucher aus dem Nicht-Weinviertel kann auch zu Hause in ein Café gehen, zum Heurigen (eher Buschenschank) aber nur bei uns. Außerdem hat Mistelbach ein doch recht gutes Angebot an Cafés, da war es von vornherein schon schwierig, ein zusätzliches zu etablieren.

maroo
12.02.2009, 13:02
Stimmt . Ein Café das leben muss von der Museumfrequenz hat es in diesem Fall nicht einfach, und das gute Mittagessen holen wir uns jetzt beim Pollak in der Stadt.

Heinz aus Mistelbach
06.07.2011, 21:57
hat das nicht wieder offen ? Wenn ja lohnt sich ein Besuch ? liebe grüße Heinz