Samael
22.04.2008, 17:11
Im Weinviertel sollen zwei Gaspipelines errichtet werden. Die Bauern argwöhnen , dass sie unterschiedlich entschädigt werden sollen.
Die OMV AG will im Weinviertel bis 2010 zwei neue Gas-Pipelines errichten. Die Verhandlungen mit den Grundeigentümern sind dabei etwas in Stocken geraten.
Zuerst die technische Seite: Die eine Pipeline im Durchmesser von 1,2 Meter soll von der Erdgasstation Baumgarten (Bezirk Gänserndorf) in das etwa 18 Kilometer entfernte Auersthal führen. Diese Leitung dient alleine der Inlandsversorgung. Die zweite Pipeline (ebenfalls 1,2 Meter Durchmesser) wird als "Zwilling" neben die bereits bestehende West Austria Gasleitung (WAG) gelegt und führt von Baumgarten in das rund 36 Kilometer entfernte Enzersfeld bei Korneuburg. Durch solche Pipelines können bei rund 70 Bar Betriebsdruck pro Stunde etwa 1,2 Millionen Normkubikmeter Gas transportiert werden.
Servitut
Jetzt die rechtliche Seite: Damit die OMV ihre Leitungen eingraben darf, bedarf sie der Zustimmung aller von der Pipeline betroffenen Grundeigentümer, sprich der Landwirte, die für die Einräumung des dafür erforderlichen Servituts pro Quadratmeter einen bestimmten Betrag erhalten. In jüngster Zeit hält sich innerhalb der Bauernschaft jedoch hartnäckig das Gerücht, dass im Zuge seismologischer Untersuchungen, die mit sogenannten Vibratoren durchgeführt wurden, die über die Felder walzten, unterschiedliche Entschädigungssätze ausbezahlt worden sein sollen. Jene Firma, die die seismologischen Untersuchungen durchführte, arbeitete im Auftrag der OMV. Die Bauern argwöhnen jetzt, dass sie auch beim Pipelinebau unterschiedlich entschädigt werden könnten. "Wir gehen diesen Gerüchten nach und werden sie restlos aufklären - mit allen damit verbundenen Konsequenzen", so ein ranghoher Manager der OMV AG zum KURIER.
Die Landwirte weisen darauf hin, dass vieles in jüngster Zeit massiv teurer wurde - etwa der Preis für Dieseltreibstoff - und dass dies die OMV AG bei der Festlegung ihrer Entschädigungssätze berücksichtigen müsse, anderenfalls gäbe es keine Unterschrift. Die von der Bauernkammer ausgegeben Sätze werden nur als Richtmaß betrachtet. Bei der OMV AG ist man zuversichtlich, dennoch eine gütliche Einigung mit den Grundeigentümern zu schaffen.
Quelle: Kurier Online (http://www.kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/150272.php)
Die OMV AG will im Weinviertel bis 2010 zwei neue Gas-Pipelines errichten. Die Verhandlungen mit den Grundeigentümern sind dabei etwas in Stocken geraten.
Zuerst die technische Seite: Die eine Pipeline im Durchmesser von 1,2 Meter soll von der Erdgasstation Baumgarten (Bezirk Gänserndorf) in das etwa 18 Kilometer entfernte Auersthal führen. Diese Leitung dient alleine der Inlandsversorgung. Die zweite Pipeline (ebenfalls 1,2 Meter Durchmesser) wird als "Zwilling" neben die bereits bestehende West Austria Gasleitung (WAG) gelegt und führt von Baumgarten in das rund 36 Kilometer entfernte Enzersfeld bei Korneuburg. Durch solche Pipelines können bei rund 70 Bar Betriebsdruck pro Stunde etwa 1,2 Millionen Normkubikmeter Gas transportiert werden.
Servitut
Jetzt die rechtliche Seite: Damit die OMV ihre Leitungen eingraben darf, bedarf sie der Zustimmung aller von der Pipeline betroffenen Grundeigentümer, sprich der Landwirte, die für die Einräumung des dafür erforderlichen Servituts pro Quadratmeter einen bestimmten Betrag erhalten. In jüngster Zeit hält sich innerhalb der Bauernschaft jedoch hartnäckig das Gerücht, dass im Zuge seismologischer Untersuchungen, die mit sogenannten Vibratoren durchgeführt wurden, die über die Felder walzten, unterschiedliche Entschädigungssätze ausbezahlt worden sein sollen. Jene Firma, die die seismologischen Untersuchungen durchführte, arbeitete im Auftrag der OMV. Die Bauern argwöhnen jetzt, dass sie auch beim Pipelinebau unterschiedlich entschädigt werden könnten. "Wir gehen diesen Gerüchten nach und werden sie restlos aufklären - mit allen damit verbundenen Konsequenzen", so ein ranghoher Manager der OMV AG zum KURIER.
Die Landwirte weisen darauf hin, dass vieles in jüngster Zeit massiv teurer wurde - etwa der Preis für Dieseltreibstoff - und dass dies die OMV AG bei der Festlegung ihrer Entschädigungssätze berücksichtigen müsse, anderenfalls gäbe es keine Unterschrift. Die von der Bauernkammer ausgegeben Sätze werden nur als Richtmaß betrachtet. Bei der OMV AG ist man zuversichtlich, dennoch eine gütliche Einigung mit den Grundeigentümern zu schaffen.
Quelle: Kurier Online (http://www.kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/150272.php)