Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nö. Schulmodell fixiert
Helmut71
13.05.2008, 14:58
Nun steht fest, wie das neue nö. Schulmodell ausschauen soll. Kern ist, dass sich die Schüler in ihrer Schullaufbahn bis zum 14. Lebensjahr nicht nur zweimal wie bisher, sondern dreimal entscheiden können, welchen Weg sie einschlagen wollen. Die Neuerungen betreffen die Hauptschule, bei der AHS bleibt alles beim Alten. Wer sich für den Besuch einer Hauptschule entscheidet, für den gibt es nach dem neuen Modell zwei Orientierungsjahre.
Die Zehn- bis Zwölfjährigen werden hier mehr projektbezogen und individuell unterrichtet, sagte Landesschulratspräsident Hermann Helm.
Das bedeute, dass man in Deutsch, Mathematik und Englisch zwei Lehrer in die Klasse stellt, um die Schüler besser zu betreuen.
Dritte Entscheidung mit 14 Jahren
Nach den zwei Jahren können sich die Schüler mit zwölf Jahren zum zweiten Mal entscheiden, ob sie lieber den beruflich-handwerklichen oder den schulischen Weg einschlagen.
Mit 14 fällt dann die dritte Entscheidung. Bildungslandesrätin Petra Bohuslav sprach von einem ganz klaren Konzept für die Aufwertung der Hauptschulen, die damit zu einer Drehscheibe einerseits für die schulische Entwicklung oder auch für den beruflichen Werdegang wird.
In den nächsten Tagen werden alle 262 Hauptschulen in Niederösterreich über das neue Modell informiert.
Start ist im Herbst 2009 und die Verantwortlichen rechnen, dass 25 Schulen das Modell umsetzen werden. Jeweils zwei Drittel der Lehrer und Eltern müssen in einer Schule dem Modell zustimmen, damit es in Kraft treten kann.
http://www.youtube.com/watch?v=QiWBI1_PyOk
Beitrag in NÖ Heute
Quelle: noe.orf.at
Helmut71
19.05.2008, 10:15
Hauptschule im Zentrum
FIXIERT / Das NÖ-Schulmodell wertet die Hauptschulen im Land als Bildungsdrehscheibe auf.
VON PETER WÖTZL
Die Pläne liegen jetzt im Detail vor: Die ersten Tests des neuen NÖ-Schulmodells soll es im Schuljahr 2009/10 geben. Dazu werden jetzt 25 Hauptschulen in Niederösterreich (am besten je fünf in jeder der fünf Bildungsregionen) gesucht, die daran teilnehmen wollen.
Nachfrage der Hauptschulen ist schon jetzt groß
„Wir wollen die Hauptschule als Drehscheibe installieren. Sie wird oft nur als letzte Alternative gesehen. Zu Unrecht!“, sagt dazu Pflichtschullandesrätin Petra Bohuslav. Die Nachfrage ist groß, es gibt NÖ-Bezirke, in denen alle Hauptschulen in die Testreihe einbezogen werden wollen. Noch bis Ende Mai können die einzelnen Schulen ihr Interesse anmelden. Im Land wurde eine eigene Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich mit der Materie ausführlich beschäftigen wird und auch die Schulen unterstützen soll. Am 10. Juni wird es einen großen Informationstag für alle Schulen geben. Im September startet die Fortbildung für Lehrer, die künftig an einer Modellschule unterrichten sollen.
Und wie funktioniert das NÖ-Schulmodell? Nach der vierjährigen Volksschule gibt es eine zweijährige Orientierungsphase. „Mit einem sehr projektbezogenen Unterricht“, so NÖ-Landesschulratspräsident Hermann Helm. Danach können sich die Schüler entscheiden, ob sie einen berufsorientierten Weg einschlagen oder den schulischen Weg forcieren. Der Unterricht in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch erfolgt neben Hauptschullehrern auch von Gymnasiallehrern.
Quelle: NÖN
Helmut71
21.05.2008, 12:26
Über die Hauptschule NEU wird auch in der aktuellen NÖN ausführlich berichtet...
Hauptschule neu: Wer soll das Modell testen?
BEZIRK GÄNSERNDORF /Bis Ende Mai können sich 16 Lehranstalten im Bezirk für neues Schulmodell bewerben. Ziel: Individueller Unterricht.
VON THOMAS SCHINDLER
Das Land NÖ stellte vor wenigen Tagen ein neues Schulmodell vor. Mit diesem sollen die Hauptschulen aufgewertet werden. Bis Ende Mai können sich auch die Hauptschulen im Bezirk Gänserndorf als Testschulen bewerben. „Wir gehen davon aus, dass vor allem die Schulen rund um das neue Oberstufenrealgymnasium in Deutsch-Wagram Interesse zeigen werden“, erklärt Bezirksschulinspektor Manfred Wimmer.
Wimmer war selbst federführend an der Entwicklung des Modells beteiligt. Die neue Schule bezeichnet er als Mittelschule. Und so soll sie aussehen: Die ersten beiden Hauptschuljahre werden als „Orientierungsphase“ bezeichnet. „Hier wird individuell auf die Schüler eingegangen und Talente werden herausgefiltert.“
Im dritten Jahr gibt es schließlich eine Spaltung, und zwar in den allgemeinen und in den berufsorientierten Bereich. „Jene Schüler, die einen Beruf erlernen wollen, kommen in den berufsorientierten Zweig. Jene, die eine höhere Schule besuchen wollen, kommen in den allgemeinen Zweig“, so Wimmer. „Das Ziel des neuen Modells ist der individuelle Unterricht. Jeder soll in seinen Fähigkeiten bestens gefördert werden.“
Mindestens eine Schule aus dem Bezirk kommt zum Zug
Fünf Hauptschulen aus dem Weinviertel sollen das neue Modell testen. Das heißt, mindestens eine Schule sollte aus dem Bezirk Gänserndorf sein. 16 Hauptschulen gibt es im Bezirk: Zwei in der Stadt Gänserndorf und jeweils eine in Deutsch-Wagram, Strasshof, Leopoldsdorf, Lassee, Marchegg, Orth, Groß-Enzersdorf, Auersthal, Matzen, Hohenruppersdorf, Zistersdorf, Neusiedl, Dürnkrut und Hohenau. Auch Sport- und Musikhauptschulen sowie Schwerpunktschulen (z.B. für Computer) können sich natürlich bewerben.
Wimmer: „Im Juni wissen wir dann, welche Schulen zum Zug kommen. Dann haben wir noch ein ganzes Schuljahr als Vorlaufzeit.“ Im Herbst 2009 soll das neue Modell schließlich starten. Voraussetzung für eine Testschule: Zwei Drittel der Lehrer und der Eltern müssen zustimmen. Ein Anreiz zum Umstieg auf das neue Modell könnte natürlich der Schülerschwund sein, so Wimmer:
„Vor allem im Zentralraum rund um das Konrad-Lorenz-Gymnasium kämpfen die Hauptschulen mit zu niedrigen Schülerzahlen.“ Hier könnte die Einstellung vorherrschen: „Ändern wir das Modell, um die Klassen wieder zu füllen.“ In der Peripherie wiederum sind die Hauptschulen aufgrund fehlender Alternativen nach wie vor gut besucht.
Auch Günter Perlega, VP-Personalvertreter der Pflichtschullehrer, begrüßt das neue Schulmodell, das er nicht als Konkurrenz zum Gymnasium sieht: „Es ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und eine Chance, die Schüler noch besser auszubilden.“
Übrigens: Jede Testschule braucht eine Partnerschule mit Oberstufe. Gym- und HAK-Lehrer sollen stundenweise in der neuen Hauptschule unterrichten und die betroffenen Schüler so optimal auf einen Wechsel in die Oberstufe vorbereiten.
Quelle: NÖN
Helmut71
29.05.2008, 10:25
HS Gänserndorf wird das neue nö Modell angeblich fix testen!
Und: angeblich sollen nur jene Hauptschulen zum Zug kommen, die in direkter Konkurenz zu AHS-Unterstufen stehen.
Nejachapi
29.05.2008, 15:48
Und was ist, wenn Schüler dann nach den zwei Jahren aufs Gymnasium wechseln wollen, und dort ist kein Platz? :confused:
lg Nejachapi
Helmut71
29.05.2008, 18:41
Soweit ich das verstanden habe, muss sich jede teilnehmende Hauptschule eine AHS als Partnerschule suchen. Ob und wie das dann funktionieren soll, weiß ich auch nicht.
Persönlich stehe dieser "Gesamtschule light" eigentlich eher skeptisch gegenüber.
Helmut71
21.08.2008, 16:01
43 Hauptschulen wollen sich am Niederösterreichischen Schulmodell beteiligen. Dieses sieht nach der Volksschule eine zweijährige Orientierungsstufe in den Hauptschulen vor.
Kein Entscheidungsdruck mehr für 10-jährige
Die Schüler von 43 Hauptschulen sollen ab dem Schuljahr 2009/2010, die ersten sein, die in diesem Modell unterrichtet werden. Damit will man den Zehnjährigen den Entscheidungsdruck nehmen, sich bereits in diesem Alter auf eine Schulform festzulegen.
Beim Niederösterreich-Modell - so die Absicht - können sich die Schüler dann mit 12 Jahren noch einmal über ihre weitere schulische Laufbahn entscheiden. Das ist das Ziel des neuen Schulmodells.
Bei diesem Modellversuch sollen einerseits die Schüler besser gefördert werden, andererseits will man aber auch die Hauptschulen im Vergleich zu den Gymnasien wieder attraktiver machen, so Bildungslandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP).
Entscheidung der Eltern steht noch aus
Die Lehrer an diesen Schulen haben schon für eine Teilnahme am Modell gestimmt, ausständig ist noch die Zustimmung der Eltern. Erforderlich ist eine Zwei-Drittel Mehrheit.
Landesschulratspräsident Hermann Helm ist jedoch zuversichtlich, dass sich diese für das neue Modell aussprechen werden.
Denn mit dem Schulversuch bekommen die Modellschulen nicht nur mehr Geld sondern auch mehr Lehrer - weil die 10- bis 12-Jährigen neben den Hauptschullehrern auch von AHS-Lehrern unterrichtet werden sollen.
Vor allem in den Hauptgegenständen wie Deutsch, Mathematik und Englisch sollen immer zwei Lehrer den Unterricht gestalten.
Ende September - nach der Abstimmung der Eltern - soll dann endgültig feststehen, welche Schulen in Niederösterreich am Modellversuch teilnehmen. Bereits im Oktober sollen dann die Lehrer für die neue Unterrichtsform geschult werden.
Quelle: noe.orf.at
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