Helmut71
21.01.2009, 14:16
HOLLABRUNN / Photovoltaik, Solartankstellen, Elektro-Autos: Erfährt der Umweltschutz in der Gemeinde bald neue Akzente?
VON CHRISTOPH REITERER
Umweltschutz wird in der Gemeinde klein geschrieben, klagen die Grünen. „Wir haben schon mit der Fernwärme gezeigt, dass wir ein Vorreiter sind“, entgegnet Bürgermeister Helmut Wunderl (ÖVP). Und es könnte sich in Sachen Umweltfreundlichkeit bald noch einiges tun.
Umweltschutz „ist ein latentes Thema“ und „nicht vom Tisch“, versicherte ÖVP-Finanzstadtrat Karl Bachmayer, als er den Voranschlag für das Haushaltsjahr 2009 zur Diskussion präsentierte. Nur seien derzeit nicht ausreichend Finanzmittel dafür da. Immerhin: Hollabrunn könnte bald vier Solartankstellen haben. Und die Förderung von Solar- und Photovoltaikanlagen in der Gemeinde wurde bis 2011 verlängert.
300 Euro gibt es für eine sechs Quadratmeter große Solaranlage, 30 Euro für jeden Quadratmeter mehr – bis maximal 16 Quadratmeter. Grüne-Gemeinderat Manfred Weigel blickt jedoch neidisch nach Gänserndorf. Dort beläuft sich der Sockelbetrag auf das Fünffache.
Im Zuge der groß angelegten Umbauarbeiten des Hollabrunner Stadtsaales soll auch eine Solartankstelle errichtet werden. Jetzt wird geprüft, wie weit dieses Projekt durch Förderungen finanziert werden kann.
Aber nicht nur das: Auch die Anschaffung von elektrobetriebenen Fahrzeugen wird überlegt. Die könnten als Dienstautos für die Gemeindemitarbeiter fungieren oder auch im Rahmen eines Carsharing-Modells sogar direkt der Bevölkerung zugute kommen – ein Elektroauto zum Ausborgen für jene, die gerade kein eigenes Vehikel zur Verfügung haben. „Eine Wunschvorstellung. Es ist noch unklar, wie schnell das umsetzbar ist“, sagt Wunderl.
Auch eine Photovoltaik-Anlage am Dach des Stadtsaales wird angestrebt. Dafür wurde im Gemeinderat bereits eine Grundsatzvereinbarung mit der Windkraft Simonsfeld beschlossen, die diese Anlage als Mieter betreiben soll. ÖVP-Umweltgemeinderat Peter Loy: „Die Förderungen sind derzeit noch nicht so, dass die Gemeinde selber als Betreiber aktiv wird.“ Grüne-Chef Weigel widerspricht: „Das würde sich binnen kürzester Zeit rechnen.“
Die Solartankstelle beim Stadtsaal – eine Steckdose, an der Elektrofahrzeuge aufgeladen werden können – wäre dann die vierte in Hollabrunn. Eine gibt es bereits bei der HTL, eine beim Café Wagner am Hauptplatz, die dritte demnächst im Büro der Grünen in der Pfarrgasse.
PARTNERSCHAFT
Die Stadtgemeinde Hollabrunn ist der „Energieagentur der Regionen“ beigetreten. Diese wurde 1998 als gemeinnütziger Verein gegründet. Mitglieder sind vor allem Gemeinden. Als regionaler Partner für ökologische, ganzheitliche und zukunftsfähige Energielösungen reicht ihr Angebot von Information und Beratung bis hin zur Projektentwicklung. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 350 Euro.
Quelle: NÖN
VON CHRISTOPH REITERER
Umweltschutz wird in der Gemeinde klein geschrieben, klagen die Grünen. „Wir haben schon mit der Fernwärme gezeigt, dass wir ein Vorreiter sind“, entgegnet Bürgermeister Helmut Wunderl (ÖVP). Und es könnte sich in Sachen Umweltfreundlichkeit bald noch einiges tun.
Umweltschutz „ist ein latentes Thema“ und „nicht vom Tisch“, versicherte ÖVP-Finanzstadtrat Karl Bachmayer, als er den Voranschlag für das Haushaltsjahr 2009 zur Diskussion präsentierte. Nur seien derzeit nicht ausreichend Finanzmittel dafür da. Immerhin: Hollabrunn könnte bald vier Solartankstellen haben. Und die Förderung von Solar- und Photovoltaikanlagen in der Gemeinde wurde bis 2011 verlängert.
300 Euro gibt es für eine sechs Quadratmeter große Solaranlage, 30 Euro für jeden Quadratmeter mehr – bis maximal 16 Quadratmeter. Grüne-Gemeinderat Manfred Weigel blickt jedoch neidisch nach Gänserndorf. Dort beläuft sich der Sockelbetrag auf das Fünffache.
Im Zuge der groß angelegten Umbauarbeiten des Hollabrunner Stadtsaales soll auch eine Solartankstelle errichtet werden. Jetzt wird geprüft, wie weit dieses Projekt durch Förderungen finanziert werden kann.
Aber nicht nur das: Auch die Anschaffung von elektrobetriebenen Fahrzeugen wird überlegt. Die könnten als Dienstautos für die Gemeindemitarbeiter fungieren oder auch im Rahmen eines Carsharing-Modells sogar direkt der Bevölkerung zugute kommen – ein Elektroauto zum Ausborgen für jene, die gerade kein eigenes Vehikel zur Verfügung haben. „Eine Wunschvorstellung. Es ist noch unklar, wie schnell das umsetzbar ist“, sagt Wunderl.
Auch eine Photovoltaik-Anlage am Dach des Stadtsaales wird angestrebt. Dafür wurde im Gemeinderat bereits eine Grundsatzvereinbarung mit der Windkraft Simonsfeld beschlossen, die diese Anlage als Mieter betreiben soll. ÖVP-Umweltgemeinderat Peter Loy: „Die Förderungen sind derzeit noch nicht so, dass die Gemeinde selber als Betreiber aktiv wird.“ Grüne-Chef Weigel widerspricht: „Das würde sich binnen kürzester Zeit rechnen.“
Die Solartankstelle beim Stadtsaal – eine Steckdose, an der Elektrofahrzeuge aufgeladen werden können – wäre dann die vierte in Hollabrunn. Eine gibt es bereits bei der HTL, eine beim Café Wagner am Hauptplatz, die dritte demnächst im Büro der Grünen in der Pfarrgasse.
PARTNERSCHAFT
Die Stadtgemeinde Hollabrunn ist der „Energieagentur der Regionen“ beigetreten. Diese wurde 1998 als gemeinnütziger Verein gegründet. Mitglieder sind vor allem Gemeinden. Als regionaler Partner für ökologische, ganzheitliche und zukunftsfähige Energielösungen reicht ihr Angebot von Information und Beratung bis hin zur Projektentwicklung. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 350 Euro.
Quelle: NÖN