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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Viele Einbrüche im Bezirk Mistelbach!!



Helmut71
19.01.2009, 18:38
Einbrüche in Firmen belasten die Statistik
BEZIRK MISTELBACH / Mistelbach ist der einzige Grenzbezirk in NÖ mit steigender Kriminalität. Die Schuld trägt die Autobahnbaustelle.

Durchaus zufrieden ist man bei der Polizei mit der Kriminalitätsentwicklung in Niederösterreich: 6 Prozent weniger bei den angezeigten gerichtlich strafbaren Handlungen, und das trotz des Wegfalles der Kontrollen zu den Nachbarstaaten. Mit ganz Niederösterreich ist man zufrieden? Nicht ganz. Denn ein gar nicht so kleiner Grenzbezirk trotzt standhaft dieser Statistik: Im Bezirk Mistelbach war bei diesen Delikten im Vorjahr ein Anstieg von 10,3 Prozent zu verzeichnen. In absoluten Zahlen: Es wurden 282 Delikte mehr angezeigt, als noch im Jahr 2007.

„Das waren vor allem Diebstähle und Sachbeschädigungen. Es konnten 2008 auch einige Täter ausgeforscht werden, die zahlreiche Diebstähle begingen und somit die Statistik im Bezirk beeinflussten!“, sucht man in der Sicherheitsdirektion für Erklärungen. Und auch der Bau der Nordautobahn A5 und deren Baustelle seien ein Grund für diesen Anstieg.
Dieser Einschätzung kann und will SPÖ-Sicherheitssprecher, Landtagsabgeordneter und im Zivilberuf Grenzpolizist in Laa, Hermann Findeis keinen Glauben schenken. „Die Zahl der Einbrüche ist im vergangenen Jahr um fast 50 Prozent gestiegen!“ Und dass in manchen Bereichen die „Kriminalität“ gesunken sei, liege auch daran, dass die Zahl der Illegalen an der Grenze seit dem Beitritt Tschechiens zu Schengen-Europa gesunken sei: „Was nutzt es mir, wenn die Kriminalität durch die Illegalen sinkt und mir trotzdem mein Haus ausgeräumt wird?“, fragt er polemisch, betont aber, dass die Schuld bei dieser Entwicklung nicht bei seinen Kollegen zu suchen sei. Die würden alles Mögliche tun, um Verbrechen zu verhindern.

Einbrüche stiegen um fast 50 Prozent an
Beim Bezirkspolizeikommando bestätigt man diese Zahlen: „Das stimmt leider“, so Karl Ott zur NÖN. Aber eben nicht ganz: Angestiegen seien die Einbrüche in Firmenlager, Firmengebäude und Firmenfahrzeuge. Und das massiv, so Ott: „Ich hab mir das nochmal angesehen: Das sind größtenteils die Einbrüche auf der A5-Baustelle. Die haben uns ja die Container reihenweise aufgebrochen!“, weiß Ott. Gesunken hingegen seien die Einbrüche in Wohnungen (-10 %) und in Einfamilienhäuser (-30 %).
Froh ist Findeis darüber, dass zumindest zurzeit die Planungen an der „Phase III“ im Ministerium auf Eis gelegt wurden. „Phase III“ bezeichnet bei der Polizei die Neustrukturierung der Grenzsicherung nach dem Wegfall der Schengengrenze zu Tschechien (Phase I) und nach Ablauf der Übergangsphase bis nach der Euro 2008 (Phase II). In Diskussion stand immer wieder die Auflösung von Grenzpolizeiinspektionen.
Bei Großkrut scheint der Erhalt gesichert, Laa würde ein Opfer der Schließungen werden, hieß es: Es liege zu nahe an der Grenze. Der Wunsch auf Erhalt wurde bei Innenminister Maria Fekter deponiert. „Es gibt also Hoffnung, dass wir die Grenzpolizisten im Bezirk halten können“, analysiert Findeis.

Quelle: NÖN