Wolfgang B
17.01.2009, 19:38
*Wilfersdorf, eine Marktgemeinde im Weinviertel ist besonders durch das Liechtensteinschloss bekannt. Dieses Schloss ist allein schon einen Ausflug und eine Besichtigung wert. Mit dem Besuch des Schlosses lässt sich aber auch gut eine Wanderung entlang des Wasserweges verbinden. Auf diesem Weg wird man immer wieder auf irgendeine Art an das Wasser erinnert, führt doch die Route fast durchgehend entlang von größerem oder kleinerem Wasser.
Die Wegbeschreibung:
Ausgangspunkt des Weges ist das Liechtensteinschloss Wilfersdorf.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=297
Vor dem Eingang des Schlosses halten wir uns in südlicher Richtung, queren die Bahnlinie und die Zaya. Gleich danach sehen wir rechts das Gasthaus Neunläuf, dessen Name an eine ehemalige Zayabrücke mit 9 Gewölbebögen erinnert. Hier zweigen wir links ab und wandern auf einem asphaltierten Güterweg zayaabwärts. Links sehen wir am anderen Ufer eine der zahlreichen ehemaligen Mühlen, die es entlang der Zaya gegeben hat, die Häringsmühle.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=298
Es geht unter der B 7-Brücke durch und schon bald erkennen wir vor uns die ersten Häuser von Bullendorf. Hier wechseln wir auf das andere Zayaufer und kommen auf einem schmalen Fußweg direkt am Zayadamm in Richtung Ortszentrum.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=299
Ein schmaler Weg links führt uns zu dieser schönen Kapelle.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=300
Gleich gegenüber befindet sich der sehenswerte Schaugarten der Familie Lillich.
Es geht über die Bahn zur Bäckerstraße, diese kurz nach links und dann durch ein schmales Gasserl direkt zur Kirche von Bullendorf.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=301
Man könnte nun gerade durch den Friedhof weitergehen, wie es der Wegweiser fälschlicherweise zeigt. Es wäre auf jeden Fall schade, den Abstecher zur Kellergasse Lindengasse auszulassen. Dazu wenden wir uns vor der Kirche nach links, vorbei an Tomba’s Heurigenstadl mit Einkehrmöglichkeit. Die Abzweigung zur Kellergasse ist angeschrieben. Der Kellergassenfreund hat hier natürlich ein Betätigungsfeld, sich näher umzusehen.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=302
Hier finden wir auch wieder ein Holzschild, das uns den rechten Weg weist. Wir kommen hinter dem Friedhof vorbei und zu einem Graben, dem Scherrunsengraben. Der Weg führt nun am westlichen Ufer entlang. Hier in diesem Tal ist es ruhig und angenehm zu gehen und es ist fast unmöglich, hier kein Rehrudel zu sehen. Rechts vor uns liegen die Weingärten des „Saurüssels“, die aber abseits des Weges bleiben.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=303
Unser Weg dreht sich aber, weiter am Ufer des Grabens, nach links in westlicher Richtung. Später wechseln wir auf das andere Ufer. Bald sehen wir die starkbefahrene Brünner Straße vor uns, die wir überqueren müssen. Auf der anderen Seite geht’s wieder runter zum Graben. Vor uns liegt nun ein Marterl mit interessanter Geschichte. Einst wurde die Wilfersdorfer Kirche ausgeraubt. Der Dieb versteckte hier einen Teil der Beute und versuchte, den anderen Teil in Nikolsburg zu verkaufen. Dabei wurde er verraten. Das Diebesgut wurde wieder an die Priester zurückgegeben und zum Dank ließen sie dieses Marterl errichten.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=304
Nun verlassen wir das Tal des Scherrunsengrabens nach links und gelangen auf einen Höhenrücken, der uns einen schönen Rückblick auf unsere bisherige Wanderung ermöglicht. An schönen Tagen reicht der Blick über den Steinberg bis zu den Karpaten.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=306
Wer bereits müde ist, kann hier entlang des Weges „Glaube in Stein“ direkt nach Wilfersdorf zurückkehren. Wir aber marschieren auf dem asphaltierten Güterweg rechts in nördlicher Richtung. Vor uns zeigt sich die moderne Ansicht des Weinviertels in der Form von Wein und Wind.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=305
Wir passieren ein etwas renovierungsbedürftiges Marterl und die Weingärten der Kaltenbergen. Kurz danach wenden wir uns nach links und es geht bergab in das Tal des Satzergrabens. Hier gab es einst viele Weingärten, leider ist davon nicht mehr viel übrig geblieben.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=307
Die Häuser vor uns künden nun schon vom Ende der Wanderung. Im Ortsgebiet ist die Orientierung etwas verzwickt, vor allem, da die Tafeln mancherorts fehlen. Bei der Siedlung Helenenthal weist noch eine Tafel auf einen Steig, der aufwärts in die Berggasse führt. Durch diese erreichen wir die Kirche, der kürzeste Weg ist der neben der Kirche hinunter zum Marktplatz und von hier unweit zu unserem Ausgangspunkt beim Schloss.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=308
Allgemeines zum Weg:
Der Weg ist nicht markiert, an den entscheidenden Stellen sind hölzerne Wegweiser angebracht, die teilweise auch über die noch ausstehende Weglänge Auskunft geben. Die Weglänge beträgt ca. 12 km, Gehzeit ca. 3 ½ Stunden. In den Ortsgebieten und auf den meisten Güterwegen müssen wir auf Asphalt gehen, einzig der Weg am Zayadamm und der Güterweg neben dem Scherrunsengraben sind nicht asphaltiert. Allerdings muss man nach starken Regenfällen und nach der Schneeschmelze teilweise mit tiefem Boden rechnen. Ansonsten ist der Rundwanderweg ganzjährig begehbar.
Familienfreundlichkeit:
Aufgrund der Weglänge sollten vor allem Kinder eine gewisse Gehfreudigkeit haben. Als Abbruchsmöglichkeit gibt es nur die im Text erwähnte Rückkehr auf dem Weg „Glaube in Stein“. Spielplätze gibt es beim Schloss Wilfersdorf und – etwas versteckt – in Bullendorf. Der Hund hat ausgiebige Bademöglichkeiten in der Zaya, allerdings tun dies dort auch gerne zahlreiche Enten. Im freien Feld sollte der jagdfreudige Hund aufgrund des Wildbestandes an der Leine geführt werden.
Einkehrmöglichkeit:
Für die Einkehr unterwegs bietet sich Tomba’s Heurigenstadl in Bullendorf an, in Wilfersdorf gibt es neben dem erwähnten Gasthaus Neunläuf unter anderem auch die Möglichkeit der Einkehr beim Schlossheurigen oder in einer Pizzeria am Marktplatz. Ein mexikanisches Restaurant befindet sich beim Sportplatz.
Attraktionen:
Hauptattraktion in der Gegend ist das Liechtensteinschloss Wilfersdorf. Der Kreuzweg in Wilfersdorf kann ebenfalls zur Ansicht empfohlen werden. In Bullendorf ist als Attraktion der Schaugarten, der direkt am Weg liegt, zu empfehlen.
Anfahrt:
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann Wilfersdorf mit dem Postbus erreicht werden (Knotenpunkt der Linien Wien – Poysdorf und der Linien ins untere Zayatal.
Zur Fahrplanauskunft der ÖBB (http://fahrplan.oebb.at/bin/query.exe/dn?L=vs_addr)
Wilfersdorf liegt am Kreuzungspunkt der B 7 Wien – Poysdorf – Drasenhofen und der B 40 Ernstbrunn – Mistelbach – Zistersdorf mit Anschluss an die B 48 nach Hohenau und der B 47 nach Großkrut – Reintal. Parkplätze gibt es in der Nähe des Schlosses und am Marktplatz. Im Schloss selbst dürfen nur Besucher ihr Auto stehen lassen.
Links:
www.wilfersdorf.at (http://www.wilfersdorf.at/)
www.liechtenstein-schloss-wilfersdorf.at (http://www.liechtenstein-schloss-wilfersdorf.at/)
Allgemeine Hinweise zu Wanderrouten (http://weinviertel.net/showthread.php?t=275)
(WB081017)
Die Wegbeschreibung:
Ausgangspunkt des Weges ist das Liechtensteinschloss Wilfersdorf.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=297
Vor dem Eingang des Schlosses halten wir uns in südlicher Richtung, queren die Bahnlinie und die Zaya. Gleich danach sehen wir rechts das Gasthaus Neunläuf, dessen Name an eine ehemalige Zayabrücke mit 9 Gewölbebögen erinnert. Hier zweigen wir links ab und wandern auf einem asphaltierten Güterweg zayaabwärts. Links sehen wir am anderen Ufer eine der zahlreichen ehemaligen Mühlen, die es entlang der Zaya gegeben hat, die Häringsmühle.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=298
Es geht unter der B 7-Brücke durch und schon bald erkennen wir vor uns die ersten Häuser von Bullendorf. Hier wechseln wir auf das andere Zayaufer und kommen auf einem schmalen Fußweg direkt am Zayadamm in Richtung Ortszentrum.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=299
Ein schmaler Weg links führt uns zu dieser schönen Kapelle.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=300
Gleich gegenüber befindet sich der sehenswerte Schaugarten der Familie Lillich.
Es geht über die Bahn zur Bäckerstraße, diese kurz nach links und dann durch ein schmales Gasserl direkt zur Kirche von Bullendorf.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=301
Man könnte nun gerade durch den Friedhof weitergehen, wie es der Wegweiser fälschlicherweise zeigt. Es wäre auf jeden Fall schade, den Abstecher zur Kellergasse Lindengasse auszulassen. Dazu wenden wir uns vor der Kirche nach links, vorbei an Tomba’s Heurigenstadl mit Einkehrmöglichkeit. Die Abzweigung zur Kellergasse ist angeschrieben. Der Kellergassenfreund hat hier natürlich ein Betätigungsfeld, sich näher umzusehen.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=302
Hier finden wir auch wieder ein Holzschild, das uns den rechten Weg weist. Wir kommen hinter dem Friedhof vorbei und zu einem Graben, dem Scherrunsengraben. Der Weg führt nun am westlichen Ufer entlang. Hier in diesem Tal ist es ruhig und angenehm zu gehen und es ist fast unmöglich, hier kein Rehrudel zu sehen. Rechts vor uns liegen die Weingärten des „Saurüssels“, die aber abseits des Weges bleiben.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=303
Unser Weg dreht sich aber, weiter am Ufer des Grabens, nach links in westlicher Richtung. Später wechseln wir auf das andere Ufer. Bald sehen wir die starkbefahrene Brünner Straße vor uns, die wir überqueren müssen. Auf der anderen Seite geht’s wieder runter zum Graben. Vor uns liegt nun ein Marterl mit interessanter Geschichte. Einst wurde die Wilfersdorfer Kirche ausgeraubt. Der Dieb versteckte hier einen Teil der Beute und versuchte, den anderen Teil in Nikolsburg zu verkaufen. Dabei wurde er verraten. Das Diebesgut wurde wieder an die Priester zurückgegeben und zum Dank ließen sie dieses Marterl errichten.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=304
Nun verlassen wir das Tal des Scherrunsengrabens nach links und gelangen auf einen Höhenrücken, der uns einen schönen Rückblick auf unsere bisherige Wanderung ermöglicht. An schönen Tagen reicht der Blick über den Steinberg bis zu den Karpaten.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=306
Wer bereits müde ist, kann hier entlang des Weges „Glaube in Stein“ direkt nach Wilfersdorf zurückkehren. Wir aber marschieren auf dem asphaltierten Güterweg rechts in nördlicher Richtung. Vor uns zeigt sich die moderne Ansicht des Weinviertels in der Form von Wein und Wind.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=305
Wir passieren ein etwas renovierungsbedürftiges Marterl und die Weingärten der Kaltenbergen. Kurz danach wenden wir uns nach links und es geht bergab in das Tal des Satzergrabens. Hier gab es einst viele Weingärten, leider ist davon nicht mehr viel übrig geblieben.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=307
Die Häuser vor uns künden nun schon vom Ende der Wanderung. Im Ortsgebiet ist die Orientierung etwas verzwickt, vor allem, da die Tafeln mancherorts fehlen. Bei der Siedlung Helenenthal weist noch eine Tafel auf einen Steig, der aufwärts in die Berggasse führt. Durch diese erreichen wir die Kirche, der kürzeste Weg ist der neben der Kirche hinunter zum Marktplatz und von hier unweit zu unserem Ausgangspunkt beim Schloss.
http://weinviertel.net/picture.php?albumid=12&pictureid=308
Allgemeines zum Weg:
Der Weg ist nicht markiert, an den entscheidenden Stellen sind hölzerne Wegweiser angebracht, die teilweise auch über die noch ausstehende Weglänge Auskunft geben. Die Weglänge beträgt ca. 12 km, Gehzeit ca. 3 ½ Stunden. In den Ortsgebieten und auf den meisten Güterwegen müssen wir auf Asphalt gehen, einzig der Weg am Zayadamm und der Güterweg neben dem Scherrunsengraben sind nicht asphaltiert. Allerdings muss man nach starken Regenfällen und nach der Schneeschmelze teilweise mit tiefem Boden rechnen. Ansonsten ist der Rundwanderweg ganzjährig begehbar.
Familienfreundlichkeit:
Aufgrund der Weglänge sollten vor allem Kinder eine gewisse Gehfreudigkeit haben. Als Abbruchsmöglichkeit gibt es nur die im Text erwähnte Rückkehr auf dem Weg „Glaube in Stein“. Spielplätze gibt es beim Schloss Wilfersdorf und – etwas versteckt – in Bullendorf. Der Hund hat ausgiebige Bademöglichkeiten in der Zaya, allerdings tun dies dort auch gerne zahlreiche Enten. Im freien Feld sollte der jagdfreudige Hund aufgrund des Wildbestandes an der Leine geführt werden.
Einkehrmöglichkeit:
Für die Einkehr unterwegs bietet sich Tomba’s Heurigenstadl in Bullendorf an, in Wilfersdorf gibt es neben dem erwähnten Gasthaus Neunläuf unter anderem auch die Möglichkeit der Einkehr beim Schlossheurigen oder in einer Pizzeria am Marktplatz. Ein mexikanisches Restaurant befindet sich beim Sportplatz.
Attraktionen:
Hauptattraktion in der Gegend ist das Liechtensteinschloss Wilfersdorf. Der Kreuzweg in Wilfersdorf kann ebenfalls zur Ansicht empfohlen werden. In Bullendorf ist als Attraktion der Schaugarten, der direkt am Weg liegt, zu empfehlen.
Anfahrt:
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann Wilfersdorf mit dem Postbus erreicht werden (Knotenpunkt der Linien Wien – Poysdorf und der Linien ins untere Zayatal.
Zur Fahrplanauskunft der ÖBB (http://fahrplan.oebb.at/bin/query.exe/dn?L=vs_addr)
Wilfersdorf liegt am Kreuzungspunkt der B 7 Wien – Poysdorf – Drasenhofen und der B 40 Ernstbrunn – Mistelbach – Zistersdorf mit Anschluss an die B 48 nach Hohenau und der B 47 nach Großkrut – Reintal. Parkplätze gibt es in der Nähe des Schlosses und am Marktplatz. Im Schloss selbst dürfen nur Besucher ihr Auto stehen lassen.
Links:
www.wilfersdorf.at (http://www.wilfersdorf.at/)
www.liechtenstein-schloss-wilfersdorf.at (http://www.liechtenstein-schloss-wilfersdorf.at/)
Allgemeine Hinweise zu Wanderrouten (http://weinviertel.net/showthread.php?t=275)
(WB081017)