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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Prottes, Erdöl- und Erdgaslehrpfad



Wolfgang B
06.10.2008, 21:20
Prottes liegt an der Grenze zwischen Weinviertel und Marchfeld. So schreibt es Wikipedia. So eng wollen wir es nicht sehen, aber es ist tatsächlich so, auf der einen Seite die Weinhänge, auf der anderen die Weiten der Ebene. Die Gemeinde wirbt nicht nur mit Wein, viel wichtiger ist das Öl. In den 30er Jahren des 20. Jhdts. wurde zwischen Prottes und Matzen das größte Erdölfeld Mitteleuropas entdeckt. Und so verwundert es nicht, dass gerade hier in den Jahren 1977 – 1979 der Erdöl- und Erdgaslehrpfad entstanden ist, der einen Überblick über die Förderung dieser Bodenschätze gibt.


Die Wegbeschreibung:
Ausgangspunkt unserer Wanderung ist das Erdölmuseum Prottes.




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Der Weg führt uns in das Kellerviertel von Prottes und schon bald sind die ersten Exponate sichtbar.



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Alle Themen der Erdölförderung werden in den 5 thematisch zusammengefassten Abschnitten beschrieben. Zu Beginn steht die Bohrung. Hier einige Bohrmeissel.



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Bei jedem Objekt sind Tafeln aufgestellt, die die Schaustücke näher erklären. Gerade im ersten Abschnitt im Kellerviertel wirkt die Kombination Öl und Wein interessant.



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Dieses eigentümlich wirkende Gebilde erinnert irgendwie an ein außerirdisches Monster. Im Hintergrund liegt der Kindlwald. Für jedes Kind, das in Prottes geboren wird, wird hier seit 1981 ein Lebensbaum gepflanzt. Mittlerweile gibt es über 200 dieser Bäume.



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Auch einige Fahrzeuge werden vorgestellt, wie dieser Tatra-Kranwagen.



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Die Eisenbahn spielte früher beim Transport eine große Rolle. Ein Kesselwagen erinnert daran.



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Wir passieren nun die Schießstätte, an der es an manchen Tagen recht laut zugeht. Kurz danach zweigt ein Steig links ab, einfach den Wegweiser beachten. Wir steigen langsam, aber stetig auf eine Anhöhe an, bis wir eine kleine Kapelle erreichen, das Schneiderkreuz. Eine Sitzkombination lädt zu einer aussichtsreichen Rast ein.



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Empfehlenswert ist, an dieser Stelle den Güterweg weiter in nordwestlicher Richtung zu verfolgen und einen Abstecher zum Aussichtspunkt Karpatenblick zu machen. Einfach den Waldrand entlang weitergehen, zum Schluss dann links. Der Rundblick reicht von den Karpaten über das Marchfeld bis nach Wien und zu den Wienerwaldausläufern, bei klarer Sicht ist der Schneeberg zu sehen. Am Bild ein Blick zu den Karpaten, das Barbarakreuz ist gut zu sehen.



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Hier lässt es sich auch vortrefflich rasten.



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Doch kehren wir wieder zurück zum Schneiderkreuz. Hier ist der Wegweiser des Lehrpfades etwas verwirrend aufgestellt. Der richtige Weg ist der, der rechts vom großen Turm vorbeiführt. Wir wandern nun zwischen den Weingärten bergab. Wir sehen nun die letzten Ausstellungsstücke, wie z. B. diese Ölförderpumpen.



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Es geht noch ein Stück weiter auf dem Güterweg, bald erreichen wir das Siedlungsgebiet und das Kellerviertel. Das letzte Stück des Weges kennen wir schon vom Beginn unserer Wanderung. Wer noch nicht müde ist, kann vom Kellerviertel oder vom Erdölmuseum einen kurzen Abstecher durch die Weingärten zum Barbarakreuz machen. Dieses wurde zum Gedenken an die verunglückten Arbeiter aufgestellt und ist weithin sichtbar und gleichsam ein Wahrzeichen von Prottes.




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Allgemeines zum Weg:
Der Weg kann aufgrund der zahlreichen Ausstellungsstücke nicht verfehlt werden, an den entscheidenden Stellen sind Wegweiser aufgestellt. Aufpassen heißt es jedoch beim Schneiderkreuz, wie oben im Text erwähnt. Der andere Weg führt allerdings auch wieder ins Tal. Die Streckenlänge beträgt etwa 4,5 km, die Gehzeit richtet sich danach, wie intensiv man sich die einzelnen Schaustücke ansieht. Der Abstecher zum Karpatenblick ist etwa 3 km und dauert etwa eine dreiviertel Stunde. Bis auf den Aufstieg zum Schneiderkreuz bewegen wir uns auf asphaltierten Güterwegen.


Familienfreundlichkeit:
Aufgrund der Weglänge und der zahlreichen Ausstellungsstücke ist der Weg auch für Familien mit Kindern attraktiv und kurzweilig. Einzig der unbefestigte Aufstieg zum Schneiderkreuz könnte mit dem Kinderwagen problematisch werden.


Einkehrmöglichkeiten:
Unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeiten, in Prottes selbst gibt es für die Einkehr danach mehrere Lokale oder auch Heurige.


Attraktionen:
Die etwa 150 Exponate entlang des Weges sind vor allem für technisch Interessierte sehenswert. Leider sind manche Stücke durch die Witterung etwas unansehnlich geworden, auch so manche Schautafel hat schon bessere Zeiten gesehen. Von den höchsten Punkten bietet sich eine gute Aussicht weit über das Marchfeld, besonders, wenn man den Abstecher zum Karpatenblick macht oder nach der Runde noch zum Barbarakreuz raufgeht. An Sonntagen zwischen Ostern und Allerheiligen hat auch das Erdölmuseum am Beginn der Tour geöffnet.


Anfahrt:
Prottes ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Regionalbahn von Gänserndorf aus erreichbar.
Zur Fahrplanauskunft der ÖBB (http://fahrplan.oebb.at/bin/query.exe/dn?L=vs_addr)
Mit dem PKW kommt man aus Wien über Gänserndorf nach Prottes, aus Richtung Norden über Bad Pirawarth und Matzen oder über Dürnkrut und Ebenthal. Parkplätze gibt es in der Nähe des Erdölmuseums.


Links:
http://www.prottes.at (http://www.prottes.at/)


Allgemeine Hinweise zu Wanderrouten (http://weinviertel.net/showthread.php?t=275)

AndreasB
26.11.2008, 22:03
Hallo Wolfgang !

Eine sehr anschauliche Beschreibung - gefällt mir sehr gut.

Prottes lag bei unserer Wanderung in Bad Pirawarth auf der Rückfahrt fast am Weg. - Wir waren schon sehr hungrig und sind über Gänserndorf bis Orth an der Donau gefahren und dann erst in Mannsdorf an der Donau eingekehrt.

Für uns Südwiener die totale Expedition.

LG Andreas