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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Austria Frost vor Schließung?



Helmut71
04.06.2008, 10:34
Die Zukunft des Austria Frost-Werkes in Groß-Enzersdorf (Bez. Gänserndorf) steht weiter auf der Kippe. Eigentümer Volkmar Frenzel verhandelt mit den Banken. Bekommt er die Kredite nicht, droht der Konkurs. Es geht um 2,5 Millionen Euro Überbrückungshilfe und fünf Millionen für die Vorfinanzierung der nächsten Ernte. Der ostdeutsche Unternehmer Volkmar Frenzel, der die Austria Frost im Jahr 2006 vor dem Konkurs bewahrte, hat, wie er sagt, "zuletzt gute Gespräche" mit den Banken geführt.
Trotzdem ist die Zukunft des Werkes mit seinen 300 Mitarbeitern und den 450 Marchfeldbauern, die das Gemüse liefern, ungewiss

Tauziehen zwischen den Banken
Es herrscht ein Tauziehen, die österreichischen Banken sind mit den deutschen Banken in Kontakt, stimmen die einen zu, dann werden auch die anderen zustimmen und dann wäre auch das Land Niederösterreich mit im Boot, sagt Helmut Miernicki, Geschäftsführer der Landes-Wirtschaftsagentur Ecoplus.

Donnerstag könnte Stichtag sein
Ein Nein der deutschen Banken würde folglich alles zum Einsturz bringen. Aus Bankenkreisen ist zu hören, dass Käufer gesucht und auch Varianten mit externen Beteiligungen geprüft würden.
Während von einigen Seiten der Donnerstag als Stichtag genannt wird, spricht Miernitzki von einer Entscheidung in den nächsten beiden Wochen - und dass die Perspektiven wieder etwas besser aussehen würden.

Quelle: noe.orf.at


http://www.youtube.com/watch?v=COlvQuaCiCY

Helmut71
04.06.2008, 12:12
Zukunft von Gemüsewerk Marchfeld fraglich Für die in Liquiditätsproblemen steckende Frenzel Austria Frost mit dem Tiefkühlwerk in Groß-Enzersdorf im Marchfeld laufen Verhandlungen auf Hochtouren.

Mehrere Verhandlungsrunden am Montag brachten keinen Durchbruch - im Gegenteil: In informierten Kreisen wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt wenig Optimismus verbreitet. Sanierungsfachleute und Rechtsexperten sind eingeschaltet. Mit den Banken wird um eine Umschuldung und um Überbrückungshilfen gerungen, um ein drohendes Insolvenzszenario abzuwehren, wie es am Dienstag zur APA hieß.
Die Banken sind aber noch nicht einig. Dem Vernehmen nach werden schon Käufer gesucht. Es soll seit Dienstag Mittag auch erste Bieter geben, die bereit wären mit Beteiligungen einzusteigen. Namen der in Frage kommenden Beteiligungsgsellschaften wurden vorerst nicht genannt.
Das Land Niederösterreich lässt über seine Wirtschaftsagentur ecoplus Gutachten einholen, wie es mit dem Standort weiter gehen kann. Die Fabrik ist mit mehr als 300 Mitarbeitern und mehr als 400 Vertragsbauern einer der wichtigsten Arbeitgeber im niederösterreichischen Marchfeld.
Bis zum Donnerstag soll man klarer sehen, ob und wie die Schwierigkeiten für das zu der ostdeutschen Frenzel-Unternehmensgruppe gehörende österreichische Tiefkühlwerk gelöst werden können, verlautet in informierten Kreisen.
Frenzel Austria Frost ist der größte Tiefkühlgemüseproduzent in Östserreich. Hauptabnehmer ist Iglo. 2001 hatte Unilever sein Werk in Groß-Enzersdorf an die Vorarlberger "11er" Nahrungsmittel verkauft. Im Oktober 2005 ging die Austria Frost mit 26 Mio. Euro Schulden in die Insolvenz. Ende 2005 übernahm der ostdeutsche Tiefkühlunternehmer Volker Frenzel für 7,6 Mio. Euro die Fabrik, aus der er die "neue" Austria Frost machte.

Quelle: NÖN