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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Waldschutz : Photovoltaik für viele statt windiger Aktien für wenige



Grizzly
16.01.2012, 14:55
GÖLLERSDORF / „Wir reden nicht nur über Alternativen zum geplanten Windindustrieprojekt im Hollabrunner Wald, wir präsentieren auch konkrete Lösungen“, betonte DI Lukas Filz von der Initiative Waldschutz anlässlich einer Veranstaltung zur Errichtung von Photovoltaik-Anlagen mit Bürgerbeteiligung in Porrau und Bergau. Rund 70 Besucher verfolgten mit großem Interesse die Experten-Vorträge im FF-Haus Bergau.


http://www.weinviertel.net/attachment.php?attachmentid=3805&d=1326721517



Eine gemeinschaftliche Photovoltaik-Anlage mit echter Bürgerbeteiligung soll in Porrau und Bergau umgesetzt werden: V.l.n.r. DI Lukas Filz, GR Martin Holzer (VP), die Experten Matthias Katt, Markus Nikodym-Haunold und Stefan Spandl sowie Waldschutz-Sprecher Hannes Aigner, Philipp Lehner und FF-Kommandant Gerald Holzer.
Bild: Waldschutz


Über rechtliche, technische und finanzielle Aspekte eines Gemeinschafts-Photovoltaikmodells am Beispiel einer Anlage der Dorfgemeinschaft Füllersdorf, das im Frühjahr gebaut wird, informierte Projektleiter Matthias Katt. Dabei geht es nicht nur um die Gewinnung von sauberer Energie, sondern auch um die regionale Wertschöpfung. Die lokale Bevölkerung habe dabei die Möglichkeit, gemeinsam in eine Photovoltaik-Anlage zu investieren. Organisiert werde das auf Vereinsbasis unter dem Motto „Besser Photovoltaik auf dem Dach als die Aktien im Keller“, heißt es in einer Aussendung der Initiative Waldschutz.

Man sei bereit, einen Beitrag zu leisten, aber im Sinne des Naturschutzes und in Form echter Bürgerbeteiligung. „Ohne die Aktiengesellschaft und ihre Vorgangsweise gäbe es die aktuellen Turbulenzen in Göllersdorf gar nicht“, ist sich Filz sicher. Der geplante Windindustriepark sei offensichtlich eine Fehlentwicklung.

Zu den Anfang Dezember eingebrachten Initiativanträgen äußert Lukas Filz ebenfalls deutlich seine Meinung: „Entweder der Bürgermeister und die Gemeinderäte machen nun bürgernahe Politik und beschließen die von 424 Bürgern geforderte Befragung zur Umwidmung oder sie fahren über deren Meinung drüber“. Es gebe jetzt die einmalige Chance, das aus guten Gründen eingeführte Instrument der Initiativanträge (und damit ihre Bürger) ernst zu nehmen, oder sich als Ausführungsgehilfen einer Aktiengesellschaft zu deklarieren. Nur so könne wieder Frieden in Göllersdorf einkehren.

Erst in der Vorwoche hat die Bürgeriitiative ihre Standpunkte dem Göllersdorfer Gemeinderat umfassend dargelegt (siehe Beitrag (http://www.weinviertel.net/showthread.php?1881-Rauer-Wind-in-G%C3%B6llersdorf-Agiert-B%C3%BCrgermeister-willk%C3%BCrlich) vom 5. 1. 2012).



(griz-)




Information: Waldschutz – Gemeinsam für ein lebenswertes Göllersdorf, Johannes Aigner, 0676/3055769, http://www.waldschutz.at/ (http://www.waldschutz.at/), info@waldschutz.at (info@waldschutz.at), facebook: „Waldschutz Hollabrunn