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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Proteste gegen ÖBB Fahrplan



Helmut71
24.10.2008, 10:35
Gegen den neuen Winterfahrplan der ÖBB (gültig ab Dezember 2008) regt sich Widerstand. Der Fahrplan bringt für die Pendler aus dem Weinviertel nach Wien einige Änderungen mit sich. Dies betrifft Schüler und Pendler von Laa, Mistelbach, Hollabrunn, aber auch jene, die auf der Nordbahn-Strecke täglich den Zug benutzen. Es sei in diesem Zusammenhang auf ein Thema auf weinviertel.net verwiesen, in welchem die Thematik bereits heftigt diskutiert wurde: http://www.weinviertel.net/showthread.php?t=377
Auch in Lokalmedien und auf orf.at war bereits einiges dazu zu lesen:



Proteste gegen neuen ÖBB-Fahrplan
Einer statt vier Züge: Der neue Fahrplan für die Schnellbahn von Wien nach Mistelbach sorgt für Proteste bei Schuldirektoren und der Gemeinde Mistelbach. Der Fahrplan bringe eine massive Verschlechterung für Schüler und Pendler, heißt es.

Fast 7.000 Fahrgäste betroffen
Rund 800 Schülerinnen und Schüler nützen täglich die S-Bahn zwischen Wolkersdorf und Mistelbach. Die vorgesehenen Änderungen bringen massive Verschlechterungen für die Schüler und führen dazu, dass der Schulstandort Mistelbach an Attraktivität verliert, sagt Alfred Pohl, Direktor der HTL Mistelbach.
Auch die 6.000 Pendler sind betroffen. Im Krankenhaus etwa beginnen viele um 7.00 Uhr zu arbeiten. Die einzige Möglichkeit, rechtzeitig mit dem Zug in die Arbeit zu kommen wäre ein Zug um 3.24 Uhr und damit werden viele wieder auf das Auto umsteigen, sagt Bürgermeister Christian Resch (ÖVP).

Einer statt vier Züge
Statt der bisher vier Züge von Wien nach Mistelbach zwischen 6.50 und 7.50 soll es in Zukunft nur noch einen um 7.24 Uhr in dieser Zeit geben.

Ersatzbus statt Zug
Daher fordert der Gemeinderat von Mistelbach in einer Resolution gemeinsam mit den Direktoren die Beibehaltung der bisherigen Ab- und Anfahrtszeiten und einen zusätzlichen Zug von Wien nach Mistelbach in der Früh.
Bei den ÖBB heißt es, es werde auch 2009 drei Verbindungen in der Früh geben. Neben dem eigenen Zug für die Schüler um 7.24 wird ein Schienenersatzverkehrsbus fahren, der um 6.55 in Mistelbach ankommt, sagt ÖBB-Sprecher Christopher Seif. Für die Gemeinde Mistelbach ist der Bus unverständlich, nachdem erst vor drei Jahren ein Teil der S-Bahn nach Mistelbach ausgebaut wurde. Es gebe zu viele Gegenzüge bei dieser Trasse, so das Argument der ÖBB.


Quelle: noe.orf.at

ontherox
27.10.2008, 09:59
Was????
Bitte wird jetz mal endlich was unternommen? Es werden immer mehr Auto´s auf Ö-Straßen somit wird Nordautobahn, S1 usw. gebaut...
Aber glaubt ihr nicht, das wenn der Verkehrsfluss dann schneller geht nicht die Auto´s wieder mehr und mehr werden bis Nordautobahn und S1 wieder zu wenig sind??????????

Um Internationale wird sich bemüht!!! Und was passiert für Österreichs Kleinstruktur? Nur etwas damit sie unzufrieden sind... Es wird ja richtig gefördert das Landflucht entsteht...

Das kann es wirklich nicht sein.

mfg
otr

Helmut71
06.11.2008, 10:42
„Ein erster Schritt!“

BEZIRK MISTELBACH / Die Pendler laufen weiter Sturm, die Politik sucht nicht nur nach Lösungen, sondern auch nach Schuld.

Die Kritik am ab Dezember in Kraft tretenden Fahrplan an der Schnellbahn zwischen Wien und Laa reißt nicht ab:
„Ich kann jetzt nicht mehr an Wochenenden mit der Bahn in den Dienst fahren!“, kritisiert ein Pendler aus Ameis. Er ist im Schichtdienst und kommt jetzt an Samstag, Sonn- und Feiertagen nicht mehr rechtzeitig in den 15. Bezirk, da der entsprechende Zug gestrichen worden ist. Die Lösung? Mit dem Auto bis Wolkersdorf fahren und dort in die Bahn einsteigen. Oder gleich mit dem Auto bis zur Arbeit fahren. „Außerdem: Wenn ich um 6.30 Uhr Dienstschluss habe, dann dauert es bis 10 Uhr, bis ich in Laa bin“, findet er die Verbindung in den Norden nicht eben attraktiv: „Für einen, der Nachtschicht hat, ist dieser Fahrplan ein Wahnsinn!“
Nicht nachvollziehen kann derartige Kritiken Laa, wie auch jene, dass die Laaer jetzt bis zu 20 Minuten länger unterwegs seien, Werner Schier, Sprecher der Ladendorfer Pendler Initiative: „Tatsache ist, dass die Laaer jetzt fünf bis sechs Minuten schneller in Wien sind!“, es gebe viele, die vom neuen Fahrplan profitieren würden.
Das sieht wiederum SPÖ-Landtagsabgeordneter Hermann Findeis nicht so: „Was sich hier beim öffentlichen Verkehr im Land um Laa und im Großraum Mistelbach abspielt, ist ja fast die Wiedererrichtung eines Eisernen Vorhanges der anderen Art!“ Die Region würde beinahe vollkommen vom öffentlichen Verkehr abgekoppelt, morgens und abends in den klassischen Pendlerzeiten gäbe es praktisch keine attraktiven Verbindungen mehr, so Findeis.
Zumindest hier sind Findeis und Mistelbachs Bürgermeister Christian Resch (ÖVP) einig: „Bei der Fahrplangestaltung hat man nur darauf geachtet, wie man die Pendler nach Wien bringen kann und nicht bedacht, dass es Menschen gibt, die zur selben Zeit Richtung Mistelbach fahren wollen: „Mistelbach ist auch ein Zentrum. Nicht nur für Schüler!“
Schon im Juni habe er den Fahrplanentwurf gesehen, sich gedacht, da passe etwas nicht und habe bei der ÖBB urgiert. Gleichzeitig habe er den Entwurf an die Direktoren der Schulen und die Ortsvorsteher geschickt. Fazit: Die ÖBB habe ihn abblitzen lassen, die Schuldirektoren die Pläne bis nach den Ferien liegen gelassen. Ob es jetzt Sinn macht, dass an HAK und HTL Unterschriften gegen den neuen Fahrplan gesammelt werden, sei dahingestellt.
Reschs Forderungen: Die Verbesserung der morgendlichen Verbindungen Richtung Norden, Rückverlegung der Ankunfts- und Abfahrtszeiten in Mistelbach auf die volle Stunde (wie seit Mitte der 80er-Jahre üblich), und die Aufnahme der Haltestelle Mistelbach-Stadt in einen Taktfahrplan.
Und Resch kennt auch einen Schuldigen für die Entwicklung, dass Fahrende Richtung Wien bevorzugt würden: „Hubert Kuzdas hat's verbockt und jetzt stellt er sich hin und schreit: Haltet den Dieb!“
„Statt zu schreien, sollte Resch zu Gabmann gehen und den zweigleisigen Ausbau der Bahn fordern!“, kontert der angegriffene SPÖ-Nationalrat. Dass in den morgendlichen Pendlerzeiten das Schwergewicht der Züge Richtung Wien liegt, sei normal, „dass sich der Bürgermeister etwas anderes wünscht, ist auch klar“. Als Nationalrat müsse er aber den ganzen Bezirk im Blick haben, nicht eine einzelne Gemeinde.
Mittlerweile gäbe es eine konstuktive Gesprächsbasis zur Bahn, um 14 Uhr wurde ein Schülerzug Richtung Wien geschaffen. „Ich weiß schon, dass wir vier oder fünf derartiger Züge brauchen. Aber das ist ein erster Schritt!“, setzt Kuzdas auf die Politik der kleinen Schritte. „Ich würde mir wünschen, dass jeder, der sich jetzt aufregt, mit mir den zweigleisigen Ausbau der Bahn fordert. Dann hätten wir die Unterstützung, die wir für diesen Schritt brauchen!“

Quelle: NÖN

Wolfgang B
07.11.2008, 08:02
Es ist traurig, wenn sich die Politiker gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben und behaupten, der jeweils andere wäre schuld an der Misere des neuen Fahrplans.
Daher mein Aufruf an alle Politiker aller Farben:
Streitet nicht herum, hackt nicht am Anderen hin, sondern macht das, wofür wir euch gewählt haben: Nämlich für den Bürger einzusetzen. Setzt euch zusammen und versucht, für uns den bestmöglichen Fahrplan herauszuholen. Für diesesmal wird es schon zu spät sein, aber der nächste Fahrplan kommt bestimmt!

Sonnenschein
19.12.2008, 16:01
Seit dem geänderten Fahrplan kommt es in der Früh und am Abend jeden Tag zu Verspätungen von ca. 20.Minuten. In der Früh steht der Zug in Neubau/Kreuzstetten ca.15 Minuten und wartet am Gegenzug und in Floridsdorf steht er nochmals länger. Gestern mit dem Zug Abfahrt 15.20 Praterstern gab es schon bei der planmäßigen Abfahrt eine Verspätung und in Schleinbach wieder 15.Minuten. Der Fahrplan dürfte nicht durchdacht worden sein. Es kann doch nicht sein, dass der alte Fahrplan der ziemlich gut funktioniert hat auf einen geändert wird, der nicht eingehalten werden kann.Habe schon an verschiedene Stellen geschrieben und von überall eine Antwort bekommen, dass am geänderten Fahrplan gearbeitet wird.
LG
Hilde