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Helmut71
15.12.2008, 13:00
Die Erste Bank schluckt die Weinviertler Sparkasse. Der entsprechende Vertrag wurde am Freitag unterzeichnet. Die Übernahme hatte sich schon länger abgezeichnet. Der Abschluss der Transaktion wird für Ende Februar 2009 erwartet. Für Kunden und Mitarbeiter der Weinviertler Sparkasse werde sich durch diesen Schritt nichts ändern, Kontonummern, Bankleitzahl und Ansprechpersonen bleiben unverändert, heißt es.
Nur ein Prozent bleibt im Besitz der "Privatstiftung Weinviertler Sparkasse". Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Die Weinviertler Sparkasse hat mit der Erste Bank einen soliden Partner für die Zukunft zur Seite", sind sich Werner Stolarz, Vorstandsmitglied der Privatstiftung Weinviertler Sparkasse und Willibald Jordan, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Eggenburg Privatstiftung, einig.

Privatstiftungen bleiben erhalten
Die beiden Privatstiftungen werden weiter bestehen bleiben und ihren Aufgaben nachkommen, heißt es aus dem Vorstand.
Die Beteiligung der Erste Bank führe zu einer Stärkung der Sparkasse, ohne dass die lokale Verankerung und der Fokus auf die regionale Wirtschaft dadurch verloren gingen, so die Erste Bank.

Absicherung in einem schwierigen finanziellen Umfeld. Weiterhin für Privat und Firmenkunden tätig
"Die Weinviertler Sparkasse wird ihre Rolle als Nahversorger für Privat- und Firmenkunden in der Region auch in Zukunft wahrnehmen", sagte Elisabeth Bleyleben-Koren, Vorstandsvorsitzende der Erste Bank Oesterreich.
"Die Erste Bank als Aktionär zu haben, bedeutet eine Stärkung unserer Sparkasse in einem schwierigen Umfeld", so Hans Jürgen Bröder, Vorstandsvorsitzender der Weinviertler Sparkasse AG.
Zahlen, Daten, Fakten:
Die Weinviertler Sparkasse beschäftigt in Österreich, Tschechien und der Slowakei insgesamt 210 Mitarbeiter, 90 davon in Niederösterreich in 15 Geschäftsstellen, wo 22.000 Kunden betreut werden. In den beiden Leasingtöchtern in Tschechien und der Slowakei sind 120 Mitarbeiter an insgesamt 30 Standorten beschäftigt. Die Bilanzsumme der Sparkasse lag zuletzt bei 570 Mio. Euro. Bisher waren die Privatstiftung Weinviertler Sparkasse mit rund 93 Prozent und die Sparkasse Eggenburg Privatstiftung mit rund 7 Prozent an der Regionalbank beteiligt.

Finanzmarktkrise hat Übernahme beschleunigt
Die jetzige Finanzmarktkrise soll die Übernahme, so die APA, das noch einmal beschleunigt haben. Die Erste Bank selbst hatte freilich wiederholt klargemacht, dass sie nicht selber aktiv auf Sparkassenaufkäufe aus ist.

Spektator
03.04.2009, 11:05
Wenn man die im Firmenbuch öffentlich zugänglichen Bilanzen der Weinviertler Sparkasse und die Einbringlichkeit der Kredite im Verhältnis zur Bilanzsumme sieht bzw. deren Entwicklung beobachtet, war die Fusion ein klares Muß, welches sich seit Jahren immer mehr abgezeichnet hat.