PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Karambolage



Da Dirnbocher
26.01.2009, 20:06
Gäbe vielleicht das eine oder andere Forum, wo es auch hinpassen könnte, aber ich nimm absichtlich dieses. Man weiss ja nie, wohin die Diskussion einen führt, und dann ist ein Forum, das von vornherein eher kein Offtopic kennt, das passendste.

Was haltet ihr von der angeblichen Nebelgranatengeschichte auf der A22 vom letzten Donnerstag?

Wers noch nicht gehört/gelesen hat: Am Donnerstag abend/in der Nacht gab es auf der A22 bei Korneuburg (Richtung Wien kurz vor der Raststation) einen Karambolage mit 7 Autos (davon angeblich 3 brennend) und einem Todesfall (im Auto engeklemmt und verbrannt).

Die Unfallursache scheint immer noch unklar, zT wurde über Eisglätte spekuliert.

Heute sind Gerüchte aufgetaucht, dass ein Zusammenhang mit einer Bundesheerübung mit Nebelgranaten bestehen könnte. (siehe DerStandard.at (http://derstandard.at/?url=/?id=1231152852444))

Ein kleines Detail am Rande: ich war in der Nacht von Do auf Fr von Wien kommend auf der A22 unterwegs und habe noch die Blaulichter auf der Gegenfahrbahn gesehen (da waren sie vermutlich schon beim Aufräumen), von einer vereisten Autobahn habe ich nichts bemerkt.

Helmut71
26.01.2009, 20:13
In diesem ORF-Bericht http://noe.orf.at/stories/337730/ gibt es dazu noch weit schlimmere Vorwürfe: die Übung sei bewusst fortgeführt worden und den Rekruten sei untersagt worden, den Unfallopfern zu Hilfe zu kommen.

Helmut71
28.01.2009, 09:41
Dazu gibts wieder was neues:



In "NÖ heute" sind gestern neue Details zum Unfall auf der A22 bekannt geworden: Die Nebelgranaten wurden zu nahe zur A22 gezündet, außerdem hat ein Rekrut erzählt, dass ihnen von Vorgesetzten die Hilfeleistung verboten wurde.


Quelle: http://noe.orf.at/stories/338214/

Da Dirnbocher
06.02.2009, 14:31
Zitate aus einem brandneuen Artikel (http://derstandard.at/?id=1233586848252) im OnlineStandard, nach einer Pressekonferenz des Bundesheeres (Generalmajor Kritsch):


Er könne einen kausalen Zusammenhang zwischen den Zündungen der Nebelhandgranaten und dem Unfall auf der A22 "nicht in Abrede stellen", sagte Kritsch. Festzustellen hätte dies aber die zuständige Staatsanwaltschaft Korneuburg.


Die Nachtlehrvorführung wäre unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen "in dieser Art" nicht durchführbar gewesen, so Kritsch.


Die Aussagen der 75 Soldaten, die an der Übung teilnahmen, hätten bestätigt, dass die künstlich erzeugte Nebelwand in Richtung einer Tankstelle gezogen sei, die wenige Meter vom Unfallort auf der A22 entfernt liegt, erläuterte Kritsch.


Ob es Einschüchterungen gegen Rekruten gegeben habe, sei noch nicht klar, so Christian Mayer, Leiter der Abteilung Disziplinar- und Beschwerdewesen im Verteidigungsministerium. Diesem Vorwurf gehe die parlamentarische Bundesheerbeschwerdekommission nach, ebenso jenem der unterlassenen Hilfeleistung.