Helmut71
09.04.2008, 10:28
40 Jahre in der Politik: Präsident als Krönung
BEZIRK GÄNSERNDORF / Herbert Nowohradsky wurde zum zweiten Landtagspräsidenten gewählt. Die NÖN bat ihn zum Gespräch.
VON THOMAS SCHINDLER
„I bin‘s, dei Präsident!“ Mit diesen Worten wurde einst Wiens Polizeipräsident Josef „Joschi“ Holaubek berühmt, als er im November 1971 einen geflüchteten Häftling und Geiselnehmer zur Aufgabe überreden konnte. Nicht ganz so gefährlich wird der neue Job von Herbert Nowohradsky. Präsident darf er sich aber trotzdem nennen.
Wie berichtet, wurde der langjährige ÖVP-Landtagsabgeordnete und Bürgermeister von Palterndorf-Dobermannsdorf zum zweiten NÖ Landtagspräsidenten gewählt. Die NÖN bat den 58-jährigen Familienvater zum Interview.
NÖN: Zuerst einmal Gratulation zur Wahl. Was wird sich nun für Sie persönlich und den Bezirk Gänserndorf ändern?
Nowohradsky: Ich bleibe natürlich Abgeordneter und somit dem Bezirk erhalten. Die Termine in unserer Region werde ich wie bisher wahrnehmen. Was dazukommt, ist, dass ich auch zu Terminen in anderen Bezirken Niederösterreichs fahren werde. Nach St. Pölten zum Beispiel bin ich schon in der Vergangenheit mitunter zwei bis drei Mal pro Woche gependelt.
NÖN: Dazu kommt die Arbeit als Bürgermeister, Vizepräsident des NÖ Hilfswerks, Landesvorsitzender der NÖ Volkshochschule und Mitglied der Geschäftsführung des NÖ Gemeindevertreterverbandes.
Nowohradsky (lacht): Ja, da hat sich einiges angesammelt. Aber zeitlich werde ich alles unter einen Hut bringen. Und meine Ehefrau wusste von Beginn an, dass meine Freizeit als Politiker beschränkt ist. Sie hat sich genauso über meine Wahl zum Landtagspräsidenten gefreut wie ich selbst. Ich bin seit 40 Jahren politisch tätig, dieses Amt ist ein schöner Schlussstrich unter meiner Laufbahn.
NÖN: Sie begannen als JVP-Bezirksobmann, wurden 1980 mit 30 Jahren jüngster Bürgermeister in NÖ. 1993 ließen Sie sich als Hauptschuldirektor in Hohenau karenzieren und zogen in den Landtag ein. Wollen Sie noch etwas erreichen?
Nowohradsky: Nein, da brauchen wir uns nichts vormachen. Das Amt als Landtagspräsident ist meine letzte Station vor der Pensionierung.
NÖN: Für den zweiten Landtagspräsidenten - erster wurde Hans Penz - waren mehrere Kandidaten im Gespräch. Die Wahl fiel schließlich auf Sie, weil Sie als ausgeglichen und seriös gelten und über viel Erfahrung verfügen. Was konkret wird nun Ihre Aufgabe sein?
Nowohradsky: Für den Bezirk ist von Vorteil, dass ich nun näher an den Informationen sitze und bei der Umsetzung von Projekten mehr eingebunden bin. Ich werde gemeinsam mit dem ersten und dritten Präsidenten sowie den Klubobleuten die Tagesordnung festsetzen. Der Rechnungshofausschuss unterliegt auch den drei Präsidenten. Weiters werde ich bei allen anderen Ausschüssen dabei sein und abwechselnd mit den anderen beiden Präsidenten den Vorsitz im Landtag übernehmen.
NÖN: Danke für das Gespräch und viel Glück bei Ihrer neuen Aufgabe.
BEZIRK GÄNSERNDORF / Herbert Nowohradsky wurde zum zweiten Landtagspräsidenten gewählt. Die NÖN bat ihn zum Gespräch.
VON THOMAS SCHINDLER
„I bin‘s, dei Präsident!“ Mit diesen Worten wurde einst Wiens Polizeipräsident Josef „Joschi“ Holaubek berühmt, als er im November 1971 einen geflüchteten Häftling und Geiselnehmer zur Aufgabe überreden konnte. Nicht ganz so gefährlich wird der neue Job von Herbert Nowohradsky. Präsident darf er sich aber trotzdem nennen.
Wie berichtet, wurde der langjährige ÖVP-Landtagsabgeordnete und Bürgermeister von Palterndorf-Dobermannsdorf zum zweiten NÖ Landtagspräsidenten gewählt. Die NÖN bat den 58-jährigen Familienvater zum Interview.
NÖN: Zuerst einmal Gratulation zur Wahl. Was wird sich nun für Sie persönlich und den Bezirk Gänserndorf ändern?
Nowohradsky: Ich bleibe natürlich Abgeordneter und somit dem Bezirk erhalten. Die Termine in unserer Region werde ich wie bisher wahrnehmen. Was dazukommt, ist, dass ich auch zu Terminen in anderen Bezirken Niederösterreichs fahren werde. Nach St. Pölten zum Beispiel bin ich schon in der Vergangenheit mitunter zwei bis drei Mal pro Woche gependelt.
NÖN: Dazu kommt die Arbeit als Bürgermeister, Vizepräsident des NÖ Hilfswerks, Landesvorsitzender der NÖ Volkshochschule und Mitglied der Geschäftsführung des NÖ Gemeindevertreterverbandes.
Nowohradsky (lacht): Ja, da hat sich einiges angesammelt. Aber zeitlich werde ich alles unter einen Hut bringen. Und meine Ehefrau wusste von Beginn an, dass meine Freizeit als Politiker beschränkt ist. Sie hat sich genauso über meine Wahl zum Landtagspräsidenten gefreut wie ich selbst. Ich bin seit 40 Jahren politisch tätig, dieses Amt ist ein schöner Schlussstrich unter meiner Laufbahn.
NÖN: Sie begannen als JVP-Bezirksobmann, wurden 1980 mit 30 Jahren jüngster Bürgermeister in NÖ. 1993 ließen Sie sich als Hauptschuldirektor in Hohenau karenzieren und zogen in den Landtag ein. Wollen Sie noch etwas erreichen?
Nowohradsky: Nein, da brauchen wir uns nichts vormachen. Das Amt als Landtagspräsident ist meine letzte Station vor der Pensionierung.
NÖN: Für den zweiten Landtagspräsidenten - erster wurde Hans Penz - waren mehrere Kandidaten im Gespräch. Die Wahl fiel schließlich auf Sie, weil Sie als ausgeglichen und seriös gelten und über viel Erfahrung verfügen. Was konkret wird nun Ihre Aufgabe sein?
Nowohradsky: Für den Bezirk ist von Vorteil, dass ich nun näher an den Informationen sitze und bei der Umsetzung von Projekten mehr eingebunden bin. Ich werde gemeinsam mit dem ersten und dritten Präsidenten sowie den Klubobleuten die Tagesordnung festsetzen. Der Rechnungshofausschuss unterliegt auch den drei Präsidenten. Weiters werde ich bei allen anderen Ausschüssen dabei sein und abwechselnd mit den anderen beiden Präsidenten den Vorsitz im Landtag übernehmen.
NÖN: Danke für das Gespräch und viel Glück bei Ihrer neuen Aufgabe.