Helmut71
21.01.2009, 14:18
KORNEUBURG / Erst 46 Personen haben die Förderung „Korneuburger Zehner“ in Anspruch genommen - Zukunft fraglich.
VON VERONIKA LÖWENSTEIN
Der Fördertopf ist mit 100.000 Euro prall gefüllt, doch erst 1.870 Euro wurden bis dato von der Stadtgemeinde ausbezahlt. Der „Korneuburger Zehner“ erweist sich bisher als Ladenhüter. Einen Euro pro Einkaufsmünze fördert die Stadt, pro Person werden maximal zehn Münzen pro Monat ausgegeben. „Rund 60 Leute haben sich erkundigt, aber erst 46 haben die Förderung in Anspruch genommen“, zieht Thomas Öller vom Bürgerservice Bilanz. 5.000 Euro sind mittlerweile per Gemeinderatsbeschluss zum Sozialausschuss gewandert, um besonders Bedürftigen einen zusätzlichen Heizkostenzuschuss zu gewähren. Rund 93.000 Euro warten also noch auf Abnehmer...
Die ÖVP, von der die Idee zu der Aktion kam, sieht den Einkommensnachweise als Hemmschwelle: „Der Einkommensnachweise war der Kompromiss mit der SPÖ“, sagt ÖVP-Vizebürgermeister Christian Gepp. „Viele wollen eben nicht ihren Lohn preisgeben“, ist sich auch ÖVP-Wirtschaftsstadträtin Gabriele Karanz sicher.
Gepp: „Aktion nicht mit voller Liebe durchgeführt“
Bei der SPÖ ist man der Aktion von Beginn an skeptisch gegenübergestanden, erst nach der Bedingung des Einkommensnachweises hatte man seinen Sanktus gegeben. Anderenfalls hatte die SPÖ einen Massenansturm auf die Münzen befürchtet. „Mit voller Liebe wurde die Aktion sicher nicht durchgeführt“, kritisiert Gepp jetzt. SPÖ-Bürgermeister Wolfgang Peterl sieht seine Bedenken hingegen bestätigt: „Ich habe immer gesagt, entweder das Interesse ist so groß, dass wir zu wenige Münzen haben, oder die Aktion wird nicht angenommen.“ Seiner Meinung nach ist die Förderung einfach zu niedrig. „Vier Leute bekommen 40 Euro, müssen dafür aber 400 Euro ausgeben“, rechnet er vor, „das ist nicht wenig Geld.“
Vorerst läuft die Aktion bis 31. Jänner, dann soll evaluiert werden. Die ÖVP will sich für eine Fortführung einsetzen, „immerhin gibt es einen Grundsatzbeschluss für ein Jahr“, betont Karanz. „Wenn es so weiterläuft, hat eine Fortsetzung wenig Sinn“, meint hingegen der Stadtchef.
Der Korneuburger Zehner, mit dem man in fast allen Geschäften Korneuburgs bezahlen kann, wird mit einem Euro gefördert. Pro Person (auch Kinder) werden max. zehn Münzen pro Monat ausgegeben. Familien mit einem Kind haben bis zu einem Nettoeinkommen von 3.000 Euro pro Monat Anspruch. Für jedes weitere Kind steigt die Grenze um 500 Euro. Für Einzelpersonen gilt ein Nettoeinkommen von max. 1.500 Euro pro Monat.
Quelle: NÖN
VON VERONIKA LÖWENSTEIN
Der Fördertopf ist mit 100.000 Euro prall gefüllt, doch erst 1.870 Euro wurden bis dato von der Stadtgemeinde ausbezahlt. Der „Korneuburger Zehner“ erweist sich bisher als Ladenhüter. Einen Euro pro Einkaufsmünze fördert die Stadt, pro Person werden maximal zehn Münzen pro Monat ausgegeben. „Rund 60 Leute haben sich erkundigt, aber erst 46 haben die Förderung in Anspruch genommen“, zieht Thomas Öller vom Bürgerservice Bilanz. 5.000 Euro sind mittlerweile per Gemeinderatsbeschluss zum Sozialausschuss gewandert, um besonders Bedürftigen einen zusätzlichen Heizkostenzuschuss zu gewähren. Rund 93.000 Euro warten also noch auf Abnehmer...
Die ÖVP, von der die Idee zu der Aktion kam, sieht den Einkommensnachweise als Hemmschwelle: „Der Einkommensnachweise war der Kompromiss mit der SPÖ“, sagt ÖVP-Vizebürgermeister Christian Gepp. „Viele wollen eben nicht ihren Lohn preisgeben“, ist sich auch ÖVP-Wirtschaftsstadträtin Gabriele Karanz sicher.
Gepp: „Aktion nicht mit voller Liebe durchgeführt“
Bei der SPÖ ist man der Aktion von Beginn an skeptisch gegenübergestanden, erst nach der Bedingung des Einkommensnachweises hatte man seinen Sanktus gegeben. Anderenfalls hatte die SPÖ einen Massenansturm auf die Münzen befürchtet. „Mit voller Liebe wurde die Aktion sicher nicht durchgeführt“, kritisiert Gepp jetzt. SPÖ-Bürgermeister Wolfgang Peterl sieht seine Bedenken hingegen bestätigt: „Ich habe immer gesagt, entweder das Interesse ist so groß, dass wir zu wenige Münzen haben, oder die Aktion wird nicht angenommen.“ Seiner Meinung nach ist die Förderung einfach zu niedrig. „Vier Leute bekommen 40 Euro, müssen dafür aber 400 Euro ausgeben“, rechnet er vor, „das ist nicht wenig Geld.“
Vorerst läuft die Aktion bis 31. Jänner, dann soll evaluiert werden. Die ÖVP will sich für eine Fortführung einsetzen, „immerhin gibt es einen Grundsatzbeschluss für ein Jahr“, betont Karanz. „Wenn es so weiterläuft, hat eine Fortsetzung wenig Sinn“, meint hingegen der Stadtchef.
Der Korneuburger Zehner, mit dem man in fast allen Geschäften Korneuburgs bezahlen kann, wird mit einem Euro gefördert. Pro Person (auch Kinder) werden max. zehn Münzen pro Monat ausgegeben. Familien mit einem Kind haben bis zu einem Nettoeinkommen von 3.000 Euro pro Monat Anspruch. Für jedes weitere Kind steigt die Grenze um 500 Euro. Für Einzelpersonen gilt ein Nettoeinkommen von max. 1.500 Euro pro Monat.
Quelle: NÖN