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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : MistelbachAktivRing



Wolfgang B
26.08.2008, 12:11
Der MistelbachAktivRing umrundet, wie schon der Name andeutet, das Stadtgebiet der Bezirkshauptstadt. Die Runde ist als Anreiz zu sportlicher Betätigung in Mistelbach gedacht und eignet sich gleichsam für Läufer, Nordic Walker wie auch für den gemütlichen Wanderer. Aber auch Gäste sind eingeladen, diese Wanderung zu absolvieren, gibt es doch eine Zahl von Attraktionen entlang der Strecke und zahlreiche schöne Ausblicke auf Mistelbach und die Umgebung.

Die Wegbeschreibung:
Ausgangspunkt unserer Wanderung ist die Kreuzung Bahnstraße – Hüttendorferweg. Bereits am Bahnhof Mistelbach weist ein Schild zu unserem Ausgangspunkt. Gleich nach dem Bahnschranken sehen wir rechts eine Marienkapelle, eine Wallfahrergedenkstätte, wie sie oft im Weinviertel anzutreffen ist.


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An der nächsten Wegkreuzung wählen wir den Differtenweg, dem wir bis zum Ortsrand treu bleiben. Dieser geht in einen Feldweg über. Wir passieren ein Marterl und erreichen ein kleines Wäldchen. Hier biegen wir rechts ab. Leicht ansteigend nähern wir und wieder dem Siedlungsgebiet, ohne es zu betreten. Links sehen wir Hüttendorf und unseren Landeshöchsten, den Buschberg mit den beiden Radarkugeln.


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Nun richten wir wieder unsere Blicke vorwärts auf zwei Baumreihen, die Liebesallee. Hier wurden und werden laufend hauptsächlich Linden gesetzt und jeder kann zum Wachsen dieser Allee beitragen, gleichsam als Zeichen, das noch Jahrhunderte später zu sehen ist.


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Wir wandern weiter Richtung Norden auf einem Höhenrücken. Später weist uns eine Tafel nach rechts in die Körner-Siedlung. Rechts in der Siedlung liegt der sowjetische Friedhof, gleichsam als Mahnmal um die Geschehnisse im 2. Weltkrieg.


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Wir queren die stark frequentierte Oberhoferstraße und wandern am Triftweg bis zur modernen Kirche Maria Rast.


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Wir verlassen wieder das Siedlungsgebiet, marschieren bis zu einem Biotop, dort rechts und steil ansteigend zur nächsten Attraktion, dem Container Zwischenraum mit dem Weinviertelfries, ein Kunstwerk von Heinz Cibulka, das die Vielfältigkeit des Weinviertels darstellt.


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Die angeschlossene Aussichtsplattform ermöglicht einen schönen Rundblick, der bis zu den Karpaten und an klaren Tagen bis zum Schneeberg reicht. Auch die modernen Wahrzeichen des Weinviertels, die Windräder, sind nicht zu übersehen, an die 90 sieht man von hier.
Unser Wanderweg führt uns an der nicht stark befahrenen Eibesthaler Straße Richtung Mistelbach, beim Wasserhochbehälter geht es links ab in die Weingärten. Ein zügiger Abstieg bringt uns zum Einkaufszentrum M-City.


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Die stark befahrene Wilfersdorfer Straße wird auf einem Steig im Bachbett eines ausgetrockneten Grabens unterquert. Wir bummeln nun durch die M-City und halten uns schließlich zu den Gleisen der Landesbahn. Neben diesen führt uns der M-City-Weg zur Ebendorfer Straße. Dieser Straße entlang kommen wir bald zur Zaya, die jetzt die nächsten paar Kilometer unser Begeiter ist. Hier im Bild Schloss Ebendorf, von der Zayabrücke aufgenommen.

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Auf dem Zayadamm geht es nun entlang des Radweges flussaufwärts bis zur Mündung der Mistel. Ein schöner Blick über die letzten Meter der Mistel zur Kirche.


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Vor kurzem wurde hier der Zaya ein breiteres Bachbett gegeben, es entstand wieder eine etwas natürlichere Fließstrecke der sonst in ein starres Trogbett gezwungenen Zaya. Das Einkaufszentrum Mistelbach Süd bleibt bald hinter uns, wir unterqueren die Mitschastraße. Die Wiese neben dem Umspannwerk hätte vor einigen Jahren verbaut werden sollen, dazu ist es zum Glück nicht gekommen. Etwas weiter erreichen wir die Eisteichwiese, ein Naturdenkmal und das letzte Augebiet, das entlang der Zaya geblieben ist. Ein Naturjuwel, unmittelbar an das Stadtgebiet anschließend!


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Der Rad- und Gehweg führt nun unter der Ernstbrunner Straße durch und kurz danach übersetzen wir die Gleise der ehemaligen Gänserndorfer Lokalbahn. An der Mündung des Taschlbaches und des Feldwiesengrabens wurde vor einigen Jahren ein großes Retensionsbecken geschaffen, welches der Zaya und den Nebenflüssen wieder Platz zum Ausbreiten gibt.


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Die Natur hat sich hier schon wieder ihren Anteil zurückgeholt, und heute ist dieses Gebiet wieder recht ansehnlich geworden. Eine Schautafel gibt einen kurzen Überblick, wie es früher einmal war. Der Wanderweg schwenkt nun – weiter entlang der Zaya – in Richtung Nordwesten. Auf einem Steg geht es unter der Ostbahn durch. Vor uns liegt nun Hüttendorf. Wir betreten diese Ortschaft nur ganz kurz, nach der Landstraße bringt uns der Weg wieder nach Mistelbach zurück. Über der Kuppe sehen wir wieder die Mistelbacher Kirche.


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Der Weg steigt nun bergan, vor uns ist nun wieder das kleine Wäldchen, das wir schon vom Anfang der Runde kennen. Auf bekanntem Weg, vorbei an einem Marterl, legen wir nun die letzten Meter zu unserem Ausgangspunkt zurück.



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Allgemeines zum Weg:
Der Weg weist, bis auf einige kurze Abschnitte, wo er gleich mit dem Weinviertelweg 632 verläuft, keine Markierungen auf. An den markanten Stellen sind jedoch grün-gelbe Tafeln aufgestellt, an denen auch Kilometerangaben zur Orientierung angeführt sind. In den Siedlungsgebieten und entlang des Zaya-Radweges wandern wir auf Asphalt, sonst auf Feldwegen, die nach der Schneeschmelze im Frühjahr und nach starken Regenfällen jedoch tief sein können. Die Weglänge beträgt 13,3 Kilometer, man muss mit einer Gehzeit von 3 ½ bis 4 Stunden rechnen. Der Weg kann an mehreren Stellen abgekürzt werden, indem man sich direkt Richtung Stadtzentrum hält.

Familienfreundlichkeit:
Es lassen sich leicht individuelle, kürzere Wanderstrecken zusammenstellen. Daher eignet sich der Weg besonders gut für Jung und Alt. Für Kinder gibt es außerdem Spielplätze, z. B. gleich beim Start hinter der Volksschule, bei der Kirche Maria Rast und bei der M-City. Für den Hund ergeben sich genug Auslaufmöglichkeiten, eventuell auch ein Bad in der Zaya. An den Wegen am Stadtrand muss man jedoch mit dem Zusammentreffen mit anderen Hunden rechnen. In den sensiblen Gebieten an der Eisteichwiese und beim Retensionsbecken sollte der Hund angeleint werden.

Einkehrmöglichkeiten:
Direkt neben der Strecke gibt es Einkehrmöglichkeit in der M-City (auch sonntags) und in der Mitschastraße (u. a. Mc Donalds), vom Weinviertelfries gibt es einen Feldweg (Dionysosweg), der direkt zur Winzerschule führt (Heuriger), ansonsten gibt es im Stadtgebiet mehrere Einkehrmöglichkeiten. Infos dazu auf der Homepage von Mistelbach.

Attraktionen:
Die Sehenswürdigkeiten an der Strecke (Liebesallee, Kirche Maria Rast, Weinviertelfries, Eisteichwiese) wurden bereits bei der Wegbeschreibung erwähnt. Zahlreiche weitere Attraktionen gibt es im Stadtgebiet von Mistelbach, wie z. B. das Museumszentrum Mistelbach (Hermann Nitsch-Ausstellung) und einige sakrale Bauwerke (die Kirche von Mistelbach ist fast vom gesamten Weg sichtbar). Auch hier sei vorab ein Blick auf die Homepage von Mistelbach empfohlen.

Anfahrt:
Mistelbach ist im Stundentakt mit der S 2 aus Wien erreichbar, der Bahnhof liegt unweit des Startpunktes. Busse fahren aus allen Richtungen in die Bezirkshauptstadt, die Busstationen am Hauptplatz und am Bahnhof sind nicht weit vom Ausgangspunkt gelegen.
Zur Fahrplanauskunft der ÖBB (http://fahrplan.oebb.at/bin/query.exe/dn?L=vs_addr)
Die Anreise mit PKW erfolgt aus Wien über die B 7, die B 46 verläuft in Nord-Süd-Richtung, die B 40 in West-Ost-Richtung durch das Stadtgebiet. Parkplätze gibt es unweit des Ausgangspunktes in der Park&Ride-Anlage des Bahnhofes.

Links:
www.mistelbach.at (http://www.mistelbach.at/)
www.mzmistelbach.at (http://www.mzmistelbach.at/)


Allgemeine Hinweise zu Wanderrouten (http://weinviertel.net/showthread.php?t=275)


(WB080810)