Helmut71
05.01.2009, 16:34
BEZIRK GÄNSERNDORF / FP-Bezirksspitzenkandidatin Zelenka verfasste ein ausländerfeindliches Gedicht. Grüne, SPÖ und ÖVP schockiert.
VON T. SCHINDLER UND E. WESSELY
Sie war die FPÖ-Bezirksspitzenkandidatin bei der jüngsten Nationalratswahl: Petra Zelenka aus Dürnkrut. Jetzt sorgt die Kindergartenpädagogin für einen handfesten Skandal. Im aktuellen „Freiheitlichen Gemeindekurier“ der FP-Ortsgruppe Zistersdorf, der an jeden Haushalt ging, hatte Zelenka ein Weihnachtsgedicht der besonders geschmacklosen Art verfasst. Dieses Gedicht strotzt nämlich vor fremdenfeindlichen Passagen.
Zitat: „Sie (die drei Weisen aus dem Morgenland, Anm.) wollten es nur reich beschenken - mit Gold, Weihrauch und Myrrhe fein - heute folgen sie dem Halbmond - und wandern bei uns ein.“ Und weiter: „Es ziehen nach in unser Lande - nebst Frau und Kind sämtliche Verwandte - um uns mit Nachkommen zu beglücken - die später an den Rand uns drücken.“
Grünen: „Diese Zeilen kann man nur verurteilen“
Mehr als bestürzt über das Gedicht zeigt sich Grünen-Bezirkssprecher Ing. Andreas Vanek: „Diese Zeilen kann man nur verurteilen. Gerade zu Weihnachten, beim Fest des Friedens, sollte man besinnliche Worte finden. Zelenka aber schürt nur Ressentiments. Das Christentum ist geprägt von Nächstenliebe. Zelenka hat das Christentum offenbar nicht verstanden.“
Empört über die geistigen Ergüsse Zelenkas zeigt sich auch SPÖ-Landtagsabgeordnete Mag. Karin Renner: „Das ist eine Geschmacklosigkeit sondergleichen. Das Ganze ist eigentlich ein Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass die Frau eine Kindergartenpädagogin ist. Ich hoffe, dass jeder Leser dieser Zeilen sich sein richtiges Bild über die Gesinnung der FPÖ macht.“
Auch ÖVP-Landtagspräsident Herbert Nowohradsky zeigt sich bestürzt: „Solche Ausritte haben nichts in einem Weihnachsgedicht verloren. Das ist einfach geschmacklos und auf das Schärfste zu verurteilen.“
Zelenka war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Franz Faderny, Obmann der FP-Ortsgruppe Zistersdorf und für den Inhalt des Gemeindekuriers verantwortlich, kannte das Gedicht gar nicht: „Zelenka hat mir ein anderes Gedicht zu lesen gegeben. Trotzdem finde ich auch an diesen Zeilen nichts Fremdenfeindliches. Die anderen Parteien sollen sich nicht einmischen.“
Quelle: noen.at
Damit sich jeder selbst ein Bild machen kann - hier das diskutierte Weihnachtsgedicht.
Weihnachten einst und jetzt
Einst kamen, um zu sehen
das Jesuskind von Bethlehem so fern,
drei Weise aus dem Morgenland-
sie folgten einem Stern
Sie wollten es nur reich beschenken
mit Gold, Weihrauch und Myrrhe fein
heute folgen sie dem Halbmond
und wandern bei uns ein.
Es ziehen nach in unser Land
nebst Frau und Kind sämtliche Verwandte,
um uns mit Nachkommen zu beglücken,
die später an den Rand uns drücken.
Der EU-Vertrag besagt es so,
wer bleiben will, der darf es schon,
unbedeutend ist dabei,
ob Haus, Job oder Religion.
Ade, Grüß Gott und Christkindlein,
jetzt ziehen andre Sitten ein,
denn unser Coca-Cola-Mann,
den alle nennen Weihnachtsmann,
ersetzt ebenso wie Halloween,
das Brauchtum gegen leeren Sinn.
Ob Kreuze oder Halbmondspitzen
in Zukunft auf den Kirchen sitzen,
liegt in jedes Bürgers Hand,
und bestimmt die Richtung in dem Land.
Wir machen uns noch keine Sorgen,
denn es betrifft die Generation von morgen.
Ob sie uns lieben oder hassen,
wir selbst haben es zugelassen.
VON T. SCHINDLER UND E. WESSELY
Sie war die FPÖ-Bezirksspitzenkandidatin bei der jüngsten Nationalratswahl: Petra Zelenka aus Dürnkrut. Jetzt sorgt die Kindergartenpädagogin für einen handfesten Skandal. Im aktuellen „Freiheitlichen Gemeindekurier“ der FP-Ortsgruppe Zistersdorf, der an jeden Haushalt ging, hatte Zelenka ein Weihnachtsgedicht der besonders geschmacklosen Art verfasst. Dieses Gedicht strotzt nämlich vor fremdenfeindlichen Passagen.
Zitat: „Sie (die drei Weisen aus dem Morgenland, Anm.) wollten es nur reich beschenken - mit Gold, Weihrauch und Myrrhe fein - heute folgen sie dem Halbmond - und wandern bei uns ein.“ Und weiter: „Es ziehen nach in unser Lande - nebst Frau und Kind sämtliche Verwandte - um uns mit Nachkommen zu beglücken - die später an den Rand uns drücken.“
Grünen: „Diese Zeilen kann man nur verurteilen“
Mehr als bestürzt über das Gedicht zeigt sich Grünen-Bezirkssprecher Ing. Andreas Vanek: „Diese Zeilen kann man nur verurteilen. Gerade zu Weihnachten, beim Fest des Friedens, sollte man besinnliche Worte finden. Zelenka aber schürt nur Ressentiments. Das Christentum ist geprägt von Nächstenliebe. Zelenka hat das Christentum offenbar nicht verstanden.“
Empört über die geistigen Ergüsse Zelenkas zeigt sich auch SPÖ-Landtagsabgeordnete Mag. Karin Renner: „Das ist eine Geschmacklosigkeit sondergleichen. Das Ganze ist eigentlich ein Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass die Frau eine Kindergartenpädagogin ist. Ich hoffe, dass jeder Leser dieser Zeilen sich sein richtiges Bild über die Gesinnung der FPÖ macht.“
Auch ÖVP-Landtagspräsident Herbert Nowohradsky zeigt sich bestürzt: „Solche Ausritte haben nichts in einem Weihnachsgedicht verloren. Das ist einfach geschmacklos und auf das Schärfste zu verurteilen.“
Zelenka war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Franz Faderny, Obmann der FP-Ortsgruppe Zistersdorf und für den Inhalt des Gemeindekuriers verantwortlich, kannte das Gedicht gar nicht: „Zelenka hat mir ein anderes Gedicht zu lesen gegeben. Trotzdem finde ich auch an diesen Zeilen nichts Fremdenfeindliches. Die anderen Parteien sollen sich nicht einmischen.“
Quelle: noen.at
Damit sich jeder selbst ein Bild machen kann - hier das diskutierte Weihnachtsgedicht.
Weihnachten einst und jetzt
Einst kamen, um zu sehen
das Jesuskind von Bethlehem so fern,
drei Weise aus dem Morgenland-
sie folgten einem Stern
Sie wollten es nur reich beschenken
mit Gold, Weihrauch und Myrrhe fein
heute folgen sie dem Halbmond
und wandern bei uns ein.
Es ziehen nach in unser Land
nebst Frau und Kind sämtliche Verwandte,
um uns mit Nachkommen zu beglücken,
die später an den Rand uns drücken.
Der EU-Vertrag besagt es so,
wer bleiben will, der darf es schon,
unbedeutend ist dabei,
ob Haus, Job oder Religion.
Ade, Grüß Gott und Christkindlein,
jetzt ziehen andre Sitten ein,
denn unser Coca-Cola-Mann,
den alle nennen Weihnachtsmann,
ersetzt ebenso wie Halloween,
das Brauchtum gegen leeren Sinn.
Ob Kreuze oder Halbmondspitzen
in Zukunft auf den Kirchen sitzen,
liegt in jedes Bürgers Hand,
und bestimmt die Richtung in dem Land.
Wir machen uns noch keine Sorgen,
denn es betrifft die Generation von morgen.
Ob sie uns lieben oder hassen,
wir selbst haben es zugelassen.