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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Herrnbaumgarten, Kapellenrundweg



Wolfgang B
14.07.2008, 09:56
Die Weinbaugemeinde Herrnbaumgarten liegt im östlichen Weinviertel, unweit der Stadt Poysdorf. Die Einwohner von Herrnbaumgarten bezeichnen ihre Gemeinde als das „verruckte Dorf“. Das heißt aber nicht, dass sie verrückt sind, sondern sie betrachten die Welt aus einem leicht schrägen Blickwinkel. Und so wurde aus dem Kapellenrundweg der Einzelsockenlehrpfad. Dieser ist jenen normalerweise paarweisen Bekleidungsstücken gewidmet, die ihren Partner verloren haben. Wer ein solches Einzelstück zu Hause liegen hat, sollte diesen mitnehmen!


Die Wegbeschreibung:
Unsere Wanderung beginnt am Hauptplatz von Herrnbaumgarten. Anfänglich geht es in der Hauptstraße Richtung Poysdorf. Wir passieren das Nonseum, in dem der Verein zur Verwertung von Gedankenüberschüssen augenzwinkernd seine Ideen präsentiert. Die Kapelle zur Schmerzhaften Mutter Gottes ist der erste markante Punkt unserer Tour.


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Hier zweigen wir in die Wagnergasse ab, die uns schließlich in die Weingärten führt. Bald sehen wir die erste Möglichkeit, unseren mitgebrachten Einzelsocken aufzukluppen.


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Stetig gewinnen wir an Höhe, zuletzt durch einen schönen Hohlweg.


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Bei einem kleinen Wäldchen können wir uns bei einer Sitzkombination von den Strapazen erholen. Wer gut drauf ist, macht die vorgeschriebene Anzahl an Kniebeugen. Auf jeden Fall sollte man die hervorragende Rundsicht, besonders auf Herrnbaumgarten genießen.


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Wir umrunden das Wäldchen – hier gibt es eine weitere Möglichkeit zum Aufkluppen unseres Einzelsockens – und kommen zur Steinbruchkapelle, die dem Hl. Urban, dem Patron der Winzer, geweiht ist.


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Beim Romsykreuz erreichen wir einen asphaltierten Güterweg, der uns entlang eines Windschutzgürtels führt.


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Zahlreiche Obstbäume säumen hier den Weg. Hier haben wir auch einen schönen Ausblick zur Ruine Falkenstein und zu den Pollauer Bergen mit der Stadt Mikulov (Nikolsburg).


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Ein Stück des Weges ist als Liederwanderstrecke gekennzeichnet. An der Landesstraße biegen wir rechts ab und finden weitere Leinen zum Sockenaufhängen. Beim Schauweingarten der „Bundesleeranstalt für Wein“ werden alte Weinsorten vorgestellt. Der müde Wanderer kann sich hier auf einer Sitzkombination ausruhen.


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Es besteht auch die Möglichkeit, die Wanderung hier abzukürzen und durch die Schindergasse direkt nach Herrnbaumgarten zurückzukehren. Wir aber zweigen links auf einen Feldweg ab. Einen Teil des folgenden Weges bildet die „Erste Europäische Einfußhüpfspur“. Schließlich geht es in einen Hohlweg hinunter und dort nach rechts zur Antonikapelle mit Rastmöglichkeit.


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Zurück nach Herrnbaumgarten führt uns der Hennkratzen-Hohlweg, ein schönes Beispiel, wie früher viele Wege ausgesehen haben. Gleich zu Beginn des Siedlungsgebietes sehen wir die vierte Kapelle an unserem Weg, die Mariahilfskapelle.


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Der ausgeschilderte Weg führt außerhalb des Ortes zurück, wer aber in der Kellergasse zum Ausgangspunkt zurückkehrt, macht keinen Fehler, denn diese ist wirklich sehenswert.


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Bei der Kirche von Herrnbaumgarten endet unsere Runde auf dem Einzelsockenlehrpfad.
Es bleibt nur noch zu sagen: "Ehret den Sock'!"

Allgemeines zum Weg:
Der Weg ist teilweise rot markiert, an den wichtigen Stellen sind Wegweiser aus Holz aufgestellt. Die Streckenlänge beträgt etwa 7kkm, man muss mit einer Gehzeit von etwa 2 ½ Stunden rechnen. Im Ortsgebiet und zwischen Romsykreuz und Schauweingarten müssen wir auf Asphalt gehen, sonst bewegen wir uns auf Feldwegen.

Familienfreundlichkeit:
Für größere Kinder sollte der Weg kein Problem sein, wie im Bericht erwähnt, kann man ab dem Schauweingarten den Weg um ein Drittel kürzen. Zahlreiche Rastplätze sorgen für Erholung. Mit Kinderwagen kann es auf den unbefestigten Streckenabschnitten, vor allem in den Hohlwegen problematisch werden, die Steigungen sind moderat. Auf den Hund sollte man im freien Gelände gut aufpassen, es gibt viele Hasen.

Einkehrmöglichkeiten:
Für Speis und Trank empfehlen sich das Gasthaus und Heurige im Ort, unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeit. Man sollte daher ausreichend Essen und Trinken mitnehmen.

Attraktionen:
Die humorvolle Ausführung des Weges ist schon eine Attraktion für sich. Der kulturell Interessierte findet neben den 4 Kapellen noch einige Wegkreuze. Die Höhenlage ermöglicht zahlreiche Ausblicke über die Weinviertler Landschaft. Für danach empfiehlt sich der Besuch des Nonseums.

Anfahrt:
Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bietet sich die ÖBB-Postbuslinie Wien - Mistelbach - Poysdorf - Bernhardsthal an. Der Fahrplan ist aber leider an Wochenenden sehr dünn.
Zur Fahrplanauskunft der ÖBB (http://fahrplan.oebb.at/bin/query.exe/dn?L=vs_addr)
Die Anreise mit PKW erfolgt grundsätzlich über Poysdorf bzw. Schrattenberg. Aus Tschechien erreicht man Herrnbaumgarten am besten über die Grenzstellen Drasenhofen oder Schrattenberg. Am Ausgangspunkt der Wanderung besteht Parkmöglichkeit.

Links:
http://www.herrnbaumgarten.at (http://www.herrnbaumgarten.at/)
http://www.nonseum.at (http://www.nonseum.at/)



Allgemeine Hinweise zu Wanderrouten (http://weinviertel.net/showthread.php?t=275)


(WB080410)

(http://www.nonseum.at/)