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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Museumszentrum Mistelbach



Wolfgang B
07.10.2008, 00:32
Zu den umstrittensten Museen in unserem Land zählt das Hermann Nitsch Museum in Mistelbach, das ein Teil des Museumszentrums Mistelbach ist.
Dieses Museumszentrum entstand auf dem Areal der ehemaligen Pflugfabrik Heger in der Mistelbacher Waldstraße. Eröffnet wurde es am 24. Mai 2007 mit der ersten Ausstellung des Künstlers Hermann Nitsch. Im Dezember 2007 wurde mit der Ausstellung Lebenswelt Weinviertel ein weiterer Teil des Museums eröffnet.

Betreten wir das Museum von der Waldstraße aus. Zwischen den beiden Gebäuden sehen wir schon den Eingangsbereich des Museums.


http://weinviertel.net/picture.php?albumid=17&pictureid=142


Vor der durch die Glasflächen hellen Eingangshalle befindet sich ein Platz mit einer Wasserfläche, in der Etage darüber ein Café. In der Halle selbst können die Eintrittskarten gelöst werden und im MZM-Shop diverse Artikel und Bücher über Hermann Nitsch und über das Weinviertel gekauft werden.


http://weinviertel.net/picture.php?albumid=17&pictureid=143


Rechts kommen wir sofort in eine große Ausstellungshalle. In dieser Halle - das Hermann Nitsch Museum - werden Arbeiten des umstrittenen Künstlers präsentiert. Der Besucher erhält hier einen Überblick über das künstlerische Schaffen Nitschs. Zugleich wird eine wissenschaftliche und dokumentarische Aufarbeitung des Gesamtwerks geboten. Zur Zeit werden die Meisterwerke aus der Duerckheim Collection gezeigt.

Die zweite große Ausstellung im MZM ist die Lebenswelt Weinviertel. Diese Halle liegt links vom Eingangsbereich. Vom 2. April 2011 bis 30. November 2011 wird hier die Ausstellung "Hexen.Zauber" gezeigt. Es ist eine Gemeinschaftsausstellung mit dem Urgeschichtemuseum Asparn an der Zaya. Das Thema in Mistelbach ist "Hexen - Mythos und Wirklichkeit". Es gibt einen Überblick über den Hexenwahn im Spätmittelalter und das Weiterleben des Hexenkults bis in die heutigen Tage. In Asparn an der Zaya wird unter dem Thema "Drei Farben" die Magie, der Zauber und das Geheimnis des Hexenkults beleuchtet.

Gehen wir nun wieder ins Freie. Vom Café im Obergeschoß hat man einen schönen Überblick über den Platz. Hier sehen wir ein Gebäude, davor sind 2 große Glocken.


http://weinviertel.net/picture.php?albumid=17&pictureid=144


Ein weiterer Ausstellungsraum ist die M-Zone. Hier gibt es verschiedene kleine Ausstellungen, unter anderem werden hier auch weniger bekannte Künstler präsentiert. Bis 25. April 2011 ist hier die Puppentheaterausstellung "verSPIELTes" zu sehen.

Das Museum ist von Februar bis November von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10:00 – 17:00 geöffnet. Der reguläre Eintrittspreis beträgt € 9,-, ermäßigte Preise gibt es für Schüler, Studenten, Senioren, Gruppen. Die Niederösterreich-Card wird für einen einmaligen Eintritt anerkannt. Die Eintrittskarte gilt auch für das Urgeschichtemuseum Asparn an der Zaya. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen werden um 15:00 Uhr Führungen zum Preis von € 3,- angeboten. Gruppenführungen sind gegen Voranmeldungen jederzeit möglich.

Im Museumszentrum Mistelbach werden eigene Programme für Kinder und Jugendliche, vor allem für Schulen angeboten. Die Ausstellungen selbst in ihrer Form sind aber für Kinder nur bedingt geeignet.

Zum Angebot der Veranstaltungen gehören auch Lesungen und Vorträge, heuer schwerpunktmäßig zum Thema der Ausstellung "Hexen.Zauber".

Dem Museumszentrum Mistelbach angeschlossen ist auch ein Café, das ebenfalls von Dienstag bis Sonntag geöffnet ist. In der gegenüberliegenden Landwirtschaftlichen Fachschule befindet sich ein ganzjährig geöffneter Heuriger.

Durch die gefällige Anlage des Museums kann das Ambiente überzeugen. Der MZM-Shop ergänzt mit seinem Angebot die Ausstellungen. In der Landwirtschaftlichen Fachschule kann in einem Bauernladen eingekauft werden. Der neu gestaltete Dionysos-Weg stellt eine Verbindung vom MZM zum Weinviertelfries dar. Von dort hat der Besucher einen umfassenden Rundblick, der bis zu den Karpaten und manchmal auch bis zum Schneeberg reicht.

Die Stadt Mistelbach ist mit allen Arten von Verkehrsmitteln gut erreichbar. Die Haltestelle Mistelbach Stadt und der Busbahnhof am Hauptplatz sind zu Fuß in etwa 15 Minuten zu erreichen. PKW können in der Waldstraße oder in der Winzerschulgasse geparkt werden, einen größeren Parkplatz gibt in der Karl Katschthaler-Gasse (HTL).

Links:
www.mzmistelbach.at (http://www.mzmistelbach.at/)
www.mistelbach.at (http://weinviertel.net/www.mistelbach.at)


Über das Museumszentrum Mistelbach, insbesondere über das Hermann Nitsch Museum, wird in der Öffentlichkeit viel diskutiert. Oft haben sich die Diskutanten nur unzureichend mit dem Künstler auseinandergesetzt. Um sich ein Urteil über Hermann Nitsch bilden zu können, wäre ein Besuch der Ausstellung in jedem Fall angebracht.

Marchmadl
07.10.2008, 15:24
Aus meiner Erfahrung kann ich nur empfehlen an einer Führung durch das MZM teilzunehmen. Ansonsten ist es für "Normalbesucher" schwierig sich mit dieser "Gedankenwelt" auseinanderzusetzen.
Wer weiß schon, dass Hermann Nitsch die Museumsbaulichkeiten einer Klosteranlage nachempfunden hat?
Ihn der Tod seiner Mutter in der Krypta inspirierte ....
Die rote Farbe nicht Blut ist ... (dieses färbt sich schwarzbraun)

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Jedenfalls eine "spannende Sache" ! ;)

Pasquino
08.04.2009, 21:00
2009 wird das Museumszentrum Mistelbach jedenfalls mit 1 Million Euro gefördert:
http://www.noel.gv.at/Presse/Presse/Pressearchiv-Suche/82684_museumszentrum.wai.html

Ironman
15.04.2009, 16:03
2009 wird das Museumszentrum Mistelbach jedenfalls mit 1 Million Euro gefördert:
http://www.noel.gv.at/Presse/Presse/Pressearchiv-Suche/82684_museumszentrum.wai.html

Schweinerei. :mad: