Helmut71
09.02.2009, 12:30
Geschäftsführung von "Land um Hollabrunn" tritt zurück!
Region nun „ohne die 120 Prozent von Didi“
LAND UM HOLLABRUNN / Jäger geht! Erst in einem Jahr soll die Stelle des „Land um Hollabrunn“-Geschäftsführers neu ausgeschrieben werden.
VON SANDRA FRANK
Weltuntergangsstimmung herrscht derzeit im Land um Hollabrunn (LuH). Grund dafür ist die Neuigkeit, die LuH-Obmann Günther Bradac bei der Pressekonferenz vergangenen Donnerstag verkündete. Geschäftsführer Didi Jäger wird seine Tätigkeit mit Ende März beenden und ab 1. April eine neue Veranstaltungs-GesmbH der Volkskultur NÖ aufbauen (siehe Interview Seite 23).
Als „irrsinnig schade“ bezeichnet Bradac den Verlust Jägers als Geschäftsführer, doch das Jahr 2009 sei durchgeplant und „so kommen wir gut über die Runden“. Mit „wir“ meint Bradac sich und seine fünf Bürgermeisterkollegen Helmut Wunderl, Werner Gössl, Josef Reinwein, Herbert Leeb und Ignaz Pimberger. Denn die Funktion des LuH-Geschäftsführers wird vorerst nicht nachbesetzt.
Erst Anfang 2010 soll die Stelle neu ausgeschrieben werden. Grund dafür: Die Gemeinderatswahlen 2010. „Es kann sein, dass es nach den Gemeinderatswahlen zu Bürgermeisterwechseln in der einen oder anderen Gemeinde kommt. Nach den Wahlen möchten wir mit einem neuen Team durchstarten“, begründet Bradac die Entscheidung. Werner Gössl lässt allerdings neue Strukturen im Land um Hollabrunn erahnen: „Wir wollen uns auf ein neues Leitprojekt einigen und danach wird dann ein Manager ausgesucht.“
„Was aufgebaut wurde, wird jetzt fatal gefährdet“
Auch wenn sich die LuH-Bürgermeister einig sind, das Jahr 2009 selbst in die Hand nehmen zu können, zweifelt Grüne-Stadtrat Manfred Weigel an dieser Lösung: „Ich wünsche Didi alles Gute in seinem neuen Job. Aber ich bin zutiefst schockiert, dass das, was aufgebaut wurde, fatal gefährdet wird, indem man die Stelle vorerst nicht nachbesetzen möchte.“
FPÖ-Stadtrat Wolfgang Scharinger, ist hier aber anderer Meinung: „Wenn man so lange keinen Geschäftsführer braucht, frage ich mich, ob man dann in einem Jahr überhaupt einen braucht. Ich denke, wenn die Land um Hollabrunn-Bürgermeister mehr Zeit investieren, wird es auch so gehen.“
Fakt ist allerdings, dass ohne Didi Jäger Projekte wie Napoleon wackeln. „Ohne Kopf – und der heißt Didi – wird es keinen Napoleon geben“, bestätigt Bradac. Doch Jäger wird, sofern das noch bestehende Finanzloch gestopft wird, trotz seines Wechsels zur Volkskultur NÖ für dieses Projekt zur Verfügung stehen. „Allerdings werde ich Napoleon in meine neue Arbeitsstelle auslagern“, so Jäger.
Seine Kollegin Judith Loyer trifft der Wechsel von Jäger wohl am meisten: „Ich arbeite gerne für das Land um Hollabrunn und finde es sehr schade, dass ich Didi als Kollegen verliere. Wir waren ein gutes Team, das sich immer sinnvoll ergänzt hat. In Zukunft wird es sicher nicht leichter werden, ohne den 120-prozentigen Einsatz von Didi auszukommen, denn mit ihm fehlt eindeutig die Zugmaschine. Ein Nachfolger wird es nicht leicht haben, so viel Energie und Euphorie in die Arbeit einzubringen.“
Quelle: NÖN
Region nun „ohne die 120 Prozent von Didi“
LAND UM HOLLABRUNN / Jäger geht! Erst in einem Jahr soll die Stelle des „Land um Hollabrunn“-Geschäftsführers neu ausgeschrieben werden.
VON SANDRA FRANK
Weltuntergangsstimmung herrscht derzeit im Land um Hollabrunn (LuH). Grund dafür ist die Neuigkeit, die LuH-Obmann Günther Bradac bei der Pressekonferenz vergangenen Donnerstag verkündete. Geschäftsführer Didi Jäger wird seine Tätigkeit mit Ende März beenden und ab 1. April eine neue Veranstaltungs-GesmbH der Volkskultur NÖ aufbauen (siehe Interview Seite 23).
Als „irrsinnig schade“ bezeichnet Bradac den Verlust Jägers als Geschäftsführer, doch das Jahr 2009 sei durchgeplant und „so kommen wir gut über die Runden“. Mit „wir“ meint Bradac sich und seine fünf Bürgermeisterkollegen Helmut Wunderl, Werner Gössl, Josef Reinwein, Herbert Leeb und Ignaz Pimberger. Denn die Funktion des LuH-Geschäftsführers wird vorerst nicht nachbesetzt.
Erst Anfang 2010 soll die Stelle neu ausgeschrieben werden. Grund dafür: Die Gemeinderatswahlen 2010. „Es kann sein, dass es nach den Gemeinderatswahlen zu Bürgermeisterwechseln in der einen oder anderen Gemeinde kommt. Nach den Wahlen möchten wir mit einem neuen Team durchstarten“, begründet Bradac die Entscheidung. Werner Gössl lässt allerdings neue Strukturen im Land um Hollabrunn erahnen: „Wir wollen uns auf ein neues Leitprojekt einigen und danach wird dann ein Manager ausgesucht.“
„Was aufgebaut wurde, wird jetzt fatal gefährdet“
Auch wenn sich die LuH-Bürgermeister einig sind, das Jahr 2009 selbst in die Hand nehmen zu können, zweifelt Grüne-Stadtrat Manfred Weigel an dieser Lösung: „Ich wünsche Didi alles Gute in seinem neuen Job. Aber ich bin zutiefst schockiert, dass das, was aufgebaut wurde, fatal gefährdet wird, indem man die Stelle vorerst nicht nachbesetzen möchte.“
FPÖ-Stadtrat Wolfgang Scharinger, ist hier aber anderer Meinung: „Wenn man so lange keinen Geschäftsführer braucht, frage ich mich, ob man dann in einem Jahr überhaupt einen braucht. Ich denke, wenn die Land um Hollabrunn-Bürgermeister mehr Zeit investieren, wird es auch so gehen.“
Fakt ist allerdings, dass ohne Didi Jäger Projekte wie Napoleon wackeln. „Ohne Kopf – und der heißt Didi – wird es keinen Napoleon geben“, bestätigt Bradac. Doch Jäger wird, sofern das noch bestehende Finanzloch gestopft wird, trotz seines Wechsels zur Volkskultur NÖ für dieses Projekt zur Verfügung stehen. „Allerdings werde ich Napoleon in meine neue Arbeitsstelle auslagern“, so Jäger.
Seine Kollegin Judith Loyer trifft der Wechsel von Jäger wohl am meisten: „Ich arbeite gerne für das Land um Hollabrunn und finde es sehr schade, dass ich Didi als Kollegen verliere. Wir waren ein gutes Team, das sich immer sinnvoll ergänzt hat. In Zukunft wird es sicher nicht leichter werden, ohne den 120-prozentigen Einsatz von Didi auszukommen, denn mit ihm fehlt eindeutig die Zugmaschine. Ein Nachfolger wird es nicht leicht haben, so viel Energie und Euphorie in die Arbeit einzubringen.“
Quelle: NÖN