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Helmut71
07.04.2008, 23:26
Klosterbau in Puch weiter umstritten
Die Pläne für einen Klosterbau in Puch im Bezirk Hollabrunn sorgen weiter für große Aufregung. Die Schwestern des Ordens wollen das Projekt nicht umsetzen, wenn der Großteil der Bevölkerung dagegen ist.

Bürger klar gegen Kloster
Sonntagabend haben Bürger und Nonnen bei einer Informationsveranstaltung über den umstrittenen Bau diskutiert. Der Orden "Die Kleinen Schwestern vom Lamm" hat das umstrittene Bauprojekt in Puch präsentiert.
Die Schwestern möchten sich auf einem Waldgebiet ein Rückzugsrefugium errichten. In einer Unterschriftenaktion haben 90 Prozent der Bürger gegen das Kloster unterschrieben.
Die Schwestern wollen das Projekt nicht umsetzen, wenn der Großteil der Bevölkerung dagegen ist. Der Orden ist nun auf der Suche nach einem neuen Grundstück.


Quelle: http://noe.orf.at/stories/269097/

siehe auch



Bevölkerung ist gegen den Klosterbau im Wald
PUCH / Großes Aufsehen erregen die Pläne der „Kleinen Schwestern vom Lamm“, sich im Pucher Wald anzusiedeln.
VON ERIKA SPITALER
Wie die NÖN bereits berichtete (Woche 09, S. 21), hat der Orden der „Kleinen Schwestern vom Lamm“ ein Auge auf Puch als mögliches Rückzugsrefugium geworfen.
Seither herrscht Aufregung in dem kleinen Ort. Dies machte eine Info-Veranstaltung deutlich: Die Mehrheit der Bewohner ist gegen die Errichtung eines Klosters im Wald. „Gegen den Orden an sich haben die meisten nichts“, macht Martin Mitterhauser im NÖN-Gespräch klar. „Aber wir wollen nicht, dass unser Wald abgeholzt und verbaut wird – auch nicht für ein Kloster.“ Deshalb sammelt er nun Unterschriften gegen den Klosterbau, der Großteil der Pucher hat bereits unterschrieben.
Auch in Kleedorf und Breitenwaida finden sich viele kritische Stimmen. „Deren Ortsvorsteher haben bereits unterschrieben“, so Mitterhauser weiter.
Der Pucher Ortsvorsteher Walter Pfleger betont - wie auch Mitterhauser - um eine sachliche Diskussion bemüht zu sein: „Es gab mit dem Orden nur Vorgespräche, ein konkretes Bauansuchen liegt noch gar nicht vor.“ Seiner persönlichen Ansicht nach würde der Orden der „Kleinen Schwestern vom Lamm“ ganz gut in die Vision von Puch passen und könnte das positive Image unterstreichen, das sich der Ort in den letzten Jahren aufgebaut hat.
Dem Vorwurf, dass die Umwidmung von Wald in Bauland in jedem anderen Fall von vornherein undenkbar wäre, stimmt Pfleger allerdings zu. Grundsätzlich sieht er aber einen Unterschied zwischen diesem Projekt und solchen mit kommerzieller Nutzung. Außerdem: „Die Gemeinde hätte dadurch keinerlei Kosten“, unterstreicht er. Denn für die Errichtung von Kanal-, Wasser- und Stromanschluss müsste der Orden selbst aufkommen.
„Es geht nicht nur um die Kosten“, meint Mitterhauser dazu. „Wird der Klosterbau genehmigt, befürchten wir, dass der Verbauung der wunderschönen Pucher Umgebung Tür und Tor geöffnet wird. Dagegen verwehren wir uns in aller Sachlichkeit.“ Damit mitten im Wald gebaut werden darf, müsste nicht nur die Gemeinde, sondern auch das Land zustimmen.
Vertreterinnen des Ordens werden am 6. April, um 17 Uhr, im Kulturhaus Breitenwaida das Projekt bei einer Info-Veranstaltung präsentieren und den Bürgern Rede und Antwort stehen.


Quelle: NÖN

Link: http://www.communautedelagneau.org/kleine-schwestern-ostereich.php