Helmut71
16.01.2009, 17:06
Zu Jahresende wurde ein schwer verletzter, junger Seeadler mit mehreren Schrotkugeln im Körper entdeckt, der derzeit in einer Greifvogelstation gepflegt wird. Sein Überleben ist aber laut WWF fraglich.
WWF schließt nicht aus, dass der Seeadler in NÖ abgeschossen wurde. Abschuss könnte auf NÖ Seite geschehen sein
Das Tier lag in einem Wald unmittelbar an der Grenze zum Weinviertel, extrem ausgehungert, mit gebrochenen Flügeln und eiternden Wunden.
Die schweren Verletzungen des Adlers ließen den Schluss zu, dass er sich schon seit längerem in dem Wald aufgehalten haben muss.
Laut WWF ist nicht auszuschließen, dass der Abschuss auf österreichischer Seite erfolgt ist, denn tschechische Täter hätten reichlich Zeit gehabt, den Vogel zu beseitigen, so der WWF.
WWF beklagte Anschlagserie gegen Seeadler
Der aktuelle Fall setze eine Serie illegaler Anschläge auf Österreichs, nach wie vor vom Aussterben bedrohtes, Wappentier fort.
Eine Erholung der Bestände werde seit Jahren durch illegale Verfolgung verhindert.
Falls auch diesmal der Täter in Niederösterreich zu suchen sei, würde es sich bereits um den vierten Abschuss eines Seeadlers im Weinviertel innerhalb eines Jahres handeln.
Schon im November wurde Adler gefangen
Zuletzt wurde im November bei Hauskirchen im Bezirk Mistelbach ein Adler offenbar in einer illegalen Schlagfalle gefangen und dann erschossen.
Im Dezember 2007 war es in Bernhardsthal zum bisher spektakulärsten Fall gekommen: Einem Jäger wurde der Aussendung zufolge der Abschuss von zwei Seeadlern nachgewiesen, in einem Strafprozess sei er vom Vorwurf der Bestandsgefährdung freigesprochen worden.
Landesjagdverband drängt auf Untersuchung
Der WWF und der Landesjagdverband fordern eine konsequente Untersuchung und Verfolgung der aktuellen Fälle sowie den raschen Abschluss des Verfahrens gegen den Schützen von Bernhardsthal.
Seine Verurteilung wegen Übertretung des Jagdgesetzes sei über ein Jahr nach der Tat immer noch nicht rechtskräftig.
Tschechische Jäger helfen bei Ermittlungen
Peter Lebersorger vom nö. Landesjagdverband kündigte an, dass mit der tschechischen Jägerschaft zusammengearbeitet werde, um den Abschuss zu klären.
Egal, auf welcher Seite der Grenze der Schütze zu suchen ist - er hat gegen das Jagdgesetz verstoßen und einen schweren Schlag gegen unseren gemeinsamen Seeadlerbestand geführt", so Lebersorger.
Tschechische Naturschützer und Jäger planen nun ein Treffen aller beteiligten Parteien, um der illegalen Greifvogelverfolgung im südmährisch-weinviertlerischen Raum endlich ein Ende zu machen.
Quelle: noe.orf.at
WWF schließt nicht aus, dass der Seeadler in NÖ abgeschossen wurde. Abschuss könnte auf NÖ Seite geschehen sein
Das Tier lag in einem Wald unmittelbar an der Grenze zum Weinviertel, extrem ausgehungert, mit gebrochenen Flügeln und eiternden Wunden.
Die schweren Verletzungen des Adlers ließen den Schluss zu, dass er sich schon seit längerem in dem Wald aufgehalten haben muss.
Laut WWF ist nicht auszuschließen, dass der Abschuss auf österreichischer Seite erfolgt ist, denn tschechische Täter hätten reichlich Zeit gehabt, den Vogel zu beseitigen, so der WWF.
WWF beklagte Anschlagserie gegen Seeadler
Der aktuelle Fall setze eine Serie illegaler Anschläge auf Österreichs, nach wie vor vom Aussterben bedrohtes, Wappentier fort.
Eine Erholung der Bestände werde seit Jahren durch illegale Verfolgung verhindert.
Falls auch diesmal der Täter in Niederösterreich zu suchen sei, würde es sich bereits um den vierten Abschuss eines Seeadlers im Weinviertel innerhalb eines Jahres handeln.
Schon im November wurde Adler gefangen
Zuletzt wurde im November bei Hauskirchen im Bezirk Mistelbach ein Adler offenbar in einer illegalen Schlagfalle gefangen und dann erschossen.
Im Dezember 2007 war es in Bernhardsthal zum bisher spektakulärsten Fall gekommen: Einem Jäger wurde der Aussendung zufolge der Abschuss von zwei Seeadlern nachgewiesen, in einem Strafprozess sei er vom Vorwurf der Bestandsgefährdung freigesprochen worden.
Landesjagdverband drängt auf Untersuchung
Der WWF und der Landesjagdverband fordern eine konsequente Untersuchung und Verfolgung der aktuellen Fälle sowie den raschen Abschluss des Verfahrens gegen den Schützen von Bernhardsthal.
Seine Verurteilung wegen Übertretung des Jagdgesetzes sei über ein Jahr nach der Tat immer noch nicht rechtskräftig.
Tschechische Jäger helfen bei Ermittlungen
Peter Lebersorger vom nö. Landesjagdverband kündigte an, dass mit der tschechischen Jägerschaft zusammengearbeitet werde, um den Abschuss zu klären.
Egal, auf welcher Seite der Grenze der Schütze zu suchen ist - er hat gegen das Jagdgesetz verstoßen und einen schweren Schlag gegen unseren gemeinsamen Seeadlerbestand geführt", so Lebersorger.
Tschechische Naturschützer und Jäger planen nun ein Treffen aller beteiligten Parteien, um der illegalen Greifvogelverfolgung im südmährisch-weinviertlerischen Raum endlich ein Ende zu machen.
Quelle: noe.orf.at