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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schnellbahn bis Ernstbrunn?



Helmut71
09.09.2008, 18:27
Im Zuge des Wahlkampfs fordern die Grünen: Der öffentliche Nahverkehr muss endlich ausgebaut werden. „Gerade jetzt, wo die Spritpreise in die Höhe schießen, ist es besonders notwendig, eine kostengünstige und bequeme Alternative zum Auto zu bieten“, so Bezirksspitzenkandidatin Doris Kampas.
Konkret sprechen die Grünen den Ausbau des Schnellbahnverkehrs von Wien über Korneuburg nach Ernstbrunn an. Mit dieser Streckenführung würde man den Wünschen vieler Pendler nach einer bequemen, sicheren und umweltfreundlichen Verbindung nach Wien entsprechen.
Die Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz würde eine Alternative zum stressigen und teuren Pendeln mit dem PKW bieten und damit die Attraktivität der Region enorm steigern. „Außerdem könnte damit Korneuburg und die Laaerstraße entlastet werden“, erklärt Kampas.
Um die Forderungen der Grünen zu verwirklichen, wäre es notwendig, die Gleisanlagen teilweise zu erneuern und die Bahnübergänge zu sichern. Durch Lärmschutzmaßnahmen und den Einsatz von modernem Wagenmaterial würden auch die Anrainer geschont werden. Die Kosten für eine solche Instandsetzung machen laut Grüne nur einen Bruchteil der Errichtungskosten der S1 Nord aus, würden aber ein weitaus nachhaltigeres Angebot für die Pendler schaffen.
Land NÖ verhandelt längst wegen Ausbau der Strecke
ÖVP-Bezirksgeschäftsführer Christian Gepp versichert, dass das Land Niederösterreich längst mit der ÖBB über die Aktivierung des Personenverkehrs nach Ernstbrunn verhandelt. „Zusätzlich ist es notwendig, eine Park & Ride-Anlage zu errichten, um den Pendlern und der Bevölkerung der Umlandgemeinden Parkmöglichkeiten zu bieten“, so Gepp. Weiters schlägt die ÖVP vor, ein Anrufsammeltaxi wie das BIHAXI in Bisamberg zu realisieren, um zu den jeweiligen Bahnstationen zu gelangen.
Auch die FPÖ Korneuburg unterstützt die Aufnahme eines Personenverkehrs zwischen Korneuburgs und Ernstbrunn, weist aber auf den enormen Kostenaufwand für die ÖBB hin. „Der Einsatz von Bussen mit Flüssiggasmotoren wäre im Bezirk Korneuburg ein sehr gute Alternative“, erklärt FPÖ-Wahlkampfmanager Andreas Panek.
SPÖ-Bezirksspitzenkandidat Hannes de Witt steht den Wünschen der Grünen eher skeptisch gegenüber: „Zuerst muss überhaupt die Notwendigkeit einer solchen Streckenführung belegt werden.“ Die finanzielle Belastung der ÖBB müsse man schon begründen, so de Witt. Und nicht zuletzt verlange das Projekt ein reifes Konzept, um über eine Durchführung nachzudenken.

Quelle: NÖN

Mysticus
09.09.2008, 20:59
Es ist ja schön und gut, wenn sich die Politiker plötzlich für Alternativen und für den öffentlichen Verkehr einsetzen, NUR ist Bahnfahren keine wirkliche Alternative da die Tarife einfach zu teuer sind -> siehe klassisches Beispiel Hohenau-Wien 10,20 Euro

Peter Wrba
10.09.2008, 01:47
Die "Gruenen" fordern auf der Suche nach Ihrer Existenzberechtigung "vieles".

Meistens liegt es an den Personen und deren Selbst-Verwirklichungsgeist auf Kosten der steuerzahlenden Gesellschaft.

10,20 Euro von Hohenau nach Wien ueberrascht mich vom Preis her fuer oesterreichische Verhaeltnisse sehr. Oder ist das der Preis fuer eine Wochen-Karte?

kletzi
10.09.2008, 11:35
10,20 Euro von Hohenau nach Wien ueberrascht mich vom Preis her fuer oesterreichische Verhaeltnisse sehr. Oder ist das der Preis fuer eine Wochen-Karte?

Nein das ist eine Karte in "EINE" - Richtung!

Für Leute mit Vorteilscard ergibt sich ein Preis von ca. 5,5€

Muss man aber trotzdem doppelt rechnen, da man ja hin und zurück fährt. Wenn man bedenkt das man um 20 euro nach Deutschland fahren kann, oder von Hohenau - Wien (und zurück) um 20 Euro ... Sehr teures Geschäft :confused::mad:

Mysticus
10.09.2008, 12:02
Genau dass ist ja das groteske.

Ich bin mir sicher und ich gehöre auch zu diesen Leuten, dass wenn die Bahn um mindestens die Hälfte günstiger Wäre, ich um vieles öfteres mit der Bahn fahren würde.

Die Preispolitik der ÖBB ist die Schaufel zu Ihrem eigenem Grab. Natürlich wird das Geld immer weniger, weil Sich bahnfahren keiner Leisten kann.
Jetzt zu glauben, wenn man die Tarife erhöht, wirds besser, na eben nicht, weil dann noch weniger Leute mit der Bahn fahren werden, und nur die ausgeschröpft werden, die sowieso täglich mit der Bahn fahren.

Eine Familie mit 2 Kindern würde bei einem Zoobesuch in Schönbrunn von Hohenau aus (Von Bernhardtshal und Rabensburg brauchen wir gar nicht sprechen) alleine schon Fahrtkosten von rund 38 € verbuchen. Nicht zu reden von den Kosten die noch dazukommen, wenn man die Öffis (ebenfalls sehr teuer geworden) hinzurechnet.

Die Bahn ist einfach zu teuer. Um in die Arbeit zu kommen müsste ich mit der Bahn sogar draufzahlen, da ich im Schichtbetrieb arbeite und teilweise auch über mehrere Tage frei habe und somit eine Monats oder Wochenkarte gar nicht in Frage kommen würde.

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@Kletzi

hinzukommen tut ja noch für die EINE Richtung, dass du dir ja in Wien auch noch die Karte für die Öffis (bei mehreren Fahren Einkaufskarte empfehlenswert) kaufen musst, was sich mit ca 5 € zu Buch schlägt.

Diese ist aber eigentlich schon ab Süßenbrunn gültig.

Wenn du mit dem Auto jetzt nach Süßenbrunn fährst und den Rest mit den Öffis, was billiger und bequemer ist als mit dem Auto, sparst du bares Geld.

Somit, Spritsparen - Bahnfahren ->Spritsparen ja, Kosten nicht.

Ironman
15.09.2008, 21:58
Ich bin mir sicher und ich gehöre auch zu diesen Leuten, dass wenn die Bahn um mindestens die Hälfte günstiger Wäre, ich um vieles öfteres mit der Bahn fahren würde.

Eine Familie mit 2 Kindern würde bei einem Zoobesuch in Schönbrunn von Hohenau aus (Von Bernhardtshal und Rabensburg brauchen wir gar nicht sprechen)

... da ich im Schichtbetrieb arbeite Zeitkarte gar nicht in Frage kommen würde.

Da magst du schon Recht haben. Für Gelegenheitsfahrten ist das Auto in der Tat die billigere Variante.
Nur ist es in der Praxis so, dass sich für die Mehrzahl der Pendler sehr wohl eine Zeitkarte anbietet, und mir dieser ist man allemal günstiger dran als mit dem Auto.

Was die Relation Korneuburg - Ernstbrunn anlangt, verhält es sich genau so wie bspw. zwischen Mistelbach und Hohenau: 1988 hat man im Zuge der "Nebenbahnverordnung" (Unwort des 20. Jht, Anm. :mad:) alle Lokalbahnen im Weinviertel mit Ausnahme des "Schweinbarther Kreuzes" und Drösing - Zist mutwillig eingestellt, nachdem man vorher bewusst keine Verbesserungen hinsichtlich Infrastruktur einerseits und Fahrplangestaltung andererseits gemacht hat.

Dabei hätten gerade Ko - Erb sowie Mis - Nh enormes Potential. Sowohl im Schüler-, als auch im Pendler- und im Gelegenheitsverkehr.

Sieht man sich die Situation entlang der B6 einerseits und der B40/B48 andererseits an, wird man die Sinnhaftigkeit des Andenkens einer Wiedereröffnung für den planmäßigen PV erkennen.

tinahexe
16.09.2008, 02:46
Bahnfahren oder mit den Öffis fahren ist ja gut und schön .wenn man die gelegenheit dazu hat.
Ich habe z.B. ab 19:45 keinen Bus mehr von Hollabrunn zu mir nach
Großkadolz, und der letzt Zug geht auch um etwa 22Uhr,und Sonntag gibts keinen Bus nach/von Hollabrunn,
da ich aber längere bzw. andere Arbeitszeiten(Taxlerin am Flughafen Schwechat) habe kann ich überhaupt nicht mit den Öffis fahren,:mad:

und von billig kann mit einer Strecke inkl.Wien mit ca 14 Euro auch nicht die Rede sein, also bleibt nur das Auto.

lg tina

kletzi
17.09.2008, 11:16
Bahnfahren oder mit den Öffis fahren ist ja gut und schön .wenn man die gelegenheit dazu hat.
Ich habe z.B. ab 19:45 keinen Bus mehr von Hollabrunn zu mir nach
Großkadolz, und der letzt Zug geht auch um etwa 22Uhr,und Sonntag gibts keinen Bus nach/von Hollabrunn,:mad:
lg tina

So ähnlich kann man das Angebot auf der Nordbahn auch beschreiben, weil bei uns fährt der letzte Zug um ca. 22:30 nach Bernhardsthal (Breclav) ... Nicht mal fürs Donauinselfest hat es einen extra zug gegeben. Also man fühlt sich links liegen gelassen. :mad: