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Helmut71
12.01.2009, 09:09
ÖVP will Neuwahlen
NIEDERLEIS / Bürgermeister Josef Lipp trat wie angekündigt ab. Am 30.12. übergab er alle Agenden und Schlüssel.

Nach 19 Jahren nahm SPÖ-Bürgermeister Josef Lipp Abschied vom Gemeindeamt. Am 10. Jänner wird der neue Gemeindechef gewählt, Vizebürgermeister Herbert Meissl führt bis dahin die Geschäfte der Gemeinde Niederleis.
Wie der Niederleiser Gemeindeboss Lipp schon vor längerer Zeit angekündigt hat, ging er mit Jahresende in den wohlverdienten Ruhestand. Gesundheitliche Gründe und dass mit einem Alter von 65 Jahren der Rückzug aus der Politik höchste Zeit ist, nahm Lipp zum Anlass, den Bürgermeistersessel zu räumen.
Kritik aus der ÖVP-Minderheit im Gemeinderat bezüglich der hohen Schulden der Gemeinde steckte Lipp weg, weil der SPÖ-Ortschef mit dem Straßenbau in Nodendorf ja vom Land NÖ „beglückt“ wurde und dadurch in finanzielle Nöte schlitterte, weil im Zuge der Erneuerung der Ortsstraße, Oberflächenwasserkanal, Ortsbeleuchtung, Nebenbauten und Altlasten die Gemeindefinanzen ordentlich belasten.
Lipp legte sein Amt am 30.12. zurück, übergab alle Schlüssel und das Gemeindehandy und verabschiedete sich bei den Mitarbeitern. Die Polizisten von der Polizeistation Ladendorf Karl Meixner und Günter Schinhan kamen zum Verabschieden, auch viele Freunde aus dem Umfeld kamen, eine große Verabschiedungsfeier wollen die Gemeinderäte sowieso noch nachholen.
Tränenreichen Abschied nach fast zwei Jahrzehnten gab im Gemeindeamt: „19 „streitlose“ Jahre in bestem Verständnis trotz verschiedener politischer Anschauung“ erklärten Lipp und Amtsleiterin Emmi Stehr gleichlautend. Für Stehr war es der Job, den sie zu erledigen hatte und wie für den Bürgermeister stand das Wohl der Gemeinde und der Bürger im Vordergrund. dass der Abschied nicht leicht war, erklärte Stehr: „Seit 33 Jahren bin im Gemeindeamt tätig, davon 19 Jahre mit einem Bürgermeister, mit dem ich mich sehr gut verstanden habe“.
In einer Aussendung ist die ÖVP-Fraktion mit dem designierten Nachfolger Ludwig Forcher gar nicht zufrieden, weil der bei der Wahl 2005 „als Zehnter am Wahlvorschlag“ gerade noch das Mandat geschafft hat. Forcher und die SPÖ sehen das natürlich anders.
Die ÖVP wird vorgezogene Neuwahlen beantragen und hofft auf die notwendige 2/3 Mehrheit im Gemeinderat, bei einem Mandatsverhältnis von derzeit 10 SPÖ und 5 ÖVP wird die nächste Gemeinderatssitzung wohl spannend werden. „Nach Neuwahlen wäre die Gemeindeführung direkt legitimiert, das für die Gemeinde wirtschaftlich schwierige Jahr anzugehen. Ich sehe nichts, das gegen eine vorzeitige Wahl des Gemeinderates spricht!“, so ÖVP-Gemeindechef Leopold Kitir. Bei der Bürgermeisterwahl wird die ÖVP auf einen Gegenkandidaten verzichten, stellt aber den Führungsanspruch für die nächste Gemeinderatswahl.

Quelle: noen.at

Ironman
13.01.2009, 14:05
Kitir wittert jetzt seine Chance, und der SPÖ Niederleis kann nichts Besseres passieren, denn die schwarzen "Freunde" haben eine Lektion immer noch nicht gelernt:
Wer Neuwahlen vom Zaum bricht, wird vom Wähler eiskalt abgestraft. :cool: