Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Biber im Weinviertel
Helmut71
03.02.2008, 10:09
Seitdem in NÖ vor mehr als 20 Jahren mit der Wiedereinbürgerung des Bibers begonnen wurde, ist dessen Population rasant angestiegen und wird derzeit auf mehrere tausend Exemplare allein in NÖ geschätzt.
Der Freude über die Wiedereinbürgerung einer praktisch ausgestorbenen Tierart stehen Bedenken seitens der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischteichbesitzer gegenüber, da Biber zu wenig wilden Lebensraum vorfinden.
Was ist eure Meinung zu Bibern - Segen oder Plage?
Hier zwei Aufnahmen von Bibern bei Rabensburg (Jänner 2008).
Weblink: www.biberschutz.at (http://www.biberschutz.at)
In Mistelbach gibt´s an der Zaya auch schon einige gefällte sowie angeknabberte Bäume.
Durch Eingriffe der Menschen werden viel mehr Bäume kaputt. Früher gabs auch Biber bis sich der Mensch einbildete sie machen zuviel kaputt. Bis sie wieder -vielleicht- überhand nehmen, wird die Natur es sicher verkraften und dann´kann der Mensch ja wieder durch die Jägerschaft eingreifen!
Helmut71
04.02.2008, 11:26
In Mistelbach gibt´s an der Zaya auch schon einige gefällte sowie angeknabberte Bäume.
Ich wusste gar nicht, dass an der Zaya auch schon Biber zu finden sind. :)
Errichten die Biber dort auch Dämme?
Dämme hab´ ich noch keine gesehen. Nur wie gesagt an- bzw. umgebissene Bäume.
Helmut71
04.02.2008, 15:31
Ich habe beobachtet, dass sie in Abwassergräben, aber auch in der Thaya selbst Dämmer errichten. Nehme aber an, dass das vom Strombauamt und den Gemeinden nicht so gerne gesehen wird und diese ehebaldigst wieder entfernt werden.
ich kann auch ein foto dazu beitragen:
http://i27.tinypic.com/j5inbm.jpg
es liegt in der natur der biberfamilie, sich dämme zu errichten - sie schaffen sich somit ihren wohnraum. dass sie damit oft große schäden anrichten, kann man nicht bestreiten. ich denke, dieses "problem" (einmal mehr ein zusammenstoß von mensch & tier) könnte man mit einem eigenen, dementsprechend geeigneten biberreservat umgehen. das march- und thayagebiet würde beste grundlagen dafür bieten ...
Marchmadl
08.11.2008, 09:49
:eek:Biber sind schon ein echtes Problem. Nicht nur Auwaldbesitzern macht er zu schaffen. Darurch dass die Population immer größer wird, muss er sich neue Lebensräume suchen. Egal ob Zaya oder Sulzbach usw. Biber ernähren sich im Sommer durch Obst und benützen die Baumstämme "nur" zum "Zähneschärfen". Echte Gefahr für Bäume gibt es dann im Winter, wo diese dann völlig umgelegt werden. Leider viele alte wertvolle Baumriesen.
:rolleyes:
Wußtet ihr, dass es in der Landesregierung einen eigenen
Bibermanager gibt?
:rolleyes:
Der kommt bei Problemen um sich die Lage anzusehen. Es darf gegen den Biber nichts unternommen werden ohne seine Zustimmung. Erst wenn "fast Gefahr in Verzug ist" bekommt man die Erlaubnis den Biberdamm zu zerstören, um das Tier auf sanften Druck hin, zu bewegen, wegzuwandern.
Doch diese Arbeiten muss man täglich tun, die Viecherl sind sehr hartnäckig und fleißig. Innerhalb einer Nacht ist der Damm wieder intakt!
:o
Echt gefährlich ist es, wenn durch Biberburgen Straßen, Feldwege, Radwege oder gar Hochwasserschutzdämme unterminiert werden! Die lapidare Anweisung des Bibermanager lautet dann: tägliches kontrollieren der Wege und Absichern falls sich der Weg senkt :eek:
ontherox
10.11.2008, 17:43
Angesichts der Tatsachen muss man sagen in einer Ortschaft bzw. in der Kulturlandschaft haben wenige bis kein Anrainer Freude mit dem Biber (siehe Nachteile wie Wege-, Straßen-, Felderhaltung). Also überwiegend kein Lebensraum für Biber.
Der Biber selbst und seine Lebensart-weise sind ja sehr beeindruckend und ein echtes Naturschauspiel - keine Frage (gut das er einen gesicherten Lebensraum hat)!!!!!!!
Da in den Au-Wäldern gesicherte Bestände bestehen (die Umwelt-Kulturlandschaft trägt nicht mehr Biber als es derzeit schon gibt) sollte man sich eingestehen das es gerechtfertigt ist eine Überpopulation (und somit Schäden) in Grenzen zu halten.
mfg
otr
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