Helmut71
12.06.2008, 07:37
Seit Montag ist es offiziell: Die Asamer Basaltics GmbH wird kein Basaltwerk im Gewerbegebiet Flugfeld in Markgrafneusiedl errichten. Gerüchten zufolge soll das Werk nach Ebensee (OÖ) kommen. Die Gründe: „Wir investieren nur, wo wir willkommen sind“, so Geschäftsführer Michael Reiser. Die Meinungen im Bezirk über diese Entscheidung variieren: Bei den Gegnern knallen die Sektkorken, bei den Befürwortern herrscht der große Katzenjammer: „Das ist sehr bedauerlich. 200 dringend benötigte Hochtechnologiearbeitsplätze kommen dem Bezirk so abhanden“, ist SP-Landtagsabgeordnete und Markgrafneusiedls Vizebürgermeisterin Mag. Karin Renner enttäuscht.
Ihr SP-Ortschef Erwin Hrabal schlägt in dieselbe Kerbe: „Ich habe bis zuletzt um dieses Werk, in dem ich die Zukunft des Marchfeldes gesehen habe, gekämpft und stehe auch jetzt noch dazu. Es wurden weit mehr als 200 Arbeitsplätze bei Zulieferungs- und Verfeinerungsbetrieben verhindert.“ Er versteht aber die Betreiber: „Die Firma hat anscheinend nicht mit solchen Schwierigkeiten gerechnet.“ Und Renner ergänzt: „Ich hätte als Firma genauso gehandelt.“
Widerstand kam vor allem von einer Bürgerinitiative rund um den Strasshofer Rudolf Wotruba, der sogar mehr als 5.000 Unterschriften gegen das Werk gesammelt hatte: „Wir haben schon den Sekt gekühlt, bei uns herrscht Riesenfreude über diesen ,Sieg der Vernunft‘. Im Luftsanierungsgebiet dürfen einfach keine Maßnahmen zur weiteren Verschlechterung getroffen werden. Außerdem war das Werk auf Bauland-Betriebsgebiet geplant, obwohl eine Industriegebiet-Widmung vonnöten gewesen wäre.“ Sein Dank gilt allen Unterstützern der Bürgerliste und den Politikern aus Strasshof und Deutsch-Wagram, die gegen das Werk aufgetreten sind.
Einer von ihnen, Strasshofs SP-Bürgermeister Ludwig Deltl, ist erleichtert: „So ein Betrieb gehört nicht 120 Meter neben ein Strasshofer Wohngebiet. Die SP hat sich klar positioniert, wir sind zwar für Arbeitsplätze im Bezirk, sie müssen aber auch zur Region passen.“ Die Entscheidung in der Strasshofer SP sei lange überlegt worden, schließlich sei man zu einer ablehnenden Meinung zum Werk gelangt:
„Ich mache Ludwig aber keinen Vorwurf“
„Die Betreiber konnten die von uns gestellten Fragen nicht ausreichend beantworten. Das hat aber nichts mit den Unterschriften der Bürgerinitiative zu tun.“ Unstimmigkeiten zwischen ihm und Parteikollegen Hrabal gebe es aber deswegen nicht. Das sieht auch Hrabal so: „Sicher ist nicht alles so rund gelaufen, ich mache Ludwig aber keinen persönlichen Vorwurf.“
Die Strasshofer VP war immer ein Befürworter des Werks, „wenn gesundheitliche und umwelttechnische Probleme ausgeschlossen werden können“, wie Obmann Walter Holenia betont. Landtagspräsident Herbert Nowohradsky sieht das auch so: „Der Bezirk braucht Arbeitsplätze, wir haben sehr viele Pendler. Dadurch entstehen Verkehrsprobleme. Die Region als Betriebsstandort wird massiv geschädigt, wenn die Zukunft bei Ansiedlungen so aussieht.“
VP-Gemeinderat Matthias Hofer wollte das Werk sogar in seine Heimatgemeinde holen: „Es wäre eine tolle Sache für Hohenau gewesen. Die Firma hat das Areal der Zuckerfabrik als Standort überprüft, wollte sich den guten Ruf aber nicht durch Bürgerforen, die in der Region gegen das Werk mobil machen, ruinieren lassen.“
Quelle: NÖN
http://de.youtube.com/watch?v=G9SRXlwsQl4
Links:
http://www.bi-strasshof.at/ Bürgerinitiative Strasshof
http://www.asatec.at/ ASATec
Ihr SP-Ortschef Erwin Hrabal schlägt in dieselbe Kerbe: „Ich habe bis zuletzt um dieses Werk, in dem ich die Zukunft des Marchfeldes gesehen habe, gekämpft und stehe auch jetzt noch dazu. Es wurden weit mehr als 200 Arbeitsplätze bei Zulieferungs- und Verfeinerungsbetrieben verhindert.“ Er versteht aber die Betreiber: „Die Firma hat anscheinend nicht mit solchen Schwierigkeiten gerechnet.“ Und Renner ergänzt: „Ich hätte als Firma genauso gehandelt.“
Widerstand kam vor allem von einer Bürgerinitiative rund um den Strasshofer Rudolf Wotruba, der sogar mehr als 5.000 Unterschriften gegen das Werk gesammelt hatte: „Wir haben schon den Sekt gekühlt, bei uns herrscht Riesenfreude über diesen ,Sieg der Vernunft‘. Im Luftsanierungsgebiet dürfen einfach keine Maßnahmen zur weiteren Verschlechterung getroffen werden. Außerdem war das Werk auf Bauland-Betriebsgebiet geplant, obwohl eine Industriegebiet-Widmung vonnöten gewesen wäre.“ Sein Dank gilt allen Unterstützern der Bürgerliste und den Politikern aus Strasshof und Deutsch-Wagram, die gegen das Werk aufgetreten sind.
Einer von ihnen, Strasshofs SP-Bürgermeister Ludwig Deltl, ist erleichtert: „So ein Betrieb gehört nicht 120 Meter neben ein Strasshofer Wohngebiet. Die SP hat sich klar positioniert, wir sind zwar für Arbeitsplätze im Bezirk, sie müssen aber auch zur Region passen.“ Die Entscheidung in der Strasshofer SP sei lange überlegt worden, schließlich sei man zu einer ablehnenden Meinung zum Werk gelangt:
„Ich mache Ludwig aber keinen Vorwurf“
„Die Betreiber konnten die von uns gestellten Fragen nicht ausreichend beantworten. Das hat aber nichts mit den Unterschriften der Bürgerinitiative zu tun.“ Unstimmigkeiten zwischen ihm und Parteikollegen Hrabal gebe es aber deswegen nicht. Das sieht auch Hrabal so: „Sicher ist nicht alles so rund gelaufen, ich mache Ludwig aber keinen persönlichen Vorwurf.“
Die Strasshofer VP war immer ein Befürworter des Werks, „wenn gesundheitliche und umwelttechnische Probleme ausgeschlossen werden können“, wie Obmann Walter Holenia betont. Landtagspräsident Herbert Nowohradsky sieht das auch so: „Der Bezirk braucht Arbeitsplätze, wir haben sehr viele Pendler. Dadurch entstehen Verkehrsprobleme. Die Region als Betriebsstandort wird massiv geschädigt, wenn die Zukunft bei Ansiedlungen so aussieht.“
VP-Gemeinderat Matthias Hofer wollte das Werk sogar in seine Heimatgemeinde holen: „Es wäre eine tolle Sache für Hohenau gewesen. Die Firma hat das Areal der Zuckerfabrik als Standort überprüft, wollte sich den guten Ruf aber nicht durch Bürgerforen, die in der Region gegen das Werk mobil machen, ruinieren lassen.“
Quelle: NÖN
http://de.youtube.com/watch?v=G9SRXlwsQl4
Links:
http://www.bi-strasshof.at/ Bürgerinitiative Strasshof
http://www.asatec.at/ ASATec