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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bgm von Obersiebenbrunn trat zurück



Helmut71
22.10.2008, 12:48
Bei der Gemeinderatssitzung vergangenen Donnerstag gab Ing. Andreas Sinnhuber seinen Rücktritt als Bürgermeister von Obersiebenbrunn bekannt. VP-Vizebürgermeister Franz Gerschlager behält sein Amt – die Frage, wer Sinnhubers Nachfolge antritt, sorgt derzeit für heißen Diskussionsstoff. Den Grund für seinen Rücktritt ortet der geschäftsführende SP-Gemeinderat Herbert Porsch im parteiinternen Druck.
Nach vier Jahren im Dienste der Marktgemeinde nimmt Sinnhuber den Hut. Schon in seiner Heimatgemeinde Mittersil war er als Mitglied im Sportclub, Turnverein, Tennisclub, Schiclub und anderen Vereinen sehr aktiv. Aufgrund seiner Lebensphilosophie wollte er auch in der freiwillig gewählten neuen Heimat Obersiebenbrunn seinen Teil zur positiven Weiterentwicklung beitragen.
Aus diesem Grund habe er der unabhängigen Bürgerliste Obersiebenbrunn seine Mithilfe angeboten und wurde im Jahr 2000 in den Gemeinderat und am 1. Oktober 2004 zum Bürgermeister gewählt. Vier Jahre später verabschiedet sich Sinnhuber in seinem Rücktrittschreiben von seinen Mitbürgern:
„Das Bürgermeisteramt habe ich leidenschaftlich und sehr gerne für jeden einzelnen Obersiebenbrunner ausgeübt. Leider habe ich mit der persönlichen Gleichstellung aller Gemeindebürger unterschätzt, dass damit auch persönliche Befindlichkeiten einiger Mitbürger gekränkt wurden. Mit dieser von mir total unterschätzten Facette der Politik konnte ich eigentlich in den letzten vier Jahren nicht umgehen. Und dieser Aspekt hat mich auch menschlich schwer belastet.“
Üble Nachreden wollte er nicht mehr hinnehmen
Willkürlich üble Nachrede zu verbreiten sei in dieser schwierigen und sensiblen Zeit wirtschaftlich nicht zu verkraften und widerstrebe all den Leitbildern seines Lebens: „Zum Schutz meiner Familie und meiner 30 Mitarbeiter, deren familiäre Existenz ebenfalls von mir und meinem Erfolg abhängig ist, verkünde ich schweren Herzens, aber auch mit Stolz auf das Geleistete, hiermit meinen Rücktritt als Bürgermeister von Obersiebenbrunn per 16. Oktober 2008.“
Auch Altbürgermeister Josef Slavik war ein Mitgrund für Sinnhubers Entscheidung: „Der Mensch konnte nie loslassen, er hat mir das Leben dadurch nicht einfacher gemacht. Aber ich möchte keine Schmutzwäsche waschen und den Leuten das antun, was sie mir angetan haben. Bevor die Situation unerträglich wird, nehme ich den Hut.“
SPÖ versteht den Rücktritt des Bürgermeisters nicht
Auf Seiten der SPÖ sorgten Sinnhubers Worte im Rücktrittsschreiben für Unverständnis. „Gewisse Textpassagen wurden nicht verstanden und deswegen auch nicht kommentiert“, so Porsch. In diesem Geschäft könne man nicht jedem „Liebkind“ sein und das habe Sinnhuber seiner Meinung nach nicht verkraftet.
VP-Klubchef und geschäftsführender Gemeinderat Alfred Iser empfindet Sinnhubers Rücktritt als schweren Schlag: „Er ist ein guter Freund und die Zusammenarbeit mit der ÖVP war immer sehr gut.“ Wie es weitergeht, sei derzeit noch unklar: „Für die nächste Parteisitzung gilt, wenn ich Verträge mache, dann werden sie eingehalten. Der Bündnispakt Bürgerliste/ÖVP wird zu 99 Prozent bleiben. Schließlich gibt es zwischen den beiden Parteien kein Problem.“
Laut Gerschlager wird er bis zur Gemeinderatswahl 2010 sein Amt behalten, dann werde innerhalb der ÖVP an ein Nachrücken der jüngeren Mandatare gedacht.

Quelle: NÖN

seher
22.10.2008, 20:23
DASS IST EIN BUERGERMEISTER MIT RUECKGRAD, sollten sich einige ein Beispiel daran nehmen!

lg