Grizzly
10.01.2011, 23:14
Das Wort des „Granden“ ist wahrscheinlich den meisten von uns ein Begriff, mitunter mit gewissem Beigeschmack, beispielsweise als „Parteigranden“. Mein Kunstwort „MusiGranden“ klingt nicht zufällig so ähnlich wie „Musikanten“. Dahinter verbergen sich tatsächlich großartige Musiker, die oft nur Eingeweihte mit dem Weinviertel in Verbindung bringen, die es aber allemal wert sind, auf die Bühne des weinviertel.net geholt zu werden. Sie möchte ich in lockerer Reihenfolge präsentieren und weil das immer auch mit Rückblicken in die Geschichte der Künstler zu tun hat, stelle ich sie ins Geschichte-Forum. Mit unserer eigenen Geschichte sind wir sowieso immer dabei und sei es „nur“ durch ein besonderes Konzerterlebnis….
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Ob er wohl jemals den Stempel loswird, den ihm der Ohrwurm „Send me roses“ eingebracht hat, der Sänger, Musical-Darsteller, Komponist, Autor und Musikproduzent „Mo“? Derzeit ist er auf dem besten Weg dazu. Sein neuer Song „Made to last“ (http://www.youtube.com/watch?v=kE_3pcz6dWo), also „Für die Dauer gemacht“, hat das Zeug zum Hit. Das haben auch die Manager von Hyundai, eines großen koreanischen Autokonzerns, erkannt und bewerben damit eines ihrer neusten Modelle.
Günter Mokesch, der Mann hinter dem Kürzel „Mo“, wurde 1959 in Hohenau geboren. Das musikalische Multitalent besang bereits 1983 seine erste Single. „Liebe, Brot und tausend Küsse“ hieß der Song, der aber kaum Erfolg hatte. Auch mit „Smile“ gelang 1984 noch kein Durchbruch. Erst 1987 landete „Mo“ mit „Send me roses“ einen echten Hit. Platz 2 bei Ö3 und immerhin der neunte Rang in der offiziellen österreichischen Hitparade, den Verkaufscharts, waren eine gute Visitenkarte für eine Tournee, die auch nach Deutschland führte. Rasch wurde ein Remake von „Smile“ nachgeschoben, das aber auch in diesem zweiten Anlauf nur auf Platz 20 der Charts landete. Bis 1993 folgten mit „Wild Wild Wild“ (Platz 26) und „If you want my love“ (Platz 9) zwei weitere Singles und zwei Alben („Dancing with an Eskimo“, „Confession“), die sich in den Charts platzieren konnten.
An mangelndem Fleiß ist es sicher nicht gelegen, dass „Mo“ sich jahrelang am Pop-Himmel rar gemacht hat. „Mo Mokesch ist zurück“, titelte kürzlich die Tageszeitung „Die Presse“ und beschrieb auch gleich seine Tätigkeit der letzten Jahre: „Seit vielen Jahren kreiert er für den ORF Signations.“ Dazu kamen noch zehn Hauptrollen als Musical- bzw. Musiktheaterdarsteller, elf Filmmusiken, vier Kleinkunstprogramme und eine Vielzahl an weiteren Projekten. So entwickelte er beispielsweise das Soundschema für den ORF.
1999 gewann Günter Mokesch den Preis für die beste Filmmusik für den Johannes Fabrick Film "Beastie Girl" im Rahmen des Internationalen Filmfestivals Shanghai.
http://www.weinviertel.net/attachment.php?attachmentid=2600
No more "Roses", please: Der gebürtige Hohenauer Günter "Mo" Mokesch startet mit seinem neuen Album "Hallelujah" durch. Bild: Radio Arabella
Jetzt tritt „Mo“ wieder als Popmusiker an die Öffentlichkeit. „Hallelujah“ heißt sein neuestes Opus, mit dem er auch gleich eine Kontroverse auslöste. Ausgerechnet die nicht gerade für höchste journalistische Qualität bekannte Tageszeitung „Österreich“ fand es „schockierend, dass Mo sich zu Christi Himmelfahrt in Jesus-Pose mit zwölf Mädchen ablichten ließ, der statt Brot eine CD herumreicht…Die Rolle des Andreas wird dabei gar von einer verkleideten Muslimin in Burka verkörpert.“ Das Blatt nennt die neue CD einen „Pop-Religions-Schocker, wie ihn Österreich noch nie gesehen hat.“ Glückliches Land, in dem es sonst keine Aufreger gibt! „Mo“ wird es freuen, dass seiner CD bereits im Vorfeld so viel Aufmerksamkeit zuteilwird.
Trotzdem sah sich der Künstler sogar zu einer offiziellen Stellungnahme über APA-OTS gezwungen, in der er sich selbst als „kritischen Katholiken“ bezeichnete, dem es darum ginge, „inspiriert vom Titel der CD Glaube und Musik als zwei sowohl völker- und auch geschlechterverbindende Themen darzustellen.“ Er vertraue jedenfalls auf Toleranz und Geschmack der Öffentlichkeit.
„Hallelujah“ umfasst 12 Titel sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache, darunter eine kraftvolle Piano-Version von „Send me roses“. Warum dies? "Mo" kämpferisch: „Es gibt da viele Tabus, die ich gebrochen habe. Stile, Sprachen – alles durcheinander. Ich lasse das, was aus mir kreativ herauskommt, nur durch einen einzigen Filter und das ist meine Gruppe. Die schönste Band der Welt.“ Ohne Superlative geht es nicht. Im Booklet inszenierte er sich mehrfach als Engel, schwebt auf Wolken.
Woher die Liebe zum Sakralkitsch? „Ich weiß nicht. Mein erstes Album hieß schon ,Der Erzengel Novotny‘. Es ist auch ein Augenzwinkern dabei bei meiner Liebe zum katholischen Prunk. Der Titel entstand wegen einer Nummer, die nicht auf dem Album ist.“ Es handelt sich um Leonard Cohens „Hallelujah“. Dazu „Mo“: „Es gibt französische, italienische, spanische Versionen, aber eine Eindeutschung lässt Cohen nicht zu.“ Und trotzig setzt er fort: „ Hallelujah“ spiele ich weiterhin live auf Deutsch. Das kann mir niemand verbieten.“ Recht hat er, vielleicht gelingt dem dynamischen Früh-Fünfziger damit endlich der erhoffte Durchbruch auch in der Pop-Szene.
(griz-)
Quellen: Die Presse vom 8. 10. 2010; Österreich vom 15. 5. 2010; Wikipedia; http://www.mo-music.com/ (http://www.mo-music.com/) ; http://www.arabella.at (http://www.arabella.at/)
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Ob er wohl jemals den Stempel loswird, den ihm der Ohrwurm „Send me roses“ eingebracht hat, der Sänger, Musical-Darsteller, Komponist, Autor und Musikproduzent „Mo“? Derzeit ist er auf dem besten Weg dazu. Sein neuer Song „Made to last“ (http://www.youtube.com/watch?v=kE_3pcz6dWo), also „Für die Dauer gemacht“, hat das Zeug zum Hit. Das haben auch die Manager von Hyundai, eines großen koreanischen Autokonzerns, erkannt und bewerben damit eines ihrer neusten Modelle.
Günter Mokesch, der Mann hinter dem Kürzel „Mo“, wurde 1959 in Hohenau geboren. Das musikalische Multitalent besang bereits 1983 seine erste Single. „Liebe, Brot und tausend Küsse“ hieß der Song, der aber kaum Erfolg hatte. Auch mit „Smile“ gelang 1984 noch kein Durchbruch. Erst 1987 landete „Mo“ mit „Send me roses“ einen echten Hit. Platz 2 bei Ö3 und immerhin der neunte Rang in der offiziellen österreichischen Hitparade, den Verkaufscharts, waren eine gute Visitenkarte für eine Tournee, die auch nach Deutschland führte. Rasch wurde ein Remake von „Smile“ nachgeschoben, das aber auch in diesem zweiten Anlauf nur auf Platz 20 der Charts landete. Bis 1993 folgten mit „Wild Wild Wild“ (Platz 26) und „If you want my love“ (Platz 9) zwei weitere Singles und zwei Alben („Dancing with an Eskimo“, „Confession“), die sich in den Charts platzieren konnten.
An mangelndem Fleiß ist es sicher nicht gelegen, dass „Mo“ sich jahrelang am Pop-Himmel rar gemacht hat. „Mo Mokesch ist zurück“, titelte kürzlich die Tageszeitung „Die Presse“ und beschrieb auch gleich seine Tätigkeit der letzten Jahre: „Seit vielen Jahren kreiert er für den ORF Signations.“ Dazu kamen noch zehn Hauptrollen als Musical- bzw. Musiktheaterdarsteller, elf Filmmusiken, vier Kleinkunstprogramme und eine Vielzahl an weiteren Projekten. So entwickelte er beispielsweise das Soundschema für den ORF.
1999 gewann Günter Mokesch den Preis für die beste Filmmusik für den Johannes Fabrick Film "Beastie Girl" im Rahmen des Internationalen Filmfestivals Shanghai.
http://www.weinviertel.net/attachment.php?attachmentid=2600
No more "Roses", please: Der gebürtige Hohenauer Günter "Mo" Mokesch startet mit seinem neuen Album "Hallelujah" durch. Bild: Radio Arabella
Jetzt tritt „Mo“ wieder als Popmusiker an die Öffentlichkeit. „Hallelujah“ heißt sein neuestes Opus, mit dem er auch gleich eine Kontroverse auslöste. Ausgerechnet die nicht gerade für höchste journalistische Qualität bekannte Tageszeitung „Österreich“ fand es „schockierend, dass Mo sich zu Christi Himmelfahrt in Jesus-Pose mit zwölf Mädchen ablichten ließ, der statt Brot eine CD herumreicht…Die Rolle des Andreas wird dabei gar von einer verkleideten Muslimin in Burka verkörpert.“ Das Blatt nennt die neue CD einen „Pop-Religions-Schocker, wie ihn Österreich noch nie gesehen hat.“ Glückliches Land, in dem es sonst keine Aufreger gibt! „Mo“ wird es freuen, dass seiner CD bereits im Vorfeld so viel Aufmerksamkeit zuteilwird.
Trotzdem sah sich der Künstler sogar zu einer offiziellen Stellungnahme über APA-OTS gezwungen, in der er sich selbst als „kritischen Katholiken“ bezeichnete, dem es darum ginge, „inspiriert vom Titel der CD Glaube und Musik als zwei sowohl völker- und auch geschlechterverbindende Themen darzustellen.“ Er vertraue jedenfalls auf Toleranz und Geschmack der Öffentlichkeit.
„Hallelujah“ umfasst 12 Titel sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache, darunter eine kraftvolle Piano-Version von „Send me roses“. Warum dies? "Mo" kämpferisch: „Es gibt da viele Tabus, die ich gebrochen habe. Stile, Sprachen – alles durcheinander. Ich lasse das, was aus mir kreativ herauskommt, nur durch einen einzigen Filter und das ist meine Gruppe. Die schönste Band der Welt.“ Ohne Superlative geht es nicht. Im Booklet inszenierte er sich mehrfach als Engel, schwebt auf Wolken.
Woher die Liebe zum Sakralkitsch? „Ich weiß nicht. Mein erstes Album hieß schon ,Der Erzengel Novotny‘. Es ist auch ein Augenzwinkern dabei bei meiner Liebe zum katholischen Prunk. Der Titel entstand wegen einer Nummer, die nicht auf dem Album ist.“ Es handelt sich um Leonard Cohens „Hallelujah“. Dazu „Mo“: „Es gibt französische, italienische, spanische Versionen, aber eine Eindeutschung lässt Cohen nicht zu.“ Und trotzig setzt er fort: „ Hallelujah“ spiele ich weiterhin live auf Deutsch. Das kann mir niemand verbieten.“ Recht hat er, vielleicht gelingt dem dynamischen Früh-Fünfziger damit endlich der erhoffte Durchbruch auch in der Pop-Szene.
(griz-)
Quellen: Die Presse vom 8. 10. 2010; Österreich vom 15. 5. 2010; Wikipedia; http://www.mo-music.com/ (http://www.mo-music.com/) ; http://www.arabella.at (http://www.arabella.at/)